Diagnose Skoliose bei mir nach der Geburt meiner Tochter

Alles zu Schwangerschaft und Geburt mit Skoliose oder einer anderen Wirbelsäulenverkrümmung
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Cassey888

Diagnose Skoliose bei mir nach der Geburt meiner Tochter

Beitrag von Cassey888 »

Hallo,

ich habe heute von meiner Hausärztin die Diagnose Skoliose bekommen und war schockiert. Allerdings traf es mich nicht völlig unerwartet, gestern abend vor dem zu Bett gehen, habe ich selbst im Spiegel entdeckt, dass ich krum da stehe.

Aber nun von vorne :)

Ich bin 26 Jahre alt.
Ich habe gelesen, das einige der Leute hier, vorher Sichelfüsslein als Säuglinge hatten, nun die hatte ich angeblich auch und sie wurden nur mit Massage behandelt.

Als Kind und Jugendlicher hatte ich keinerlei orthopädische Probleme.

In der Oberstufe, also so mit um die 18 Jahre habe ich mir bei einem Nebenjob im Altenpflegeheim mal an einer locker 100kg Oma, die kein bisschen mitgeholfen hat und in den Rolli gehieft werden musste, ordentlich den Rücken verhoben. Ich hatte tagelang Schmerzen aber die gingen wieder weg. Ich nehme an, dass es was in Richtung Bandscheibenvorwölbung oder so war. Aber das ist so lange her, dass es nicht mehr nachvollziehbar ist.

Nun die letzten Jahre hatte ich eigentlich nur ganz selten mal leichte Rückenschmerzen, wenn ich lange sehr schwere Taschen getragen habe. Z.B. wenn ich doofe Nuss x-Bücher meinte zum Lernen mit in die Uni schleppen zu müssen.

Jetzt in der Schwangerschaft fingen allerdings richtige Rückenschmerzen an. Schon ganz früh. Ich glaube es war schon im 2. oder 3. Monat. Mein Frauenarzt meinte das wäre ganz normal. Die Bänder würden sich lockern und das würde irgendwie aufweichen/aufquellen oder so und wäre eine physiologisch völlig normale Vorbereitung des Körpers auf die Schwangerschaft und die Geburt. Na toll. War tierisch unangenehm. Ich hatte noch eine wichtige Prüfung vor mir und konnte kaum eine Stunde am Schreibtisch sitzen. Allerdings besserte sich das im Verlauf der Schwangerschaft hin- und wieder auch. Teilweise hatte ich auch Ischialgien während der Schwangerschaft und hatte dann Probleme zu laufen. Aber da das ja angeblich (laut Frauenarzt und Hebamme - unabhängig voneinander) ganz normal seie, habe ich gar keinen Orthopädenbesuch in Erwägung gezogen.

Die Geburt lief realtiv normal. Wehen ab 22:30 abends, nachts dann gegen 2 ins Krankenhaus. Diverse nicht wirklich potent wirkende Schmerzmittel (unter anderen Tramal - nie wieder - Höllenzeug) und dann um 7 Uhr morgens endlich die PDA - ich war völlig fertig, unterzuckert, hab kaum noch die Augen aufbekommen, nur noch, wenn die Wehen akut kamen und nach einer Zuckerlösung und der PDA und dem Wehentropf, ging dann alles schön schnell und um 9:30 war meine kleine Sonja da und ich um 3 tolle Dammrisse reicher geworden. :(
Naja, auf jeden Fall fühlte ich mich total fit und bin noch abends aufgestanden und schon 2 Tage später nach Hause gegangen. Dort habe ich mich geschont, mein Mann hatte Urlaub genommen und kümmerte sich um unsere Tochter und um mich.

