Ich war auch bei Dr. Hoffman
Ich war auch bei Dr. Hoffman
Hallo ihr,
nachdem ich vor 1 Jahr zum ersten Mal eine Skoliose von 5 Grad diagnostiziert bekommen habe, war ich nun bei Dr. Hoffmann und nun ist klar: ich habe eine Kyphoskoliose. Skoliose von 20 Grad und Kyphose von 52 Grad. Mir wurde vorgeschlagen, zur Kur zu gehen oder ein Korsett zu bekommen. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wäre es zu gierig, beides zu machen?
Und ich habe noch eine Frage: wieso ist eine Kyphose von 35 Grad in meinem Alter normal? Wenn ich mir meine Skoliose von 20 Grad anschaue, müsste eine Kyphose von 35 Grad ganz schön ausgeprägt sein. Oder?
LG,
A1
nachdem ich vor 1 Jahr zum ersten Mal eine Skoliose von 5 Grad diagnostiziert bekommen habe, war ich nun bei Dr. Hoffmann und nun ist klar: ich habe eine Kyphoskoliose. Skoliose von 20 Grad und Kyphose von 52 Grad. Mir wurde vorgeschlagen, zur Kur zu gehen oder ein Korsett zu bekommen. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wäre es zu gierig, beides zu machen?
Und ich habe noch eine Frage: wieso ist eine Kyphose von 35 Grad in meinem Alter normal? Wenn ich mir meine Skoliose von 20 Grad anschaue, müsste eine Kyphose von 35 Grad ganz schön ausgeprägt sein. Oder?
LG,
A1
Hallo A1,
eine Lordose und Kyphose hat jede gesunde Wirbelsäule. Wenn diese nicht vorhanden wäre, würde man sich schon bei relativ geringen Erschütterungen die Wirbelsäule brechen, weil damit die Stöße abgefangen und ausgeglichen werden.
Wenn hier von Kyphose geredet wird, dann ist in der Regel eine Hyperkyphose also eine zu starke Kyphose gemeint. Dies ist pathologisch im Gegensatz zur physiologischen Kyphose.
Ist die Wirbelsäule zu gerade also zu wenig Kyphose und Lordose, spricht man von einem Flatback (Flachrücken).
Ich an Deiner Stelle würde erst einmal eine Schrothreha machen und sehen wieviel Aufrichtung sich dadurch ergibt. Ein Korsett zu tragen erfordert einiges an Disziplin und ist nicht so einfach wie es sich anhört.
Gruß
Ramses
eine Lordose und Kyphose hat jede gesunde Wirbelsäule. Wenn diese nicht vorhanden wäre, würde man sich schon bei relativ geringen Erschütterungen die Wirbelsäule brechen, weil damit die Stöße abgefangen und ausgeglichen werden.
Wenn hier von Kyphose geredet wird, dann ist in der Regel eine Hyperkyphose also eine zu starke Kyphose gemeint. Dies ist pathologisch im Gegensatz zur physiologischen Kyphose.
Ist die Wirbelsäule zu gerade also zu wenig Kyphose und Lordose, spricht man von einem Flatback (Flachrücken).
Ich an Deiner Stelle würde erst einmal eine Schrothreha machen und sehen wieviel Aufrichtung sich dadurch ergibt. Ein Korsett zu tragen erfordert einiges an Disziplin und ist nicht so einfach wie es sich anhört.
Gruß
Ramses
Lust auf Chat?
Ab 21 Uhr [url=http://server4.webkicks.de/bracechat/index.cgi]Hier[/url]
Keine Angst, wir beißen nicht, alle Forenmitglieder sind willkommen!
Ab 21 Uhr [url=http://server4.webkicks.de/bracechat/index.cgi]Hier[/url]
Keine Angst, wir beißen nicht, alle Forenmitglieder sind willkommen!
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15279
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Hallo A1,
Wenn ich mir so Deine bisherigen Beiträge angucke, dann war es höchste Zeit für eine kompetente Diagnose.
