Aufbau eines "guten Trainingsplans"

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Achilles
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Aufbau eines "guten Trainingsplans"

Beitrag von Achilles »

Hallo Leute,
würd gern mal Eure Meinung zu Thama kraftraining und Aufbau eines sinnvollen Trainingsplan nach dem Prinzip der Abdeckung der drei Bewegungsebenen, die man jeweils sowohl mit einer Zug-, also auch mit einer Druckübung bedienen soll, wer sich die Mühe machen möchte findet hierzu unter unter unterem Link genaueres.
Da ich dort Mitglied bin weis ich nicht, ob auch Nichtmitgliedern bzw. Nichtregistrierte dies lesen können. Falls nicht würd ich auch posten (mit bildern) wenn mir jemand sagt, wie das geht, Text ist ja kein Problem aber mit den Bildern ist das so koplieziert, dass ich da hilfe bräuchte.

Das wichtigste für ist hierbei eine Diskussion, ob sich diese Angaben dort nur für Leute ohne Haltungsprobleme eignen und wie "vorsichtig" jemand mit verschiedenen WS-Problemen damit umgehen soll?
Ich find die Themati sehr interessant und würd mich über jegliche Diskussion diesbezüglich sehr freuen.




Wie gesagt falls der LInk nicht funzt, bescheid sagen und ein wenig anleiten, wie ich den rüber holen kann, die erlaubnis hab ich jedenfalls schon!

Gruss: Achilles
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Hallo Achilles. Der Link funktioniert schon, ist allerdings viel Stoff. Vielleicht wäre es ja nicht schlecht, wenn du gezielter Fragen oder Zitate heraussuchst.
Ich habe den Artikel nur kurz überfliegen können. Ich habe das so verstanden, dass es bei der Beratung über einen Trainingsplan hauptsächlich darum geht, welche Muskelgruppen zu trainieren sind, nicht ab wie oft und wie.
Die Empfehlungen richten sich zunächst an Traininernde, die beim Muskelaufbau darauf achten müssen, nicht versehentlich muskuläre Disbalancen zu erschaffen.
Bei Personen mit Haltungsschäden gibt allerdings schon von vorne herein Disbalancen. Würdest du jeden Muskel gleich trainieren, hättest du für die Haltung nicht nur keinen Effekt, sondern würdest (bei altmodischen Geräten und Langhanteln) diese Disbalance sogar noch vergrößern. Die ohnehin stärkere Seite zieht (oder drückt) in meisten Fällen auch mehr Gewicht.
Der Trainer in meinem Fitness-Studio lässt sich da auch nicht belehren und will mich unbedingt dazu zwingen, Brustmuskeln zu trainieren. Tja, soll er. Das würde meine Schultern nur noch mehr nach vorne ziehen. Mach ich also nicht. Aber bei deiner Reha solltest du das alles eigentlich lernen. Du willst doch eine machen, oder hab ich mich da verlesen?
Für uns gilt noch viel mehr, was gleich am Anfang des Berichtes steht: Ziel ist es, Disbalancen zu verhindern, bzw. zu verbessern!!
~ ehemals Ulaschatz ~
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Achilles
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Beitrag von Achilles »

Hallo Ulaschatz,

erstmal danke für Deinen Beitrag hierzu.

Hallo Achilles. Der Link funktioniert schon, ist allerdings viel Stoff. Vielleicht wäre es ja nicht schlecht, wenn du gezielter Fragen oder Zitate heraussuchst.
Ich habe den Artikel nur kurz überfliegen können. Ich habe das so verstanden, dass es bei der Beratung über einen Trainingsplan hauptsächlich darum geht, welche Muskelgruppen zu trainieren sind, nicht ab wie oft und wie.
Zunächst versucht man sich hier die Sache einfacher zu machen, in dem man bezüglich Muskeleinsatz nicht einzelne Muskeln betrachtet (viel zu komplex, sogar Ärzte sind sich hier manchmal uneinig) sondern eher die drei Bewegungsebenen (Frontal-, Horizontal-u. Sagitalebene) abklappert, bei deren Abdeckung sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung man alle wesentlichen Muskeln erwischt, jedenfalls nach der Meinung des Artikels.