Eigentlich hatte ich das Gefühl, das alles perfekt seie. Aber als dann die Rückbildungsgymnastik anfing stellte ich erstmal fest, dass da überhaupt keine Kraft mehr ist, nicht im Rücken, nicht im Bauch, auch in den Beinen nicht, ich war völlig unfähig mich auch nur einen Milimeter hochzudrücken bei den Liegestützen und auch sonst merkte ich, da ist null Körperspannung da. Trotzdem habe ich tapfer die Übungen so gut es ging gemacht und hatte jedes Mal tierische Rückenschmerzen schon während des Trainings. Nach 5 von 7 Terminen brach ich das Ganze vorerst ab. Die Schmerzen waren weg und ich doofe Nuss reduzierte meine sportlichen Aktivitäten auf das Spazierengehen mit der Kleinen im Kinderwagen. Das Tragetuch hatte ich nur die ersten Wochen benutzt, sie wurde mir dann doch zu schwer irgendwann.

Und jetzt kam der Hammer. Am Freitag mittag merkte ich Rückenschmerzen als ich meine Maus ein paar mal aus dem Laufstall hochgehoben hatte und hielt das erstmal aus. Ich dachte ich hätte mich nur etwas verhoben. Dann aber wurden die Schmerzen über das Wochenende stärker und gestern (Montag) habe ich mir einen Termin bei meiner Hausärztin für heute (Dienstag) geben lassen.
1) wegen der Rückenschmerzen
2) wegen dem mir doch nicht so normal vorkommenden Haarausfall (hatten zwei Freundinnen von mir auch nicht gehabt...und so extrem, dass man Geheimratsecken bekommt, das kam mir eher krankhaft vor)

Nun. Abends meinte mein Mann dann allerdings, dass mein Rücken komisch aussehen würde. :eek:
Ich guckte im Bad in den Spiegel - nackig natürlich. Und dann kam der Schock. Tatsächlich. Ich stand schief da. Die rechte Hüfte steht höher als die Linke, der Oberkörper scheint wie nach links verschoben, irgendwie ist mein Körper nicht mehr im Lot, sondern ich stehe merkwürdig verdreht da. :eek: Wie kann das den sein, frage ich mich? Warum ist mir das erst jetzt aufgefallen? Bilde ich es mir nur ein?
Ich habe meinen Mann gerufen und erbestätigte mir, was ich sah, ich würde schepp dastehen. :(
Also suchte ich schonmal Infos und wurde schnell fündig, Skoliose. Die halbe Nacht lag ich wach, zweifelnd, heulend mit einer riesigen Angst. Ich hatte nicht viele Infos gefunden und wusste nicht, was nun auf mich zukommen würde.

Ich weiss es noch immer nicht... .

Naja und heute die Hausärztin hat es auch sofort - ohne das ich das Wort Skoliose erwähnte - erkannt und mich erstmal gründlich untersucht. Ihr ist es ein Rätsel. Sie hat mich zum Orthopäden weiterverwiesen.
Ich habe mir für morgen (Mittwoch) einen Notfalltermin geben lassen.

Hat jemand so etwas schonmal mitbekommen. Die meisten Beiträge die ich hier beim Überfliegen gesehen habe, scheinen von Leuten zu sein, die das, so wie ich es auch gelesen hatte, schon in der Kindheit oder als Jugendlicher diagnostiziert bekommen haben.

Nun ich bin gespannt auf den Orthopäden, habe jetzt einfach irgendeinen genommen, der schnell Zeit für mich hatte und mir hoffentlich helfen kann und Krankengymnastik oder so verschreibt.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Osteopathen gemacht?

Ich bei Google mit der Suche "Skoliose nach der Schwangerschaft" gleich diese Krankengeschichte hier gelesen: http://www.skoliose-op.info/meine_skoliose.html in dem die Patientin von ihrem Osteopathen schwärmt. Darin ist auch ein Link angegeben von einem Osteopathen, der bei mir um die Ecke seine Praxis hat: http://www.hirzig.de/10700.html.
Nun überlege ich mir, ob ich nicht gleich dort auch einen Termin ausmachen soll. Auch wenn es meine Kasse nicht zahlen sollte (sicherlich nicht) - ich will wieder gesund werden.
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Hallo Cassey,
hört sich so an ,als sei da durch die Schwangerschaft etwas in Bewegung gekommen mit Deiner Wirbelsäule. ....
Ich habe schon Osteopathische Behandlungen bekommen. Allerdings war ich vorher NICHT schwanger , sondern habe eine schon lange bestehende stärkere Skoliose. ICh kann Dir sagen, dass mir die Behandlungen immer sehr gut getan haben!. Wenn es jemand ist der 5-6 Jahre Osteopathie gelernt hat, dann bist Du sicher in guten Händen. Es wird sehr sanft mit den Gewestrukturen gearbeitet. Inwiefern die verschobene Haltung dadurch korrigiert wird, kann man so nicht sagen.Ist ja immer individuell. Ich würde es auf jeden Fall ausprobieren!
Vom Orthopäden wirst du ja sicher auch Ratschläge bekommen! Und ggf ein Krankengymanstikrezept.
Würde mich interessieren, was er dazu sagt!

