Skoliose ist doof - meine Geschichte

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Pinsel
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Skoliose ist doof - meine Geschichte

Beitrag von Pinsel »

Hallo zusammen,

meine Mutter pflegt zu sagen: "Wenn man was hat, dann nichts Gescheites." Ich bin geneigt, ihr zuzustimmen.

Jetzt, mit 25 Jahren, nimmt meine Skoliose urplötzlich einen hohen Stellenwert in meinem Leben ein. Wie es dazu gekommen ist? Ich habe vor fünf Monaten einen Tinnitus bekommen, es ging drunter und drüber, es hat Arztbesuche bis zum Abwinken gegeben, nix half. Jedenfalls nahm ich das zum Anlass, mich rundrum durchchecken zu lassen: Ich ging auch zu einem Orthopäden, um die Skoliose ansehen zu lassen.

Vorher habe ich mich gescheut, einen Orthopäden aufzusuchen, weil ich mit ihnen nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Es war zum Zeitpunkt der Musterung, als mir meine Skoliose zum ersten Mal aufgefallen ist. Fragt mich nicht, warum niemand schon eher was gemerkt hat. Ich hab beim besten Willen keine Ahnung. Vielleicht lag es daran, dass ich so gut wie gar nicht in Schwimmbädern war, mich fast nie jemand oben ohne gesehen hat.

Wie auch immer; der Orthopäde, zu dem man mich im Zuge der Musterung schickte, war eine Katastrophe. Das wusste ich damals noch nicht. Er ließ mich röntgen, hing anschließend die Bilder an die Wand und besah sie zusammen mit der Arzthelferin. Beide schüttelten den Kopf und murmelten Dinge wie: "Schlimm, gell?" Ich fühlte in ihrem Ton, dass sie mich für die Verkrümmung verantwortlich machten. Die Gradzahlen meiner Doppelskoliose von damals weiß ich nicht mehr, ich glaube auch gar nicht, dass sie mir überhaupt mitgeteilt wurden. Alles, was man zu mir sagte: "Da können Sie Probleme mit der Lunge bekommen, wenn Sie 70, 80 sind. Aber so alt müssen Sie ja erstmal werden."

Danke, lieber Orthopäde, für diesen völlig irreführenden Rat... Kein Wort hat er davon gesagt, dass es schlimmer werden kann, dass es eine Schroth-Therapie gibt, die eine derartige Verschlimmerung wenn schon nicht aufhalten, so zumindest verlangsamen kann, wenn man sie rechtzeitig angeht. Ich dachte mir: Okay, musst du mit leben. Und hab mich nicht weiter drum gekümmert, auch wenn der ästhetische Faktor zeitweise nicht zu unterschätzenden psychischen Stress verursachte.

Dann folgte ein Orthopäde, bei dem ich sechs Jahre später wegen vorstellig wurde. Ich ging ursprünglich hin, weil ich einen Zusammenhang zwischen den Ohrgeräuschen und der Halswirbelsäue vermutete; bei dieser Gelegenheit wollte ich auch meine Skoliose ansehen lassen. Der gute Mann ließ meine HWS röntgen, fand dort nichts und erklärte: "Wenn Sie Probleme mit der Skoliose haben, müssen Sie deswegen noch mal extra kommen." Zwischenzeitlich hatte er in seiner grenzenlosen Kompetenz vergessen, ob ich wegen Schwindel oder wegen Ohrgeräuschen bei ihm war. Ich beschloss, mich ihm NICHT anzuvertrauen, was meine Skoliose anbelangt.

Mit meinem dritten Orthopäden hatte ich mehr Glück. Er wurde mir von zwei Personen empfohlen; ich hatte mich kundig gemacht wegen meiner schlechten Erfahrungen. Ich musste sechs Wochen auf einen Termin warten, den ich vor einigen Tagen schließlich hatte. Wieder wurden Röntgenbilder angefertigt, und diese mit den sechs Jahre alten Bundeswehr-Bildern verglichen. Diagnose: Die Skoliose hat sich um 20% verschlechtert. Ihre Grade betragen aktuell: 26° bei D5, 48° bei D12. Außerdem wurde mir ein Wirbelgleiten bei L3/4 attestiert.

