Gestern war ich zum ersten Mal in Leonberg bei Dr. Hoffmann. Hier ist der von Euch mehrfach gewünschte Bericht.
Weil die Strecke von Ulm am Stuttgarter Kreuz oft dicht ist bin ich sehr zeitig losgefahren und war fast eine Stunde zu früh in der Praxis. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass gleich 60 Euro von mir verlangt wurden, aber was will man machen.
Ich wurde in ein Behandlungszimmer aufgerufen und warte dort noch mal etwa 10 Minuten, ehe Dr. Hoffmann den Raum betrat. Irgendwie hatte ich ihn mir schlanker und wendiger vorgestellt, weil Barbara ja von ihrem kleinen Schaukampf mit ihm berichtet hatte. Nachdem ich kurz mein Anliegen geschildert hatte und auch erwähnt habe, dass ich mich in seinem Forum bereits informiert hatte, schickte er mich zum Röntgen. Es wurden zwei Bilder von hinten und der Seite gemacht. Nach kurzem erneuten Warten begann dann das eigentliche Beratungsgespräch. Dr. Hoffmann bestätigte die Diagnose meines Ulmer Orthopäden, riet mir aber sofort zu einer Schroth REHA in Bad Salzungen, damit ich meine Körperhaltung bewusster und vor allem andauernder der Fehlhaltung entgegenstellen kann. So würden auch meine sporadischen Schmerzen ziemlich sicher verschwinden. Auf dem Röntgenbild, welches er sich auf einem ca. 20 Zoll großen Monitor betrachtete, fände er sonst keine Auffälligkeiten. Ich stand etwas seitlich und konnte auf dem Bildschirm eigentlich nichts richtig erkennen.
Sport soll ich weiterhin betreiben, das wäre gut für meine Kondition und schließlich auch Muskeltraining für den Rücken. Wenn mir Tennis und Squash besonders Spaß machen sieht Dr. Hoffmann keinen Grund das ganz zu verbieten. Wichtig sei wie meine Haltung 7x24 Stunden ist und nicht was ich 2-4 Stunden pro Woche an Intensivsport betreibe. Das war für mich DIE gute Nachricht des Tages.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Dr. Hoffmann eigentlich mehr auf schwerere Fälle mit ganz konkreten aktuellen und chronischen Beschwerden spezialisiert ist und ich mit meinen normalen Rückenschmerzen eher ein leichter Fall für ihn war. Trotzdem bin ich froh erfahren zu haben, dass ich mir keine allzu großen Sorgen machen brauche. Auch dafür hat sich die Reise schon gelohnt.
Als ich ging habe ich die Arzthelferinnen noch gefragt, ob sie einen Bericht an meinen Orthopäden schicken könnten. Sie sagten, das sei unüblich, aber wenn ich einen Hausarzt angebe bekommt dieser den Befund zugeschickt wenn ich das will. Dann nannte ich den Damen Name und Anschrift meines Hausarztes bei dem ich schon jahrelang nicht mehr war und fuhr gut gelaunt nach Hause.
Euch allen noch mal herzlichen Dank für die Unterstützung bei der Vorbereitung dieses Arztbesuchs, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Vor allem habe ich gelernt, dass es vielen von Euch wirklich schlechter geht und ich mit meiner kleinen Biegung eigentlich noch gut weggekommen bin.
Liebe Grüße
Euer Achim





