Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
Hallo Leidensgenossen,
ich habe eine 48° Skoliose und muss eventuell operiert werden. Jetzt wollte ich fragen wie es so ist mit einer versteifter Wirbelsäule? Kann man sich wirklich kaum mehr bewegen und wie sieht es mit Schmerzen und Beschwerden aus? Habt ihr nun weniger Schmerzen, oder eher mehr? Momentan bin ich noch in Beobachtung und es ist noch nicht sicher, ob ich wirklich operiert werde. Ich konnte noch nicht genauer mit meinen Arzt darüber reden,weil der letzte Termin im November der erste war, denn wir bei ihm hatten und der nächste ist erst im Juni. Mich würde es interresieren, was auf mich zukommen würde, wenn es wirklich keinen anderen Ausweg mehr gibt.
Ich würde mich sehr über Antworten freuen.
ich lese gerade in deinem Profil dass du kein Korsett mehr bekommst?
Das bekommen auch Ausgewachsene und kan nimmer noch helfen.
Zum Thema OP, solange keine Organe gequetscht werden und/oder du ständige Schmerzen hast sollte die OP vermieden werden.
gegen Schmerzen kann auch das Korsett sehr gut helfen und eine Reha wäre da auch von Vorteil.
ich bin mit 17 auch ausgewachsen und trage noch ein Korsett, denn noch ist meine WS auch sehr flexibel, also sind gute Korrekturen möglich. Auch eine dauerhafte Korrektur ist immer noch möglich, wenn auch mit etwas mehr Aufwand als im Wachstum.
Die OP würde ich versuchen zu vermeiden. Ich bin in Whatsapp in einer Skoliose-Gruppe und viele Operierte dort haben nach der OP teilweise mehr Probleme als vorher.
LG
Tammi
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." - Johann Wolfgang von Goethe
Diagnose: Skoliose,1963 OP/Heidelberg D5-L4,Restkrümmung 39°,LWS-Bereich: hochgrad. Spinalkanalstenose,Einengung der Neuroforaminae, Dehydrierung der Bandscheiben u. a.
lies doch mal im Skoliose-Op-Forum über Operationen nach. Ich wurde mit 13 Jahren operiert und nachdem ich mich an den versteiften Rücken gewöhnt hatte, lebte ich über 30 Jahre ohne Schmerzen, aber auch ohne Physiotherapie.
Erst mit den Wechseljahren kamen dann die Beschwerden im LWS-Bereich.
Alles Gute
OP immer nur als "ultima-ratio". Wie sagte mal ein alter Orthopädie Prof. "Der Schmerz muss den Patienten zum Operateur bringen, nicht der Doc den Patienten bequatschen" ... oder so ähnlich. Also schon mal einen Korsettversuch veranstalten (CC-Tec oder Rahmouni), quasi als umschnallbares Schmerzmittel ohne böse Nebenwirkungen.
Da kann man als Erwachsener auch die Tragezeit sehr individuell ausgestalten. Wenn's hilft ,trägst du's von selber. Auf super Korrekturen würde ich dabei gar nicht schielen.
Meine WS ist zwar unfallbedingt ziemlich "zerbeult", aber solange ich konservativ hinkomme würde ich mich nie operieren lassen, auch wenn mir das bereits mehrfach angeboten wurde.
Ich wurde vor 5 Jahren operiert weil ich über 40° hatte und starke Schmerzen, leider hat die OP bei mir nur eine Verbesserung der Optik bewirkt und keine verbesserung der Schmerzen. Habe täglich Schmerzen und schon einiges ausprobiert, leider nehmen mich die Ärzte nicht ernst und sagen das es jetzt nun mal so ist.
Ich würde eine Operation nur empfehlen, wenn starke Schmerzen vorhanden sind oder eine große Unzufriedenheit mit dem Äußeren herrscht.
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