Unglücklich nach OP
- Dracula
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Unglücklich nach OP
Seid gegrüßt, liebe Mitglieder!
Am 20. Juli 2011 wurde ich an meiner Skoliose operiert; allerdings wollte ich die Operation noch nicht (da ich noch nicht volljährig bin, mussten meine Eltern zustimmen), denn vorher hatte ich kaum Probleme und wusste, dass sie mir in dieser Hinsicht nicht viel bringen würde.
Seit dem Eingriff verläuft einiges nicht so, wie es soll:
- Meine Schulnoten sind wegen den vielen Fehltagen schlechter geworden.
- Wegen der OP habe ich Probleme mit Mitschülern.
- Ich werde nie wieder so beweglich sein wie vorher (was aber für meinen späteren Berufswunsch, nämlich Zauberkünstlerin, nicht unwichtig ist).
- Dadurch, dass ich ein Jahr lang nichts machen durfte, bin ich ein richtiger Schwächling geworden. Sogar die Krankengymnastin hat das heute gesagt. Und früher war ich stärker als viele andere Mädchen in meinem Alter.
- Man hat mir gesagt ich würde weniger Schmerzen haben. Aber vor der OP hatte ich kaum Schmerzen, und das, was ich hatte, ist sogar schlimmer geworden.
Das bin nicht ich. Ich war immer gut in der Schule, einigermaßen beweglich und vor allem nicht schwach. Das Ganze macht mich sehr unglücklich. Was kann ich gegen diese Traurigkeit tun? Ich kann und will diesen Körper nicht akzeptieren. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder hat einfach so gute Tipps?
Am 20. Juli 2011 wurde ich an meiner Skoliose operiert; allerdings wollte ich die Operation noch nicht (da ich noch nicht volljährig bin, mussten meine Eltern zustimmen), denn vorher hatte ich kaum Probleme und wusste, dass sie mir in dieser Hinsicht nicht viel bringen würde.
Seit dem Eingriff verläuft einiges nicht so, wie es soll:
- Meine Schulnoten sind wegen den vielen Fehltagen schlechter geworden.
- Wegen der OP habe ich Probleme mit Mitschülern.
- Ich werde nie wieder so beweglich sein wie vorher (was aber für meinen späteren Berufswunsch, nämlich Zauberkünstlerin, nicht unwichtig ist).
- Dadurch, dass ich ein Jahr lang nichts machen durfte, bin ich ein richtiger Schwächling geworden. Sogar die Krankengymnastin hat das heute gesagt. Und früher war ich stärker als viele andere Mädchen in meinem Alter.
- Man hat mir gesagt ich würde weniger Schmerzen haben. Aber vor der OP hatte ich kaum Schmerzen, und das, was ich hatte, ist sogar schlimmer geworden.
Das bin nicht ich. Ich war immer gut in der Schule, einigermaßen beweglich und vor allem nicht schwach. Das Ganze macht mich sehr unglücklich. Was kann ich gegen diese Traurigkeit tun? Ich kann und will diesen Körper nicht akzeptieren. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder hat einfach so gute Tipps?
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- Raven
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Re: Unglücklich nach OP
Hallo Dracula,
ich bin auch skolioseoperiert. Bei dir ist ja leider einiges im Argen
Für Schmerzen ist übrigens auch häufig ein schlechter muskulärer Zustand, wie er nach der OP nicht verwunderlich ist, verantwortlich.
Wenn sich deine Schulnoten drastisch verschlechtert haben, könnte (!) es ein Weg sein, freiwillig ein Jahr zu wiederholen. Ggf. kann dir auch blockweise Nachhilfe (z.B. in den Ferien; gerade in Städten werden in fast allen Ferien Kompaktkurse von Nachhilfeinstituten angeboten) hilfreich sein. Sind deine Noten so schlecht, dass du dem Unterricht nur noch schlecht folgen kannst, deine Versetzung gefährdet ist oder die Noten einem Berufswunsch im Wege stehen?
Häufig hilft es, wenn Mitschüler gut über die OP, ihren Sinn und Zweck und die Folgen informiert werden; diese Erfahrung haben viele gemacht, auch ich.
Ich kann dir auch das Forum unter www.skoliose-op.info zum Austausch sehr empfehlen, da dort viel mehr Skolioseoperierte zu finden sind als im Forum hier. Es tut meiner Erfahrung einfach gut, wenn man mal "jemanden zum Quatschen" hat, der diese Dinge nachvollziehen kann
Viele Grüße & alles Gute dir,
Raven
ich bin auch skolioseoperiert. Bei dir ist ja leider einiges im Argen
Bei dir ist bislang keine Reha erfolgt, oder? Ich kann sie dir nur sehr empfehlen. Muskelaufbau kann wieder erfolgen und ist auch wichtigDracula hat geschrieben:- Dadurch, dass ich ein Jahr lang nichts machen durfte, bin ich ein richtiger Schwächling geworden. Sogar die Krankengymnastin hat das heute gesagt. Und früher war ich stärker als viele andere Mädchen in meinem Alter.
