Hallo Marc,
Die Symptome halten bei mir circa eine halbe Stunde bis Stunde an, meistens bis das Taubheitsgefühl einmal durch den ganzen (manchmal nur halben) Körper "gewandert" ist. Hatte jetzt innerhalb von 2 Jahren 4-5 solcher Anfälle wobei ich nur 2 mal auch Sehstörungen hatte, einmal sogar Sprachstörungen (kann aber auch die Aufregung gewesen sein).
Ich bin keine Ärztin, aber für mich hört es sich tatsächlich nach dieser Sonderform einer Migräne an. Vor allem auch im Hinblick darauf, dass der Neurologe auch so etwas in Betracht zog.
Heute habe ich immer noch etwas Kopfschmerzen beim Rennen oder anderen Bewegungen die den Kopf "erschüttern".
Das finde ich jetzt echt interessant!
Ich habe schon die verschiedenartigsten Miigräneanfälle gehabt, aber bei diesem "Schlaganfall-Anfall" war es bei mir genauso wie bei dir. Die Kopfschmerzen blieben noch 2-3 Tage in abgeschwächter form bei Erschütterung bestehen.
Asprin (2 Tabletten auf einmal) nützt bei mir auch nur minimal etwas, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn ich bei den ersten Anzeichen gleich reagiere und 2 Tabletten nehme, ich den Anfall in den Griff bekomme und ihn abfedern kann.
Ich hatte bislang Gott sei Dank nur einen solchen "Schlaganfall-Anfall", bei dem die Kopfschmerzen auch typischerweise erst hinterher kamen.
Ich beschreibe dir mal wies bei mir war:
Los ging es mit einer tauben Fingerkuppe, dann die ganze Hand, dann die andere Hand, eine Stunde später war die Zunge taub, ich wollte sprechen, war klar im Kopf, aber die Wörter kamen anders aus meinem Mund. Wollte ich zum Bsp. "Brot" sagen, kam ein Unsinnswort wie "arrost" heraus, obwohl mein Gedanke im Kopf "Brot" war.
Dazu kamen Blitze die ich hinten-seitlich gesehen habe. Der Kopfschmerz kam erst mehrere Stunden später.
Sämtliche Befunde waren -wie bei dir-negativ (inklusive MRT).
Ich würde dir den Tipp geben nach Auslösern zu suchen.
Ich habe z.B. herausgefunden, dass es bei mir Kaffee ist, der schnell einen Anfall auslösen kann.
Ich verzichte seit einem Jahr konsequent auf Kaffee und meinem Kopf geht es viel, viel besser!
Zu Dr. Hoffmann zu gehen um WS-technisch nochmal alles abklären zu lassen ist eine gute Idee.
Prallel würde ich einen Migränespezialisten aufsuchen.
Wenn sich die Anfälle nicht anhäufen lass ich es mal auf sich beruhen, da ich die MRT Untersuchung schrecklich fand und möglichst umgehen möchte (hab dannach Stunden gezittert :-O)
Ich weiß nicht wo du wohnst, aber es gibt auch offene Röhren. In so einer lag ich und ich denke es ist schonmal deutlich angenhemer als in einer geschlossenen. Ein Neurologe müßte wissen welche Praxis oder Klinik über eine offene Röhre verfügt.
Gruß,
Lilie