Umfrage: Skoliose Op: Ja oder Nein
- Dalia
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- Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
- Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Sicher ist stonewomans Forum gemeint (siehe Linkliste).
Hallo Rolli, das tut mir sehr leid. Ich wünsche dir von Herzen, dass es für deine gesundheitliche Situation doch noch eine Besserung gibt.
Hallo Rolli, das tut mir sehr leid. Ich wünsche dir von Herzen, dass es für deine gesundheitliche Situation doch noch eine Besserung gibt.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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-
Rolli
Hallo Susi,
aus triftigen Gründen möchte ich meine Anonymität waren und deshalb u. a. das Detail OP-Datum vermeiden.
Um dies vorauszunehmen, obwohl es klare Anhaltspunkte für Behanldungsfehler / unterlassene Hilfeleistung gibt, werde ich die Klinik nicht verklagen. Zum einen ändert dies nichts an meiner aktuellen Situation, zum anderen konnte ich schon fassungslos miterleben, wie mit Patienten umgegangen wurde, die diesen Schritt gewählt haben... Einschüchterungsversuche durch die Klinik, Gutachter (=andere Ärzte), die ihre Expertise wieder zurückgezogen haben oder nur diplomatisches blabla von sich gegeben haben, eine solche Erniedrigung brauche ich nicht noch zusätzlich, meine Dummheit und Leichtgläubigkeit wurde schon zu genüge bestraft...
aus triftigen Gründen möchte ich meine Anonymität waren und deshalb u. a. das Detail OP-Datum vermeiden.
Um dies vorauszunehmen, obwohl es klare Anhaltspunkte für Behanldungsfehler / unterlassene Hilfeleistung gibt, werde ich die Klinik nicht verklagen. Zum einen ändert dies nichts an meiner aktuellen Situation, zum anderen konnte ich schon fassungslos miterleben, wie mit Patienten umgegangen wurde, die diesen Schritt gewählt haben... Einschüchterungsversuche durch die Klinik, Gutachter (=andere Ärzte), die ihre Expertise wieder zurückgezogen haben oder nur diplomatisches blabla von sich gegeben haben, eine solche Erniedrigung brauche ich nicht noch zusätzlich, meine Dummheit und Leichtgläubigkeit wurde schon zu genüge bestraft...
- Dalia
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Hallo Rolli,
ich hätte dich fast dasselbe gefragt, dachte dann aber auch, dass du lieber völlig anonym bleiben möchtest. Kann ich gut verstehen.
Schade, dass Patienten, die verklagt haben, auch noch entwürdigend behandelt wurden. Als ob die gesundheitlichen Probleme nicht genug wären. Dabei stünde dir Schmerzensgeld zu.
Dalia
ich hätte dich fast dasselbe gefragt, dachte dann aber auch, dass du lieber völlig anonym bleiben möchtest. Kann ich gut verstehen.
Schade, dass Patienten, die verklagt haben, auch noch entwürdigend behandelt wurden. Als ob die gesundheitlichen Probleme nicht genug wären. Dabei stünde dir Schmerzensgeld zu.
Dalia
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meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Hallo Rolli,
ich kann mir vorstellen, dass das für Dich eine schwere Situation ist und Du damit jetzt im Moment erst mal genug zu tun hast und nicht noch mehr Belastung dazu haben möchtest.
Ich würde an Deiner Stelle aber trotzdem jetzt eine Klage in Erwägung ziehen, das heißt Du solltest Dich auf alle Fälle bei einem Anwalt über die Möglichkeiten informieren und vor allem über das, was zumindest jetzt in dieser Sache geschehen muss, damit Dir eventuelle Schadensansprüche für später nicht verschlossen werden.
Es geht hier ja auch um eine Kompensation oder eine Rente für Dich, um Deine finanzielle Sicherheit für die Zukunft. Die Kliniken sind versichert! Die zahlen nichts davon!
Du kannst den Vorgang auch im Internet publik machen. Du kannst nach Absprache mit Deinem Anwalt die Dinge im Netz veröffentlichen, die ihr für sinnvoll haltet.
Wir können das ganze auf unserer Frontpage für Dich promoten. Wir sind mit einer individuellen Besucherzahl von derzeit 25.000 pro Monat die größte Skoliose-Presse Deutschlands!
Für Dich alles Gute und dass Du eine überlegte Entscheidung über Dein weiteres Vorgehen triffst, die Du später dafür nicht bereust.
BZebra
ich kann mir vorstellen, dass das für Dich eine schwere Situation ist und Du damit jetzt im Moment erst mal genug zu tun hast und nicht noch mehr Belastung dazu haben möchtest.
Ich würde an Deiner Stelle aber trotzdem jetzt eine Klage in Erwägung ziehen, das heißt Du solltest Dich auf alle Fälle bei einem Anwalt über die Möglichkeiten informieren und vor allem über das, was zumindest jetzt in dieser Sache geschehen muss, damit Dir eventuelle Schadensansprüche für später nicht verschlossen werden.
Es geht hier ja auch um eine Kompensation oder eine Rente für Dich, um Deine finanzielle Sicherheit für die Zukunft. Die Kliniken sind versichert! Die zahlen nichts davon!
Du kannst den Vorgang auch im Internet publik machen. Du kannst nach Absprache mit Deinem Anwalt die Dinge im Netz veröffentlichen, die ihr für sinnvoll haltet.
Wir können das ganze auf unserer Frontpage für Dich promoten. Wir sind mit einer individuellen Besucherzahl von derzeit 25.000 pro Monat die größte Skoliose-Presse Deutschlands!