Mich erschreckt immer wieder, dass eine Hyperkyphose (Rundrücken) offensichtlich von den meisten Orthopäden übersehen oder ignoriert wird.
Ausserdem ist bedenklich, dass eine Messung vor einem Jahr nur 5 Grad Skoliose ergeben haben soll. In Deinem Alter von 30 Jahren (bitte trage das in Dein Profil ein) kann ich mir eine Verschlimmerung in so kurzer Zeit auf 20 Grad überhaupt nicht vorstellen.
Aber beides, Skoliose und Hyperkyphose ist eine sehr häufig vorkommende Kombination. Allerdings ist die anteilige begleitende Skoliose meistens geringer als 20 Grad.
Bei Erwachsenen sollte man mit einer Schroth REHA beginnen und gucken, was das bringt. Da gebe ich Ramses völlig recht.
Es sei denn, es geht um sehr hohe Winkel. Aber selbst da habe ich bei meiner REHA erlebt, dass bei einem Patienten 90 Grad (!) Hyperkyphose noch kein Grund für ein Korsett waren, zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Dann kann man zusätzlich eine Korsett Therapie anschliessen, die aber immer mit Schroth KG begleitet werden sollte!
Im übrigen bist Du ja schon einige Monate im Forum und kennst bestimmt die zahlreichen Diskussionen zu den Erwachsenen Korsetten und auch die Erfahrungen dazu.
Gier ist natürlich eine gute Motivationshilfe
, aber die Realität sieht oft anders aus.
Gruss
Klaus
Wenn ich mir so Deine bisherigen Beiträge angucke, dann war es höchste Zeit für eine kompetente Diagnose.
Mich erschreckt immer wieder, dass eine Hyperkyphose (Rundrücken) offensichtlich von den meisten Orthopäden übersehen oder ignoriert wird.
Ausserdem ist bedenklich, dass eine Messung vor einem Jahr nur 5 Grad Skoliose ergeben haben soll. In Deinem Alter von 30 Jahren (bitte trage das in Dein Profil ein) kann ich mir eine Verschlimmerung in so kurzer Zeit auf 20 Grad überhaupt nicht vorstellen.
Aber beides, Skoliose und Hyperkyphose ist eine sehr häufig vorkommende Kombination. Allerdings ist die anteilige begleitende Skoliose meistens geringer als 20 Grad.
Kann es nicht sein, dass Dr. Hoffmann beides vorgeschlagen hat?Mir wurde vorgeschlagen, zur Kur zu gehen oder ein Korsett zu bekommen. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wäre es zu gierig, beides zu machen?
Bei Erwachsenen sollte man mit einer Schroth REHA beginnen und gucken, was das bringt. Da gebe ich Ramses völlig recht.
Es sei denn, es geht um sehr hohe Winkel. Aber selbst da habe ich bei meiner REHA erlebt, dass bei einem Patienten 90 Grad (!) Hyperkyphose noch kein Grund für ein Korsett waren, zumindest zu diesem Zeitpunkt.
Dann kann man zusätzlich eine Korsett Therapie anschliessen, die aber immer mit Schroth KG begleitet werden sollte!
Im übrigen bist Du ja schon einige Monate im Forum und kennst bestimmt die zahlreichen Diskussionen zu den Erwachsenen Korsetten und auch die Erfahrungen dazu.
Gier ist natürlich eine gute Motivationshilfe
Gruss
Klaus
Veraendert sich das mit zunehmendem Alter bzw. wird das ausgepraegter (und bleibt trotzdem noch im gesunden/normalen Bereich)?Ramses hat geschrieben:eine Lordose und Kyphose hat jede gesunde Wirbelsäule. Wenn diese nicht vorhanden wäre, würde man sich schon bei relativ geringen Erschütterungen die Wirbelsäule brechen, weil damit die Stöße abgefangen und ausgeglichen werden.
Danke!Ramses hat geschrieben:Ich an Deiner Stelle würde erst einmal eine Schrothreha machen und sehen wieviel Aufrichtung sich dadurch ergibt. Ein Korsett zu tragen erfordert einiges an Disziplin und ist nicht so einfach wie es sich anhört.
