Völlig verunsichert und enttäuscht (vosicht, langer Text)

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Silas
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Beitrag von Silas »

Du hast weiter oben massive neurologische Ausfallerscheinungen beschrieben.

Das MRT liefert keinerlei Erklärung dafür und auch eine Skoliose, die auf dem MRT nicht sichtbar ist, kann solche Symptome nicht verursachen.

Es gibt einige neurologische Erkrankungen, die als Ursache hierfür in Frage kommen.

Vielleicht wäre es hilfreicher, Dich bei einem Neurologen vorzustellen, am besten auch am (Uni)klinikum, da dort auch entsprechende Diagnostik zur Verfügung steht.
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Taranee
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Beitrag von Taranee »

Ich bin vor einigen Jahren bei einem Neurologen auf Polyneuropathie durchgecheckt worden eben aufgrund von zeitweisem Ameisenkribbeln und Ausfallerscheiningen der Arme und Beine. Es war alles ok.

Witzigerweise riet man mir heute in einem Bandscheibenforum zu einem Neurochirurgen zu gehen da man dort der Meinung ist das auch eine Bandscheibenvorwölbung derart starke Schmerzen machen kann.

Wenn ich auf der Webseite des Essener Klinikums richtig gelesen habe kann mich in die dortige Sprechstunde auch mein HA überweisen.

Da ich annehme das in einer Universitätsklinik fachübergreifend gearbeitet wird habe ich vielleicht wirklich mal Glück und komme an die richtigen Leute um endgültig abklären zu können was mit mir los ist.

So langsam aber sicher habe ich Zweifel an Alles und Jedem. Der Eine sagt so der andere so. Das eine bildgebende Verfahren zeigt was anderes als das Andere?

Hätte ich auf dem Röntgenbild nicht selbst, mit eigenen Augengesehen, dass meine WBS, zumindest im LWS Bereich arg krumm ist, würde ich kühn behaupten ich habe gar keine Skolio ob nun leicht oder nicht ist dabei irrelevant.

Ich würde vielleicht sogar jetzt zweifeln wo ich es selbst gesehen habe aber da war neben mir noch ein weiteres Augenpaar (meine Begleitung) welches ebenso gesehen hat und zwar völlig unabhängig von mir. ;D

Ich werde einfach diesen letzten Versuch unternehmen. Wenn man mir wieder nichts genaues sagen kann werde ich mich dem beugen und endlich Vollzeitschichtig arbeiten gehen. Mensch, ich möchte endlich mein Leben wieder haben. Jetzt wo meine Kids erwachsen sind habe ich noch soviel vor im Leben und das sollte nicht mit Ärzterennerei und Schmerzen ausgefüllt sein.

Ich werde euch aber weiter auf den Laufenden halten und gegebenfalls ordentlich wieder abmelden, sollte es doch keine Skolio sein *versprochen*
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Silas
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Beitrag von Silas »

Dass auf dem Röntgenbild eine Skoliose sichtbar war und auf dem MRT nicht, ist durchaus möglich, da im Stehen die Krümmung deutlicher ist.

Dass auf dem MRT keine Skoliose sichtbar war, deutet allerdings darauf hin, dass die Skoliose nur gering ausgeprägt ist.

Schmerzen und Resultate bildgebender Verfahren korrelieren nicht unbedingt.

Oft werden z.B. gerade bei älteren Patienten durch Zufall Bandscheibenvorfälle o.ä. diagnostiziert, ohne dass dadurch Beschwerden aufgetreten wären. Anders herum lassen sich nicht alle Schmerzen durch Bildgebung erklären.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Silas hat geschrieben:Dass auf dem Röntgenbild eine Skoliose sichtbar war und auf dem MRT nicht, ist durchaus möglich, da im Stehen die Krümmung deutlicher ist.
Ein offenes MRT mit unterschiedlichen Körperstellungen wäre auch eine Möglichkeit, den Schmerzauslöser einzukreisen. Ist aber leider eine teure Privatleistung, ca. 500 Euro.

Gruss
Klaus
Taranee
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Beitrag von Taranee »

Ach Gottchen,

Achting, schwarzer Humor:

Da müßte man schon so gesund sein das man soviel arbeiten kann um später erworbene Krankheiten vernünftig ausdiagnostizieren zu können ;)

Ich denke dennoch das meine geplante Vorgehensweise mich wesentlich weiter bringen könnte.

Nochmals ein herzliches Dankeschön für die vielen Rückmeldungen und Tipps.

LG
Taranee
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