Lass dich mal auf Nährstoffmängel, Schilddrüse usw. testen. Klar ist die Körperhaltung eine Haltung der Psyche, fehlt dem Körper an Nährstoffe, Funktionen (Schilddrüse, Hormone usw.) kann es sich verstärken.
Schilddrüsenabklärung: dazu gehören Blutbild (TSH, ft4, ft3, Antikörper: TPO- AK, TAK, TRAK), dazu ein Ultraschall zur Bestimmung von Grösse, Lage und Struktur. Dazu kommen Bestimmung von Mängeln wie Holo-TC (aktives Vitamin B12), Ferritin (Eisenspeicher, da auch CRP bestimmen lassen, ist dieser erhöht kan Ferritin falsch angezeigt sein), Selen, Zink, Biotin, Vitamin D, Folsäure, Serotonin.
Dazu ist es noch sinvoll Nebennieren (Cortisol) ggf. ein Geschlechts-Hormonprofil erstellen lassen.
Ganz wichtig Werte und Befunde selbst nochmal prüfen!!!
Erstmal ein ganz großes Dankeschön für sie schnellen Rückmeldungen

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das mit dem Screening finde ich einen echt guten Einfall. Die Ärzte überprüfen bei einer normalen Blutuntersuchung meist nicht die Werte auf die es wirklich ankommt. Ich werde das jedenfalls in Angriff nehmen.
Raven hat geschrieben:Hallo Ronni,
kraftlose, erschöpfte Körperhaltunge, wie sie typisch sind wenn es einem psychisch nicht gut geht, und verringerte Muskelspannung aufgrund von Medikamenten, verschlechtern wahrscheinlich* eine bestehende (beginnende) Skoliose.
Allerdings: Unbehandelt verschlechtern sich viele Skoliosen von Jugendlichen (ich lese heraus, dass deine Hauptverschlechterung in der Jugendzeit stattfand), auch wenn psychisch alles tipptopp ist. Eine Diagnose in der Kindheit oder dem Teenageralter ist auch typisch.
Es liest sich für mich so, da du nichts von einer Behandlung der Skoliose schreibst, als sei diese unbehandelt geblieben? Schwimmtraining ist keine wirksame Skoliosebehandlung.
(Selber hatte ich durch die ganze Kindheit und Jugend hindurch psychische Probleme: Intensives Schulmobbing schon vor der Entdeckung der Skoliose, große Probleme in der Familie - häufiger Streit der Eltern, Eltern eigentlich getrennt aber nicht geschieden und wohnen zusammen

. Einige Zeit sah ich das sogar als Auslöser der Skoliose, weil es nach meinem damaligen Kenntnisstand so gut passte: im ganzen Umfeld hatte nur ich diese Kombination an Schwierigkeiten, plus nur ich eine Skoliose. Heutzutage sehe ich das anders, siehe oben.)
*Studien sind mir nicht bekannt. Ich ziehe hier eine Analogie zu: Skoliosen bei Hypotonie aufgrund einer körperlichen Behinderung.
Viele Grüße
Raven
Liebe Raven,
meine Skoliose wurde glücklicherweise früh von meiner Mutter erkannt, die mit mir von einem Physio zum nächsten marschierte was mich später zu einem sportlichen Lebensstil verhalf. Ich habe wie Klaus schon richtig bemerkt hat eine ziemlich geringe Skoliose, deshalb fanden die Ärzte es nicht für nötig etwas anderes als Physiotherapie zu verschreiben.
Interessant von deiner Therorie der Analogie der Hypertonie zur Skoliose zu hören, da ich ebenfalls an Hypertonie ( 103 zu 58 grad gemessen) "leide" , dazu kommen in die Atemaussetzer die mich in der Nach wecken. Kennt das noch jemand von euch?? Wenn ja was macht ihr dagegen. Mir schlafen auch teilweise die Arme immer ein.
Klaus hat geschrieben:Hallo Ronnie,
da das Dein erster Beitrag ist, will ich gleich mal den Schwerpunkt auf die Behandlung des jetzigen Zustandes bringen, weil die Betrachtung der Vergangenheit in der Regel nicht weiterführt und nach allen Erfahrung bremsend wirkt.
Mein Befund:
Thorakale Skoliose
Lendenlordose
Grundsätzlich sollte man von einem aktuellen Befund sprechen, was ich jetzt mal annehme.
18 Grad Skoliose ist bei Erwachsenen noch eine relativ geringe Skoliose. Im Zusammenhang mit der "Lendenlordose", womit wohl ein Hohlkreuz (
Hyperlordose) gemeint ist, kommt das häufig bei Männern vor, wobei es noch einen Rundrücken (Hyperkyphose) geben kann. Rundrücken/Hohlkreuz sind dabei oft das eigentliche Problem, wobei man die Gradzahlen dazu wissen sollte, um die Situation einordnen zu können. Gradzahlen sind natürlich nicht alles, insbesondere wenn es um Beschwerden geht.
Was die Psyche angeht, ist beim Rundrücken der Einfluss besonders gut zu erklären, weil man da die Aufrichtung (körperlich und seelisch) jederzeit gut nachvollziehen kann. Hier spielt auch der Begriff "Fehl
haltung" eine große Rolle, den man von der "Fehl
stellung" abgrenzen muss.
Mir fällt auf, dass Du in Deinem Profil davon sprichst:
Therapie: Eigens entwickeltes Kraftraining + tägliche Übungen nach dem Aufstehen
Ein Krafttraining kann durchaus als
ergänzende Maßnahme hilfreich sein, nur sollte man auch wirklich wissen, was man da weswegen macht. Erzähl doch mal davon.
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
wie ich schon schrieb habe ich schon einige Physiotherapien über mich ergehen lassen und mir meinen eigenen Katalog zusammengestellt den ich am Morgen durchführe.
Ich halte dabei nichts von einer Masse an Übungen für jede Muskelgruppe, die macht man das sowieso nicht. Sondern beziehe mich auf einige wenige:
Klassischer Frosch ab Seite 7 z.B:
http://www.beck-shop.de/fachbuch/lesepr ... pt_001.pdf
und den Albatross auf der Bettkante Seite 38 z.B:
https://books.google.de/books?id=b7z1_I ... bl&f=false
um auch dem Anterior Pelvic Tilt entgegen zu wirken das durch meine Fehlhaltung begünstigt wird.
Dazu bin ich mit einer Freeletics Gruppe immer am sporteln und baue da manchmal therapeutische Übungen ein.
Obwohl das auf hohe Wiederholungszahlen ausgelegt ist und meine Gelenke das auf Dauer nicht gutheißen, hilft mir die Gemeinschaft das Training regelmäßig durchzuführen und es entsteht ein kleiner Wettbewerb, wer schneller,weiter etc. was zusätzlich noch motiviert.
LG, Ronni