Ein Forum ist ein Kommunikationsmittel. Eine Einrichtung die Austausch zwischen Menschen ermöglicht.Ulaschatz hat geschrieben:Ich glaube, es geht vielmehr um eine "Absprache" unter denen, die unter Neuankömmlingen einen besonderen Stellenwert genießen. Klaus' Vorschlag hat, mal völlig unabhängig davon, auf welche Weise er ihn vorgebracht haben mag, eine gewisse Daseinsberechtigung. Es geht um eine bestimmte Verfahrensweise, wenn Probleme auftauchen - mal ganz grob gesagt. Und für mich geht es vor allem um die Frage, ob man als Forum versucht sich solchen Problemen geschlossen entgegenzustellen oder ob jeder weiter sein eigenes Süppchen kocht.
Es gibt auch so etwas wie "Absprachen" in Form der Forumsregeln.
Auf eine gemeinsame Verfahrensweise können sich hier alle möglichen Leute jederzeit einigen. Die würde aber nicht Teil der offiziellen Forenregeln werden (würdet ihr sicher auch nicht wollen) und demnach kann sich jeder dazu entscheiden, die Verfahrensweise, auf die sich andere Leute geeinigt haben, mit gutem Gewissen links liegen zu lassen und es im Rahmen der Forenregeln nach seiner eigenen Fasson zu machen.
Nur weil sich vielleicht mehrere Leute auf ein bestimmtes Verfahren geeinigt haben, heißt das ja noch lange nicht, dass es deswegen besser ist. Mehrheitsentscheidungen sind nicht unbedingt richtige Entscheidungen!
Positiv wirken? Ich denke es suggeriert eher eine nicht vorhandene Sicherheit! Ich weiß nicht ob ich das als so positiv ansehen würde.Es geht ja dabei keineswegs um ein (wie ich irgendwo lesen musste) sektenhaftes Zusammenhalten (das wäre zum Beispiel ein Contra) als darum Einigkeit zu demonstrieren, was auf Neulinge durchaus zunächst positiv wirken müsste.
Also, ich persönlich sehe im Moment keinen potentiellen Nutzen, zumindest würde ich eine solche Diskussion über Verfahrensweisen wie man antworten SOLLTE nicht forcieren. Ich wüsste auch nicht, welches Mittel es hier in diesem Forum gäbe, solche "Regeln" dann durchzusetzen.Die Frage ist ja im Moment eher ob wir einen Nutzen davon tragen könnten, wenn wir vielleicht irgendwann eine solche Diskussion einmal ins Auge fassen.
Nichtsdestotrotz kann ja jeder mit Argumenten überzeugen oder als Beispiel vorangehen, und wenn dies dann von anderen als gut und überzeugend betrachtet wird, wird es ohnehin ganz von alleine kopiert werden. Wenn dies nicht passiert, muss man es so hinnehmen; letztendlich ist es ja auch normal, dass nicht jeder alles versteht und nachvollziehen kann und selbst ist man ja auch nicht unfehlbar.
Es gibt hier allerdings die Wissensdatenbank (Basiswissen) in der allgemeine und möglichst fundierte Informationen zusammengetragen werden sollen. Das sollte etwas gemeinsames sein und ein Ort, aus dem Punkte wesentlicher Meinungsverschiedenheiten oder Dinge die schnellen Änderungen unterliegen können herausgehalten werden sollten, ins Forum "verbannt" werden sollten. Die Wissensdatenbank wäre Resultat eines Bemühens, Informationen auf größtmöglichem Konsens bereitzustellen.
Leute nehmen hier kein Blatt vor dem Mund, ihre Kritik zu äußern, und sie tun es intensiv und lautstark und Kritik wird hier nicht gelöscht. Die Wissensdatenbank ist seit einem halben Jahr online mit den Informationen, die sie jetzt im Moment auch enthält, und ich bin bisher im ganzen Forum auf kein einziges Wort der negativen Kritik über deren Inhalt gestoßen. Ich gehe also mal davon aus, dass sie ihr Ziel, möglichst allgemeingültige Information auf breitem Konsens bereitzustellen, dann wohl erreicht haben muss.
Und das wäre meiner Ansicht nach der Ort, an den man solche Bemühungen hin lenken sollte.
Warum nicht frei diskutieren, worüber es Wert ist zu diskutieren, weil unterschiedliche Meinungen existieren, und warum nicht gemeinsam niederschreiben, worüber wir nicht diskutieren, worüber wir uns einig sind.
Bekommt man hier diese Antworten nicht? In aller Regel wird doch geschrieben, was der antwortende Autor selbst machen würde, wenn er selbst in der Situation wäre (und nicht à la Bundesverband "Es ist uns nicht erlaubt, eine solche Aussage zu machen!").Und leider, BZebra, gibt es auch trotzdem Menschen, denen man sagen kann, "lies das" und dann lesen sie es und sie steigen doch nicht gut genug durch um damit wirklich etwas in ihrem Leben zu anzufangen. Meine Mutter ist z.B. so jemand. Sie ist auf anderer Menschen Rat angewiesen. Ich kenne ettliche weitere Beispiele. Und hängen lassen würde ich sie deshalb eigentlich ungern.
Wenn sich jemand nicht dazu in der Lage sieht, Informationen selbst zu verarbeiten (wie Du es als Beispiel nennst), wird er ultimativ trotzdem immer dazu gezwungen sein, denn er MUSS sich entscheiden, welchen Rat er befolgt, welche Quelle er nutzt, welche Information er für sich am nützlichsten, praktikabelsten, sinnvollsten, logischsten etc. ansieht.
Während Deine Mutter vielleicht zu Dir kommt, wenn sie sagen wir mal einen Rat zur Ernährung, Fitness oder bestimmten Gesundheitsfragen braucht, weil das eben Teil Deines Studiums oder Interesses ist und Du davon Ahnung hast, würde sie Dir doch wahrscheinlich keinen Katalog mit Heizungssystemen vor die Nase legen, und Dich fragen, welches System sie jetzt davon bestellen und ins Haus einbauen lassen soll?
Sie macht ganz bestimmt eigene Entscheidungen darüber, welchen Ratgeber sie konsultiert!
Gruß,
BZebra