Für Dich alles Gute und dass Du eine überlegte Entscheidung über Dein weiteres Vorgehen triffst, die Du später dafür nicht bereust.
BZebra
Liebe Rolli!
Und wenn Du behauptest, daß wir alle immer nur erzählen, wie toll es uns geht, dann hast Du wahrscheinlich noch nicht mal im Forum gelesen. Diejenigen, denen es eben super geht, warum sollen die das nicht auch schreiben. Genauso gibt es aber auch die andere Seite und da nimmt bei uns keiner ein Blatt vor den Mund. Allein, wenn Du meine OP verfolgt hättest, dann wüßtest Du, daß es kein Spaziergang ist und bei mir war´s ja noch relativ harmlos.
Es gibt natürlich auch Menschen, die sehen und hören nur das, was sie sehen und hören wollen! Deinem Schreibstil zufolge gehe ich jedoch davon aus, daß es sich bei Dir nicht gerade um einen naiven Teenager handelt, der alles dafür tun würde, nur um gerade zu werden. Und nicht mal die gehen so naiv in solch eine OP.
Ich kann soetwas einfach nicht nachvollziehen!!! Wenn bei Dir was oder alles schief gelaufen ist, dann tut mir persönlich das wirklich schrecklich leid. An allen Ecken wird vor den Risiken gewarnt und man muß sich vor einer OP darüber völlig im Klaren sein, daß was passieren KANN. Da hilft es auch nicht, wenn man die Verantwortung für seine Entscheidung dann im nachhinein auf andere schiebt!
Entschuldigung, wenn ich hier erstmals etwas gereizt reagiere, aber bei dieser Aussage fühle ich mich ja schon fast persönlich angegriffen.
Vorerst viele Grüße
Doro
Nachtrag: Achja, übrigens ich bereue meine OP auf garkeinen Fall, obwohl ich immernoch etwas mit der Heilung zu kämpfen habe.
Ich kann Dir da einfach nur zustimmen, das wäre auch mein Rat! Wobei es in Einzelfällen eventuell auch andere triftige medizinische Gründe geben könnte. Aber nur die Gradzahlen betrachtet und keine Schmerzen = OP auf garkeinen Fall!Rolli hat geschrieben:Jedem OP-Kandidaten ohne Schmerzen und besonders mit so geringen Gradzahlen kann ich nur empfehlen sich nicht operieren zu lassen, die Risiken sind es einfach nicht wert!
Wie viele ja wissen, bin auch ich aktives Mitglied im Skoliose-OP-Forum! Diese Aussage ist schlichtweg oberflächlich und meines Erachtens falsch! Solang ich Mitglied bin, kann ich mich an keinen Fall erinnern, wo bei 42° zur OP geraten wurde! Jeder kann selbst nachlesen, wie oft wir in leichten Fällen uns den "Mund fusselig reden" und zum Nachdenken anregen. Nein, ich glaub, da kann ich für alle die Hand ins Feuer legen ... bei 42° würde bestimmt niemand zur OP raten!Rolli hat geschrieben:Im OP-Forum haben alle immer erzählt wie toll es ihnen geht und dass man bei einer solch leichten Skoliose mit einem super Ergebnis rechnen kann.
Und wenn Du behauptest, daß wir alle immer nur erzählen, wie toll es uns geht, dann hast Du wahrscheinlich noch nicht mal im Forum gelesen. Diejenigen, denen es eben super geht, warum sollen die das nicht auch schreiben. Genauso gibt es aber auch die andere Seite und da nimmt bei uns keiner ein Blatt vor den Mund. Allein, wenn Du meine OP verfolgt hättest, dann wüßtest Du, daß es kein Spaziergang ist und bei mir war´s ja noch relativ harmlos.
Es gibt natürlich auch Menschen, die sehen und hören nur das, was sie sehen und hören wollen! Deinem Schreibstil zufolge gehe ich jedoch davon aus, daß es sich bei Dir nicht gerade um einen naiven Teenager handelt, der alles dafür tun würde, nur um gerade zu werden. Und nicht mal die gehen so naiv in solch eine OP.
Ich kann soetwas einfach nicht nachvollziehen!!! Wenn bei Dir was oder alles schief gelaufen ist, dann tut mir persönlich das wirklich schrecklich leid. An allen Ecken wird vor den Risiken gewarnt und man muß sich vor einer OP darüber völlig im Klaren sein, daß was passieren KANN. Da hilft es auch nicht, wenn man die Verantwortung für seine Entscheidung dann im nachhinein auf andere schiebt!
Entschuldigung, wenn ich hier erstmals etwas gereizt reagiere, aber bei dieser Aussage fühle ich mich ja schon fast persönlich angegriffen.
Vorerst viele Grüße
Doro
Nachtrag: Achja, übrigens ich bereue meine OP auf garkeinen Fall, obwohl ich immernoch etwas mit der Heilung zu kämpfen habe.
