Asklepios Klinik St Augustin

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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pedie
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Asklepios Klinik St Augustin

Beitrag von pedie »

Hat bereits einmal Jemand Erfahrungen mit dieser Klinik gemacht ? Ich habe mich bereits durch einige Seiten des Forums gelesen und überhaupt garnichts darüber entdecken können.
lG Pedie
S-U-S-I
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Beitrag von S-U-S-I »

Hmmm... Ich kenne diese Klinik nicht. Wo ist das denn? Und willst du dich da operieren lassen?
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo pedie, hast du die Suchfunktion genutzt? Da gibt es einige Treffer, musst schauen, ob für dich was dabei ist.
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Die Klinik inklusive Arzt scheint irgendwie aus dem Nichts aufgetaucht zu sein, seit dem Bad Sobernheim eine Zusammenarbeit mit ihnen verkündet hat. http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=2548

Vorher hat die niemand gekannt.

Es ist gut möglich, dass die Asklepios Aktionäre bzw. deren Vertreter einfach entschieden haben, dass die beiden Kliniken jetzt zur Gewinnmaximierung zusammenarbeiten müssen.

Ein peinliches Eingeständnis über die Beratungsqualität und deren Intentionen findet sich übrigens im Sobernheimer Jahresbericht 2003.

[equote="Sobernheimer Jahresbericht 2003 - S. 29"]3. Kooperation mit Kinderklinik St. Augustin

Durch die konservative Behandlung in Bad Sobernheim können bekanntlich bei über 90 % der Fälle Operationen vermieden werden. Für all die Patienten, bei denen dennoch eine OP-Indikation besteht und die sich nach dem Primat der informierten Entscheidung für eine Operation entschieden haben, kann die Kinderklinik St. Augustin durch den Chefarzt der Kinderchirurgie und Kinderorthopädie PD Dr. v. Deimling nunmehr Skolioseoperationen durchführen. Umgekehrt wird St. Augustin allerdings Patienten, bei denen noch Chancen auf eine OP-Vermeidung bestehen, durch entsprechende Informationen über Einsatzvon SIR und / oder Korsett den Entscheidungsspielraum erweitern.[/equote]
Da stellt sich einem doch die Frage, was sie denn mit Patienten bei denen eine Chance auf OP-Vermeidung bestand (Vermeidung sogar!) bisher gemacht haben, wenn sie den Entscheidungsspielraum jetzt erst erweitern mussten.

Die Ankündigung in ASKLEPIOS intern 2/2004 in der Kategorie Management Seite 37 klingt auch nicht besser ( http://www.asklepios.com/asklepiosinter ... st2004.pdf )

[equote="ASKLEPIOS intern 2/2004 - S. 37"]Darüber hinaus wird Dr. v. Deimling den Handlungsspielraum von Patienten, bei denen eine Operation durch den Einsatz einer Skoliose-Intensiv-Rehabilitation (SIR) und/oder das Tragen eines Korsetts vermieden werden kann, erweitern.[/equote]
Dem kann man dann also entnehmen, dass die Beratung wohl nicht so ganz darauf ausgerichtet, für den Patienten die beste Lösung zu finden. Sie geben also offen zu, dass sie dort Operationen ausgeführt haben, die vermeidbar gewesen wären, hätten sie den Patienten entsprechende Alternativen aufgezeigt.

Das sieht ja ziemlich nach "die Gesundheit der Patienten und unser Gesundheitssystem ausschlachten" aus.

Und auf was bezieht sich der Ausdruck "Umgekehrt wird St. Augustin allerdings..."? Heißt das soviel wie, dass Bad Sobernheim etwas den St. Augustinern dafür bietet, was sie unter anderen Umständen nicht getan hätten?!

Irgendwie bin ich ja noch der altmodischen Vorstellung dass die bestmögliche Beratung für die Patienten in überhaupt keiner Weise von Zusammenschlüssen und Deals abhäng sein kann, weil es schlicht und einfach nur eine Beratung geben kann, die die beste ist (am besten: Superlativ, Höchstufe = Singular, Einzahl).

Ärzte werden dafür bezahlt, den Patienten die bestmögliche Beratung und Behandlung zu bieten. Davon bewusst abzuweichen zu gunsten von eigenem Gewinn und im Rahmen von Seilschaften, ist Missbrauch unserer Steuergelder und es verstößt gegen den ärztlichen Eid "Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein".

Ist das eigentlich strafbar? Nicht Wissen wohl nicht, aber Absicht?

