Kennt jemand von euch Dr. Rigo? Meine Tochter bekommt jetzt bald ein Rigo-Korsett, dass während eines OT-Praxisseminars im Beisein von Dr. Rigo gebaut und anprobiert wird. Trägt jemand von euch so ein Rigo-Cheneau-Korsett?
LG Detta
Kennt jemand Dr. Rigo?
Ich kann dir eine Zusammenfassung einer Studie über die Korrekturergebnisse von Rigo hier hinein kopieren:
Außerdem muss ein Korsett ständig (alle 3 Monate) kontrolliert und angepasst werden. Du müsstest dir dann überlegen, wo du das machen lassen möchtest. Für mich käme dafür dann nur direkt Ortholutions in Rosenheim in Frage, die ein Fernversorger für diese RSC-Korsette sind.
Auf eine Fernversorgung würde ich mich auf keinen Fall einlassen, da dann jemand vor Ort Änderungen am Korsett vornimmt, der kaum Erfahrung hat. Das ganze System von Ortholutions ist so gedacht, dass Orthopädietechniker die keine Korsette herstellen können oder wollen, eine Schulung machen und dann ihre Patienten vermessen, und basierend auf diesen Daten und dem Röntgenbild dann in Rosenheim in Zusammenarbeit mit Dr. Rigo das Korsett angefertigt wird, was dann an den versorgenden OT vor Ort geschickt wird, der es dann ausliefert und ggf. noch Änderungen vornimmt. Alle weiteren Änderungen von denen es normalerweise sehr viele bedarf, um eine ordentliche Korrektur zu erreichen bzw. zu aufrecht zu erhalten, werden dann meines Wissens nach vom OT vor Ort durchgeführt (wenn überhaupt) der dafür kaum die Qualifikationen besitzen dürfte. In jedem Falle wird nicht jedes mal neu vermessen und das Korsett eingeschickt. Es ist eine Billigkorsettversorgung um wenigstens einen, naja, nicht wirklich Mindeststandard bei den Korrekturen, aber um einen besseren Standardard dort vor Ort anzubieten, wo ansonsten nur kompletter Mist bei raus kommen würde. Dabei kommen dann trotzdem noch die abenteuerlichen Ergebnisse raus, wie Korsette die man im ganz geschlossenen Zustand "ein Mal um sich herum drehen kann" (Zitat Dr. Steffan). Wenn, dann sollte man also schon direkt zur Quelle gehen, in dem Falle Ortholutions, und sich dort weiter betreuen lassen, also keine Fernversorgung, die Kontrollen müssen in jedem Fall auch von einem erfahrenen OT durchgeführt werden. Und bei mittelstarken bis größeren Skoliosen würde ich von einer RSC-Versorgung, aufgrund der Korrekturergebnisse in der Studie, Abstand nehmen.
p.s.: Ich habe noch mal nachrecherchiert in deinen Beiträgen. 48 Grad waren es. Ich würde auf keinen Fall ein Rigo-Korsett nehmen, überhaupt kein Korsett aus Sobernheim. Entscheidet euch besser zwischen Nahr in Berlin und Rahmouni in Stuttgart; insbesondere weil ja schon ein Korsett in den Sand gesetzt worden ist.
Bei Rahmouni sind die Primärkorrekturen viewtopic.php?t=957 im Schnitt mehr als doppelt so hoch. Das RSC wäre also nur bei sehr kleinen Skoliosen zu empfehlen.Werte: RSC (Rigo System Chêneau)
Zugrunde liegende Publikation
Rigo M, Quera-Salva G, Puigdevall N, Martinez M (2002) Retrospective results in immature idiopathic scoliotic patients treated with the Cheneau brace. Stud Health Technol Inform. 88:241-245
Material und Methode
Die Gruppe umfasst 105 Patienten mit idiopathischer Skoliose. Das Durchschnittsalter betrug 12,5 Jahre und das durchschnittliche Risserstadium 0,9.
Ergebnisse
Der mittlere Cobbwinkel vor Korsettvrsorgung betrug 36,8°, im Korsett 25,9°. Die durchschnittliche Primärkorrektur betrug 31,1%. Die mittlere Rotation nach Perdriolle betrug vor Korsettversorgung 16,8°, im Korsett 12,9°. Die durchschnittliche Primärkorrektur der Rotation betrug 22,2%.
Sonstige Angaben
Versorgung über das Instituto E Salva, Via Augusta 185, 08021 Barcelona / Spanien
Außerdem muss ein Korsett ständig (alle 3 Monate) kontrolliert und angepasst werden. Du müsstest dir dann überlegen, wo du das machen lassen möchtest. Für mich käme dafür dann nur direkt Ortholutions in Rosenheim in Frage, die ein Fernversorger für diese RSC-Korsette sind.
Auf eine Fernversorgung würde ich mich auf keinen Fall einlassen, da dann jemand vor Ort Änderungen am Korsett vornimmt, der kaum Erfahrung hat. Das ganze System von Ortholutions ist so gedacht, dass Orthopädietechniker die keine Korsette herstellen können oder wollen, eine Schulung machen und dann ihre Patienten vermessen, und basierend auf diesen Daten und dem Röntgenbild dann in Rosenheim in Zusammenarbeit mit Dr. Rigo das Korsett angefertigt wird, was dann an den versorgenden OT vor Ort geschickt wird, der es dann ausliefert und ggf. noch Änderungen vornimmt. Alle weiteren Änderungen von denen es normalerweise sehr viele bedarf, um eine ordentliche Korrektur zu erreichen bzw. zu aufrecht zu erhalten, werden dann meines Wissens nach vom OT vor Ort durchgeführt (wenn überhaupt) der dafür kaum die Qualifikationen besitzen dürfte. In jedem Falle wird nicht jedes mal neu vermessen und das Korsett eingeschickt. Es ist eine Billigkorsettversorgung um wenigstens einen, naja, nicht wirklich Mindeststandard bei den Korrekturen, aber um einen besseren Standardard dort vor Ort anzubieten, wo ansonsten nur kompletter Mist bei raus kommen würde. Dabei kommen dann trotzdem noch die abenteuerlichen Ergebnisse raus, wie Korsette die man im ganz geschlossenen Zustand "ein Mal um sich herum drehen kann" (Zitat Dr. Steffan). Wenn, dann sollte man also schon direkt zur Quelle gehen, in dem Falle Ortholutions, und sich dort weiter betreuen lassen, also keine Fernversorgung, die Kontrollen müssen in jedem Fall auch von einem erfahrenen OT durchgeführt werden. Und bei mittelstarken bis größeren Skoliosen würde ich von einer RSC-Versorgung, aufgrund der Korrekturergebnisse in der Studie, Abstand nehmen.
p.s.: Ich habe noch mal nachrecherchiert in deinen Beiträgen. 48 Grad waren es. Ich würde auf keinen Fall ein Rigo-Korsett nehmen, überhaupt kein Korsett aus Sobernheim. Entscheidet euch besser zwischen Nahr in Berlin und Rahmouni in Stuttgart; insbesondere weil ja schon ein Korsett in den Sand gesetzt worden ist.