- Man hat mir gesagt ich würde weniger Schmerzen haben. Aber vor der OP hatte ich kaum Schmerzen, und das, was ich hatte, ist sogar schlimmer geworden.
In welcher Klasse bist du aktuell und an welcher Schulform?Dracula hat geschrieben:- Meine Schulnoten sind wegen den vielen Fehltagen schlechter geworden.
Wenn sich deine Schulnoten drastisch verschlechtert haben, könnte (!) es ein Weg sein, freiwillig ein Jahr zu wiederholen. Ggf. kann dir auch blockweise Nachhilfe (z.B. in den Ferien; gerade in Städten werden in fast allen Ferien Kompaktkurse von Nachhilfeinstituten angeboten) hilfreich sein. Sind deine Noten so schlecht, dass du dem Unterricht nur noch schlecht folgen kannst, deine Versetzung gefährdet ist oder die Noten einem Berufswunsch im Wege stehen?
Dass es hier Probleme geben kann, kann ich sehr gut verstehen. Mögliche Probleme sind da vielfältig - was ist genau los?Dracula hat geschrieben:- Wegen der OP habe ich Probleme mit Mitschülern.
Häufig hilft es, wenn Mitschüler gut über die OP, ihren Sinn und Zweck und die Folgen informiert werden; diese Erfahrung haben viele gemacht, auch ich.
Leider ist eine völlige Beweglichkeit nicht möglich. Aber: Mit einer Reha kann deine jetzige Beweglichkeit noch verbessert werden.- Ich werde nie wieder so beweglich sein wie vorher (was aber für meinen späteren Berufswunsch, nämlich Zauberkünstlerin, nicht unwichtig ist). .
Ich kann dir auch das Forum unter www.skoliose-op.info zum Austausch sehr empfehlen, da dort viel mehr Skolioseoperierte zu finden sind als im Forum hier. Es tut meiner Erfahrung einfach gut, wenn man mal "jemanden zum Quatschen" hat, der diese Dinge nachvollziehen kann
Viele Grüße & alles Gute dir,
Raven
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- Dracula
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Re: Unglücklich nach OP
Sei gegrüßt, Raven!
Erst einmal ein herzliches Dankeschön für deine Antwort.
Nein, eine Reha ist nicht erfolgt. Man at uns gesagt das sei nicht nötig, aber ich habe auch schon darüber nachgedacht, bim nächsten Termin zu fragen, ob das möglich wäre. Vielleicht würde es aber auch schon helfen, wenn ich einfach wieder alles machen dürfte.
Zur Zeit besuche ich die 8. Klasse eines Gymnasiums und nein, so schlecht sind meine Noten (noch) nicht (obwohl ich manchmal ernsthaft darüber nachdenke, auf die Realschule zu wechseln).
Bei den Mitschülern kann ich dir so aus dem Stegreif nur ein Beispiel nennen (dafür aber ein aktuelles): Wir haben noch zwei Wandertage vor uns. An einem wollten wir zuerst in den Heidepark Soltau. Dann habe ich meinem Klassenlehrer aber gesagt, dass ich da nicht mit kann. Mein Sitznachbar hat das mitbekommen. Dann hat er bestimmt zwei Wochen lang dauernd Sachen gesagt wie "Du kannst doch in irgendwelche Kinos/Shows/...", aber dass es auch eine psychische Belastung für mich ist, hat er nicht kapiert - obwohl ich es ihm mehrfach gesagt habe.
Über die OP habe ich die ganze Klasse direkt nach den Sommerferien informiert.
Das mit der völligen Beweglichkeit ist echt blöd, denn genau die brauche ich (ich möchte Zauberkünstlerin werden und für manche Tricks muss man den Rücken rund machen können). Aber mich hat ja keiner gefragt (schließlich war ich ja nur die "kleine, unverantwortliche Jugendliche, der man es noch nicht zutrauen kann bei solchen Sachen mitzureden").
Mir persönlich hat es in dem Forum überhaupt nicht gefallen. Beispiel: Es gab etwas, das nannte sich "Meckerecke". Aber wehe man hat mal gesagt, dass einen was am Forum nicht passt (wozu solche Bereiche meistens sogar da sind). Generell wurde man wegen jedem Mist verwarnt; sogar dann, wenn man mal die Anrede oder die Unterschrift vergessen hat. Das Forum hätte mehr Nutzer, wenn skulli nicht so streng wäre.
Deine Freundin D.
Erst einmal ein herzliches Dankeschön für deine Antwort.