Gruss
Räkelkönigin
?Pauline?

Beitrag von ?Pauline? »

:juggle: Moin Cassey888,
ich glaube, dass sich ein Wirbel verlagert hat ( z. B. Bauchwärts ). Beim Bandscheibenvorfall rutscht die Bandscheibe nach hinten weg, und die Nervenbahnen werden "gereizt", und es kommt sofort zu Empfindungsstörungen, Taubheitsgefühlen oder kribbeln.
Das was Du beschreibst, klingt nach einem verrutschten Wirbelkörper. Durch den verrutschten Wirbel verändern sich die Muskelzüge, dann kommt die Schonhaltung und man wird schief. Da dort so wenige Schmerzsensoren vorhanden sind, muss erst die muskulöse Veränderung stattfinden, und diese schmerzt dann. Also Schwangerschaft – Bänderdehnung - Kinderwagenschleppen ( z.B. in den PKW hieven ) = Wirbel verrutscht, das kommt schon hin!!!
An eine Skoliose mag ich noch nicht denken, dafür war es zu plötzlich.
Und das mit dem Haarausfall kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Als ich meine Tochter abgestillt habe, hatte ich so starken Haarausfall, dass mich eine Bekannte gefragt hat, ob ich gerade eine Chemotherapie bekomme! Ernähre Dich gesund, und gib Deinem Körper Zeit. Die Hormonumstellung und der neue Tagesablauf, der sicherlich größten Teils von Sonja bestimmt wird, ist schon eine große Umstellung. Wenn es Dich sehr beunruhigt, könnte Deine Hausärztin ja auch noch mal eine Blutuntersuchung veranlassen. Gruß :blume: ?Pauline?
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Wiebi
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Beitrag von Wiebi »

Hallo!
Ich kann mir auch sowas vorstellen, wie ?Pauline? beschrieben hat. Es muss einen größeren Auslöser dafür gegeben haben, als nur die Lockerung der Bänder. Gerade die Rückenschmerzen sprechen auch dafür, dass da akut was falsch sitzt und auf irgendeinen Nerv drückt.
Du solltest zu einem Orthopäden gehen, die Chiropraktik kann, der würde dann sehen, ob da ein Wirbel falsch sitzt. Mit einem Osteopathen bist du bei sowas aber auch aufjedenfall an der richtigen Adresse.
Aber das sind jetzt nur Vermutungen, was es sein könnte. Und falls dir der Orthopäde nur KG verschreibt und sonst nix, dann solltest du nach einem anderen Orthopäden Ausschau halten, denn mit der Situation sollte man sich nicht so einfach zufrieden geben.
LG Wiebke

[i]Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gerne hätten.[/i]
Cassey888

Beitrag von Cassey888 »

Hallo,

also wegen des Haarausfalls hatte ich mir am Montag Blut abnehmen lassen und da muss ich noch auf das Ergebnis warten.

Mit meinem komisch krummen Rücken bin ich jetzt zu irgendeinem Orthopäden, der bereit war mich kurzfristig, innerhalb eines Tages, anzugucken.

Nun der Orthopäde bei dem ich nun heute war hat mich absolut nicht überzeugt. Das fing direkt damit an, dass er an meiner Krankengeschichte überhaupt kein Interesse zeigte und auch kaum Fragen an mich hatte. Auch die körperliche Untersuchung war recht dürftig. Ich musste mich nur gerade hinstellen und dann langsam nach vorne beugen, das war´s auch schon an Untersuchung. Danach kam Röntgen der Lendenwirbelsäule von vorne und von der Seite und von vorne nochmal mit einem Holzscheit unter meinem linken Fuß.

