Etwas pikant: Krankenkassenwahl

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notrace
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Etwas pikant: Krankenkassenwahl

Beitrag von notrace »

Hi,

erstmal sorry, das ich hier so anonym reinplatze, aber ich würde lieber auch anonym bleiben, weil mein Anliegen etwas pikant ist.

Ich beende grade mein Studium (mit 25) und habe Skoliose. Bisher war ich über meine Eltern privat versichert. Jetzt steht die Wahl einer Krankenkasse für mich an. Gibt es da Empfehlungen für eine KK, die besonders "Skoliotiker-Freundlich" ist, Therapien (Sobernheim/Eventuell notwendige OP) finanziert, möglichst ohne Probleme?

Gerne auch Empfehlungen/Abratungen per PN, weil wegen Forenhaftung und Negativwerbung und so...;)

Liebe Grüße,
der freundliche Anonyme
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Grundsätzlich sollte der Aufwand für eine KK viel zu hoch sein, in diesem Forum herauszufinden, um welche Person es sich handelt, auch wenn Du Dich hier ganz normal mit Wohnort/Region und Alter im Profil anmelden würdest!

Und das ist sicherlich nötig, wenn Du hier gezielte Tipps zu offensichtlich anstehenden Therapien haben möchtest.
notrace hat geschrieben:Gibt es da Empfehlungen für eine KK, die besonders "Skoliotiker-Freundlich" ist
In erster Linie geht es um Ärzte, die für eine kompetente Diagnose und Behandlung sorgen. Da muss man sehen, dass eine dringend notwendige ausführliche Anfangs-Beratung von allen gesetzlichen KK's bisher nicht bezahlt wird, aber z.Bsp. 50 € und entsprechende Fahrtkosten für die Gesundheit sollte kein Problem sein.

Das Problem ist meistens die langfristige ambulante Versorgung und nicht so sehr die stationäre REHA, bei der der Kostenträger bei einem sozialversicherten Arbeitsverhältnis sowieso nicht die KK ist, sondern die Deutsche Rentenversicherung.
Und eine notwendige(??) OP ist bezüglich Kostentragung gerade bei Skoliose/Kyphose offenbar kein Problem.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Techniker Krankenkasse bei den Heilmittelverordnungen kaum Probleme macht und aus einigen Erfahrungsberichten geht hervor, dass offenbar auch die Erwachsenen Korsettversorgung relativ problemlos ist.
Im Gegensatz dazu steht z.Bsp. die AOK, die in Physiotherapie Praxen die grössten Probleme darstellt, ganz abgesehen von Genehmigungsverfahren ausserhalb des Regelfalles, die nur noch ganz wenige KKs durchführen.

Neben der KK ist es ganz wichtig , Ärzte zu finden, die aufgrund der Richtgrössen (Budget) mutig genug sind, spätere Regresse abzuwehren.
Haben sie den Mut nicht, dann werden sie von vorn herein jede eigentlich notwendige Behandlung einschränken oder ablehnen.

Gruss
Klaus
minimine
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Beitrag von minimine »

Mein Hausarzt hat mir neulich erzählt, dass die Krankenkassen gerade dabei sind, die Verträge z.B. mit Reha-Kliniken neu zu verhandeln. Es könnte also in Zukunft noch öfter passieren, dass andere Kliniken als die beiden Schroth-Kliniken genannt werden, weil diese evtl. kostengünstiger sind.
Wir müssen uns alle wohl darauf einstellen, dass wir demnächst die Krankenkassen auswählen müssen, die einen Vertrag mit den genannten Kliniken haben.
Das gleiche wird irgendwann wohl auch für Orthopädietechnik-Betriebe gelten.

Du solltest jetzt auf jeden Fall beachten, dass wenn du dich jetzt für ne neue Krankenkasse entscheidest du erstmal 18 Monate Kündigungsfrist haben wirst. Aber, da du ja jetzt Berufsanfänger bist, ist für zukünfige Reha-Behandlungen bei dir eh die Rentenversicherung zuständig und nicht mehr die Krankenkasse.
Im Gegensatz dazu steht z.Bsp. die AOK, die in Physiotherapie Praxen die grössten Probleme darstellt, ganz abgesehen von Genehmigungsverfahren ausserhalb des Regelfalles, die nur noch ganz wenige KKs durchführen.

Also ich hatte mit der Aok und Physiotherapie-Rezepten noch keine Schwierigkeiten, musste auch noch nie eines außerhalb des Regelfalles genehmigen lassen. Nur habe ich jetzt Probleme mit Reha, und beim ersten Korsett hatte ich auch große Schwierigkeiten, aber auch das liegt weniger an der Krankenkasse selbst, als am MDK, der ja eine Empfehlung ausstellt, nach der sich die KK dann richtet.

Ich denke auch, dass das allerwichtigste in der Behandlung immernoch der richtige Arzt ist.

LG
Minimine
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Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

minimine hat geschrieben:Wir müssen uns alle wohl darauf einstellen, dass wir demnächst die Krankenkassen auswählen müssen, die einen Vertrag mit den genannten Kliniken haben.
Das gleiche wird irgendwann wohl auch für Orthopädietechnik-Betriebe gelten.
Entscheident ist dafür die freie Arzt- und Behandlerwahl, darauf musst du achten.

