ich dachte mir, es ist mal an der Zeit, mir nun auch mal Tipps von euch zu holen.
Ich habe ja schon ein wenig in meiner Begrüßung an euch erzählt, trotzdem fang ich nochmal von vorn an. Entschuldigt also bitte Wiederholungen.
- Skoliose von ca. 22°
- Liegt zwischen den Schulterblättern
- Es ist eine ganz "normale" Skoliose, so wie ich das erfahren habe
Es macht mich jedoch alles sehr stutzig. Ich habe "nur" 22° und mein Zustand verschlechtert sich.
Ich habe festgestellt, dass ich vor ca. 2-3 Monaten nochmal nen Zentimeter gewachsen bin, obwohl ich schon 20 bin. Das ist nichts unnormales, kommt vor bei einigen. Zumal ich ja nur 1,65 m groß bin momentan. Muss aber dazu sagen, dass ich 82 Kilo wiege. Liegt an einer andere Krankheit zu der ich gleich noch komme. ABER dazu muss ich auch sagen, dass ich gerade erst innerhalb von ca. 12 Monaten fast 15 Kilo abgenommen habe! Also müsste es mir doch besser gehen....
Doch genau zu der Zeit wurden meine Rückenprobleme immer immer schlimmer.
Ich habe so viele Beschwerden, dass ich mir wirklich nicht scher bin, ob es nur an der Skoliose liegt, bzw. ob da nicht noch was sein könnte.
Ihr müsst dazu wissen, dass ich Hashimoto-Thyreoiditis habe. Schaut euch das einfach mal bei Wikipedia an.
Mein momentanes Leben ist auch alles andere als spitze. Gehe deswegen auch bald in psychotherpeutische Behandlung zur Abklärung, ob meine Beschwerden teilweise psychosomatisch sind.
Momentan sind meine Hauptprobleme einfach Kreuzschmerzen mit Blockaden. Dazu ist aber auch mein linker Ellenbogen ständig entzündet, lasse es mittlerweile nicht mehr behandeln. Hab da ständig ne Schwellung, besonders abends. Das ist der Schleimbeutel. Denke mal durch Nerven aus dem Rücken, die irritiert oder eingeklemmt werden. Allgemein bin ich dazu leider unheimlich verspannt. Steinhart die Muskulatur.
Meine Nackenwirbel muss ich regelmäßig am Tag mal einrenken. Das mache ich aber erst, wenn ich wirklich deutliche Schmerzen habe durch den Nacken. Wenn ich was eingerenkt kriege, dann verschwindet der Schmerz auch innerhalb einer halben Stunde. Er strahlt immer in den Kop aus. Eingeklemmte Nerven denke ich.
Seit einigen Tagen muss ich mir jeden Abend im Bett das Kreuzbeingelenk auf der linken Seite einrenken, sowie jeden Morgen. Manchmal auch das rechte dazu.
Es springt einfach alles raus. Ich merks, weil ich dann wirklich kaum auf dem Rücken liegen kann. Komischerweise tut die Embrionalstellung beim schlafen gut und ist die "schmerzfreieste" Art für mich zu schlafen.
Im Allgemeinen ist wirklich der gesamte Rücken betroffen. Ich verstehe nur nicht warum.
Seit ich Akupunktur gegen Migräne bekomme, konnte ich die Einnahme von Schmerzmitteln auf 1/3 der normalen Dosen beschrännken.
Ich nehme allgemein nur gegen Migräne Schmerzmittel. Ich trau mich nicht, so viel zu nehmen und da ich schon öfters mal zur Nacht ne Tetrazepam nehme, denk ich mir einfach: Wenn der Ursprung der Schmerzen behandelt wird, ist es besser und dann lass ich es mit den Schmerzmitteln. Tetrazepam nehme ich auch höchstens 3 Nächte in Folge. Grund für die Vorsicht ist die Suchtgefahr. Außerdem möchte ich meinen Körper nicht so an das Mittel gewöhnen. Es ist mir einfach ein zu starkes Mittel.
Das Problem ist jetzt nur, dass ich es nicht mehr aushalte ohne Schmerzmittel. Ich war heut drauf und dran, mal ne Diclophenac zu nehmen. Die nehme ich so gut wie nie.
Mein Schmerzmittel ist nur Ibuprofen-Lysinat. Stärkere Sachen traue ich mich einfach nicht so zu nehmen.
Tut mir echt wahnsinnig leid, dass ich euch damit so vollspamme, aber das sind einfach Dinge, zu denen ich mal Rücksprache mit Personen brauche, die sich auskennen.
Ich hätte gerne eure Meinungen zu der Sache.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine so geringe Skoliose so viele Schmerzen bereitet. Heute ist wieder ein Tag, wo es mich vor Schmerzen teilweise nah an die Verzweiflung bringt.
Also nochmal kurz von oben nach unten:
Wirbel springen im Nackenbereich täglich raus, Nerven werden eingeklemmt, Schmerz strahl in den Kopf aus. Ich renke sie so schonend ein, wie möglich, danach gehts meistens wieder.