Nun er fragte mich was ich beruflich mache und ich machte den Fehler nicht zu lügen, sondern sagte ihm, dass ich Medizinstudentin bin, dass ich allerdings von Orthopädie bisher so gut wie keine Ahnung hätte.

Danach wollte ich natürlich endlich die Diagnose hören, mit ihm die Bilder angucken und über Therapie sprechen. Hm, die Diagnose war, das ich angeblich angeborenermaßen ein links verkürztes Bein hätte und zwar 1cm kürzer, wie auch immer er das wissen kann, wenn er mich gar nicht gemessen hat. Vom blosen gucken kann das ja nur so grob geschätzt sein und das ist nun nicht so das Wahre. Er meinte das wäre nix akut aufgetretens (ach nein, hm, aber vor ein paar Tagen war ich noch kerzengerade wenn ich in den Spiegel schaute... :rolleyes: ) und zur Therapie wollte er mir keilförmige Einlagen (1cm für den linken Schuh) verordnen und ansonsten hat er mir das Diclofenac gerade zu nachgeworfen. Krankengymnastik war mein Vorschlag (dabei liegt das doch viel näher als einfach was einzuwerfen...tzzz) und er hat mir einen 0815-Zettel mit Übungen mitgegeben.

Ich war super enttäuscht. Nicht wegen der Diagnose, von der ich zwar auch nichts halte, sondern vor allem, weil er sämtliche Fragen von mir total blöde abgeblockt hat, nach dem Motto "So eine blöde Frage hätte er ja von einer angehenden Ärztin nicht erwartet" (Der Wortlaut war fast identisch, eine Frechheit meiner Meinung nach).

Mir ist, trotz Studiums, absolut unklar, wie es sein kann, dass sich ohne verschobenen Wirbel oder ähnliches einfach von heute auf morgen die Wirbelsäule so verschieben kann, dass ich total schief dastehe und wie das sein kann, dass die Therapie der Wahl Einlagen sein sollen. Das leuchtet mir nicht ein. Und eine Erklärung gab es nicht. :(

Immerhin habe ich, auf meinen Wunsch hin, ein Krankengymnastikrezept bekommen und über Vitamin B auch gleich morgen einen Termin. Auch wenn es offiziell eher nicht so ist, aber inoffiziell ist es ja so, dass kein guter Physiotherapeut einfach die Diagnose so übernimmt und loslegt, sondern sie untersuchen einen auch erst und darauf baue und hoffe ich aktuell. Die Diagnose angeborenes verkürztes Bein hat Skoliose ausgelöst denke ich ist nicht richtig. Morgen weiss ich hoffentlich mehr.

Ein Arzt, der sich so blöde anstellt und mir Aufklärung und Beratung verweigert, ist nichts für mich. Da gehe ich nicht wieder hin, suche mir einen anderen.

Der Osteopath meiner Wahl hat erst ab dem 26. Termine frei. Aber er hat eine sehr gute Ausbildung. Steht sogar auf seiner Homepage alles aufgelistet. Klang auch nett am Telefon.

Bin mal gespannt was morgen die Krankengymnastin sagt. *hoff*
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Oh weia!!!! Das ist ja kaum auzuhalten, was Du da von dem "Herrn Doktor" schreibst!! :/ :/ :/
Ich bin sicher der Physiotherapeut wird einen gescheiteren Befund erstellen können!
Mit den Einlagen , das hört sich äusserst komisch an ,zumal ja nichts vermessen wurde. Unglaublich. Immerhin kann er jetzt seine Röntgenbilder abrechnen..... :< War die Wirbelsäule eigentlich verbogen/ schief auf den Bildern? Habe auch im Kopf, das man bei so geringen Beinlängendifferenzen( sofern es überhaupt eine ist...) gar keinen Ausgleich macht......
Je nachdem was der Physiotherapeut sagt/ herausfindet und ob es sich verändert oder nicht, rate ich dir einen fähigeren Orthopäden zu konsultieren.
Hier gibts eine Forumrubrick:"Gesucht/Gefunden", da kannst Du mal nachschauen für deine Region.