Er hat mir nun Krankengymnastik verschrieben, die es, wie er sagt, abzuarbeiten gilt, damit er eine Kur in Bad Sobernheim beantragen kann. Seine Worte: "Sie müssen trainieren wie ein Elch."

Nun habe ich Termine bei Therapeuten ausgemacht, die nach Schroth vorgehen. Trotzdem hat sich die Geschichte wie eine dunkle Wolke über mich gelegt. Vermutlich wird sich die Skoliose trotz entsprechender Gymnastik weiter verschlechtern. Eine weitere Überlegung wäre, meinte der Orthopäde, mir ein Korsett zu verpassen - aber ob das so sinnvoll ist mit meinen 25 Jahren, wo keine Korrektur, sondern nur eine Verlangsamung der Verschlechterung möglich ist? Es ist zum Verrücktwerden, wenn man darüber nachdenkt.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich wegen der Ohrgeräusche an Depressionen litt, die jetzt wieder verstärkt zum Vorschein kommen. Ich kann blöderweise auch keine Antidepressiva dagegen nehmen, weil ich mich für eine Medikamentenstudie angemeldet habe, die den Tinnitus möglicherweise lindern könnte. In vier Wochen bekomme ich Bescheid, ob ich für eine Teilnahme geeignet bin; so lange muss ich "clean" bleiben.

Übrigens: Ich habe in diesem Forum viel Gutes über Dr. Hoffmann aus Leonberg gelesen. Da ich in Nürnberg zuhause bin, wäre eine Reise nach Stuttgart an einem Tag durchführbar. Ich habe deswegen einen Termin mit ihm ausgemacht, um mir seinen Rat anzuhören.

Euch danke ich einstweilen fürs Zuhören. Wollte die Sache einfach mal loswerden...

P.
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Und so schaut sie aus:
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Pinsel,

herzlich willkommen im Forum.
Pinsel hat geschrieben:Übrigens: Ich habe in diesem Forum viel Gutes über Dr. Hoffmann aus Leonberg gelesen. Da ich in Nürnberg zuhause bin, wäre eine Reise nach Stuttgart an einem Tag durchführbar. Ich habe deswegen einen Termin mit ihm ausgemacht, um mir seinen Rat anzuhören
Das ist das beste, was Du machen kannst!
Deine Geschichte hören wir hier täglich in ähnlicher Weise, die Kompetenz der Orthopäden ist bezüglich Skoliose/Kyphose einfach grauenhaft.
Er hat mir nun Krankengymnastik verschrieben, die es, wie er sagt, abzuarbeiten gilt, damit er eine Kur in Bad Sobernheim beantragen kann. Seine Worte: "Sie müssen trainieren wie ein Elch."
Also das ist so nicht richtig. Die REHA kann sofort verordnet werden und die ambulante Schroth vorweg ist nur eine Überbrückung der Wartezeit bis zur REHA. Auch wenn du wie ein Elch trainierst (und das musst Du auch) wird sich die Skoliose nicht soweit verbessern, dass auf eine REHA verzichtet werden kann. Nur so könnte ich die Äusserungen des Orthopäden verstehen.

Ich denke, Du solltest alles Dr. Hoffmann überlassen und Dich auch mit dem Gedanken an ein Korsett anfreunden.

Übrigens, es wäre noch ganz schön, wenn Du Deinen Wohnort in Dein Profil einträgst, das erleichtert die Kommunikation.

Gruss
Klaus
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Emily
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Beitrag von Emily »

Hallo!

Herzlich willkommen im Forum ;-)

Wie Klaus schon schrieb: Dr Hoffmann ist das BESTE was Dir passieren konnte. Der hat wirklich Ahnung, Skoliose ist für ihn absolut das Gegenteil von "Neuland" und er wird Dir sicher kompetente Ratschläge geben.