Die Empfehlungen richten sich zunächst an Traininernde, die beim Muskelaufbau darauf achten müssen, nicht versehentlich muskuläre Disbalancen zu erschaffen.
Bei Personen mit Haltungsschäden gibt allerdings schon von vorne herein Disbalancen. Würdest du jeden Muskel gleich trainieren, hättest du für die Haltung nicht nur keinen Effekt, sondern würdest (bei altmodischen Geräten und Langhanteln) diese Disbalance sogar noch vergrößern. Die ohnehin stärkere Seite zieht (oder drückt) in meisten Fällen auch mehr Gewicht.
So in die Richtung hab ich auch gedacht, dass hier also von einem neutralen Zustand ohne muskuläre Dysbalancen ausgegangen wird, bei dem zukünftig diesen vorgebeugt werden soll.

Der Trainer in meinem Fitness-Studio lässt sich da auch nicht belehren und will mich unbedingt dazu zwingen, Brustmuskeln zu trainieren. Tja, soll er. Das würde meine Schultern nur noch mehr nach vorne ziehen. Mach ich also nicht. Aber bei deiner Reha solltest du das alles eigentlich lernen. Du willst doch eine machen, oder hab ich mich da verlesen?
Für uns gilt noch viel mehr, was gleich am Anfang des Berichtes steht: Ziel ist es, Disbalancen zu verhindern, bzw. zu verbessern!!

Ich bin mir hier auch nicht so ganz sicher, meine Schultern sind auch nach vorn verlagert, aber meine Brust ist alles andere als mukulär ausgeprägt, viele sagen, wenn man die Brust nicht zum Schwerpunkt des Trainings macht, entsprechende Gegenübungen macht (z.B. bei Bankdrücken, Bankziehen auf transversaler bzw. horizontaler Ebene) und die Brustmuskulatur entsprechend dehnt besteht keinerlei Gefahr, aber wie gesagt bin ich mir da auch nicht so ganz sicher.
Also mein behandelnder Arzt und Ich sind dabei eine Reha in BaSa zu beantragen, hoffe die KK macht da keinelei probleme.
Dein letzter Satz ist schon klar, nur kann das doch nicht gleichzeitig heissen, bleiben wir beim Beispiel die Brustmuskulatur "auf Ewigkeit" (kurz- bis mittelfristig kann es sinnvoll sein) aus Angst verkümmern zu lassen, ich denke es muss da doch irgenwie ein Mittelweg geben, ich bin da auch noch am überlegen, daher auch dieser Diskussionswunsch.
Würde mich freuen wieder von Dir zu hören bzw. zu lesen :D .

Gruss: Achilles
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Zunächst versucht man sich hier die Sache einfacher zu machen, in dem man bezüglich Muskeleinsatz nicht einzelne Muskeln betrachtet (viel zu komplex, sogar Ärzte sind sich hier manchmal uneinig) sondern eher die drei Bewegungsebenen (Frontal-, Horizontal-u. Sagitalebene) abklappert, bei deren Abdeckung sowohl in Zug- als auch in Druckrichtung man alle wesentlichen Muskeln erwischt, jedenfalls nach der Meinung des Artikels.
Ja, das kann man so machen. Es ist also dabei das Ziel, ein möglichst harmonisches Erscheinungsbild zu erreichen, dass den ganzen Körper einbezieht. Es geht also in erster Linie um die Optik, richtig?
Dein letzter Satz ist schon klar, nur kann das doch nicht gleichzeitig heissen, bleiben wir beim Beispiel die Brustmuskulatur "auf Ewigkeit" (kurz- bis mittelfristig kann es sinnvoll sein) aus Angst verkümmern zu lassen, ich denke es muss da doch irgenwie ein Mittelweg geben, ich bin da auch noch am überlegen, daher auch dieser Diskussionswunsch.
Jaja, die Brustmuskaltur. Schon klar, dass ein Bodybuilder ohne Brustmuskeln doof aussehen würde. Wenn du diesen Weg gerne mal verfolgen willst, würde das also für dich heißen, dass du eben den entsprechenden Antagonisten zumindest am Anfang noch mehr trainieren musst.
Darf ich mal fragen, welches Ziel du verfolgst? Es geht dir ja offensichtlich nicht nur um die Gesundheit. Hast du die nötige Disziplin, einen solchen Trainingsplan durchzuhalten? Das ist eine ganz schöne Plackerei!
~ ehemals Ulaschatz ~
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

ulaschatz hat geschrieben:Hallo Achilles. Der Link funktioniert schon, ist allerdings viel Stoff.
Das ist wohl wahr und wenn das eine Frau schreibt, die eine Arbeit über Schroth und Fitness schreiben möchte, dann zeigt das doch sehr deutlich, dass wir hier einen so komplexen Themenbereich nicht mal so eben abhandeln können. :)