Denke da gibt es nur zwei mögliche Interpretationen:
Patienten werden oder wurden gegen besseren Wissens falsch beraten ODER die Skoliose-Fachkompetenz der Herren von Doctoren war so schlecht, dass sie erst vom Asklepios Management über die Existenz, Wirksamkeit und Qualität von medizinischen Alternativmaßnahmen wie Rehas, Korsetten oder Operationen in St. Augustin aufgeklärt werden mussten. Die Fachärzte Deustchland brauchen also Nachhilfe von Betriebswirtschaftlern!

Beeindruckende Demonstration von Seriosität oder Kompetenz, für welche der beiden Dinge man sich auch immer entscheiden möchte.
pedie
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OP in St Augustin ?

Beitrag von pedie »

Ich habe nur einmal wissen wollen ob Irgendjemand etwas über diese Klinik zu berichten hat , denn dort werden offenbar nur Kinder & Jugendliche behandelt.Meine Tochter trägt ein Korsett und zickt seit einem halben Jahr ständig herum, das sie absolut nicht mehr will. Ich bin zZt mit den Nerven total am Ende , denn ich stehe hier jeden morgen ,wenn ich sage , das Ding wird auch in der Schule getragen als Staatsfeind Nummer eins vor ihr .In meinen Augen währe die OP absolut keine Alternative oder zumindest der allerallerletzte Ausweg, aber wer weiß wie es noch weiter geht. Ich weiss zB. von Mitschülern , das sie ihr Korsett häüfig in d Schule ablegt und erst wieder anzieht wenns nach Hause geht . Ich bin im Moment einfach nur echt ratlos. ;(
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Da hilft meiner Meinung nur sie aufzuklären, richtig, mit Bildern (gelbes Buch) und wenn sie das ignoriert, wüsste ich noch zwei, drei andere Möglichkeiten:
  1. Du verbietest ihr etwas, was ihr sehr am Herzen liegt, wenn sie ihr Korsett nicht trägt.

    Bei vielen Jungs (besonders die mit suchtähnlichem Verhalten) würde z.B. das Fußballspielen im Verein funktionieren. A là "Wenn Du es nicht trägst - und ich lass den Lehrer nachprüfen - dann gibts so-und-solange kein Fußballspielen mehr. Und wenn es danach immer noch nicht klappt, dsnn gibts Verländerung ..." und es dann auch ohne viel Getuhe machen. Da reicht es z.B. dem Trainer zu sagen, dass er ihn in den kommenden soundsoviel Monaten nicht mehr mitspielen lassen darf. Wenn der es dennoch tun würde, hätte er mit Konsequenzen zu rechnen ... er wird es also nicht tun oder wenn es ein guter Trainer ist, setzt der sich mal mit dem Kind hin und redet mit ihm drüber.

    Und der Streit der von Seiten des Kindes dann vom Zaun gebrochen wird: Zum Streiten braucht es immer ZWEI! Für den Wutausbruch kann man ja dann Verständnis aufbringen. ;)

  2. Sei absolut peinlich für sie!

    Lehrer nachprüfen lassen, ob sie es trägt, wäre schon sehr peinlich.

    Du könntest z.B. auch androhen oder es ggf. machen, mal bei ihr in die Klasse in den Unterricht zu gehen und dort mal die Klasse zum Trageverhalten des Korsetts Deiner Tochter befragen; ob sie sehen, dass sie es auszieht usw., weil das nämlich wichtig wäre dass sie es trägt. Für sie würde gesundheitlich sehr viel auf dem Spiel steht. Sie würde da eine Operation risikieren, an deren Ende sie behindert sein könnte. Du würdest es selbst nicht verstehen, wie sie so leichtsinnig sein könnte...

    Peinlichkeit ist immer sehr gut. Sei für sie peinlicher als ihr ihr Korsett jemals sein könnte. So richtig dass sie sich wünscht (bzw. wünschen würde) für das Auftreten ihrer Mutter jetzt und hier in den Boden zu versinken.

