also erstmal hoffe ich, dass das hier der richtige Bereich für mein Anliegen ist...
Ich bin sehr dankbar, dass es dieses Forum hier gibt, mir geht es wahrscheinlich so wie vielen anderen hier, dass man sich bisher von diversen Orthopäden etc alleingelassen bzw nicht ernstgenommen fühlt und letztendlich mit Aussagen wie "da kann man nur versuchen mit mehr Sport entgegenzuwirken" abgespeist wird.
Kurz zu mir, ich bin jetzt 31 und leide seit der Pubertät unter Hyperkyphose, wie ich seit einer Woche weiss. Beschwerden waren immer schon da, aber sie waren vermeintlich erträglich. Vor 8 Jahren war ich dann das erste Mal bei einem Orthopäden, der nach kurzem Abtasten zum Fazit kam: Einfach mehr Sport, dann passt das schon. Zudem habe ich einen Bürojob und war nie wirklich sportlich aktiv, das hat für mich dann ins Bild gepasst und naja, man hat das immer so vor sich hergeschoben. Stand heute ist, dass ich mich den Tag über von einer Sitzposition in die Andere retten muss vor Schmerzen, mal hinstellen, mal Übungen zwischendurch. Ich kann keine 10 Minuten Laufen oder Stehen, ohne dass ich Schmerzen bekomme.
Jetzt, mit der Geburt des ersten Kindes und der damit verbundenen Tragerei des Kleenen, sind die Beschwerden entsprechend stärker geworden. Daher war ich dann vor 9 Monaten erneut bei einem weiteren Orthopäden, da wurde dann eine Statikvermessung der WS durchgeführt sowie das erste Mal geröngt.
Ergebnis: Thorakal-Syndrom mit Teilsteife, leichte Skoliose, die durch einen Fersenkeil von 3mm korrigiert werden soll, Krankengymnastik und mehr Sport sollen es richten. Verbesserung der Körperhaltung (des "Buckels") ausgeschlossen, Muskelaufbau könne lediglich helfen die Schmerzen zu lindern.
Also 2x die Woche zur KG und 3x die Woche ins Fitnesstudio, zudem diverse Dehn-Übungen ("Wandwischen", Blackroll etc) über den Tag verteilt, Ernährungsumstellung, konsequent das volle Programm. Die Beschwerden wurden aber nicht besser, eher im Gegenteil, wobei wohl natürlich auch das Tragen des Kindes seinen Teil dazu beitragen wird. Zwischendurch immermal widersprüchliche Aussagen wie "Sport könne doch zur Verbesserung der Haltung beitragen" (ja was denn nun?) und das Verschreiben von Schmerzmitteln.
Zwischendurch habe ich eine 2te Orthopäden-Meinung eingeholt (mit dem selben Ergebnis, einmal abgetastet, "alles halb so wild, mehr Sport") und einen Ostheopaten aufgesucht, die Behandlung war aber auch ohne Verbesserung der Situation.
Da die Beschwerden weiter schlimmer als besser wurden, verordnete mein ursprünglicher Orthopäde eine MRT mit dem Ergebnis:
Hyperkypose der BWS. Intraspongiöse Banscheibenherniation im BWK 7 mit ventraler Höhenminderung der Brustwirbelkörper im mittleren Bereich sowie Degeneration der Bandscheiben wie bei Morbus Scheuermann. Diskrete breitbasige Bandscheibenprotrusion BWK 6/7.
Direkt nach dem MRT sagte mir die Radiologin, dass kein Bandscheibenvorfall vorliegt, mein Orthopäde sagte mir in der Besprechung das Gegenteil (Vorfall in der BWS). Ich solle weiter mehr Sport machen, könnte mit Akkupunktur beginnen oder eben Schmerzmittel nehmen. Den Bandscheibenvorfall müsse man jedoch nicht beachten und ich könnte alles machen wie bisher.
Auf meine Fragen wurde für mein Verständnis nicht wirklich eingegangen. Gibt es eine bestimmte Art von Krankengymnastik die bei meiner neuen Diagnose helfen könnte? evtl nach Schroth? Mache ich falsche KG? Worauf muss ich achten? Käme ein Korsett in Frage?
Antwort: Es gibt keine passende besondere Form der Krankengymnastik, ein Korsett kommt auch nicht in Frage (zu alt), es geht nur darum, Muskeln aufzubauen. Sonst Akkupunktur und Schmerzmittel. Auch kein Wort zu der für mich neuen Diagnose Hyperkyphose. Das man da zB. den Grad der Beugung beachten sollte lese/höre ich hier bei euch zum ersten Mal.
Die für mich teilweise widersprüchlichen Aussagen und die Tatsache, dass ich mir so "abgefertigt" vorkam, führten dazu, dass ich eine Heilpraktikerin aufgesucht habe.
Sie behandelte mich nach Dorn mit dem Hinweis, den Sport und die Krankengymnastik sofort einzustellen, Sport erst wieder sobald die Haltung verbessert ist. Sonst würde man die falsche Haltung nur verstärken...das klang im ersten Augenblick logisch...dann kam jedoch die Aussage, dass man es im laufe der Behandlung mit Einlagen probieren würde, deren Wirkung aber bis zu 2 Jahre dauern könnte...2 Jahre lang "tatenlos" auf die Wirkung von Einlagen zu hoffen ist für mich jedoch keine Alternative!
Also fragte ich bei meiner Krankenkasse an , ob man mir einen spezialisierten Orthopäden nennen kann. Aufgrund von Rückständen könnte man mir da erst in einer Woche eine Rückmeldung geben...seltsam, aber vielleicht gängige Praxis?
Ich wollte aber jetzt nicht tatenlos warten und bin per Google auf euch hier gestoßen.
Lange Rede, kurzer Sinn (ich hoffe doch, dass der ein oder andere von euch bis hierhin durchgehalten hat
Ich bin auf der Suche nach einem Spezialisten, hier gibt es ja diverse gute und hilfreiche Berichte. Aufgrund meines Wohnortes (bei Köln) kämen spontan 3 Fachärzte in Frage:
a) Dr. Hoffmann
b) Dr. Verres
c) Dr. Al-Alwan
Meine Frage wäre, gibt es hier jemanden unter euch mit einer ähnlichen Diagnose, der bei einem der dreien in Behandlung und zufrieden war? Ich weiss, Meinungen sind immer subjektiv, auch Ärzte haben mal nen schlechten Tag, es wird überall positive und negative Meinungen geben.
Mir geht es auch nicht darum einen über den anderen zu stellen, irgendwen abzuwerten,
sondern, ja, um die Frage, ob jemand mit einem ähnlichen Krankheitsbild wie ich es habe, schon bei einem dieser Ärzte in Behandlung war? Gibt es unter diesen dreien einen, der mehr als die anderen auf meine Diagnose spezialisiert ist? Gibt es sonst irgendetwas, was ich beachten sollte?
Wie gesagt, ich hoffe ich bin hier in dem Bereich des Forums richtig mit meinem Anliegen und würde mich über die ein oder andere Rückmeldung freuen.
LG
der Dennis