Du hast sooo recht. Das ist echt erschreckend. Aber eine Kyphose von 52 Grad sieht eigentlich gar nicht sooo schlimm aus. Jedenfalls ist das bei mir so, wenn ich was anhabe und nicht die Arme vorstrecke, wie auf dem Roentgenbild.Klaus hat geschrieben:Wenn ich mir so Deine bisherigen Beiträge angucke, dann war es höchste Zeit für eine kompetente Diagnose.
Mich erschreckt immer wieder, dass eine Hyperkyphose (Rundrücken) offensichtlich von den meisten Orthopäden übersehen oder ignoriert wird.
Leider ist die alte Aufnahme vom anderen Orthopaeden unbrauchbar, weil er gar nicht meine gesamte Wirbelsaeule aufgenommen hat. Deswegen ist unklar, wie viel Grad ich vor einem Jahr hatte. Subjektiv empfinde ich zwar eine deutliche Verschlechterung, aber beweisen kann ich nichts und die Verschlechterung war bestimmt nicht so eklatant.Klaus hat geschrieben:Ausserdem ist bedenklich, dass eine Messung vor einem Jahr nur 5 Grad Skoliose ergeben haben soll. In Deinem Alter von 30 Jahren (bitte trage das in Dein Profil ein) kann ich mir eine Verschlimmerung in so kurzer Zeit auf 20 Grad überhaupt nicht vorstellen.
Ich weiss nicht. Vielleicht habe ich ihn missverstanden. Aber ich habe ja bald wieder einen Termin bei ihm und da werde ich das nochmal ansprechen.Klaus hat geschrieben:Kann es nicht sein, dass Dr. Hoffmann beides vorgeschlagen hat?Mir wurde vorgeschlagen, zur Kur zu gehen oder ein Korsett zu bekommen. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Wäre es zu gierig, beides zu machen?
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15279
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Ich hänge mal eine Grafik an. Mit 75 hat man 40 Grad, was sicherlich keine Problem darstellen sollte.A1 hat geschrieben:Veraendert sich das mit zunehmendem Alter bzw. wird das ausgepraegter (und bleibt trotzdem noch im gesunden/normalen Bereich)?
Aus "Basiswissen" zur Skoliose:Wie viel Verschlechterung in 1 Jahr ist denn so normal?
9. Verschlechterungswahrscheinlichkeit
Die Verschlechterungswahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von der Gradzahl beträgt
bei Jugendlichen vor der Pubertät (10 bis 12 Jahren):
Unter 20°: 25%
20° - 29°: 60%
30° - 60°: 90%
Über 60°: 100%
Während der Hauptwachstumsschübe kann sich eine Skoliose innerhalb nur eines halben Jahres um über 40 Grad verschlechtern!
bei Patienten mit abgeschlossenen Skelettwachstum:
Unter 20°: 0%
20° - 29°: 10% (bis max. 0,5° pro Jahr)
30° - 60°: 30% (bis max. 1° pro Jahr)
Über 60°: 70% (bis max. 1° pro Jahr)
Als Risikofaktor für eine Progredienz im Erwachsenenalter gilt auch eine Wirbelsäulenrotation von über 30°.
Dann muss das ja nur ein ganz kleiner Teil gewesen sein oder der Orthopäde hatte überhaupt keine Ahnung.Leider ist die alte Aufnahme vom anderen Orthopaeden unbrauchbar, weil er gar nicht meine gesamte Wirbelsaeule aufgenommen hat.
Von 5 auf 20 Grad ist innerhalb eines Jahres bei Erwachsenen eigentlich nicht möglich.