  3. Psychologischer Druck

    "Jemand der so doof (oder unreif) ist, dass er noch nicht mal sein Korsett trägt, der ...". Führe ihr bei jeder Gelegenheit ihre Dummheit vor Augen, und da brauchst Du ja auch nichts zu erfinden, ist ja so. Wäre sie intelligenter oder reifer, würde sie ihr Korsett tragen. ;)
    Akzeptiere ihre Fehlverhalten nicht als gegeben, mach es zur Basis dafür, ihr jeglichen Respekt als erwachsenen verantwortungsbewussten Menschen (als der sie ja wohl gelten will) zu entziehen und behandele sie bei allen möglichen Enstcheidungen entsprechen - wie ein unreifes Kind, wegen ... .
Letzteres hat bei mir sehr gut funktioniert, allerdings nicht in Verbindung mit meinem Korsett.

Ich hätte niemals - ich würde bis heute nicht - öffentlich Zigaretten rauchen, weil mein Vater mir von Kind auf immer vor Augen geführt hat, welche psychischen Defekte ein rauchender Mensch damit so alle nach außen hin demonstriert.
Es wäre mir so peinlich, in der Öffentlichkeit eine Zigarette in der Hand zu halten, weil ich dann den Eindruck hätte, dass jeder Nichtraucher denkt, ich hätte furchrbare Komplexe und und und ...

Hätte ich als Jugendliche angefangen zu rauchen, mein Vater hätte keine Gelegenheit ausgelassen mich zu demütigen, dafür dass ich etwas komplett sinnloses, gesundheitsschädliches und auch noch teures mache, und welche Rechtfertigung dafür hätte ich abliefern können? Keine!
Da hätte er gleich jedes Argument darüber von vorne herein gewonnen. Und es hätte auch ganz sicher keine extra Gelder für gute Noten mehr gegeben und sonstiges, was ich zum Taschengeld noch hinzu bekommen habe.

Also zusammenfassend, wenn Du es nicht schaffst ihr den Ernst der Situation klar zu machen, dann gestalte ihr das nicht tragen vom Korsett so unangenehm wie möglich, und streiten ist bei weitem nicht die unangenehmste Variante, die genannten Beispiele sind viel schlimmer:

Persönliche Einschränkungen, peinliche Situationen in der Öffentlichkeit, Demütigung für ihre mangelde Intelligenz und Reife.

Es reicht vielleicht schon mit einigem nur zu drohen und zu demonstrieren, dass man es, im Fall der Fälle, dann wirklich auch macht.
Zuletzt geändert von BZebra am So, 27.08.2006 - 02:34, insgesamt 14-mal geändert.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Oha, BZebra, ich würde deine Ideen nur als allerletztes Mittel benutzen. Ich würde das alles lieber ins Positive umwandeln:
BZebra hat geschrieben:Du verbietest ihr etwas, was ihr sehr am Herzen liegt, wenn sie ihr Korsett nicht trägt.
Umwandlung: Du erlaubst ihr etwas, das ihr sehr am Herzen liegt, wenn sie das Korsett trägt. Trägt sie es nicht, bekommt sie es nicht.
Lehrer nachprüfen lassen, ob sie es trägt, wäre schon sehr peinlich.
Das wäre eine Idee. Die Lehrer könnten auf das Tragen (und NICHT auf das Nicht-Tragen ;)) achten.
Hier habe ich die dringende Bitte, Mitschüler außen vor zu lassen, weil sonst Freundschaften zerbrechen können, was das Verhältnis zu pedie belasten würde. Das kann erst recht einen Hass auf das Korsett entstehen lassen.
"Jemand der so doof (oder unreif) ist, dass er noch nicht mal sein Korsett trägt, der ...". Führe ihr bei jeder Gelegenheit ihre Dummheit vor Augen, und da brauchst Du ja auch nichts zu erfinden, ist ja so. Wäre sie intelligenter oder reifer, würde sie ihr Korsett tragen.
Bei mir funktionierte das auch (nicht in Bezug auf das Korsett), aber es hat bei mir Wunden hinterlassen. Ich verachte diese Methode total. Lieber umwandeln in: Reife erwachsene Menschen tragen ihr Korsett.

Bei mir wirksam war konsequente Penetranz, das ist psychisch schmerzlos, aber einfach nur nervig. In Bezug auf das Korsett war ich aber leichter zu handhaben, weil ich es schon mit 9 Jahren bekam und leichter zu lenken war. ;)

Pedie, ist deine Tochter bei Skoliosentreffen dabei? Ich habe im Forum gelesen, dass sie schon in BaSa war. Hat sich das nach ihrer Heimkehr (zumindest anfangs) positiv auf ihr Trageverhalten ausgewirkt?
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Alana
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Beitrag von Alana »