Linker Ellenbogen chronisch entzündet. Fühlt sich an, als hätte ich einen Golfball im Gelenk, der rausguckt. Weiche Schwellung, Hitze.
Hände, Finger, Fingerspitzen kribbeln oft, als wären sie eingeschlafen und wachen wieder auf. Selten mal so ein ähnlicher Schmerz, als käme man von draußen und die kalten Hände werden wieder warm. Kennt wohl jeder.
Schulter-, Nackenmuskulatur vollkommen hart und verspannt.
Im Bereich der Skoliose, die in der Brustwirbelsäule ist, die üblichen Spannungsschmerzen, die man hat. Sind leicht und kaum noch auffallend. Habe mich dran gewöhnt.
Lendenwirbelsäule bis zum Kreuz fast schmerzfrei. Verspannungen sind jedoch deutlich bemerkbar.
Im Kreuz mittlere bis starke Schmerzen rechts und links neben der Wirbelsäule, Muskulatur hier unheimlich verspannt. Oft tuts auch weh, als hätte ich nen Krampf in der Muskulatur. Der Schmerz ist drückend, dumpf, wenns in die Beine zieht, leg ich mich ins Bett und renk schnell die Kreuzbeingelenke ein. Kommt aber nur 2 mal am Tag vor und erst seit 2 Wochen nötig!
Komisch ist auch, dass ich seit diesen zwei Wochen täglich mal genau in der Höhe auch Bauch-, Unterleibskrämpfe habe. Keine schlimmen. Es zieht nur mal ordentlich durch.
Im Allgemeinen kann ich nicht lange stehen. Einkaufen gehen ist schon hart. Da muss ich mich oft irgendwo kurz an die Gefriertruhen lehnen und auf die Milchtüten setzen. Hier wieder das mit dem Kreuz.
Ja liebe Leute, das waren die Hauptbeschwerden.
Nun erklär ich euch noch, was ich dagegen mache.
Ich halte meinen Rücken immer warm. Er ist immer schön mollig warm durch körpereigene Wärme. Selten schnapp ich mir mal ne Wärmflasche und pack sie mir auf den Rücken.
Ich habe einen Pezziball, auf den ich mich, wenn ich einen guten Tag habe, ne halbe Stunde mit Pausen setze.
Ich geh es also ganz sachte an.
Ich habe eine Beckenschieflage. Nicht viel, 1 cm ca. Habe eine Silikoneinlage, die ich regelmäßig immer im Schuh habe, auch in den Haussschuhen. Manchmal laufe ich aber auch auf Socken. Ist also auch hier recht ausgeglichen.
Ich habe ein Gesundheitskissen, auf dem ich mal sehr gut liegen kann und mal nicht so.
Ab und an nehme ich mal Vitamine von Abtei, aber dann auch nur ne Woche oder zwei Wochen, als Kur gedacht für eventuelle Mängel.
Also Leute, ich habe euch jetzt alles erzählt, was mir einfiel. Lasst euch Zeit, macht euch Gedanken.
Ich brauche echt mal euren Rat. Ich habe leider keine Ansprechperson und bin halbwegs auf euch angewiesen zur Zeit.
Achso, zum Thema Schroth und Bad Sobernheim/Bad Salzungen:
Ich habe Ende Oktober einen Besprechungstermin mit meinem Orthopäden. Ich muss ihn davon überzeugen, dass ich diese Kur brauche!
Habt ihr Tipps für das Gespräch?
Hab ich mit 22° überhaupt Chancen auf eine Reha nach Schroth, die stationär verläuft?
Dann noch ne Frage am Rande:
Wieso habe ich mit "nur" 22° solche extremen Probleme und andere, mit 50° o.ä. viel weniger als ich?
Zimperlich bin ich nun echt nicht. Das war ich nie. Also mach ich es mir nicht schlimmer als es ist. Es wird einfach schlimmer seit 3 Monaten. Ich kann zusehen, wie es schlimmer wird. Tag für Tag. Ich finde den Grund nicht und auch keine Möglichkeit, was dagegen zu machen. o.o
Das kann doch nicht alles psychosomatisch sein oder?
Ich bin kein nervliches Wrack, ich bin nicht depressiv, ich nehme so wenig Medizin wie nötig. Dennoch muss ich sagen, dass meine persönliche Situation wirklich nicht leicht ist, aber es ist machbar und es geht mir zumindest seelisch beispielsweise viel viel besser als vor 5 oder 6 Monaten. Ich kanns mir also wirklich nicht erklären.
Tut mir echt leid, euch hier dermaßen viel zuzumuten.
Ich hoffe, ich geh euch damit nicht auf den Geist. Lasst euch wie gesagt Zeit mit dem Antworten.
Brauche einfach mal eure Ideen, was ich versuchen könnte.
Liebe Grüße von eurer Romantipperin
Cioco