Gruss
Klaus
- Dateianhänge
-
- Abhängigkeit des Kyphose Winkels vom Alter
- Alter-Normal-Kyphosewinkel.jpg (29.44 KiB) 6345 mal betrachtet
und wie sind die verbesserungschancen mit korsett?
kann man im erwachsenenalter eigentlich davon ausgehen dass die korrektur durch das korsett gehalten werden kann?
ich bin mit 22 ja bereits ausgewachsen aber wenn ich das korsett ausziehe falle ich regelrecht in mich zusammen .....von gerade halten keine chance....ich hab das gefühl dass es ohne korsett immer mehr wird....
kann man im erwachsenenalter eigentlich davon ausgehen dass die korrektur durch das korsett gehalten werden kann?
ich bin mit 22 ja bereits ausgewachsen aber wenn ich das korsett ausziehe falle ich regelrecht in mich zusammen .....von gerade halten keine chance....ich hab das gefühl dass es ohne korsett immer mehr wird....
mit dem schmerz hab ich das gelernt,was ich ohne den schmerz nie hätte lernen können....
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15279
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Dazu gibt es nun ja umfangreiche und kontroverse Diskussionen hier im Forum, die von Zeit zu Zeit auch immer wieder neu aufleben!nadine22 hat geschrieben:kann man im erwachsenenalter eigentlich davon ausgehen dass die korrektur durch das korsett gehalten werden kann?
ich bin mit 22 ja bereits ausgewachsen aber wenn ich das korsett ausziehe falle ich regelrecht in mich zusammen .....von gerade halten keine chance....ich hab das gefühl dass es ohne korsett immer mehr wird....
Aktive Muskelpflege (Schroth, Fitnesstraining usw.) ist unbedingt nötig!!!
Gruss
Klaus
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Nadinenadine22 hat geschrieben:und wie sind die verbesserungschancen mit korsett?
kann man im erwachsenenalter eigentlich davon ausgehen dass die korrektur durch das korsett gehalten werden kann?
ich bin mit 22 ja bereits ausgewachsen aber wenn ich das korsett ausziehe falle ich regelrecht in mich zusammen .....von gerade halten keine chance....ich hab das gefühl dass es ohne korsett immer mehr wird....
Klar, wenn Du Dich zusammenfallen lässt ist das logisch.
Wie lange ( Minuten oder Stunden) schaffst Du es denn nach dem Ablegen des Korsettes Dich in der während Deiner Schroth-Reha erlernten und danach durch täglich mindestens 30 Minuten üben erhaltenen Optimalposition zu halten? Wird das täglich/wöchentlich mehr und besser oder bis Du auf dem "absteigenden Ast"?
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
ich hatte bis jetzt keine schroth reha,da die kasse erst nächstes jahr möglichkeiten einräumt.....Wie lange ( Minuten oder Stunden) schaffst Du es denn nach dem Ablegen des Korsettes Dich in der während Deiner Schroth-Reha erlernten und danach durch täglich mindestens 30 Minuten üben erhaltenen Optimalposition zu halten?
meine physiotherapeutin (die selbst in der asklepios klinik teilweise tätig ist)
sagte das meine körperliche situation dazu noch nicht im stande ist anzufangen....erst wenn dies durch manuelle therapie "beseitigt"wurde dann gehts los.
letzte woche haben wir das erste mal mit der atmung angefangen....schon beim dritten mal wurde mir so schwindelig das wir wieer aufhören mußten..
also ich habe das korsett ja erst seit einem monat und kann deshalb noch nicht so ganz genau prognosen abschließen,aber jetzt durch den "mit" und "ohne" vergleich kann ich sagen es ist wie tag und nacht....Wird das täglich/wöchentlich mehr und besser oder bis Du auf dem "absteigenden Ast"?
jetzt zurzeit hab ich mit und ohne korsett wieder das "da-sind-messer-in-der-wirbelsäule" problem,was mir zu schaffen macht.....ich denke mal der bescheuerte scheuermann....
morgen hab ich termin bei meinem orthopäden hier um die ecke ,der zwar immer nur rengt (orthopäde,chiropraktiker,sportmediziner)ich aber hoffentlich wieder nach dem quaddeln für einige tage schmerzfrei bin....(kann ja nicht jedesmal nach stutti fahren)
mit dem schmerz hab ich das gelernt,was ich ohne den schmerz nie hätte lernen können....