BZebra,
wie kannst du nur so gefühllos sein. Das Mädchen ist auch nur ein Mensch mit Gefühlen. Wenn ihre Mutter sie öffentlich bloßstellt und peinlich ist, dann wird das das Verhältnis von Mutter und Tochter vielleicht für immer stark belasten. Ich hab mein Korsett auch nie getragen, auch nicht in der Schule, aber meine Mutter wäre nie auf die Idee gekommen, das zu überprüfen oder mir hinterherzuspionieren oder andere danach auszufragen.
Außerdem bin ich überzeugt davon, dass das Korsett gar nicht wirkt, wenn es innerlich abgelehnt wird.
Klar musste ich mir früher auch immer diese Prophezeihungen anhören wegen Operation und schreckliche Schmerzen. Aber was ist passiert? Gar nichts. Ich warte immernoch auf meine "Bestrafung".
pedie
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Korsett unter Androhung von Sanktionen ?

Beitrag von pedie »

Meine Tochter geht erst Mitte September nach Bad S. Darauf stützt sich derzeit auch meine Hoffnung , das sie dort , in Gesellschaft vieler Betroffener , eine andere Einstellung zur Notwendigkeit des Korsett-tragens bekommt.

[[equote]b]Zitat:
"Jemand der so doof (oder unreif) ist, dass er noch nicht mal sein Korsett trägt, der ...". Führe ihr bei jeder Gelegenheit ihre Dummheit vor Augen, und da brauchst Du ja auch nichts zu erfinden, ist ja so. Wäre sie intelligenter oder reifer, würde sie ihr Korsett tragen.[/b][/equote]
BZebra; meine Tochter ist 11 Jahre alt , also noch ein Kind ,sie möchte natürlich wie alle anderen ,eine möglichst sorglose Kindheit mit angenehmer Freizeitgestaltung etc. haben.Man kann nicht nur weil wir jetzt alle in einer so schnelllebigen, vom Fortschritt gesteuerten Zeit leben, erwarten , dass ein 11jähriges Kind plötzlich ein Verständniss bzw eine Reife entwickelt die wir als Kinder (ich bin jetzt 42)damals mit selbst 14 noch nicht hatten.Durch die Skoliose ist ohnehin schon viel zuviel von der kindlichen Unbekümmertheit verlorengegangen.Wenn sie es irgendwann einmal gepackt hat wird sie ohnehin sagen das ihre Jugend durch das Korsettragen vergeigt ist.

[equote]Umwandlung: Du erlaubst ihr etwas, das ihr sehr am Herzen liegt, wenn sie das Korsett trägt. Trägt sie es nicht, bekommt sie es nicht.
[/equote]

Dalia: Ich tendiere eher zu letzterem Vorschlag den ich auch praktiziere,mal mit mehr ,mal mit weniger Erfolg.Mit der Lehrerin hatte ich vorgestern ein Gespräch , in dem ich die Notwendigkeit der Fehlzeiten durch die ständigen ArztTermine und die Abwesenheit während der Kur etc. und div Einschränkungen durch das Korsettragen besprochen habe.Sie meinte bereits von sich aus das sie ein wenig darauf achten würde ob sie es trägt usw.

Naja wir werden sehen wie´s weitergeht.Jetzt hat sie erst einmal wieder ein Neues K , damit scheint sie gut zurechtzukommen .Aus dem Alten ( vom Feb 06)war sie bereits nach einem halben Jahr rausgewachsen.

Aber um nocheinmal auf St Augustin zurückzukommen:
Die Jahresberichte kenn ich auch bereits , die Meinung mancher Mitglieder dieses Forums über Bad S. ist mir auch geläufig.

und dazu:
[equote]Dem kann man dann also entnehmen, dass die Beratung wohl nicht so ganz darauf ausgerichtet, für den Patienten die beste Lösung zu finden. Sie geben also offen zu, dass sie dort Operationen ausgeführt haben, die vermeidbar gewesen wären, hätten sie den Patienten entsprechende Alternativen aufgezeigt. [/equote]

möchte ich bemerken , das eine OP bei gegebener Indikation von 50 od 60 Grad , wenn vom Patienten gewünscht , natürlich durchgeführt wird.Wenn jemand sich nicht oder nicht mehr mit der Korsettalternative auseinandersetzen möchte .Ich denke nicht , das man zwangsläufig immer davon ausgehem muß das vorab keine vernünftige Beratung oder gar Behandlung stattgefunden hat.Vielleicht hält es so mancher nach 3 od 4 Jahren Korsettragen psychisch ganz einfach nicht mehr aus und sagt dann OK ich machs jetzt und habe meine Ruhe.
Sehr wohl kann man aber davon ausgehen , das sich ein Teil der Betroffenen evtl. nicht ausreichend über die OP-Möglichkeiten informiert .Viele Möglichkeiten gibts ja leider auch nicht.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Alana,