Zuletzt geändert von DoroHB am Fr, 29.09.2006 - 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo zusammen,
ich wurde 1987 in der Werner Wicker Klinik an meiner sehr starken Skoliose operiert ( nach Harrington übrigens noch) und mir geht es heute noch bestens. Diese Operation damals war das beste was mir passieren konnte, sicherlich von den Risiken die es bei der Operation gibt. Trotzdem mir geht es heute so gut daß ich sogar richtigen Laufsport betreibe und ich habe viele neue Freunde gewonnen nach meiner Operation die nicht mal wissen daß ich eine Skoliose habe weil ich so gerade bin und so sportlich. Früher war ich furchtbar buckelig und war froh gerade mal 1 Stunde zum einkaufen zu gehen ohne daß mir die Luft wegblieb. Heute nach fast 20 Jahren bin ich sehr glücklich weil mir durch meine Operation ein neues Leben geschenkt wurde. Ich bin heute 38 Jahre alt und freue mich jeden Tag über meine Gesundheit und hoffe daß es so bleibt. Eigentlich werde ich an meine Skoliose nur erinnert wenn ich alle 5 Jahre zur Kontrolluntersuchung in die WWK fahre, oder ich hier seite neuestem im Forum bin, dann holt mich meine Vergangenheit und die Erinnerungen an damals ein. Übrigens auch ich habe mal Tage wenn ich z.B. viel Zuhause putze ich ich in gebückter Haltung ständig rummache da zwickt es schon mal hier und dort, aber das würde ich nicht als schmerzen bezeichnen! Ansonsten an alle, Kopf hoch es gibt Langzeitoperierte denen es sehr gut geht !!! Viele Grüße von Rex
ich wurde 1987 in der Werner Wicker Klinik an meiner sehr starken Skoliose operiert ( nach Harrington übrigens noch) und mir geht es heute noch bestens. Diese Operation damals war das beste was mir passieren konnte, sicherlich von den Risiken die es bei der Operation gibt. Trotzdem mir geht es heute so gut daß ich sogar richtigen Laufsport betreibe und ich habe viele neue Freunde gewonnen nach meiner Operation die nicht mal wissen daß ich eine Skoliose habe weil ich so gerade bin und so sportlich. Früher war ich furchtbar buckelig und war froh gerade mal 1 Stunde zum einkaufen zu gehen ohne daß mir die Luft wegblieb. Heute nach fast 20 Jahren bin ich sehr glücklich weil mir durch meine Operation ein neues Leben geschenkt wurde. Ich bin heute 38 Jahre alt und freue mich jeden Tag über meine Gesundheit und hoffe daß es so bleibt. Eigentlich werde ich an meine Skoliose nur erinnert wenn ich alle 5 Jahre zur Kontrolluntersuchung in die WWK fahre, oder ich hier seite neuestem im Forum bin, dann holt mich meine Vergangenheit und die Erinnerungen an damals ein. Übrigens auch ich habe mal Tage wenn ich z.B. viel Zuhause putze ich ich in gebückter Haltung ständig rummache da zwickt es schon mal hier und dort, aber das würde ich nicht als schmerzen bezeichnen! Ansonsten an alle, Kopf hoch es gibt Langzeitoperierte denen es sehr gut geht !!! Viele Grüße von Rex
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Hallo Doro,
ich kann bestätigen, dass auch im OP-Forum bei ca. 40° nicht einfach so zur OP geraten wird.
Aber diese Bemerkung
Ich finde dein Posting insgesamt zu heftig für jemanden in der Situation wie Rolli.
Ansonsten schätze ich dich sehr und ich freue mich auch, dass du als aktives OP-Forum-Mitglied hier mitschreibst und allgemein sehr konstruktiv diskutierst.
Liebe Grüße,
Dalia
ich kann bestätigen, dass auch im OP-Forum bei ca. 40° nicht einfach so zur OP geraten wird.
Aber diese Bemerkung
finde ich verletzend, außerdem hat Rolli von sich selbst gesprochen und nicht alle gemeint. Vielleicht war es bei ihr tatsächlich so und hat sie ihre Skoliosenwerte etwas verfälscht, damit sie nicht erkannt wird.DoroHB hat geschrieben:Diese Aussage ist schlichtweg oberflächlich und meines Erachtens falsch!
Ich finde dein Posting insgesamt zu heftig für jemanden in der Situation wie Rolli.
Ansonsten schätze ich dich sehr und ich freue mich auch, dass du als aktives OP-Forum-Mitglied hier mitschreibst und allgemein sehr konstruktiv diskutierst.
Liebe Grüße,
Dalia
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meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Hm .... Bei der Aussage "Im OP-Forum haben alle immer erzählt wie toll es ihnen geht und dass man bei einer solch leichten Skoliose mit einem super Ergebnis rechnen kann." finde ich schon, daß Rolli damit alle gemeint hat!
Es mag sein, daß ich vielleicht etwas heftig reagiere. Mir platzt nur die Hutschnur, wenn soetwas dann irgendwo verbreitet wird. Es tut mir auch wirklich leid, daß Rolli das mitmachen muß/mußte. Das möchte ich ausdrücklich betonen! Aber sie kann doch nicht wirklich die Verantwortung für ihre Entscheidung an alle anderen abschieben. Anonymität alles schön und gut. Jedoch frage ich mich, warum Kritik nicht an der Stelle geübt wird, wo es hingehört.
Schon sehr lange nervt mich, daß solche Sachen immer wieder zu irgendwelchen SIF - SOPF - Diskussionen führen. Als Betroffene sollten wir alle zusammenhalten und -arbeiten. Stattdessen werden wir immer wieder gegeneinander ausgespielt. Dank der Anonymität. Ich find es einfach unfair! Was ist schlimm daran, in so einem Fall zu sagen: "Hey ich fand es sch****, daß..." oder "Ich hatte gedacht ... und nun?" oder was weiß auch ich. Jedoch an der richtigen Stelle. Ich denke, wir können auch mit Kritik umgehen und jede Kritik hilft vielleicht bestehende Probleme auzumerzen oder etwas zu verbessern. Warum muß man sich da so verstecken, durch den Nick oder eine Skoliose-Geschichte kenne ich den Menschen am anderen Ende noch lange nicht!