-
gauklerdavid
- Vielschreiber

- Beiträge: 513
- Registriert: Di, 18.02.2003 - 09:40
Hallo Nadine,
Es ist mir hier noch kein Bericht bekannt eines Patienten der ein Erwachsenen Rahmouni dauerhaft abgeschult hat und KOrrektur ohne weiter Masnahmen Schmerzfrei gehalten hat. Meiner Meinung nach funktioniert das nur unter günstigsten Bedingungen (eher bei Kyphose, wenn wenig Keilung der Wirbel, bei ausreichender anpassungsfähigkeit des passiven und aktiven Bewegungsapparates, bei viel begleitendem Training und Glück).
Schwierigkeit bei stark korrigierenden Korsetts:
Sie mobiliseren stark
Das liegt vielleicht daran dass mit einem Rahmouni KOrsett in kurzer Zeit der aktive und warscheinlich auch passive Bewegunsapparat mehr gedeht wird als es mit allen Dehnübungen der Welt jemals möglich währe, es aber mehrer Jahre dauert, unter schlechten Umständen (Hypermobiliität?) es gar nie passiert, dass der passive Bewegungsapparat neue Festigkeit findet.
Dazu kommt dass es eventuell zu vorrübergehenden "Koordinationsschwiereigkeiten" der Muskulatur kommt wenn die Nerven aufgrund des Halts im Korsett im Körper weniger Muskelanseteuerungsarbeit verrichten müssen und sich daran gewöhnen.
Dies kann die Situation auch verschlechtern. Vor allem wenn das Korsett stark korrigiert, die Wirbelsäue gelockert´und nicht gefestigt ist, und das Korsett dann plötzlich weg gelassen wird.
Nun ist es aber so dass sich viele im Korsett, wenn sie sich dran gewöhnt haben erstmal ganz prächtig fühlen und sich nicht vorstellen können dass sich die Situation ändert. Kann aber passieren und hat man nicht immer in der Hand.
Also meine Meinung ist (auf meiner Erfahrung als tendenziell eher bewegliche Person mit eher schlechtem Bindegewebe aufbauend, für andere kann das sicher anders sein):
Ziel sollte langfristige Lebensqualität und Schmerzreduktion sein, Krümmungsverbesserung (eh meist unrealistisch bei Erwachsenen Skoliosen) muss sich dem Unterordnen. Verbesserung der Haltung kann aber notwendig sein für weniger Schmerzen, muss es nicht sein, Haltung ist zumindest nicht immer alleiniger Grund fürSchmerzen.
Im Standardfall erst Schroth Reha und den Erfolg eines halben Jahres bis Jahres üben abwarteb (kann man schon mal Geduld lernen, die braucht men eh...), je nach Bedarf ergänzt durch Masnahmen wie Schwimmen, Walken, Fitness, Alltagsanpassung, enspannungstrainig etc
Falls dann noch Schmerzen und bei entsprechender Indikation kann man ja ein gut abgestimmtes Korsett probiereren.
Stabilisation ist super wichtig. Dehnung verkürzter Muskulatur und gezielte KOrrektur Streckung ist zwar auch wichtig, aber bitte im gesamtphysiologischen Rahmen bleiben und am Besten im Rahmen von stabilisierenden Massnahmen, (wie das bei Schroth der Fall ist). Lockerungen des Wirbelgefüges sind zu vermeiden. Mit KOrsett erreicht man grundsätzlich schneller und mehr Dehnung als ohne, das kann nach hinten losgehen. (kann wie bei Silas aber auch gut sein)
Externe Mobilisation oder gar manipulation nur sehr vorsichtig, von hocherfahrenen Personen, gezielt und nur wenn sich Blockaden sonst garnicht lösen. Viel lieber vom Osteopath als vom 0815 Chirotherapeut. Am besten ganz vermeiden bei Hypermobilität.
Dr Hoffmann bekommt nur von einem Teil seiner mit KOrsett versogten PAtienten Rückmeldung wie es verlaufen ist, da viele nicht mehr kommen oder nur direkt zu Rahmouni gehen.