BZebra ist nicht gefühllos, sondern realistisch. Ihre Tipps sind für mich aber das letzte Mittel und sollten nicht geballt angewandt werden. Das schreibt sie allerdings auch zwischen den Zeilen:
BZebra hat geschrieben:Es reicht vielleicht schon mit einigem nur zu drohen und zu demonstrieren, dass man es, im Fall der Fälle, dann wirklich auch macht.
Bei einem so jungen Kind hilft Lieb-Sein allein nicht, wenn die Reife fehlt, muss man als Mutter manchmal etwas fordern, was dem Kind widerstrebt. Überspitzt gesagt, wenn das Kind sagt, ich will im Fluss schwimmen, die Mutter sagt nein, sonst ertrinkst du, und das Kind macht doch Schritte auf den Fluss zu, dann nützt alles Liebsein nichts mehr.

Die "Bestrafung" hattest du doch schon, in anderen Threads schreibst du, dass du ein schlechtes Gewissen hast. ;) Aber du hast nur über 40°, mit denen lässt es sich sehr gut und beschwerdefrei leben (doch es gibt auch Leute mit dieser Krümmungszahl, die gravierende psychische und/oder körperliche Probleme deswegen haben). Du kannst dich nicht mit pedies Tochter vergleichen, hier geht es um viel mehr!

Es geht um ein 11-jähriges Kind, da kann die Wirbelsäule noch total davongaloppieren und es kann schnell in die OP-Indikation hineinrutschen. Bei mir hatte nur ein halbes Jahr Nachlässigkeit (als ich 13 Jahre alt war) dramatische Auswirkungen gehabt. Ein 11-jähriges Kind lässt sich auch leichter lenken als ein Kind mitten im Jugendalter. Deswegen muss man als Mutter schon Energie darin investieren, dem Kind Regeln aufzuwzingen, damit es sie sich einverleibt und es im Jugendalter nicht total schludert. Aber dass das sehr schwer ist, weiß ich (wenn leider auch nur theoretisch).

Pedie, ich fände Kontakte zu anderen korsetttragenden Kindern hilfreich, da kannst auch du als Mutter dazu beitragen, indem du andere Mütter kontaktierst und ihr immer wieder Treffen arrangiert. Es ist leichter, ein Korsett zu tragen, wenn man andere Kinder mit Korsett kennt.
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Beitrag von pedie »

Das mit den Kontakten ist leichter gesagt als getan.Wir kennen seit 8 Jahren ein Mädchen noch aus ihrer KiGa -Zeit das bereits seit ihrem 5ten Lenbensjahr ein Korsett trägt. Dadurch fiel meiner Tochter der Anfang auch leichterSie gingen gemeinsam zur Grundschule in eine Klasse und danach trennten sich die Wege , das Mädchen wechselte zur Real. und meine Tochter aufs Gymn. Sie sehen sich jetzt noch einmal wöchentlich zur Krankengymnastik die sie seit Jahren schon gemeinsam durchführen , aber das wars dann auch schon .
Ansonsten kenne ich niemanden und auch an ihrer Schule ist kein weiterer betroffener Schüler.

BZebra:
Deine Tips in Ehren , aber ich denke du bist evtl etwas jünger und hast noch keine Kinder und daher auch überhaupt keine Ahnung was du mit einem solchen Verhalten bei einem 11jährigen Kind an ,bzw ausrichten würdest , sonst würdest du nicht zu solchen drastischen Massnahmen raten , denn dann kann man als Mutter gleich einpacken .

Bislang ist meine Tochter noch stolz auf mich und wir verstehen uns größtenteils recht gut, da werde ich mich doch nicht vor ihrer Klasse oder ihren Freundinnen , zur Rabenmutter der Nation machen.