Solange Du die Schroth Therapie richtig durchführst und vor allem regelmässig (das heisst täglich auch daheim) anwendest wirst Du mit 48° kaum eine Verschlechterung erwarten können. Man sagt die Skoliose verschlechtert sich um 1° pro Jahr, allerdings NUR wenn man NICHTS dagegen tut. Und das hast Du ja nicht vor ;-) Über ein Korsett wird Dich sicher auch Dr Hoffmann aufklären, eventuell bekommst Du eines was Du nur nachts tragen solltest, aber eben nur zum Krümmung aufhalten. Eine echte Verbesserung wirst Du eher nicht mehr erzielen, wohl aber durch Schroth eine optische.

Du wirst sehen eine Reha in Sobernheim macht grossen Spass und Du lernst viele Leute kennen die genau das gleiche Problem haben wie Du. Dort kannst Du mal abschalten und vor allem das optische Problem vergessen.

Wann hast Du Deinen Termin bei Dr Hoffmann? Wünsche Dir dabei viel Glück.
Grüssle
--Emily
Pinsel
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Beitrag von Pinsel »

Hallo Klaus,

danke für die Antwort. Meinen Wohnort hab ich ins Profil eingetragen. Was die Kur angeht: Bin mir sehr sicher, dass der Orthopäde gesagt hat, dass ich erst zwei bis drei Rezepte abarbeiten muss, damit die Krankenkasse eine Kur bewilligt.

Aber ich werde noch einmal Dr. Hoffmann drauf ansprechen, der da sicher mehr Erfahrung hat. Mal sehen, ob ich eine Kur bewilligt kriege und, falls ja, wie das abläuft, da ich ab September bis Januar 07 in psychotherapeutischer Gruppenbehandlung sein werde, die einmal im Monat an zwei Tagen (Freitag und Samstag) stattfindet. Heißt: Ich müsste zwei Tage nach Hause fahren und dann wieder zurück nach Bad Sobernheim. Ob die sowas erlauben?

P.
Pinsel
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Beitrag von Pinsel »

Hallo Emily,

danke für die Begrüßung und die netten Worte! Hätte nicht geglaubt, dass man einer Verschlechterung so gut entgegenwirken kann, wenn man sich reinhängt. Man liest ja soviel Negatives...

Mein Termin bei Dr. Hoffman ist am Montag, 17.7. um 15 Uhr.

P.
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Matthias
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Beitrag von Matthias »

Hallo Pinsel,

wie schon meine Vorredner oder sagt man Vorschreiber, kann ich mich nur anschließen was Dr. Hoffmann betrifft.
Auch ich wurde von anderen Orthopäden jahrelang hingehalten und nur mit KG und Diclophenac behandelt. Kein Wort über Schroth, kein Wort über die Möglichkeit eines Korsetts zur Schmerzbekämpfung.
Erst durch Dr. Hoffmann kam das alles auf einen guten Weg.

Ähnlich verhält es sich mit dem Tinitus. Meine Frau hatte einen Tinitus und kein Arzt und keine Infusionen konnten diesen beseitigen. Irgendwann fand ich bei der Suche im Internet heraus, daß der Extrakt des Ginkgo Biloba Baumes manchen Patienten mit Tinitus hilft. Also hat Sie Ihre Ärztin gefragt und die sagte, ja das helfe manchen, aber da es eben nicht jedem hilft, habe sie sich nicht getraut es Ihr anzubieten.
Meines Erachtens hätte diese Entscheidung der Patient dann ja immer noch treffen können, aber es einfach nicht zu sagen, fand ich dann doch etwas seltsam. Jedenfalls hat meine Frau es probiert und hat großen Erfolg damit gehabt. Wenn sie morgens eine solche Tablette nimmt, verschwindet der Tinitus, vergisst sie sie, kommt er wieder.
Aber wie gesagt, es hilft nicht jedem aber ich wollte Dir das nicht vorenthalten.