Also mein Beitrag soll keinesfalls angreifend zur persönlichen Situation von Rolli sein. Wir warnen doch schon an jeder Ecke (ob im SOPF oder hier im SIF) vor leichtfertigen Entscheidungen. Das was passiert ist, tut mir wirklich leid.
Liebe Grüße
Doro
Es mag sein, daß ich vielleicht etwas heftig reagiere. Mir platzt nur die Hutschnur, wenn soetwas dann irgendwo verbreitet wird. Es tut mir auch wirklich leid, daß Rolli das mitmachen muß/mußte. Das möchte ich ausdrücklich betonen! Aber sie kann doch nicht wirklich die Verantwortung für ihre Entscheidung an alle anderen abschieben. Anonymität alles schön und gut. Jedoch frage ich mich, warum Kritik nicht an der Stelle geübt wird, wo es hingehört.
Schon sehr lange nervt mich, daß solche Sachen immer wieder zu irgendwelchen SIF - SOPF - Diskussionen führen. Als Betroffene sollten wir alle zusammenhalten und -arbeiten. Stattdessen werden wir immer wieder gegeneinander ausgespielt. Dank der Anonymität. Ich find es einfach unfair! Was ist schlimm daran, in so einem Fall zu sagen: "Hey ich fand es sch****, daß..." oder "Ich hatte gedacht ... und nun?" oder was weiß auch ich. Jedoch an der richtigen Stelle. Ich denke, wir können auch mit Kritik umgehen und jede Kritik hilft vielleicht bestehende Probleme auzumerzen oder etwas zu verbessern. Warum muß man sich da so verstecken, durch den Nick oder eine Skoliose-Geschichte kenne ich den Menschen am anderen Ende noch lange nicht!
Also mein Beitrag soll keinesfalls angreifend zur persönlichen Situation von Rolli sein. Wir warnen doch schon an jeder Ecke (ob im SOPF oder hier im SIF) vor leichtfertigen Entscheidungen. Das was passiert ist, tut mir wirklich leid.
Liebe Grüße
Doro
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Entweder verstehe ich dich falsch oder du mich. Mit dem Wort "alle" meinte ich nicht, dass alle erzählt haben, dass die OP gut verlaufen wird, sondern dass Rolli nicht behauptet hat, dass im OP-Forum "allen" erzählt wird, dass eine OP mit diesen Werten gut verlaufen wird, sondern sie meinte nur sich selbst. (Ups, etwas kompliziert ausgedrückt.)DoroHB hat geschrieben:Hm .... Bei der Aussage "Im OP-Forum haben alle immer erzählt wie toll es ihnen geht und dass man bei einer solch leichten Skoliose mit einem super Ergebnis rechnen kann." finde ich schon, daß Rolli damit alle gemeint hat!
Ich persönlich empfinde es nicht so.Das möchte ich ausdrücklich betonen! Aber sie kann doch nicht wirklich die Verantwortung für ihre Entscheidung an alle anderen abschieben.
Sie hat es ja erklärt. Ich finde es auch legitim, im Forum Kritik zu üben. Das machen wir mit OTs, Ärzten und dergleichen auch nicht anders.Anonymität alles schön und gut. Jedoch frage ich mich, warum Kritik nicht an der Stelle geübt wird, wo es hingehört.
Liebe Grüße,
Dalia
Zuletzt geändert von Dalia am Sa, 30.09.2006 - 18:00, insgesamt 2-mal geändert.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Okay Dalia! Ich hab´s jetzt verstanden. Wir haben tatsächlich in dem Punkt aneinander vorbeigeredet
. Jedoch kann man die Aussage da verschieden sehen, da sie sich ja unpersönlich ausgedrückt hat. Dieses "Alle haben immer gesagt" ist da sehr allgemein. Deshalb habe ich mich auch auf diese allgemeine Aussage bezogen.
Zur Verantwortung: Mich erinnert das grad immer an Aussagen meiner Kinder, wenn sie nicht die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen wollen: "Aber alle haben gesagt... Aber alle anderen haben auch... etc. pp.!
Deinem letzten Absatz stimme ich vollkommen zu. Konstruktive Kritik kann nur förderlich sein. Aber warum in einem anderen Forum Kritik über ein anderes Forum führen, welches noch nicht mal von den Problemen weiß? Sie muß ja schon länger Mitglied bei uns sein, um überhaupt mit uns reden zu können. Bei bestem Willen ... Es gibt genug, die denken, mit einer OP ist alles okay und bei jedem einzelnen mache ich mir selbst Gedanken darüber, wie man ihn/sie denn am besten "aufklären" kann.
Ich kann nur nicht verstehen, warum jemand nicht zu seinen Worten steht (z.B. indem der nicht mal seinen Nick nennt). Wenn mir sowas passiert wäre, dann hätt ich da auch Dampf gemacht und meinen Frust rausgelassen, aber doch mit meiner "Forums-Identität". Es kann doch jeder wissen, wer ich vor der OP war und wer jetzt. Ich glaube aber, über "Gast-Beiträge" gab es schon genug Diskussionen. Am Ende bringt das keinen weiter!
LG Doro
Zur Verantwortung: Mich erinnert das grad immer an Aussagen meiner Kinder, wenn sie nicht die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen wollen: "Aber alle haben gesagt... Aber alle anderen haben auch... etc. pp.!