Obwohl Dr Hoffmann wohl selbst der Meinung ist dass nur leichte Entdrehung und entlastung durch das Korsett erreicht werden soll (http://forum.skoliose-op.info/phpBB2/vi ... d&start=15 ), baut Rahmouni Erwachsenenkorsette oft stark korrigierend, ähnlich wie Jugendkorsette (Siehe unsere Tabelle). In der Annahme dass die Kunden dass so wollen? Oder gegen den Wunsch des Kunden? Ich weis es nicht. Hier scheint es irgendwie ein Kommunikationsproblem und Informationsproblem zu geben. Ich neme an auch Dr Hoffmann ist nicht in der Lage einzuschätzen was ein korigierendes KOrsett IM ALLGEMEINEN DURSCHNITT ODER IM INDIVIDUELLEN FALL LANGFRISTIG bringt und neigt zu einer überpositiven Einschätzung aufgrund herausstehender positivbeispiele. Das muss mann wissen wenn man seinen Rat einholt.
David
Es ist mir hier noch kein Bericht bekannt eines Patienten der ein Erwachsenen Rahmouni dauerhaft abgeschult hat und KOrrektur ohne weiter Masnahmen Schmerzfrei gehalten hat. Meiner Meinung nach funktioniert das nur unter günstigsten Bedingungen (eher bei Kyphose, wenn wenig Keilung der Wirbel, bei ausreichender anpassungsfähigkeit des passiven und aktiven Bewegungsapparates, bei viel begleitendem Training und Glück).
Schwierigkeit bei stark korrigierenden Korsetts:
Sie mobiliseren stark
Das liegt vielleicht daran dass mit einem Rahmouni KOrsett in kurzer Zeit der aktive und warscheinlich auch passive Bewegunsapparat mehr gedeht wird als es mit allen Dehnübungen der Welt jemals möglich währe, es aber mehrer Jahre dauert, unter schlechten Umständen (Hypermobiliität?) es gar nie passiert, dass der passive Bewegungsapparat neue Festigkeit findet.
Dazu kommt dass es eventuell zu vorrübergehenden "Koordinationsschwiereigkeiten" der Muskulatur kommt wenn die Nerven aufgrund des Halts im Korsett im Körper weniger Muskelanseteuerungsarbeit verrichten müssen und sich daran gewöhnen.
Dies kann die Situation auch verschlechtern. Vor allem wenn das Korsett stark korrigiert, die Wirbelsäue gelockert´und nicht gefestigt ist, und das Korsett dann plötzlich weg gelassen wird.
Nun ist es aber so dass sich viele im Korsett, wenn sie sich dran gewöhnt haben erstmal ganz prächtig fühlen und sich nicht vorstellen können dass sich die Situation ändert. Kann aber passieren und hat man nicht immer in der Hand.
Also meine Meinung ist (auf meiner Erfahrung als tendenziell eher bewegliche Person mit eher schlechtem Bindegewebe aufbauend, für andere kann das sicher anders sein):
Ziel sollte langfristige Lebensqualität und Schmerzreduktion sein, Krümmungsverbesserung (eh meist unrealistisch bei Erwachsenen Skoliosen) muss sich dem Unterordnen. Verbesserung der Haltung kann aber notwendig sein für weniger Schmerzen, muss es nicht sein, Haltung ist zumindest nicht immer alleiniger Grund fürSchmerzen.
Im Standardfall erst Schroth Reha und den Erfolg eines halben Jahres bis Jahres üben abwarteb (kann man schon mal Geduld lernen, die braucht men eh...), je nach Bedarf ergänzt durch Masnahmen wie Schwimmen, Walken, Fitness, Alltagsanpassung, enspannungstrainig etc
Falls dann noch Schmerzen und bei entsprechender Indikation kann man ja ein gut abgestimmtes Korsett probiereren.