Nein, eine Reha ist nicht erfolgt. Man at uns gesagt das sei nicht nötig, aber ich habe auch schon darüber nachgedacht, bim nächsten Termin zu fragen, ob das möglich wäre. Vielleicht würde es aber auch schon helfen, wenn ich einfach wieder alles machen dürfte.
Zur Zeit besuche ich die 8. Klasse eines Gymnasiums und nein, so schlecht sind meine Noten (noch) nicht (obwohl ich manchmal ernsthaft darüber nachdenke, auf die Realschule zu wechseln).
Bei den Mitschülern kann ich dir so aus dem Stegreif nur ein Beispiel nennen (dafür aber ein aktuelles): Wir haben noch zwei Wandertage vor uns. An einem wollten wir zuerst in den Heidepark Soltau. Dann habe ich meinem Klassenlehrer aber gesagt, dass ich da nicht mit kann. Mein Sitznachbar hat das mitbekommen. Dann hat er bestimmt zwei Wochen lang dauernd Sachen gesagt wie "Du kannst doch in irgendwelche Kinos/Shows/...", aber dass es auch eine psychische Belastung für mich ist, hat er nicht kapiert - obwohl ich es ihm mehrfach gesagt habe.
Über die OP habe ich die ganze Klasse direkt nach den Sommerferien informiert.
Das mit der völligen Beweglichkeit ist echt blöd, denn genau die brauche ich (ich möchte Zauberkünstlerin werden und für manche Tricks muss man den Rücken rund machen können). Aber mich hat ja keiner gefragt (schließlich war ich ja nur die "kleine, unverantwortliche Jugendliche, der man es noch nicht zutrauen kann bei solchen Sachen mitzureden").
Mir persönlich hat es in dem Forum überhaupt nicht gefallen. Beispiel: Es gab etwas, das nannte sich "Meckerecke". Aber wehe man hat mal gesagt, dass einen was am Forum nicht passt (wozu solche Bereiche meistens sogar da sind). Generell wurde man wegen jedem Mist verwarnt; sogar dann, wenn man mal die Anrede oder die Unterschrift vergessen hat. Das Forum hätte mehr Nutzer, wenn skulli nicht so streng wäre.
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- Silas
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Schroth KG
Re: Unglücklich nach OP
Das hört sich ja alles nicht so toll an...
Wegen Muskelaufbau würde ich Dir dazu raten, Dich an eine Schroth-Therapeutin zu wenden. Dort kannst Du gezielte Übungen erlernen, die sich auch gut mit Deiner operierten Skoliose vertragen.
Eine Reha würde Dir sicher auch gut tun, nimmt aber natürlich viel Zeit in Anspruch, ggf. wäre sie außerhalb der Schulferien...
Durch die KG würde sich auch die Beweglichkeit verbessern. Natürlich ist was steif ist unbeweglich, aber mit kleinen Tricks lässt sich bessere Beweglichkeit erreichen.
Was ansonsten die schulischen Probleme angeht, so wird das doch wahrscheinlich nur vorübergehend sein. Du wirst Dich bestimmt wieder voll einfinden und nach und nach alles aufholen, so dass sich da wieder alles in den gründen Bereich verschiebt.
Welche Probleme hast Du denn mit Deinen Mitschülern?
Wegen Muskelaufbau würde ich Dir dazu raten, Dich an eine Schroth-Therapeutin zu wenden. Dort kannst Du gezielte Übungen erlernen, die sich auch gut mit Deiner operierten Skoliose vertragen.
Eine Reha würde Dir sicher auch gut tun, nimmt aber natürlich viel Zeit in Anspruch, ggf. wäre sie außerhalb der Schulferien...
Durch die KG würde sich auch die Beweglichkeit verbessern. Natürlich ist was steif ist unbeweglich, aber mit kleinen Tricks lässt sich bessere Beweglichkeit erreichen.
Was ansonsten die schulischen Probleme angeht, so wird das doch wahrscheinlich nur vorübergehend sein. Du wirst Dich bestimmt wieder voll einfinden und nach und nach alles aufholen, so dass sich da wieder alles in den gründen Bereich verschiebt.
Welche Probleme hast Du denn mit Deinen Mitschülern?
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(Stephen Hawking)
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- Raven
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Re: Unglücklich nach OP
Hallo Dracula,
- manche Dinge, die man versucht genauso zu machen wie zuvor, sind zu belastend
- durch die Versteifung wirken viele Alltagsbewegungen nicht mehr so "trainierend" wie auf unversteifte Personen (Beispiel: Ich hatte mit der Zeit einen starken Muskelabbau im Bereich der Schultern bekommen, obwohl ich einen ganz normalen Alltag habe, aktiv bin etc. Dieser Muskelabbau führte zu sehr starken stechenden Schmerzen. Grund hierfür ist die Versteifung, die die Beweglichkeit der Schultern etwas einschränkt, und die auch der Rückenmuskulatur Arbeit abnimmt; unversteifte Leute bekommen solche Probleme nicht, weil die Alltagsbewegungen schon genug aktivieren).