Feste Regeln und eine gewisse Strenge sind natürlich notwendig , sonst wäre das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ,.Es ist nur schwierig wenn nun die Pubertätszickerei auch noch hinzukommt , da liegen dann schonmal die Nerven blank.
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Beitrag von Dalia »

pedie hat geschrieben:Das mit den Kontakten ist leichter gesagt als getan.
Stimmt, aber hier könntest du aktiv werden. Du musst ja keinen Kontakt herstellen zwischen deiner Tochter und anderen Kindern, denn Freundschaften lassen sich nicht erzwingen, aber du könntest Kontakt zu anderen Eltern suchen und dich mit ihnen austauschen, so dass deine Tochter es mitbekommt und dann hoffentlich Freunde findet, die ihr Korsett fleißig tragen. Das ist nichts, was man übers Bein brechen kann, solche Kontakte bauen sich langsam auf, aber sie können sehr hilfreich sein.

Mit der Pubertät hast du völlig recht. Leider (oder Gottseidank) ist auch jedes Kind anders, deswegen gibt es auch kein Patentrezept für die Erziehung zum Korsetttragen.
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Re: Korsett unter Androhung von Sanktionen ?

Beitrag von BZebra »

pedie hat geschrieben:Deine Tips in Ehren, aber ich denke du bist evtl etwas jünger und hast noch keine Kinder und daher auch überhaupt keine Ahnung was du mit einem solchen Verhalten bei einem 11jährigen Kind an.
Nein, ich habe Deine Tochter für älter gehalten (so 13, 14). Bin nicht davon ausgegangen, dass eine 11-jährige es schafft sich gegen ihre Mutter durchzusetzen. ;)
sonst würdest du nicht zu solchen drastischen Massnahmen raten , denn dann kann man als Mutter gleich einpacken.
Wenn Du nicht konsequent bist, wenn Du Deine Glaubwürdigkeit gegenüber Deiner Tochter verlierst, weil sie glaubt, dass Du sowieso nichts machst, DANN kannst Du einpacken.

Wenn sie älter ist, wirst Du, wenn sie ihr Korsett bis dahin nicht freiwillig trägt, mit Befehlen und Streiten kein Stück mehr weiterkommen, auch nicht mehr mit Bestechung und Loben. Für einen Teenager ist das alles lächerlich. Dann wirst Du nur noch weiter kommen, in dem Du ihr vermitteltst, dass Du die Maßnahmen kennst, mit denen Du sie am Nerv packen kannst, und dass sie weiß, dass es nicht nur leere Drohungen sind und wenn sie es drauf ankommen lässt, Du einen Rückzieher machst; es am Ende ja eh nicht tust. Inkonsequenz ist ein Luxus, den Du Dir als Mutter nicht leisten kannst, wenn Du in ein paar Jahren nicht untergehen willst. Dann ist ultimativ Paybacktime für Dich. Dann wird Deine Effektivität daran gemessen, wie Glaubwürdig Du und Deine Ankündigungen für sie sind. Musst also Deine Drohungen sparsam aber konsequnt einsetzen und Dein Pulver nicht schon bei Kleinigkeiten verschießen.

Bei einer 11-jährigen würde ich, neben sehr guter Aufklärung, es zunächst mit Bestechung versuchen: Was sie so gerne hätte oder machen würde, was sie sonst nicht dürfte, bis hin zu Geld.

Außerdem würde ich ihr vor allem die Bilder von starken Skoliosen zeigen, wie gesagt im Gelben Buch sind einige drin. Die sollten die Wirkung haben, ihr Respekt davor beizubringen, ihr Korsett einfach nicht zu tragen. Sie SOLL Angst um sich selbst haben (die ja auch gerechtfertigt ist), wenn sie ihr Korsett nicht trägt.

Vielleicht schaffst Du es auch über Bestechung einen Deal mit ihr auszuhandeln, dass sie sich morgends beim Weggehen in die Schule das Korsett von Dir "verplomben" lässt, wie das z.B. in Bad Salzungen gemacht wird. Dann hast Du die Kontrolle darüber was in der Schule passiert ohne Lehrer beauftragen zu müssen.
pedie hat geschrieben:Wenn sie es irgendwann einmal gepackt hat wird sie ohnehin sagen das ihre Jugend durch das Korsettragen vergeigt ist.
Das ist eine sehr negative Einstellung! Warum bist Du denn der Meinung dass das so sein muss?

Rückblickend wüsste ich garnicht, in was mich mein Korsett ernsthaft eingeschränkt hätte. Es gibt nichts, was ich wegen meines Korsettes nicht getan hätte. Ist einem die Kindheit und Jugend versaut, nur weil man ein paar Dinge mit größerem Kraftaufwand ausführen muss oder es ab und zu zwackt und heiß im Korsett ist? Es gibt ja schließlich auch Zeiten, die man ohne Korsett verbringen kann und die man für Freizeitaktivitäten einsetzen kann.