Bisher haben viele von uns gute Erfahrungen mit der TKK gemacht.

Schau auch bei ciao.de und yopi.de nach den Inhalten der negativen Bewertungen, um Krankenkassen auszuschließen.
notrace
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Beitrag von notrace »

BZebra hat geschrieben:
minimine hat geschrieben:Wir müssen uns alle wohl darauf einstellen, dass wir demnächst die Krankenkassen auswählen müssen, die einen Vertrag mit den genannten Kliniken haben.
Das gleiche wird irgendwann wohl auch für Orthopädietechnik-Betriebe gelten.
Entscheident ist dafür die freie Arzt- und Behandlerwahl, darauf musst du achten.

Bisher haben viele von uns gute Erfahrungen mit der TKK gemacht.
Hi,

erstmal Danke für die Antworten bisher.

Die TKK klingt auch sonst ganz gut; mein Mitbewohner ist auch bei denen (er hat auch was Chronisches, allerdings mit der Lunge, und ist zufrieden).

Zur Arztwahl sagen die, das man mit dem Arzt klären soll, ob er mit der TKK zusammenarbeitet. Hatte da von euch mal jemand ein Problem mit, das der Arzt der Wahl nicht mit der TKK zusammenarbeiten wollte?

Liebe Grüße,
der freundliche, leicht paranoide Anonyme ;)
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

notrace hat geschrieben:Zur Arztwahl sagen die, das man mit dem Arzt klären soll, ob er mit der TKK zusammenarbeitet. Hatte da von euch mal jemand ein Problem mit, das der Arzt der Wahl nicht mit der TKK zusammenarbeiten wollte?
Wen meinst Du mit "sagen die"?
Wenn es die TKK sein sollte, müsste ich mich schleunigst erkundigen, was das bedeuten soll!
BZebra hat geschrieben:Entscheident ist dafür die freie Arzt- und Behandlerwahl, darauf musst du achten.
Ist damit das Hausarztmodell gemeint oder gibt es jetzt noch andere Konstellationen?

Gruss
Klaus
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

UPDATE

Ich habe eben mal online bei der TKK geguckt:

Ihre Teilnahme an dem Angebot der koordinierten Behandlung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen, entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten.

Folgende Bedingungen müssen für eine Teilnahme erfüllt sein:
Sie sind bei der TK versichert.

Sie wenden sich an einen der teilnehmenden Ärzte oder Krankenhäuser.

Es liegt bei Ihnen eine Erkrankung vor, die diesem TK-Angebot entspricht.

Sie unterzeichnen eine Teilnahmeerklärung zur koordinierten Behandlung beim Leistungserbringer.


Damit ist klar, dass dies eine
Wahlmöglichkeit der besonderen Versorgung mit bestimmten Ärzten ist.
Bei Orthopädie habe ich übrigens kein spezifisches Therapieangebot bezüglich Skoliose/Kyphose gefunden. Man findet dazu nur die Angabe zu akuten und chronischen Rückenschmerzen im gesamten Bundesgebiet.
(nur über persönliches Einloggen auf tk-online.de).

In Hannover muss ich mich aber erst an den REHA Berater wenden, um dann den eigentlichen Therapeuten herauszufinden. Werde das mal am Montag testen und gucken, ob mein Schmerztherapeut unterstützt wird.

Gruss
Klaus
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Klaus hat geschrieben:Ist damit das Hausarztmodell gemeint oder gibt es jetzt noch andere Konstellationen?
Nein, nicht das Hausarztmodell, aber frag mich nicht im Detail welche Krankenkasse das nun hat und welche nicht, davon war schon länger, schon vor Hausarztmodellen, die Rede, dass es da Unterschiede geben soll.
SchwarzeSchnecke.

AOK

Beitrag von SchwarzeSchnecke. »

Hallo,

Ich bin über meinen Vater bei der AOK versichert und hatte damit noch nie Probleme – weder bei der Genehmigung meiner beiden Korsette und einer weiteren Orthese, noch wegen KG-Verordnungen außerhalb des Regelfalls.

Meine Reha in Bad Salzungen hat die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg bezahlt, und zwar anstandslos.

VG, Anne
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benipat
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Beitrag von benipat »

Wollte noch einen Nachtrag zum Thema Hausarztmodell und TKK machen.

Dieses Modell wird ab 2009 wieder abgeschafft, weil es sich für die Kasse nicht rentiert hat.

Grüßle

benipat
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Shindo
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Re: Etwas pikant: Krankenkassenwahl

Beitrag von Shindo »

Auch wenn das Thema alt ist, schreibe ich hier rein, da ich kein extra Thema aufmachen möchte.
Zu Zeit bin ich bei der Siemens BKK versichert und möchte aber jetzt wechseln, da ich nicht mehr so ganz zufrieden bin mit der Siemens BBK ;( :boese: .
Da her meine Frage, ist die TKK immer noch in Bezug auf Skoliose so gut wie zu letzte berichte? Bzw.würde es mich mal interessieren, in welcher Kasse die meisten von euch sind! :juggle:
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