Ich habe ja mit ulaschatz in einem anderen Post sehr ausführlich über dieses Thema diskutiert und wir sind schon deshalb nicht am Ende, weil die ganz praktischen Erfahrungen erst langsam einfliessen müssen.

Achilles, Dein Elan in allen Ehren, aber vieles zeigt sich erst langfristig, wenn man wirklich mit den beteiligten Methoden vertraut ist.

Grundsätzlich ist es natürlich von Vorteil, neben Schroth auch Fitness zu betreiben, um die gesamte Muskulatur zu stärken.
Da scheint sich BaSa von BaSo zu unterscheiden. Zumindest meine Schroth-Therapeutin meinte, dass die "reinen Schrothianer" das Fitness bzw. Krafttraining ablehnen.
Was die erwähnte Brustmuskulatur angeht, so sollte ich die bei BWS Kyphose (Rundrücken) nicht mit Butterfly vorwärts im Sitzen stärken. Das kann ich im Liegen wahrscheinlich besser bewältigen.
Dieses Problem habe ich nicht, weil ich einen Flachrücken habe.

Die Brustmuskeln kann ich schon auf ein Normalmaß bringen, wenn ich gleichzeitig dafür sorge, dass die Rückenmuskulatur nicht nur den Ausgleich bringt sondern auch die Korrektur der Fehlstellung!
Dazu muss ich natürlich auch für eine Dehnung der Brustmuskeln sorgen, was auch Bestandteil der Schroth-Therapie ist und sich bei Rundrücken anders gestaltet, als bei Flachrücken.

Alles eine Frage des Gefühls und nicht umsonst dauert es beim ersten Mal in BaSa 4 Wochen. Selbst danach habe ich noch einige Aha Erlebnisse gehabt.

Gruss
Klaus
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Achilles
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Beitrag von Achilles »

Hallo Ulaschatz,

vielen Dank für Deinen erneuten Beitrag zum Thema, scheint ja nicht viel krafttrainingsbegeisterte hier zu geben, daher bin ich ganz froh dass Du nochmal was geschrieben hast :) .


Ja, das kann man so machen. Es ist also dabei das Ziel, ein möglichst harmonisches Erscheinungsbild zu erreichen, dass den ganzen Körper einbezieht. Es geht also in erster Linie um die Optik, richtig?
Natürlich ist mir Gesundheit wichtiger als Optik, aber es gilt ja nicht das eine oder das andere, viel mehr geht das eine mit dem anderen einher, z.B. haben die meisten muskelös harmonisch und gutgebauten Leute kein Rückenprobs, jedenfalls geht das aus meiner Beobachtung hervor. Gesund ohne Schmerzen und dabei noch optische einiges her machen, was will man(n) oder auch frau mehr :D ?

Jaja, die Brustmuskaltur. Schon klar, dass ein Bodybuilder ohne Brustmuskeln doof aussehen würde. Wenn du diesen Weg gerne mal verfolgen willst, würde das also für dich heißen, dass du eben den entsprechenden Antagonisten zumindest am Anfang noch mehr trainieren musst.
Darf ich mal fragen, welches Ziel du verfolgst? Es geht dir ja offensichtlich nicht nur um die Gesundheit. Hast du die nötige Disziplin, einen solchen Trainingsplan durchzuhalten? Das ist eine ganz schöne Plackerei!