Also solche Berichte machen mich immer ganz wütend :angry: . Gut dass Du selber Medzin studierst. Da wirst Du es garnatiert besser machen!!! :ja:
Gruss
Räkelkönigin
Cassey888

Beitrag von Cassey888 »

Naja bis ich, mit Nachwunchspausen aktuell im Studium, praktiziere, wird es noch eine Weile dauern, ich denke mal, mit 2. Kind dann, wird es so mit 30 sein, bis ich auch den praktischen Teil des Studiums abgeleitet habe. Aktuell allerdings tendiere ich in Richtung Dermatologie oder Augenheilkunde. Mal gucken. :)

Was ich allerdings einfach schon jetzt aus der wenigen Erfahrung in Praktika gelernt habe ist, dass man, will man das Vertrauen seiner Patienten gewinnen, und das ist der wichtigste Grundstein vor allem auch bei einer längeren Therapie, dann muss man dem Patienten das Gefühl geben, dass man ihn ernst nimmt. Sicherlich gibt es auch Simulanten, die einen wollen einfach ein Attest für Schule, Studium, Beruf, Bundeswehr (was weiss ich was noch) aber der Großteil kommt, weil es ihm schlecht geht und er einfach Hilfe haben mag. Wer Hilfe braucht und warum, dass findet man nicht raus, in dem man ihm nur ins Gesicht guckt, sondern indem man sich mit ihm unterhält, die Krankenvorgeschichte und die aktuellen Beschwerden versucht herauszubekommen und da sind die Leute so verschieden wie in allem anderen auch. Der eine sprudelt nur so los aber unsortieres Zeug, andere sind schon so krass drauf, dass sie einen geschriebenen Zettel mitbringen mit allem, was man wissen muss (das finde ich persönlich eigentlich super gut) und anderen muss man jedes Wort aus der Nase ziehen. So ist das nunmal, aber so abgespeist zu werden, dass lasse ich mir als angehende Ärztin nicht gefallen. Werde eine zweite Meinung einholen und überlege mir aktuell schwer, ob ich den guten Mann nicht bei der Kassenärztlichen Vereinigung anschwärzen soll. Finde das unter aller Sau. Auf jeden Fall, sollte er Probleme machen die Bilder herauszurücken, werde ich ihm Druck machen. So geht´s ja nicht. :nein:

In der Rubrik Gesucht/Gefunden habe ich nur Tips für Frankfurt oder noch weiter weg gefunden, das ist mir bisschen weit, aber wenn ich nicht, sagen wir mal innerhalb von einem Monat jemanden hab, der auf mich einen positiven Eindruck macht, dann überlege ich mir, ob ich nicht doch, auch mit meiner Kleinen, so einen Weg in Kauf nehme.

Die Einlage habe ich gestern maximal 5min getragen, dann dachte ich mir das mache ich nicht, bevor ich nicht mindestens eine ordentliche Untersuchung bekomme, auch gerne vom Physiotherapeuten und der mir das bestätigt mit dem einen cm. Später ist das Ding gar nicht gut für mich, weil die Diagnose nicht stimmt ich trage das Wochen oder Monate lang und bekomme von dem Teil eine Fehlhaltung...das wär´s ja.

Übrigens, eine positive Entdeckung, die mir auch irgendwie zeigt, dass das ne komische Sache ist mit der angeblichen Skoliose. Heute morgen stand ich weit weniger schief da, wie gestern und die vergangenen Tage noch. :gruebel:
Viel mir wieder sofort an der Hängebauchfalte (:() auf, die ich noch von der Schwangerschaft her habe ;(
Die war ja auf der einen Seite fast verstrichen auf der anderen stärker hängend geworden, daran war mir am Montag abend zuerst aufgefallen,dass da was nicht stimmt und dann sah ich den Rest: rechts höher stehendes Becken, nach links verschobener Oberkörper usw. aber heute stehe ich gerade da, zwar nicht richtig gerade, aber eben weniger schief. Freut mich zwar erstmal, aber nun bin ich erstrecht neugierig was das bitte sein soll. Werde heute mal eine Freundin anrufen, die in der Orthopädie wenigstens 4 Monate ihres Praktischen Jahres gemacht hat und eine andere, die in Holland Physiotherapie studiert und bis auf ihren Endpraktikumsbericht fertig ist, inkl. Diplomarbeit. Vielleicht können die sich ja einen Reim darauf machen.
Cassey888