Deinem letzten Absatz stimme ich vollkommen zu. Konstruktive Kritik kann nur förderlich sein. Aber warum in einem anderen Forum Kritik über ein anderes Forum führen, welches noch nicht mal von den Problemen weiß? Sie muß ja schon länger Mitglied bei uns sein, um überhaupt mit uns reden zu können. Bei bestem Willen ... Es gibt genug, die denken, mit einer OP ist alles okay und bei jedem einzelnen mache ich mir selbst Gedanken darüber, wie man ihn/sie denn am besten "aufklären" kann.
Ich kann nur nicht verstehen, warum jemand nicht zu seinen Worten steht (z.B. indem der nicht mal seinen Nick nennt). Wenn mir sowas passiert wäre, dann hätt ich da auch Dampf gemacht und meinen Frust rausgelassen, aber doch mit meiner "Forums-Identität". Es kann doch jeder wissen, wer ich vor der OP war und wer jetzt. Ich glaube aber, über "Gast-Beiträge" gab es schon genug Diskussionen. Am Ende bringt das keinen weiter!
LG Doro
Gut ... nun aber egal und zurück zum eigentlichen Thema!
Liebe Rolli!
Ich hätte da noch so ein paar Fragen. Was hat Dich eigentlich zur OP bewogen mit diesen niedrigen Gradzahlen und ohne Schmerzen? Gab es vielleicht andere medizinische Gründe? Hast Du Dich vorher bei den Ärzten nach den Risiken erkundigt (die Risikoaufklärung ist Pflicht und wird nomal IMMER gemacht)? Wer war denn DIE EINE kritische Stimme? Was ist die Ursache für Dein neurologisches Problem und warum kam das erst langsam und nun sitzt Du im Rollstuhl? In welcher Form hast Du Schmerzen? Wo hast Du fassungslos miterleben müssen, wie mit Patienten umgegangen wird (Einschüchterungsversuche, zurückgezogene Expertisen ... okay diplomatisches blabla kommt überall vor)?
Das wäre nur ein Teil der Fragen, die im Moment in meinem Kopf rumgeistern. Deine Situation ist schrecklich und um Klarheit zu schaffen, wäre es doch hilfreich, wenn ich zumindest einen Teil erklärt bekäme. Das wäre nett!
Liebe Grüße nochmals
Doro
Liebe Rolli!
Ich hätte da noch so ein paar Fragen. Was hat Dich eigentlich zur OP bewogen mit diesen niedrigen Gradzahlen und ohne Schmerzen? Gab es vielleicht andere medizinische Gründe? Hast Du Dich vorher bei den Ärzten nach den Risiken erkundigt (die Risikoaufklärung ist Pflicht und wird nomal IMMER gemacht)? Wer war denn DIE EINE kritische Stimme? Was ist die Ursache für Dein neurologisches Problem und warum kam das erst langsam und nun sitzt Du im Rollstuhl? In welcher Form hast Du Schmerzen? Wo hast Du fassungslos miterleben müssen, wie mit Patienten umgegangen wird (Einschüchterungsversuche, zurückgezogene Expertisen ... okay diplomatisches blabla kommt überall vor)?
Das wäre nur ein Teil der Fragen, die im Moment in meinem Kopf rumgeistern. Deine Situation ist schrecklich und um Klarheit zu schaffen, wäre es doch hilfreich, wenn ich zumindest einen Teil erklärt bekäme. Das wäre nett!
Liebe Grüße nochmals
Doro
-
Bommenate
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Hallo Rolli,
ich kann mich den anderen nur anschließen. Deine jetzige Situation ist echt sch...!!! Sowas darf nicht passieren, kommt aber leider in wenigen Fällen vor.
Ich würde mir wünschen, dass solche Sachen auch da berichtet werden, wo sich Patienten über eine OP informieren und zwar im Skoliose-OP-Forum. Hier im Skoliose-Info-Forum ist das zwar auch an der richtigen Adresse und motiviert super die Korsett-Patienten, doch läuft etwas an Hilfesuchenden bzgl. Skoliose-OP vorbei.
Als ich mich wegen Info´s im OP-Forum umgeschaut habe, hat mir keiner dazu geraten, dass ich mich mit meinen 110° auf jeden Fall zu einer OP entscheiden sollte. Selbst wenn man das denkt kann und darf man anderen nicht dazu raten. Ich habe mir auch viele OP-Berichte durchgelesen und sehr viel ist positiv, aber es gibt auch einige Sachen (z.B. Pleuraerguss, Lähmungen o.ä.), die durchaus vorkommen können und zu den Risiken gehören. Das muss ich als Infosuchender einfach erfahren und wissen, um auch objektiv entscheiden zu können. Je mehr Negatives ich weiß, desto mehr Respekt habe ich vor so einer Sache und Entscheidung, dass ich überlegen kann, wie sind Nutzen und Risiko im Verhältnis. Das Risiko muss bei weitem dem Nutzen überwiegen, sonst sollte man die Finger davon lassen.
Jede Skoli ist individuell und so auch des OP-Ergebnis. Das hängt von so vielen verschiedenen Faktoren ab.
Ein Forum lebt von den Erfahrungen der anderen. Auch wenn noch so viele von Neustadt schwärmen, heißt das noch lange nicht, dass man auch dahin gehen sollte. Ich habe mich z.B. für Tübingen entschieden. Das ist meine Entscheidung und davon werde ich anschließend auch im Forum berichten. Nur so können andere davon profitieren. Ich würde mich freuen, wenn du im OP-Forum über deine Erfahrungen schreibst. Damit hilfst du anderen, auch wenn es dir selber nicht mehr viel bringt.