Man kann solche Kleinigkeiten natürlich aufbauschen und zum wichtigsten Lebensinhalt schlöechthin machen, von dem eine unbeschwerte Kindheit und Jugend abhängt. Man kann es aber auch sein lassen, und das wäre Deine Aufgabe, deiner Tochter die wirklichen Werte - die ihr auch im Korsett uneingeschränkt bleiben - zu vermitteln und sie nicht beim Jammern zu bemitleiden oder zu bestätigen (nur als Beispiel, will Dir nicht unterstellen dass Du es tust).

Aus Kindern mit vollkommen unbeschwerter Kindheit und Jugend werden schließlich lebensunfähige Erwachsene! Sollte man auch nicht vergessen! Sein Kind in Watte zu packen und alle unangenehmen Dinge des Lebens von ihm so lange wie möglich fern zu halten ist nicht unbedingt die anstrebenswerteste Sache.

Wenn sie sich beschwert über unbequeme Dinge, die mit dem Korsett verbunden sind, solltest Du ihr da vermitteln, dass das alles nicht wirklich schlimm ist; denn es ist nicht schlimm. Es gibt genügend Kinder und Jugendliche, die ihr Korsett über Jahre tragen und für die es einfach dazu gehört. Eine Sache, an die man sich gewöhnt hat, die man als nebensächlich betrachtet und für die man garkeinen Gedanken verschwendet. Das gehört dazu, fertig, man konzentriert sich auf andere wichtigere Dinge.

Die Aufgabe der Eltern ist es, Logiken wie "ich muss bauchfrei herumlaufen und kann deshalb mein Korsett nicht tragen" auszumerzen und die optischen Konsequenzen von "jetzt kein Korsett tragen" zu zeigen. Wenn es da um Schönheit geht, ist das ja die kontraproduktivste Sache überhaupt.

Abgesehen davon gibt es z.B. etliche stark übergewichtige Kinder; die haben es in Punkto Kleidung noch schwerer als Korsettträger, von bauchfrei mal ganz zu schweigen (garantiert nicht freiwillig!).
Haben die alle deswegen eine verpfuschte Kindheit und Jugend? Wäre ja schlimm wenn dem so wäre.

Würden solche Kinder und Jughendliche die Wahl zwischen ihren überflüssigen Pfunden und Korsetttragen haben das sie mal eben so einfach ablegen können und irgendwann ganz los sind, sie würden das Korsett nehmen.

Also es gibt da absolut keinen Grund ein Korsett überzubewerten und davon auszugehen, dass es die Kindheit und Jugend verpfuschen MUSS. Es liegt an einem selbst und natürlich zum Großen Teil auch an der Erziehung und den vermittelten Werten, ob man sich davon beeinträchtigen lässt oder nicht.

Unter den Abnormitäten zählt es definitiv noch zu den besseren, noch vor Übergewicht!

--

Zu St. Augustin:

Die Empfehlungen in diesem Forum, überhaupt generell in anderen Diskussionsforen zum Thema auch, basieren nicht primär auf Erfahrungen von Patienten; weil es wäre schwer daraus Schlüsse zu ziehen (außer in den total verpfuschten Fällen natürlich), da es einfach viel zu individuell ist.

Die Empfehlungen basieren auf den Empfehlungen der konservativ behandelnden Skoliose-Spezialisten, die auf diesem Gebiet als unabhängig Ratgeber angenommen werden. Sie basieren zum Beispiel auf der OP-Kliniken-Liste (die in ihrer Natur ja eine Empfehlungsliste ist) von Bad Sobernheim.

Und hier liegt der Hund begraben. St. Augustin steht auf der Empfehlungsliste erst seit der Bekanntgabe dieser Zusammenarbeit mit Bad Sobernheim, bei der man nicht mal in der Lage war die Form der Zusammenarbeit anders zu definieren als einen Patienten Austausch, den sie richtiger Weise vorher schon ganz ohne Arrangements hätten bewerkstelligen müssen.

St. Augustin, trotz dem es jetzt auf dieser Liste steht, disqualifiziert sich also als Empfehlung, auf die wir uns hier stützen könnten, weil nicht ersichtlich ist, ob es außer wirtschaftlichen Interessen auch eine Empfehlung aufgrund von Qualität ist. Dr. Deimling hat ja nicht erst seit 2003 Skoliosen operiert, das hat er ja sicherlich schon früher getan. Bleibt die Frage warum er vorher keiner Empfehlung wert war.