Beitrag von Cassey888 »

Was mir eben erst aufgefallen ist, der gute Mann hat sich, vor dem Röntgen gar nicht erkundigt, ob ich wieder schwanger bin. :eek:
Ich habe selbst vorher zwar dran gedacht, dass ich froh sein kann, dass das zweite Kind nicht schon unterwegs ist, aber er hatte sich gar nicht erkundigt. Dabei haben wir in der Radiologie eingetrichtert bekommen, dass man alle Frauen im gebärfähigen Alter (blöder Begriff) immer fragen muss, da eine Schwangerschaft natürlich eine Kontraindiktion für das Röntgen ist. :rolleyes: Und dann auch noch so schlecht, fast unnötige Aufnahmen zu machen... naja....um so mehr ich drüber nachdenke um so mehr merke ich, dass ich den Typ für extrem inkompetent halte.
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Wiebi
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Beitrag von Wiebi »

Hallo!
Das klingt wirklich schlimm was du da erzählst...
Die Therapie mit der Einlage wird von vielen Orthopäden falsch angewandt. Durch den Hüftschiefstand sehen die Beine ungleich lang aus, das auf der Seite, wo die Hüfte höher steht, sieht dabei kürzer aus, da es ja oben höher anfängt. Deswegen geben viele Orthopäden eine Einlage unter diesen Fuß. Das ist aber total falsch, wenn muss die Einlage unter das Bein, das länger aussieht, da dann dort die Hüfte gehoben wird und auf einen Gleichstand kommt. Auf welcher Seite hast du die Einlage? Dort wo die Hüfte höher oder niedriger ist?
Ich habe seit einer Woche eine Einlage, weil durchs Röntgen festgestellt wurde, dass sich meine Skoli dadurch verbessert. Es gibt aber auch Fälle, da verschlechtert sich die Skoli dadurch, deswegen sollte genau geprüft werden, ob das sinnvoll ist...
Übrigens ist vermutlich auch die Diagnose mit den unterschiedlich langen Beinen überhaupt falsch, weil das halt einfach nur so aussieht, durch den Beckenschiefstand. Angeboren unterschiedlich lange Beine gibt es fast nie. In den meisten Fällen, wo das diagnostiziert wird, liegt ein unentdeckter Beckenschiefstand vor. Ungleich lange Beine kommen höchstens durch einen Unfall oder Bruch.
Ich hoffe, du findest bald einen kompetenten Orthopäden!
LG Wiebke

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Beitrag von Cassey888 »

So, bisher hatte ich hier als Gast gepostet, jetzt habe ich mich mal registiert, so konnte ich nämlich, als Gast, meine Beiträge nicht editieren... .

Ich habe im Bereich Basiswissen gestöbert und mir ist einiges aufgefallen. Also erstmal das diese ausschließliche Aufnahme der LWS wohl total für die Füße war, da, was ich mir selbst schon dachte, die ganze WS gebraucht wird um die Gradzahlen messen zu können, was bei mir eh nicht gemacht wurde. :rolleyes:

So habe nun auch gelernt das dieser einzige Untersuchungsteil mit dem nach vorne beugen der "Adam’s Vorneigetest" war und ein Screening ist. Aber naja, bissl mehr hätt´s totzdem sein können. Daran sieht man ja trotzdem wohl nicht, ob und wie lange die Beinlängendifferenz ist oder? Mir zumindest kommt das spanisch vor und am LWS-Röntgenbild sieht man das jawohl auch nicht. :juggle:

Ich denke meine Skoliose ist eine funktionelle auf Grund einer Fehl/Zwangshaltung. Was auch immer die eigentliche Ursache war, die strukturellen Skoliosen, die hier viele schon von Kindheit an haben, sind denke ich einfach auch anders. Das merkt man ja gleich schon an der Entstehung. Gerade dieses bei mir plötzliche Auftreten weist doch schon darauf hin, dass das was Funktionelles sein muss. Das war ja auch meine Frage an Dr.Nitsche, warum die angebliche Beinlängendifferenz, die früher nie jemand festgestellt hat und die mir nie Probleme gemacht hat, jetzt plötzlich zu einer funktionellen Skoliose führt. Aber naja, egal, genug von Dr. Nitsche.