Viele Grüße

Matthias
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Beitrag von Pinsel »

Hallo Matthias,

in Sachen Tinnitus könnte ich auch einen Roman erzählen. Ich hab allein vier HNO-Ärzte hinter mir, von denen keiner mehr wusste, als mir durchblutungsfördernde Tabletten und hinterher Infusionen zu geben... Dass man zum (Kiefer)-Orthopäden, zum Neurologen, zum Osteopathen gehen sollte, um einige Dinge abzuklären - das musste alles von mir aus kommen. Auch dass man Magnesium-, Zink- und Vitamin-B-Tabletten versuchen kann, um eine Linderung herbeizuführen, habe ich bloß durch eigene Recherche erfahren. Bei mir hat übrigens alles nix genützt. :( Ginkgo hab ich auch versucht.

Am meisten half mir noch Mirtazapin, ein Antidepressivum, und Tavor, das mir über die schlimmsten ersten Tage hinweg geholfen hat. Nicht dass es die Geräusche leiser gemacht hätte, aber ich konnte dadurch aus dem Angst-Teufelskreis ausbrechen.

P.
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Wiebi
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Beitrag von Wiebi »

Hat jemand mit den Nebenwirkungen von Gingko Erfahrungen gemacht? Ich habe gehört, dass dadurch Schwindel hervorgerufen werden kann. Ich habe auch seit Jahren einen Tinnitus und wollte Gingko schon immer mal ausprobieren...
LG Wiebke

[i]Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.[/i]
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo wiebi,

ich denke die Sache mit dem Tinnitus sollte man extra diskutieren -->medizinischer Erfahrungsaustausch.

Gruss
Klaus
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo Pinsel,

von mir auch ein "Herzlich Willkommen"... Ich wollte erst mal Emily zustimmen, durch Schroth kann die Optik wirklich verbessert werden.. Ich (ein Mädel und auch 25) habe etwa deine Gradzahl, war in Bad Salzungen in der Reha und finde, dass mein Rücken wirklich besser aussieht (man muss aber dranbleiben *hüstel*), v.a. diese "Kuhle" an der Seite :D

Zu dem Thema ambulante KG und Reha-Antrag: Ich habe mit der Krankenkasse (aber nicht mit der Bfa) auch die Erfahrung gemacht, dass mein Rehaantrag mehrmals abgelehnt wurde, mit der Begründung, dass die "ambulanten Maßnahmen vor Ort" nicht ausgeschöpft sind. Allerdings war der Orthopäde, der den Antrag ausgefüllt hat, ein Idiot... Vielleicht ist es deinem bisherigen Orthopäden ja auch mal so ergangen...
Dr. Hoffmann kriegt das sicher hin!!! :)

Ich wünsche Dir viel Glück für deinen Besuch, alles Gute,
Charp
DanyP
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Beitrag von DanyP »

Allerdings war der Orthopäde, der den Antrag ausgefüllt hat, ein Idiot
Hallo Charp!

Sprichst Du etwa von Dr. Bu...? ;D (den sehe ich übrigens morgens immer radelnder Weise zu seiner Praxis fahren). Bei uns würde sogar die Helios-Klinik in Berlin einen Antrag Bad Sobernheim ausfüllen (wir gehen gar nicht mehr zu Dr. Bu...) - wohl aber erst im nächsten Jahr, da sie Denise noch zu jung dafür finden.

Achso, und natürlich willkommen Pinsel.

LG Daniela mit Denise
Pinsel
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Beitrag von Pinsel »

Hallo zusammen,

auch dir danke für die Antwort, Charp!

Ich hab noch einige Fragen; vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

Es wurde ja oben schon von der Möglichkeit eines Korsetts gesprochen. Ich denke, daran werde ich nicht vorbeikommen, daher wäre es sinnvoll zu wissen, ob ich nach meinem ersten Termin bei Dr. Hoffmann gleich etwas in diese Richtung unternehmen kann. Will fragen: Könnte ich hinterher sofort bei Herrn Rahmouni vorstellig werden, um z.B. den Gips machen zu lassen? Oder bedarf es da eines separaten Termins? Und muss das Ding erst aufwändig von der Krankenkasse genehmigt werden, was eine Verzögerung bedeuten würde?

