Hallo Lady S
0,5 cm Beinlängenausgleich? Das ist nicht viel. Ich habe durch meinen schweren Unfall einen Beinlängendifferenz von 1,5 cm und habe jahrzehntelang alle meine linken Schuhe, auch Hausschuhe beim Orthopädieschuhmacher 15 mm erhöhen lassen. Das hatte überhaupt nicht den geringsten Einfluss auf meine Rücken- und Kreuzschmerzen.
Das mit dem Längenausgleich ist nach meiner Erfahrung überhaupt nur ein Problem der zivilisatorischen harten und eben Böden, auf denen sich Homo urbanus in der Regel bewegt. Bei einer Bergwanderung auf Waldboden und unebenem gelände spielen 1,5 cm oder nur 0,5 cm überhaupt gar keine Rolle. Dort gleicht der Mensch mit ständigen Bewegugen der Hüfte und der WS ständig neu Beinlängendifferenzen durch Bodenunebenheiten dynamisch aus.
Wer schon mal von einer mehrstündigen Wanderung in Naturgelände auf einen asphaltierten Weg/Straße zurückgekommen ist, der empfindet die harte Ebene richtig schmerzhaft, so daß man freiwillig lieber im Grünstreifen daneben weiterläuft. Der Mensch ist evolutionär nicht für glatte harte Böden adaptiert, da es solche Wege und Böden (Beton, Asphalt) erst seit ca. 100 Jahren gibt.
Mit den von mir aus eigenr sehr posiver Erfahrung schon öfters empfohlenen MBT- Schuhen, kann man auf einen so geringen Längendifferenzausgleich völlig verzichten, da der MBT-User bei jedem Schritt und auch beim dynamischen Stehen ständig wesentlich größere Längendifferenzen durch Belastungswechsel ausgleicht. Es kommt zum selben Effekt wie beim gehen in feucht-sumpfigen Wiesen, weichem Baldbodenhumus oder durch feinen Sand oder Watt-Schlick. Es werden keine Stöße des Fersenaufsetzens mehr über die Fuß-Knie-Hüftgelenke-Becken auf die WS übertragen. Hartes Gehen wird automatisch in vollständige Abrollbewegung des Fußes umgelenkt. Es ist als hätte man eine Mischung von "Petzi-Ball & Moospolster" unter den Fußsohlen. Durch die gezielte Instabilität dieser Schuhe kräftigt sich sehr schnell der ganze Fuß und Beinmuskelapperat und lernt im Alltag sich so dynamisch zu bewegen wie bei einer Wanderung im Gelände, und das sogar im Stehen! Das Gefühl ist herrlich aber zu beginn auch sehr anstrengend.
Versuch doch herauszufinden, wo Du die MBT in Wien mal testen kannst oder einen MBT- Einführungskurs machenkannst. Du brauchst sie ja nicht gleich kaufen.
MBT Schuhe sind bei mir inzwischen tägliches Schuhwerk und fester (weicher) Bestandteil meiner pers. Anti-Schmerz-Therapie.
Ich verzichte auf Absatzerhöhung und Zwischensohle und den ganzen Mist ohne Probleme, seit ich die MBT trage. Ein Freund von mir Dipl.Sportleher hatte schon fast unerträglich Kreuzschmerzen. Dann probierte er MBT und ist seitdem glücklich und schmerzfrei. Man sollte keine Wunder versprechen, aber diesen Schuhhalte ich für die Beste Erfindung seit das Rad erfunden wurde. Erst dann wird einem klar, mit was für einem Mist an Schuhzeug wir uns sonst ein Leben lang abplagen und uns dabei noch orthopädisch langsam ruinieren. Die riesige Zahl der Knie und Hüftarthrosen ab 50 zeigt das Problem deutlich. Ganz nebenbei zwingt der MBT auch zu einer aufrechten und schwerpunkt-balanzierten Haltung und Gangbild.
Schau es Dir mal an:
www.swissmasai.ch
Wenn Du eine schnelle Notlösung brauchst, die in alle Schuhe reinpasst (in Sandalen mit doppelseitigem Teppichklebeband einkleben) und ungefähr 5 mm bis 1 cm (ohne Belastung) bringt, dann nimm einfach ein Gel-Fersenkissen, wie es z.B. bei Fersensporn-Beschwerden getragen wird:
http://www.orthopedia-shop.de/bauerfein ... _shop_.htm
Die Dämpfungswirkung wäre dann aber nur einseitig und im Vergleich zu MBT eher lächerlich.
Ich pers. halte von der ganzen Beinlängendifferenzausgleicherei nichts mehr, es sei denn es sind wirklich mehere cm!
Dir wünsche ich im Dreivierteltakt wie auf Wolken durch mein geliebtes Wien zu schweben!
Servus Toni