Liebe Grüße,
Bommenate
ich kann mich den anderen nur anschließen. Deine jetzige Situation ist echt sch...!!! Sowas darf nicht passieren, kommt aber leider in wenigen Fällen vor.
Ich würde mir wünschen, dass solche Sachen auch da berichtet werden, wo sich Patienten über eine OP informieren und zwar im Skoliose-OP-Forum. Hier im Skoliose-Info-Forum ist das zwar auch an der richtigen Adresse und motiviert super die Korsett-Patienten, doch läuft etwas an Hilfesuchenden bzgl. Skoliose-OP vorbei.
Als ich mich wegen Info´s im OP-Forum umgeschaut habe, hat mir keiner dazu geraten, dass ich mich mit meinen 110° auf jeden Fall zu einer OP entscheiden sollte. Selbst wenn man das denkt kann und darf man anderen nicht dazu raten. Ich habe mir auch viele OP-Berichte durchgelesen und sehr viel ist positiv, aber es gibt auch einige Sachen (z.B. Pleuraerguss, Lähmungen o.ä.), die durchaus vorkommen können und zu den Risiken gehören. Das muss ich als Infosuchender einfach erfahren und wissen, um auch objektiv entscheiden zu können. Je mehr Negatives ich weiß, desto mehr Respekt habe ich vor so einer Sache und Entscheidung, dass ich überlegen kann, wie sind Nutzen und Risiko im Verhältnis. Das Risiko muss bei weitem dem Nutzen überwiegen, sonst sollte man die Finger davon lassen.
Jede Skoli ist individuell und so auch des OP-Ergebnis. Das hängt von so vielen verschiedenen Faktoren ab.
Ein Forum lebt von den Erfahrungen der anderen. Auch wenn noch so viele von Neustadt schwärmen, heißt das noch lange nicht, dass man auch dahin gehen sollte. Ich habe mich z.B. für Tübingen entschieden. Das ist meine Entscheidung und davon werde ich anschließend auch im Forum berichten. Nur so können andere davon profitieren. Ich würde mich freuen, wenn du im OP-Forum über deine Erfahrungen schreibst. Damit hilfst du anderen, auch wenn es dir selber nicht mehr viel bringt.
Liebe Grüße,
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[equote="Ich habe geschrieben"]Das Risiko muss bei weitem dem Nutzen überwiegen, sonst sollte man die Finger davon lassen. [/equote]
Das meine ich natürlich genau andersherum
: Der Nutzen muss bei weitem größer als das Risiko sein, sonst sollte man die Finder davon lassen.
LG Bommenate
LG Bommenate
Schenkt das Leben Dir eine Zitrone, mach Limonade draus!!!
Das hat meines Erachtens nicht speziell etwas mit dem Skoliose-OP-Forum zu tun, sondern das ist ein generelles Problem, weil es sehr schwierig ist, sicherzustellen, dass der User auch wirklich genug und vor allem das richtige liest, um eine eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Wir haben hier ja kein in jedem Falle ein Feedback und sehen die Lücken, die noch bestehen.
Wir haben das hier ja auch schon öfters gehabt, dass Leute mit paar-und-vierzig Grad in Neustadt einen Operationstermin hatten, ohne Notwendigkeit einer OP, weil keine Schmerzen bestanden, sich aber hier erst zu Wort gemeldet haben, um Fragen zur Eigenblutspende zu klären. Und sie schreiben auch noch dazu, dass sie sich vorher hier informiert und daher auch die Adresse von Neustadt bekommen haben!
Diese User bekommen dann hier von vielen verscheidnen Leuten gesagt, dass sie das besser noch mal von Grund auf neu überdenken sollten. Und bei solch klaren Fällen habe ich das jetzt auch nicht anders im Skoliose-OP-Forum gesehen.
Nur, was ist, wenn diese Patienten sich nicht wegen irgendeines nebensächlichen Problems noch mal melden?
Ich kann mir das nur so erklären, dass diese User direkt die für ihre Diagnose falsche Kategorie (Operation) ausgewählt haben, ein paar Beiträge gelesen haben, viel zu früh mit falschem Eindruck ihre Informationssuche wieder abgeschlossen haben, über die Linkseite zu ihren Adressen gelangt sind und uns dann wieder verlassen haben.
Deswegen jetzt auch der zusätzliche rot markierter Link über der Operations-Kategorie auf der Linkseite, in der Hoffnung dass die, die vorhaben diese Abkürzung zu nehmen, das lesen.
Von Neustadt haben sie dann die Information bekommen, dass man die Skoliose nicht unbedingt operieren braucht, aber kann.
Wenn eine beratende Person, einem so etwas sagt, dann geht man (oder viele) davon aus, dass der Berater es als sinnvoll erachtet und es als eine Bereicherung ansieht. Es ist eine Frage der persönlichen Interpretation und auch dessen, was man hören möchte, auf was man sich im Vorhinein eingestellt hat.
Wenn es dann um die Risiken geht, setzt der Schutzmechanismus der Verdrängung ein. Ein Risiko einzugehen bedeutet immer dass einer die gesamte Rechnung für alle bezahlt mit den vollen Konsequenzen. Die Aussicht, dass alles passieren kann, dass man alles verlieren kann, ist eine Sache, mit der der Mensch generell nicht umgehen kann.
Bei einer fairen Beratung, macht man den Patienten darauf aufmerksam, dass man, wäre man selbst in dieser Situation, NICHT so handeln würde.