Also, eine fundierte Empfehlung ist hier leider nicht möglich, es sei denn es würden sich andere glaubwürdige "Konservative" dazu entscheiden, St. Augustin auch zu empfehlen. Die Empfehlung von Bad Sobernheim ist mit der Veröffentlichung von Herrn Schaar wertlos geworden.
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2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
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Beitrag von bluecat »

Hallo,

habe mich hier lange nicht mehr gemeldet.
Nur kurz dazu, ob schon mal jemand was von St. Augustin gehört hat...
ich habe bisher nur von der Kinderklinik und deren Herzchirurgie gehört.
Diese muß dort sehr gut sein. Viele betroffene gehen dort hin, weil man dort in der Lage ist auch hochkomplizierte Eingriffe vorzunehemn, die nur wenig Aussichten auf Erfolg habenund an die sich kaum einer rantraut. Auch im Fernsehen habe ich schon öfter Berichte darüber gesehen.
Aber ich kann leider nicht beurteilen, wie es dort mit Skoliose OP´s ausschaut. Lese hier zum 1. Mal darüber.

LG
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Beitrag von Alana »

Hallo Dalia,
Dalia hat geschrieben:Überspitzt gesagt, wenn das Kind sagt, ich will im Fluss schwimmen, die Mutter sagt nein, sonst ertrinkst du, und das Kind macht doch Schritte auf den Fluss zu, dann nützt alles Liebsein nichts mehr
... also meine Kinder dürfen im Fluss schwimmen, wozu habe ich ihnen denn das Schwimmen beigebracht als sie sechs waren.

Ich hatte mir auch nur Sorgen gemacht wegen der drastischen Maßnahmen von BZebra. Ich denke, möglicherweise führt das dazu, dass das Kind auch noch seine restliche Motivation verliert. Dann helfen selbst alle Warnungen und Appelle an die Vernunft nicht mehr und selbst materielle oder sonstige Anreize (Belohnungen und Bestechungen) schlagen fehl, weil das Kind seine ganze Energie darauf verwendet, die notwendige Therapie zu umgehen. (Trotzreaktion)
Als ich mein erstes Korsett bekommen hatte, hab ichs ja auch immer vorschriftsmäßig getragen, auch in der Schule. Ich war da sehr motiviert. Wär ja auch blöd, wenn man das von Anfang an ablehnen würde. Aber nach 2-3 Jahren fand ich das so grässlich, dass ich alle Warnungen in den Wind geschlagen hatte und mich einfach der Therapie widersetzt hatte.
Es ist schon richtig, wenn BZebra hier Konsequenz fordert.
pedie hat folgendes geschrieben:
Wenn sie es irgendwann einmal gepackt hat wird sie ohnehin sagen das ihre Jugend durch das Korsettragen vergeigt ist.
Glaub ich auch nicht, dass sie das sagt, da kann sie doch stolz auf sich sein, wenn sie´s gepackt hat und sich viel eher mies fühlen, wenn sie die notwendigen Therapien nicht durchgeführt hat oder operiert wird.

Und noch was zu dem Vergleich mit den übergewichtigen Kindern: In der Schule meines Sohnes fällt neuerdings ein Mädchen auf, deren Mutter schwarz vermummt mit Augenschlitzen, das schon als 6-jährige sommers wie winters mit Kopftuch verhüllt die Schule besucht. Das Kupftuch ist sehr eng und lässt nur das Gesicht frei. Und das nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern aus religiösem Fanatismus. Ich frage mich da ebenfalls, ob da nicht auch das Korsetttragen vergleichsweise angenehmer wäre und ob dem Mädchen das gefällt immer das Kopftuch tragen zu müssen :/

Eigentlich wollte ich auch von Anfang an was über die Kinderklinik in St. Augustin schreiben, wenn das jetzt auch nicht wirklich informativ und vergleichbar ist.
Meine Schwester hatte sich als kleines Kind den Arm gebrochen. Das war eine ziemliche komplizierte Geschichte, wo man nicht wusste, ob das Gelenk je wieder funktionieren würde. Sie ist da in St. Augustin operiert worden und die haben das prima wieder hingekriegt. Ist allerdings schon fast 30 Jahre her, aber zumindest damals hatte die St. Augustiner Kinderklinik einen ausgezeichneten Ruf.
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