Noch eine Sache: Ich lese hier immer öfter von Ganzaufnahmen der Wirbelsäule. Was genau ist damit gemeint? Meine Wirbelsäule wurde frontal und seitlich im Stehen durchleuchtet, entspricht das schon einer sogenannten Ganzaufnahme? Ich frage, weil ich weiteres Röntgen erstmal vermeiden möchte... es wäre unangenehm, könnte Dr. Hoffmann mit meinen aktuellen Bildern nicht "arbeiten".

Und noch was: Hat es jemand geschafft, sich auf der Seite der AOK zurechtzufinden? Sie hat entfernte Ähnlichkeit mit einem unaufgeräumten Kinderzimmer. Dabei such ich doch bloß einen Rehanatrag als PDF-Datei...

Schönen Dank!

P.
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Hallo Pinsel,

wenn Dir Dr. Hoffmann ein Korsett verschreibt, ruft eine seiner Mitarbeiterinnen bei Rahmouni an und macht einen Termin für dich aus. Dann kannst Du gleich zu Rahmouni fahren.
Wenn Du den Gipsabdruck gleich im Anschluss machen lassen willst, musst Du für die Kostenübernahme unterschreiben falls die Krankenkasse das Korsett nicht genehmigt.
Rahmouni schickt das Rezept zusammen mit dem Kostenvoranschlag zu Deiner Krankenkasse, im besten Fall wird das Korsett genehmigt. Aber bei Erwachsenen wird leider immer noch von vielen Ärzten davon ausgegangen, daß eine Korrektur der Wirbelsäule im Erwachsenenalter nicht mehr möglich ist und deshalb wird das Korsett dann oft von der Krankenkasse erst einmal abgelehnt. In dem Fall musst Du Widerspruch einlegen.

Gruß

Ramses
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Beitrag von Charp »

Hallo!

@Daniela: Ja, das war der Dr. Bu... :D Der Antrag 2005, der dann auch genehmigt wurde, lief über meine Hausärztin, die da wesentlich engagierter war.

@Pinsel: Sicher, dass die KK für deinen Sobi-Antrag zuständig ist und nicht die Bfa (dafür reicht so und so oft sozialversicherungspflichtig arbeiten innerhalb eines bestimmten Zeitraums, steht auf deren Internetseite)? Naja, das werden die (von der KK) Dir schon sagen, jeder vermutlich was anderes :lach:

Liebe Grüße und nicht unterkriegen lassen,
Charp
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Pinsel hat geschrieben:Meine Wirbelsäule wurde frontal und seitlich im Stehen durchleuchtet, entspricht das schon einer sogenannten Ganzaufnahme?
Wenn es die wirklich die ganze Wirbelsäule ist, dann ist es eine Ganzaufnahme. :)

Gruss
Klaus
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Emily
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Beitrag von Emily »

Hallo!

Zur Wirbelsäulenganzaufnahme: Wenn Du ein einziges Bild von Deiner gesamten Wirbelsäule hast ist es eine Ganzaufnahme. Schlecht wäre es allerdings wenn die Bilder aus 2 Bildern bestehen die man so übereinander legen muss um die ganze Wirbelsäule zu sehen, da man diese schlecht ausmessen kann.

Mit der Kostenübernahmeunterschrift bei Rahmouni verpflichtest Du Dich übrigens nur, den Gipsabdruck zu übernehmen falls die Kassa nicht zahlt. Aber da würde ich mir erstmal keine Sorgen machen, ein Widerspruch reicht meistens aus um das Korsett zu genehmigen, sonst wird Dir Dr Hoffmann sicher helfen, wenn er das Korsett für nötig hält, es bei der Kassa durchzubekommen. Das klappt bestimmt, wenn auch mit viel Geduld.
Grüssle
--Emily
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Beitrag von Pinsel »

Danke euch allen für die rasche Hilfe. Ihr seid klasse, ein tolles Forum.
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