Hi,
ich habe dank Morbus Scheuermann keilwirbel mit den verbunden Schmerzen(Atemnot, Zwischenrippenbrennen das übliche halt ) im BWS bereich, hinzu kommen jetzt seit einem jahr haltungsbedingte verspannungen und schmerzen in HWS und im ISG-Lendenbereich wegen kompensierender Hyperlordose und Geierhalsstellung. Ich habe bis ich 21 war keine Schmerzen gehabt bin jetzt 25 jahre alt und weis einfach nicht mehr was ich machen soll. ab 21 jahren habe ich angefangen ein rhamouni korsett zu tragen und rückentraining jeden 2. tag gemacht. dann konnte ich mich selbst per muskelkraft von 63° auf 45° kurzfristig aufrichten. solange ich das korsett trage habe ich in der lendenwirbesäule kein schmerzen, weshalb ich es häufig beim sitzen trage.
aber ich komme mit den schmerzen so nciht zurecht, weshalb ich über eine operation nachdenke. mir stellt sich jetzt immer häufiger die frage, ob man die keilwirbel nciht durch bandscheibenimplantate ausgleichen kann. da ich noch flexiber bin. auserdem könnte man so die beweglichkeit in der bws erhalten, was den verscheiss der anschleißenden wirbelsäulensegmente sicherlich eindämmen würde.
Bandscheibenimplantate um MS Kyphose zu korregieren
- Toni
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Re: Bandscheibenimplantate um MS Kyphose zu korregieren
"Geierhalsstellung" ist ein saugutes Wort für Hyperlordose der HWS mit vorgeneigtem Kopf. Das merke ich mir!Scheuermann hat geschrieben:Hi,
ich habe dank Morbus Scheuermann keilwirbel mit den verbunden Schmerzen(Atemnot, Zwischenrippenbrennen das übliche halt ) im BWS bereich, hinzu kommen jetzt seit einem jahr haltungsbedingte verspannungen und schmerzen in HWS und im ISG-Lendenbereich wegen kompensierender Hyperlordose und Geierhalsstellung.
Was für ein Rückenraining?Scheuermann hat geschrieben: Ich habe bis ich 21 war keine Schmerzen gehabt bin jetzt 25 jahre alt und weis einfach nicht mehr was ich machen soll. ab 21 jahren habe ich angefangen ein rhamouni korsett zu tragen und rückentraining jeden 2. tag gemacht.
Hast Du eine Schroth Reha gemacht? Kannst Du Schroth?
Ich glaube nicht, daß Rückentraining ohne sehr gute Schroth-Kenntnisse irgend etwas positiven bringt. Ganz im Gegenteil! Ichhalte von Rückentraining ( einschl. FPZ, KIESER usw....) Ohne Berücksichtigung der eloementarsten Schroth-Prinzipen gar nichts!
Was ist kurzfristig? 5 sekunden? 5 Minuten? 50 Minuten? 5 Stunden?Scheuermann hat geschrieben:dann konnte ich mich selbst per muskelkraft von 63° auf 45° kurzfristig aufrichten.
Logisch, die ganzen Verkürzungen ziehen Dich mi großer Gewalt in die Kyphose/ Hyperlordose zurück! Je stärker Deine äußere( nicht-autochtone) Rückenmuskulatur ist (wegen dem Rückentraining) um so größer ist die Dysbalance zur tiefliegenden inneren und für die Stabilität der Aufrichtung (Reklination) und Streckung( bei Schroth: Räkeln) zuständigen autochtonen Muskulatur.
Dann ist Deine Becken-Stellungswinkel nicht korrigiert! Da gelten auch die Becken-Korrekturen I und II nach Lehnert Schroth. Auch die musst Du lernen aus eigener Kraft in jeder Lage und bei jeder Tätigkeit einzuhalten.Scheuermann hat geschrieben: solange ich das korsett trage, habe ich in der lendenwirbesäule kein schmerzen, weshalb ich es häufig beim sitzen trage.
Im Rahmouni-Korsett bist Du mehr oder weniger "gewaltsam" entlordoisiert. Dann hast Du auch leine Kreuz-LWS-Schmerzen ( vermutlich bei Hyperlordose durch Morbus Baastrup als häufige Begleiterkrankung bei M. Scheuermann im LWS-Bereich.
Jeder seriöse Wirbelsäulen-Chirurg wird Dir vor der OP darauf aufmerksam machen, daß es keine Garantie auf Schmerzbereiung, nicht einmal auf Schmerzverringerung gibt. Im Gegenteil! Die Wahrscheinlichkeit, daß Du nach der OP wesentlich mehr Schmerzen hast ( bis zur schweren Opiatabhängigkeit!) ist bei Kyphose-Operationen leider sehr groß!Scheuermann hat geschrieben: aber ich komme mit den schmerzen so nciht zurecht, weshalb ich über eine operation nachdenke.
Diese Bandscheiben-Implantate die Du Dir vorstellst, gibt es noch nicht! Was könnten das sein?Scheuermann hat geschrieben: mir stellt sich jetzt immer häufiger die frage, ob man die keilwirbel nciht durch bandscheibenimplantate ausgleichen kann.
Caches ( Titan-Körbchen, die mit Knochmaterial aufgefüllt werden) führen ebenso zu einer dauerhaften Versteifung wie Verschraubungsimplantate.
Ich Glaube Du verwechselst Ursache und Wirkung!
Die Bildung von Keilwirbeln ist ein Sekundärschaden und nicht der Auslöser!
Due kannst den Auslöser der Keilwirbelbildung, die Fehlstatik des Körpers durch Wachstumsstörungen, Verkürzung von Sehen und Muskelketten, Wachstumsdefekte im Weichteil- und Knorpel-Bindegewebs-Bereich usw.. in dadurch wegoperieren, in dem Du an den Knochen= Wirbelkörpern hermumschraubst!
Du musst Die Fehlstatik Deines Körpers "ganzheitlich" (wie ich das Wort hasse... aber es triffts!) bekämpfen.
Wer würde Dir denn eine so lebensgefährlich OP mit ungewissem Ausgang anbieten????
Bis heute gibt es leider noch KEINE OP-Methode die eine Hyper-Kyphose/Hyperlordose oder Skoliose korrigiert, die NICHT zu einer dauerhaften Versteifung des operierten Segmentes führt!Scheuermann hat geschrieben: da ich noch flexiber bin. auserdem könnte man so die beweglichkeit in der bws erhalten, was den verscheiss der anschleißenden wirbelsäulensegmente sicherlich eindämmen würde.
Ich würde Dir raten erst mal eine Schroth Reha zu machen und dann mit hoher Compliance weiter intensiv zu Schrothen UND das Rahmouni (oder eher ein Tübinger-Korsett ) zu tragen. Das Ziel ist die Selbstkorrektur MÜHELOS mehrere Stunden halten zu können OHNE ständig bewusst daran denken und sich anstrengen und dazu überwinden zu müssen. Dann hast Du für Deinen Körper das Beste getan, ohne ihn in große (unnötige ) Gefahr zu bringen.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!