Genauso stell ich mir dass auch vor auch auf diesem Weg die muskuläre Dysbalance in den Griff zu bekommen, also prioritätssetzung auf die abgeschwächte Muskeln legen, mit diesen auch anfangen, da mit zunehmender Trainingsdauer die Kraft schwindet und vielleicht erstmal anfangs nur eine Brustübung im gegensatz zu zwei Rückenübungen reinzunehmen, ich denk so wirds sich mit der Zeit auch relativieren.
Mein Ziel momentan, welches auch 1. Priorität hat ist Dauerschmerzbeseitigung, also im Moment gehts mir nur um die Gesundheit.
Für einen Anfänger (0-6Monate nach ILB-Schema) arbeitet da normalerweise mit nem Ganzkörperplan, 2mal die Woche, 1-2 Geräte/Übungen pro Muskelgruppe und 1-2 Sätzen pro Muskelgruppe, dass ganze möglichst unter 60min, von daher ist der Trainingsplan gar nicht mal so wild, für Anfänger ist das vollkommen ausreichend, da auch so überschwellige Reize zustande kommen, also warum mehr Pulver verhauen also nötig, übrigens sinkt auch so das Übertrainingsrisiko.
Ich vermute bei Deiner Vorstellung von einem Trainingsplan, die Du als Plackerei bezeichnest gehst Du da von den üblichen Mammutprogis, die man auch häufig in entsprechenden Zeitschriften findet, nur sind die meistens für Stoffer,Profis oder auch beides (meistens findet man die Kombination von beidem vor) erstellt und für den gewöhnlichen Natural-Trainiereden kaum zielführend bzw. eher kontraproduktiv, am anfang macht man zwar damit oder besser trotz dem Progi fortschritte, jedoch tritt die Stagnation erfahrungsgemäss relativ früh ein, von daher kann man sich diese "Plackerei" wirklich sparen, gerade in diesem Bereich gilt der Grundsatz "Weniger ist oft mehr", für den Anfänger umso mehr! Würde mich freuen mehr von Dir zu hören bzw. zu lesen


Gruss: Achilles
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Beitrag von Achilles »

Hallo Klaus,
auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deinen Beitrag.


Das ist wohl wahr und wenn das eine Frau schreibt, die eine Arbeit über Schroth und Fitness schreiben möchte, dann zeigt das doch sehr deutlich, dass wir hier einen so komplexen Themenbereich nicht mal so eben abhandeln können.
Da stimme ich voll und ganz zu ohne je anderes behauptet zu haben, die meiste Freizeit beschäftige ich mich mit der Theamtik Krafttraining und dessen differenzierte Anwendung, von daher ist mir die Komplexität der Thematik voll und ganz bewusst, das sollte einen Interessierten aber nicht von vornherein abschrecken und davon abhalten sich mehr oder weniger damit zu befassen und es geht ja hier nicht um eine "Soebenkomplettabhandlung", sondern nur um Erfahrungsaustausch bezüglich WS-Fehlstellungen, um voneinader zu lernen, sich zu informieren, sich auszutauschen und die Sache von einem anderen Blickwinkel einsehen zu lassen um sich womöglich von vorn herein (womöglich schmerzhafte) Fehler zu ersparen. Auch Selbständigkeit bezüglich Trainingsplanerstellung (wichtiger Aspekt in den neuen Discount-Studion ala McFit) und Nachvollziehbarkeit einer "ordentlichen Trainerplanerstellung im ordentlichen Studio" soll gefördert werden, um sich falls gewünscht ein wenig von der externen Abhängigkeit seitens mehr oder weniger kompetenten Trainern lösen zu können.
Ich habe ja mit ulaschatz in einem anderen Post sehr ausführlich über dieses Thema diskutiert und wir sind schon deshalb nicht am Ende, weil die ganz praktischen Erfahrungen erst langsam einfliessen müssen.


An einem Ende, an dem die "endgültige Wahrheit bzw. Richtigkeit" ans Licht kommt (hab ich früher auch vergebens gesucht :nein: )wirst Du bzw. auch Ihr nicht kommen, weil die Theamatik, wie Du ja selbst sagt zu komplex ist, ständig neue Erkenntnisse reinströmen und insgesamt eine Dynamik im Spiel ist, aber man kann sich versuchen so weit es geht dieser Wahrheit bzw. Richtigkeit soweit wie möglich zu nähern, auch hier und bei deinem letzten Satz find ich die hier gestartete Diskussion sehr hilfreich.