Nach seiner Diagnose wäre es also eine Statische Skoliose - z.B. durch unterschiedliche Beinlängen.

Aber was ich auch als Ursache gelesen habe und worauf mich eine Freundin aufmerksam machte ist das hier:
• Mesenchymale Skoliose - durch Erkrankungen des Bindegewebes (z.B. Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom, Osteochondrodysplasien, Arachnodaktylie) und durch schwere Narbenbildung

Ich habe deutlich ein sehr schwaches Bindegewebe. Unter anderem habe ich eine deutliche Hypermobilität in den Händen (ich kann meine Finger komplett auf den Handrücken umbiegen!, bzw. konnte das als Kind komplett und jetzt nur noch mit den Zeigefingern, verbiegen kann ich sie aber stärker als alle anderen Menschen, mit Ausnahme meines Bruders, die ich kenne).
Dazu muss ich sagen, in der Familie meines Vaters gibt es das Marfan-Syndrom. Seine Tante und zumindest deren Sohn haben es. Soweit ich weiss ist die Tante an den Folgen des Syndroms vor allem am Herz-Kreislaufsystem (Insuffizienz glaube ich) gestorben. Nun die Familie lebt in Lateinamerika, der Kontakt ist sehr gering, daher weiss ich es leider nicht sehr detailliert.
Ich habe sogar mehrmals in den vergangen Jahren mal bei meinen Ärzten gefragt und ihnen dieser Hypermobilität gezeigt, aber die haben mir immer gesagt ich solle mir keine Sorgen machen, ich sehe nicht aus wie ein Marfan-Patient. Sehe ich auch so. Ich bin zwar recht groß (1,76cm), aber meine Eltern sind beide auch so groß. Allerdings ist mein Bruder >1,90 und er hat eine ziemliche Hühnerbrust, hm, aber so richtig wie eine Trichterbrust sieht das mir eigentlich nicht aus.
Sonst habe ich mich auf http://www.marfan.de/ jetzt mal umgeguckt. Kurzsichtig bin ich auch, aber naja....das sind ja so viele....das ist nun nicht so besonders. Leider kann ich nirgends was über die Expressivität finden. Also wie unterschiedlich ausgeprägt das Krankheitsbild sein kann. Ich kann mir kaum vorstellen das mein Vater ein Marfan-Patient ist und er müsste es ja haben, da es ein dominant vererbter Erbgang ist. Er ist eher ein kleiner etwas untersetzter Typ. Schon mit 1,76 groß für einen Latino, aber naja... ein gutes Stück größer als sein Bruder. Aber irgendwie passt mir das nicht so zu den Abbildungen die ich von Marfan-Patienten kenne.
Aber könnte man bei einer durch Marfan-Syndrom bedingten Skoliose so plötzlich diese bekommen? Hm, ich finde das passt nicht.
Außerdem verdränge ich diesen Gedanken lieber. Er macht mir Angst. ;(
Cassey888
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Beitrag von Cassey888 »

@wiebi:

