Sire hat geschrieben:Laut Aussage der Mutter hat er so 60 Grad und mit Korsett vielleicht 10-20 Grad weniger. Laut Aussage der Ärzte in BaSa muß der Junge so mit 10/12 Jahren operiert werden und die Mutter glaubt, damit ist dann sowieso alles gut, denn dann braucht er kein Korsett mehr.
Was Du da schreibst, ist ein sehr großes Problem. Dein Neffe (war es glaube ich) wird zwar nicht um eine Operation drum herum kommen, mit diesem Korsett auf keinen Fall, um was es aber geht ist die Operation so lange wie möglich hinauszuzögern damit er noch möglichst viel wachsen kann, aber gleichzeitig die Krümmung nicht stärker wird.
Je stärker die Krümmung wird, umsomehr Wirbel müssen versteift werden, umsomehr Bandscheiben dazwischen werden entfernt und über den gesamten Bereich wird er dann nicht mehr weiter wachsen können. Das heißt die Wirbelsäule und der Brustkorb bleiben klein und es bleiben ober- und unterhalb der Versteifung immer weniger freie Wirbel übrig, die dann die gesamte Arbeit der versteiften Wirbel mitübernehmen müssen und dementsprechend schnell verschleißen werden.
Kurz, der Junge wird dann behindert sein.
Da die Mutter wohl keine Verantwortung für ihren Sohn übernhemen möchte, wäre es vielleicht das beste, wenn er schon jetzt mit einem System speziell für Kinder operiert wird, was weiteres Wirbelsäuelenwachstum zuläßt und schlimmeres verhindert.
Es war vor kurzem eine Mutter hier im Forum deren Tochter erst neulich mit etwas dergleichen operiert wurde. Leider habe ich vergessen wer es war und welche Operationsmethode es war. Vielleicht errinnert sich jemand anderes?
Hier wäre aber ein Beispiel zum Thema:
http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=3296
Es gibt da ber verschiedene Systeme, von denen einige mitwachsen.
Und andernfalls bleibt eigentlich nur die eine Lösung ein Korsett zu besorgen, welches besser korrigiert. In Bad Salzungen wird es dies wohl nicht geben, weil sie dort wahrscheinlich schon ihr bestes gegeben haben, aber es nicht besser hinbekommen. Es käme nur Stuttgart oder vielleicht Berlin in Frage, beides eine große Rumfahrerei und wenn Du bereits nach der Finanzierung einer Sprossenwand fragst, beides Wahrscheinlich nicht finanzierbar.
Sire hat geschrieben:wie kontrolliert ihr, ob das Korsett noch passt und wie oft geht ihr zum Arzt zu Kontrolle?

Das kontrolliert der Orthopädietechniker, bei dem man alle 6 Wochen bis 3 Monate einen Kontrolltermin hat.
Sprossenände werden im Übrigen nicht von der Krankenkasse finanziert, aber hier ist ein Tipp:
Tomma hat geschrieben:Mit etwas Glück bekommt man auch auf anderen Wegen eine günstige Sprossenwand:
Man schaut zum Beispiel einfach in die
Gelben Seiten unter der Rubrik
Sportgeräte und findet da die Tischlerfirmen, die in den Schulen und Sporthallen die Geräte warten, reparieren und austauschen. Die ruft man an und fragt, ob sie eine alte, ausgemusterte Sprossenwand günstig (!!!) abgeben können.
Ich habe 20,- € für eine original Hamburger Schulsprossenwand, an der noch die Kaugummis klebten

, gezahlt und die etwas aufgemöbelt (abgeschliffen, lackiert und zurechtgesägt).
Hilft aber natürlich nicht viel, wenn daran nicht täglich geturnt wird. Wobei das bei der schlechten Korrektur im Korsett auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, aber gerade deswegen natürlich auch umso wichtiger.
Wer geht mit dem Jungen zu Reha? Die Mutter muss eigentlich mitkommen und die Übungen selbst erlernen um dann täglich mit ihm zu Hause zu turnen, minedestens eine halbe Stunde, eher länger wegen der schlechten Prognose. Wenn der ein oder andere Tag mal ausfällt, macht das natürlich nichts, nur einmal pro Woche bei einer Krankengymnastin reicht beim besten Willen nicht.