Achilles, Dein Elan in allen Ehren, aber vieles zeigt sich erst langfristig, wenn man wirklich mit den beteiligten Methoden vertraut ist.
Hier muss ich Dir auch zustimmen, nur in dem letzten Satzteil würde ich sagen, dass auch noch nicht schon mit den beteiligten Methoden Vertrauten (Krafttraining, Schroth oder beides) durch diese Diskussion geholfen werden kann, einen Einblick zu bekommen und vielleicht den einen oder anderen auch vor groben Fehlern schützt.
Grundsätzlich ist es natürlich von Vorteil, neben Schroth auch Fitness zu betreiben, um die gesamte Muskulatur zu stärken.
Da scheint sich BaSa von BaSo zu unterscheiden. Zumindest meine Schroth-Therapeutin meinte, dass die "reinen Schrothianer" das Fitness bzw. Krafttraining ablehnen.
Was die erwähnte Brustmuskulatur angeht, so sollte ich die bei BWS Kyphose (Rundrücken) nicht mit Butterfly vorwärts im Sitzen stärken. Das kann ich im Liegen wahrscheinlich besser bewältigen.
Dieses Problem habe ich nicht, weil ich einen Flachrücken habe.
Siehst du hier muss man auch haltungsspezifisch differenzieren, da kommt einem doch gleich die frage, welche haltung hab ich und schon holt man sich die benötigten infos und wird schlauer, schon damit wäre die Diskussion nicht umsonst, ich hoffe Du verstehst was ich damit ausdrücken möchte.

Die Brustmuskeln kann ich schon auf ein Normalmaß bringen, wenn ich gleichzeitig dafür sorge, dass die Rückenmuskulatur nicht nur den Ausgleich bringt sondern auch die Korrektur der Fehlstellung!
Dazu muss ich natürlich auch für eine Dehnung der Brustmuskeln sorgen, was auch Bestandteil der Schroth-Therapie ist und sich bei Rundrücken anders gestaltet, als bei Flachrücken.


Siehst Du hier kommen auch gleiche MEinungen zusammen (siehe oben), das bestärkt einem in seiner Meinung, auch hier erfüllt die Diskussion einen wichtigen Aspekt finde ich.
Alles eine Frage des Gefühls und nicht umsonst dauert es beim ersten Mal in BaSa 4 Wochen. Selbst danach habe ich noch einige Aha Erlebnisse gehabt.
Wie sagte schon Goethe, "Gefühl ist alles", das ist ja schliesslich auch das eigentliche Ziel, nur anfangs braucht man halt ein wenig System, um sich von diesem dann schliesslich zu lösen und das eigene Gefühl zu entwickeln, welches dann den Platzhalter "System" endgültig ablöst, damit wär das Ziel auch erreicht.

Gruss: Achilles
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Beitrag von Klaus »

Hallo Achilles,

wenn Du meinen Erfahrungsbericht aus BaSa Teil 2 gelesen hast, dann wirst Du verstehen, dass ich schon jetzt auf die Reaktion der Therapeuten gespannt bin, wenn Du in BaSa bist. :D

Möglicherweise wirst Du mich und Philip übertreffen, die die "Szene dort ziemlich aufgemischt haben". :)

Ansonsten finde ich es natürlich gut, wenn Du Dir über jedes Detail Gedanken machst. Das ist das, was uns antreibt und die Schroth-REHA wird für Dich sicherlich auch eine besondere Herausforderung sein.

Nur, die wichtigsten Bestandteile (Fitness und Schroth) sollte man schon kennengelernt haben, um so detailliert weiter zu diskutieren.

Zumindest für die Kyphotiker ist der Grundsatz, sich aus der Kyphose herauszustrecken, zu korrigieren, doch ganz klar geworden und sollte vor groben Fehlern sicherlich schützen, wie Du das formuliert hast.
Theoretisch! Aber praktisch auch, ohne das Dich jemand dabei beobachtet?