Also das Becken steht rechts höher als Links und links bekomme ich die Einlage. Danach stehe ich auch gerade da. Aber meine Freundin, Physiotherapeutin hat sich die ganze Sache am Telefon angehört und denke auch eher das die Ursache im Becken liegt. Also ich habe Angst, dass das, da mir die Diagnosefindung sage ich mal komisch vorkommt, auch die Einlagen eventuell meine Skoliose, egal ob funktionell oder nicht, schlimmer wird. Nun hier im Forum habe ich nun einige Stunden gesucht, angescheinend gibt es keine Erfahrungen mit kompetenten Orthopäden auf dem Gebiet hier im Umkreis, auch nicht in Mainz oder Frankfurt oder Heidelberg (wo ja jeweils Uniklinken auch sind). Von daher werde ich mir nachher mal angucken und anhören was die KG mir sagt und dann wohl nach Stuttgart fahren. Das wird für mich ein Riesenaufwand, da ich selbst so weit aktuell schlecht fahren kann (auch Schmerzen beim Autofahren) und da ja meine Kleine betreut werden muss.
Meine Mutter meinte ich hätte als Säugling Sichelfüßchen gehabt und wäre sogar in orthopädischer Behandlung gewesen und wenn das wirklich angeboren gewesen wäre, wäre es doch sicherlich (?) aufgefallen. Nun, ich weiss es nicht. Meine Orthopädiekenntnisse sind sicherlich nicht viel ausgeprägter wie die eines durchschnittlichen Leien *schäm* *ärger* und von daher ist da mein Urteil absolut subjektiv, aber da ich ja noch einige Jahr mit Kind/Kindern eine extrem hohe körperliche Belastung habe, eventuell 2. Schwangerschaft dann vor allem auch, ist ganz klar für mich, dass da eine ordentliche Diagnose her muss, den ohne die ist ja auch keine wirklich richtige Therapie möglich. Im schlimmsten Fall macht man mehr kaputt als heile und das wäre schon übel.
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Beitrag von J-Maria »

Hallo Cassey888,

eine Skoliose kann (muss nicht) sich nach einer Geburt z. T. deutlich verschlechtern.
Könnte sein, dass du vorher schon eine leichte und dadurch unentdeckte Skoliose hattest.
Eine Idee.
Hast Du vielleicht alte Fotos von Dir, ggf. Urlaubsfotos im Bikini? Schau nach, ob es dir etwas auffällt.

Wegen Marfan, such eine Marfan-Sprechstunde auf, nur so kannst du Gewissheit bekommen.
Cassey888
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Beitrag von Cassey888 »

So, sorry, das ich mich erst jetzt wieder hier melde. Also die KG hat mir super gut getan. Stand auch schnell wieder gerader da. Die komischen Einlagen hab ich dem Dok zurückgebracht und den 2.Termin bei ihm erstmal gestrichen.

Leider kam bei der Blutuntersuchung bei meiner Hausärztin raus, dass ich Eisenmangel hab, allerdings nicht stark. Und leider, das wohl schlimmere, eine dicke Schilddrüsenunterfunktion. Also hatte ich mir es gar nicht eingebildet einen leicht dickeren Hals zu haben. Hatte mich schon wie ein Hypochonder gefühlt und das gleich mal wieder beiseite geschoben den Gedanken. Aber leider hab ich es nun als Laborwert schwarz auf weiß. :tot:

Naja, also erstmal Nuklearmediziner in 3 Wochen wegen der Schilddrüse, parallel noch 2x KG und dann im Juli hab ich einen Termin beim Kardiologen wegen Kontrolle der Herzklappen bei Verdacht auf Marfan-Syndrom. Hier in Darmstadt gibt es sogar von der Marfan-Hilfe eine Gruppe, da werde ich mich mal hinwenden und die fragen, ob ich wirklich bis nach Giessen in die Sprechstunde muss oder ob Heidelberg auch was taugt. Dort könnte ich das ganze wenigstens kombinieren mit dem Besuch bei einer Freundin und dann wäre das auch leichter mit der Kleinen zu bestehen.

Ich schätze auch, eine leichte Skoliose war wahrscheinlich vorher schon da. Aber es gibt ja extrem viele Leute mit einer leichten, meist lange unentdeckten Skoliose. Halte trotzdem nichts von dem Arzt, bei dem ich war. Der kommt mir irgendwie strange vor. ^^

Aktuell geht es meinem Rücken auf jeden Fall soweit wieder gut und ich mache brav meine KG-Übungen. Sobald mal wieder bisschen mehr Luft ist, werde ich eine Marfan-Sprechstunde aufsuchen und, falls die dort nicht so mit der Skoliose bewandert sind, noch vielleicht den hier so hoch gelobten Dok aus Stuttgart. :)
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