Stabilisation ist super wichtig. Dehnung verkürzter Muskulatur und gezielte KOrrektur Streckung ist zwar auch wichtig, aber bitte im gesamtphysiologischen Rahmen bleiben und am Besten im Rahmen von stabilisierenden Massnahmen, (wie das bei Schroth der Fall ist). Lockerungen des Wirbelgefüges sind zu vermeiden. Mit KOrsett erreicht man grundsätzlich schneller und mehr Dehnung als ohne, das kann nach hinten losgehen. (kann wie bei Silas aber auch gut sein)
Externe Mobilisation oder gar manipulation nur sehr vorsichtig, von hocherfahrenen Personen, gezielt und nur wenn sich Blockaden sonst garnicht lösen. Viel lieber vom Osteopath als vom 0815 Chirotherapeut. Am besten ganz vermeiden bei Hypermobilität.
Dr Hoffmann bekommt nur von einem Teil seiner mit KOrsett versogten PAtienten Rückmeldung wie es verlaufen ist, da viele nicht mehr kommen oder nur direkt zu Rahmouni gehen.
Obwohl Dr Hoffmann wohl selbst der Meinung ist dass nur leichte Entdrehung und entlastung durch das Korsett erreicht werden soll (http://forum.skoliose-op.info/phpBB2/vi ... d&start=15 ), baut Rahmouni Erwachsenenkorsette oft stark korrigierend, ähnlich wie Jugendkorsette (Siehe unsere Tabelle). In der Annahme dass die Kunden dass so wollen? Oder gegen den Wunsch des Kunden? Ich weis es nicht. Hier scheint es irgendwie ein Kommunikationsproblem und Informationsproblem zu geben. Ich neme an auch Dr Hoffmann ist nicht in der Lage einzuschätzen was ein korigierendes KOrsett IM ALLGEMEINEN DURSCHNITT ODER IM INDIVIDUELLEN FALL LANGFRISTIG bringt und neigt zu einer überpositiven Einschätzung aufgrund herausstehender positivbeispiele. Das muss mann wissen wenn man seinen Rat einholt.
David
Zuletzt geändert von gauklerdavid am Di, 19.02.2008 - 12:05, insgesamt 1-mal geändert.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15279
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Na ja, einen soll es ja geben, der Name ist mir entfallen. Da wurde dann spekuliert, ob er nicht aktuell doch ein neues Korsett trägt, was er selbst dann aber dementiert hat.gauklerdavid hat geschrieben:Es ist mir hier noch kein Bericht bekannt eines Patienten der ein Erwachsenen Rahmouni dauerhaft abgeschult hat und KOrrektur gehalten hat
Hier gibt es auch einen Bericht, wo Dr. Hoffmann sozusagen versprochen hat, dass nach 2 Jahren abgeschult werden kann.Vielleicht ist auch Dr Hoffmann nicht in der Lage einzuschätzen was ein KOrsett IM TOTALEN DURSCHNITT ODER IM INDIVIDUELLEN FALL bringt und neigt zu einer Überpositiven einschätzung aufgrund herausstehender positivbeispiele. Das muss mann wissen wenn man seinen Rat einholt.
Wie das einzuschätzen ist, bleibt völlig unklar. Bislang hat scheinbar auch keiner mal direkt nachgefragt, insbesondere auf Informationsveranstaltungen.
gauklerdavid, wolltest Du nicht auch einen Bericht schreiben?
Und die Korsett Studie von Dr. Hoffmann, die eigentlich auf dem Symposium 2007 in Bad Salzungen vorgestellt werden sollte (er und Rahmouni haben ja kurzfristig abgesagt) ist mir bislang nicht bekannt.
Oder weiß jemand näheres darüber?
Ansonsten kann ich auch als Nicht-Korsett-Träger die Ausführungen von gauklerdavid sehr gut nachvollziehen und das erklärt auch die Zurückhaltung von Dr. Steffan bei korrigierenden Erwachsenen-Korsetten.
nadine, die aktive individuell richtige Muskelpflege ist bei einem solchen Korsett wirklich unerläßlich!
Gruss
Klaus