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Ich habe ja mit ulaschatz in einem anderen Post sehr ausführlich über dieses Thema diskutiert und wir sind schon deshalb nicht am Ende, weil die ganz praktischen Erfahrungen erst langsam einfliessen müssen.
Und wie langsam das geht!!! Ist das bei dir auch so, Klaus? Ich entdecke fast jedes Training irgendwelche Neuigkeiten, muss fast jedes Mal mein Wissen erweitern, schon allein die ganze Theorie, die dahintersteckt!! Oft genug denke ich, jetzt hab ich was herausgefunden um dann am nächsten Tag zu merken, dass das so doch nicht stimmt. Beispiel: Ich hab ja mal gesagt, dass Gerätetraining die tiefen Muskelgruppen gefühlsmäßig schlecht erreichen kann. In den Lehrbüchern ist zu lesen, dass man dafür dann die Freihanteln nehmen soll. Freihanteln mag ich nicht und man kann viel falsch machen. Alternativ habe ich beim Training des oberen Rücken einfach versucht, die "entdrehte Haltung" nach Schroth anzunehmen. Und siehe da! Muskelkater lies grüßen. Natürlich hat Toni diesen Effekt schon oft hier beschrieben, aber ich wollte es eben am eigenen Leib erfahrern.
Es gibt allerdings Geräte, da kann ich mich gar nicht entdrehen! Ist noch zu schwierig. Zum Beispiel beim Gerät für die waagrechte Bauchmuskulatur. Vielleicht sollte ich es mal mit niedrigeren Gewichten versuchen. Da!! Bin nur am Rumprobieren - soviel, dass ein gutes Training im Moment noch darunter leidet. Hab erst drei Stammgeräte: Bauch, oberer Rücken, hinterer Oberschenkel. Heute hab ich mich mal an meinen gluteus maximus gewagt (Beckenstellung!!).

Achilles: Wenn dir die Gesundheit im Moment wichtiger ist, dann würde ich mich zunächst auf wenige Muskelgruppen intensiver konzentrieren. Da du dich wohl mit Sport beschäftigst, bist du bestimmt nicht gerade eine "Couchpotato". Ich wage zu bezweifeln, dass da ein bis zwei Sätze für dich ausreichen. Das ist, finde ich, für die Personen gedacht, für die Sport eher noch ein Fremdwort ist. Wie gestaltest du denn deine zwei Sätze? Also mir reichen die zwei nicht mehr!
Und mal ehrlich: für Übertraining muss man schon echt einiges machen, die Gefahr ist viel geringer, als man allgemein denkt.
Ach ja, auch Bodybuilder kennen Rücken- und Gelenkprobleme. Und zwar von falschem Freihanteltraining! Natürlich nicht alle.. Horch dich mal bei den Älteren um, da gibts sicher ein paar, die dir das bestätigen können.
Hab grad leider nicht viel Zeit, schreib später vielleicht nochmal.
Liebe Grüße.
~ ehemals Ulaschatz ~
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Beitrag von Klaus »

Ulaschatz hat geschrieben:Und wie langsam das geht!!! Ist das bei dir auch so, Klaus?
Ja genauso!
Aber der Hintergrund ist bei mir ein anderer. Wer schon sehr lange Fitness macht, weiss, wie kurzlebig das für die meisten ist. Insbesondere im gleichen Fitness-Studio fällt sehr schnell auf, dass nach einem Jahr für viele wieder Schluss ist und man bestenfalls auf andere Sportarten umsteigt.
Es ist eben langfristig das Durchhalten und nicht der schnelle Erfolg nach ein paar Monaten.

Entscheidend für mich erst mal war die Sache mit der Anspannung der Bauchmuskulatur beim Rückenmuskel-Training. Mehr als 2 Sätze mit mehr als 15 Wiederholungen sind da aber einfach zur Zeit nicht oft drin.
Irgendwie halte ich mich da an die Sätze eines Trainers vor über 20 Jahren:
Nicht ärgern, dass es mal nicht klappt, einfach immer weitermachen.
Ulaschatz hat geschrieben:Ach ja, auch Bodybuilder kennen Rücken- und Gelenkprobleme. Und zwar von falschem Freihanteltraining! Natürlich nicht alle.. Horch dich mal bei den Älteren um, da gibts sicher ein paar, die dir das bestätigen können.
Ja, wenn man die noch treffen würde. Im alten Studio (mit entsprechenden Stöhngeräuschen) habe ich ab und zu nur noch von entsprechenden Arztgeschichten nicht mehr trainierender Leute gehört.

Aus all diesen Erfahrungen will ich hier ja auch klarmachen, dass man an die Sache nicht so verbissen rangehen sollte, um sein Training wirklich langfristig (bis der Deckel zuklappt :) ) machen zu können.
Dazu gehört neben der Tatsache, dass man sich hinterher besser fühlt auch so ein Detail, wie Sauna als Belohnung nach der ganzen Anstrengung. ;D

Gruss
Klaus
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