Obwohl die Operateure, ginge es um sie selbst oder ihre Kinder, ganz sicher einer anderen Meinung wären, teilen sie das dem Patienten nicht mit, sondern akzeptieren deren blauäugige Entscheidung, die auf Verdrängung und Ängsten beruht, wortlos.
Ihrer eigentlichen Aufgabe dem Patienten mit ihrer Beratung zu helfen bei der Nutzen-Risiko-Abwägung, kommen sie einfach nicht nach.
Das ist das typische unmoralische Geschäftsverhalten. Hätte es sich umgekehrt um einen Patienten gehandelt, bei dem eine Operation wirklich dringend erforderlich wäre, derjenige oder seine Eltern das aber nicht begreifen, dann würden die Operateure das nicht gleichgültig ad acta legen sondern sich engagieren, dass die Betroffenen die Notwendigkeit verstehen.
Und der Grund für dieses unterschiedliche Verhalten ist, dass im letzteren Falle die eigenen geschäftlichen Interessen und die des Patienten nicht gegeneinander stehen. Ein Patient ist halt eben auch eine Wahre.
Wir haben das hier ja auch schon öfters gehabt, dass Leute mit paar-und-vierzig Grad in Neustadt einen Operationstermin hatten, ohne Notwendigkeit einer OP, weil keine Schmerzen bestanden, sich aber hier erst zu Wort gemeldet haben, um Fragen zur Eigenblutspende zu klären. Und sie schreiben auch noch dazu, dass sie sich vorher hier informiert und daher auch die Adresse von Neustadt bekommen haben!
Diese User bekommen dann hier von vielen verscheidnen Leuten gesagt, dass sie das besser noch mal von Grund auf neu überdenken sollten. Und bei solch klaren Fällen habe ich das jetzt auch nicht anders im Skoliose-OP-Forum gesehen.
Nur, was ist, wenn diese Patienten sich nicht wegen irgendeines nebensächlichen Problems noch mal melden?
Ich kann mir das nur so erklären, dass diese User direkt die für ihre Diagnose falsche Kategorie (Operation) ausgewählt haben, ein paar Beiträge gelesen haben, viel zu früh mit falschem Eindruck ihre Informationssuche wieder abgeschlossen haben, über die Linkseite zu ihren Adressen gelangt sind und uns dann wieder verlassen haben.
Deswegen jetzt auch der zusätzliche rot markierter Link über der Operations-Kategorie auf der Linkseite, in der Hoffnung dass die, die vorhaben diese Abkürzung zu nehmen, das lesen.
Von Neustadt haben sie dann die Information bekommen, dass man die Skoliose nicht unbedingt operieren braucht, aber kann.
Wenn eine beratende Person, einem so etwas sagt, dann geht man (oder viele) davon aus, dass der Berater es als sinnvoll erachtet und es als eine Bereicherung ansieht. Es ist eine Frage der persönlichen Interpretation und auch dessen, was man hören möchte, auf was man sich im Vorhinein eingestellt hat.
Wenn es dann um die Risiken geht, setzt der Schutzmechanismus der Verdrängung ein. Ein Risiko einzugehen bedeutet immer dass einer die gesamte Rechnung für alle bezahlt mit den vollen Konsequenzen. Die Aussicht, dass alles passieren kann, dass man alles verlieren kann, ist eine Sache, mit der der Mensch generell nicht umgehen kann.
Bei einer fairen Beratung, macht man den Patienten darauf aufmerksam, dass man, wäre man selbst in dieser Situation, NICHT so handeln würde.
Obwohl die Operateure, ginge es um sie selbst oder ihre Kinder, ganz sicher einer anderen Meinung wären, teilen sie das dem Patienten nicht mit, sondern akzeptieren deren blauäugige Entscheidung, die auf Verdrängung und Ängsten beruht, wortlos.
Ihrer eigentlichen Aufgabe dem Patienten mit ihrer Beratung zu helfen bei der Nutzen-Risiko-Abwägung, kommen sie einfach nicht nach.
Das ist das typische unmoralische Geschäftsverhalten. Hätte es sich umgekehrt um einen Patienten gehandelt, bei dem eine Operation wirklich dringend erforderlich wäre, derjenige oder seine Eltern das aber nicht begreifen, dann würden die Operateure das nicht gleichgültig ad acta legen sondern sich engagieren, dass die Betroffenen die Notwendigkeit verstehen.
Und der Grund für dieses unterschiedliche Verhalten ist, dass im letzteren Falle die eigenen geschäftlichen Interessen und die des Patienten nicht gegeneinander stehen. Ein Patient ist halt eben auch eine Wahre.
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S-U-S-I
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@Rolli: Ich habe noch eine Frage an dich. Du musst sie nicht beantworten, wenn du nicht möchtest. Mich würde mal interessieren, aus welchen Gründen du dich operieren lassen hast. Haben die Ärzte dir in Neustadt dazu geraten und wenn ja, aus welchem Grund, oder hast du diesen Entschluss selber getroffen, bzw. ein Arzt mit der Begründung, dass ein Korsett nichts mehr bringen würde, etc.? Vielleicht räumt diese Antwort eventuell Missverständnisse aus dem Weg. Aus deinem anonymen Beitrag kann ich nichts über deine Vorgeschichte usw entnehmen und vielleicht könntest du so überlegen, ob das OP-Forum dich wirklich so bei deiner Entscheidung beeinflusst hat.
Ich persönlich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass wir (Ich bin auch Mitglied im OP-Forum.) dir mit 42 Grad zu einer OP geraten haben sollen. Mir fällt spontan ein Fall ein, bei dem die Mehrheit, die auf den Beitrag geantwortet hat, versucht hat, diese Person nochmal umzustimmen und es nochmal konservativ zu versuchen. Auch, wenn man alles, also naja vielleicht nicht jeden (Dafür bräuchte man Tage...
) liest, kommt man früher oder später auf Beiträge, bei denen die OP nicht so rosig geschildert wird, finde ich.
Ich will dich nicht persönlich angreifen, schreibe nur meine Gedanken und Fragen und würde mich freuen, wenn du dazu Stellung nehmen würdest. Mir tut es auch sehr leid, dass die OP bei dir nicht wirklich was gebracht hat. Verstehe das bitte nicht falsch, nur mache ich mir bei deinem Beitrag so meine Gedanken.
LG, Susi
Ich persönlich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass wir (Ich bin auch Mitglied im OP-Forum.) dir mit 42 Grad zu einer OP geraten haben sollen. Mir fällt spontan ein Fall ein, bei dem die Mehrheit, die auf den Beitrag geantwortet hat, versucht hat, diese Person nochmal umzustimmen und es nochmal konservativ zu versuchen. Auch, wenn man alles, also naja vielleicht nicht jeden (Dafür bräuchte man Tage...
Ich will dich nicht persönlich angreifen, schreibe nur meine Gedanken und Fragen und würde mich freuen, wenn du dazu Stellung nehmen würdest. Mir tut es auch sehr leid, dass die OP bei dir nicht wirklich was gebracht hat. Verstehe das bitte nicht falsch, nur mache ich mir bei deinem Beitrag so meine Gedanken.
LG, Susi
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Bommenate
- Vielschreiber

- Beiträge: 558
- Registriert: Di, 23.08.2005 - 13:08
- Geschlecht: weiblich
- Wohnort: Baden-Württemberg
Hi BZebra,
du hast mit deinen Worten vollkommen Recht!!!
@ Rolli
Antworten zu Susi´s Fragen nach der Vorgeschichte interessieren mich auch
. Wäre schön, wenn du was schreiben würdest. Dann kann man gezielter darüber reden äh schreiben, weil es hier schon wieder in einer Grundsatzdiskussion ausartet
.
LG Bommenate
du hast mit deinen Worten vollkommen Recht!!!
Genau das ist der Punkt. Was man nicht will oder besser gesagt hören will, wird abgelehnt und abgeblockt.BZebra hat geschrieben:Es ist eine Frage der persönlichen Interpretation und auch dessen, was man hören möchte, auf was man sich im Vorhinein eingestellt hat.
Das ist bestimmt oft der Fall, aber bei mir war es nicht so. Als ich mich in Tübingen bei Dr. Niemeyer vorgestellt habe, hatte ich mich gedanklich schon auf eine Begradigung eingestellt (1 Lösungs-OP, Halo und anschließend Versteifungs-OP). In meinem Fall habe ich aber kein Nutzen davon. Diese OP´s hätten für mich mehr Risiko als ein Nutzen, von daher wird auf´s Begradigen verzichtet. Er hat mir schlichtweg und wirklich eindringlich davon abgeraten. War für mich erst seltsam, weil ich mich innerlich schon auf eine Begradigung eingestellt hatte. Es gibt immer Ausnahmen...BZebra hat geschrieben:Ihrer eigentlichen Aufgabe dem Patienten mit ihrer Beratung zu helfen bei der Nutzen-Risiko-Abwägung, kommen sie einfach nicht nach.
@ Rolli
Antworten zu Susi´s Fragen nach der Vorgeschichte interessieren mich auch
.LG Bommenate
Schenkt das Leben Dir eine Zitrone, mach Limonade draus!!!
Und denkst Du, dass die mit iher Fallpauschale einen finanziellen Nutzen daran hätten, Deine "Ich-beweg-mich-keinen-Zentimeter-Skoliose" aufzurichten versuchen; sie mit ihrem Alternativ-Vorschlag entgegen ihre finanziellen Interessen handeln und dieser Rat also überraschend kommt?Bommenate hat geschrieben:In meinem Fall habe ich aber kein Nutzen davon. Diese OP´s hätten für mich mehr Risiko als ein Nutzen, von daher wird auf´s Begradigen verzichtet. Er hat mir schlichtweg und wirklich eindringlich davon abgeraten. War für mich erst seltsam, weil ich mich innerlich schon auf eine Begradigung eingestellt hatte. Es gibt immer Ausnahmen...
Die machen einen guten Deal mit Dir. Selbes Geld, weniger Arbeit! (... weniger Ausgaben, weniger Risiko VERLUSTE zu machen!)
Stellt sich mir nur die Frage, ob sie bei Deiner derart versteiften Skoliose mit ihrer nochmal zusätzlichen Versteifung, die sie Dir einbauen wollen, nicht auch einem Eskimo 'nen Kühlschrank verkaufen.
Die Dringlichkeit Deiner OP, liegt sicherlich im vergleichbaren Bereich mit der von Rolli plus same risk.
Two peas in a pod?
Dass es keine Ausnahmen unter den Operateuen gibt; solche die die Fairness besitzen trotz entgehendem Buisness Patienten aktiv von einer sinnlosen Operation abzubringen, dass will ich nicht in Frage stellen.
Zuletzt geändert von BZebra am Sa, 30.09.2006 - 18:32, insgesamt 6-mal geändert.