Oft, so auch meine Erfahrung, versuchen sich andere an Aufmunterungsversuchen, die leider sehr daneben gehen. In die Richtung wie das, was dein Sitznachbar gesagt hat, ging auch der Inhalt einer Karte, die mich in der Klinik erreichte: Darin stand etwas von "bald springst du wieder lustig herum" und dass ich doch bestimmt beim Skilager teilnehmen könnte... Es war nett gemeint, definitiv, aber es traf mich wie ein Schlag.
In Richtung Zauberei, Kleinkunst etc. gib es ja so vieles
Viele Grüße,
Raven
aus eigener Erfahrung: Wieder alles machen zu dürfen, bringt zwar (etwas) Muskelaufbau, ist aber nicht wirklich hilfreich. Grund:Dracula hat geschrieben:Vielleicht würde es aber auch schon helfen, wenn ich einfach wieder alles machen dürfte.
- manche Dinge, die man versucht genauso zu machen wie zuvor, sind zu belastend
- durch die Versteifung wirken viele Alltagsbewegungen nicht mehr so "trainierend" wie auf unversteifte Personen (Beispiel: Ich hatte mit der Zeit einen starken Muskelabbau im Bereich der Schultern bekommen, obwohl ich einen ganz normalen Alltag habe, aktiv bin etc. Dieser Muskelabbau führte zu sehr starken stechenden Schmerzen. Grund hierfür ist die Versteifung, die die Beweglichkeit der Schultern etwas einschränkt, und die auch der Rückenmuskulatur Arbeit abnimmt; unversteifte Leute bekommen solche Probleme nicht, weil die Alltagsbewegungen schon genug aktivieren).
Es ist leider so, dass das von vielen in dem Alter nicht nachvollzogen werden kann - die meisten kennen nur ihren gesunden, unbehinderten, höchstens mal zeitweise durch eine Sportverletzung eingeschränkten Körper.Dracula hat geschrieben:Bei den Mitschülern kann ich dir so aus dem Stegreif nur ein Beispiel nennen (dafür aber ein aktuelles): Wir haben noch zwei Wandertage vor uns. An einem wollten wir zuerst in den Heidepark Soltau. Dann habe ich meinem Klassenlehrer aber gesagt, dass ich da nicht mit kann. Mein Sitznachbar hat das mitbekommen. Dann hat er bestimmt zwei Wochen lang dauernd Sachen gesagt wie "Du kannst doch in irgendwelche Kinos/Shows/...", aber dass es auch eine psychische Belastung für mich ist, hat er nicht kapiert - obwohl ich es ihm mehrfach gesagt habe.
Oft, so auch meine Erfahrung, versuchen sich andere an Aufmunterungsversuchen, die leider sehr daneben gehen. In die Richtung wie das, was dein Sitznachbar gesagt hat, ging auch der Inhalt einer Karte, die mich in der Klinik erreichte: Darin stand etwas von "bald springst du wieder lustig herum" und dass ich doch bestimmt beim Skilager teilnehmen könnte... Es war nett gemeint, definitiv, aber es traf mich wie ein Schlag.
Gibt es hier nicht die Möglichkeit, sich auf einen anderen Teilbereich zu spezialisieren, in dem diese Tricks mit deutlicher Beweglichkeit nicht vorkommen?Das mit der völligen Beweglichkeit ist echt blöd, denn genau die brauche ich (ich möchte Zauberkünstlerin werden und für manche Tricks muss man den Rücken rund machen können).
In Richtung Zauberei, Kleinkunst etc. gib es ja so vieles
Viele Grüße,
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Re: Unglücklich nach OP
Sei gegrüßt, Silas!
Auch dir ein Dankeschön für deine Antwort.
Die Probleme habe ich bereits in der Antwort an Raven geschildert.
Deine Freundin D.
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Sei gegrüßt, Raven!
Natürlich kann es keinen richtigen Muskelaufbau ersetzen, wieder alles machen zu dürfen. Ein bisschen bringt es aber schon etwas, habe ich das Gefühl (ich darf zwar noch nicht alles, aber wieder mehr machen).
Vielleicht waren das von meinem Sitznachbarn solche Aufmunterungsversuche, wie du sie beschrieben hast; gebracht haben sie jedoch nichts - auch, wenn sie vielleicht nett gemeint waren.
Bei der Zauberkunst gibt es natürlich die Möglichkeit, sich auf Close-Up-Magie (Zauberei mit kleinen Dingen) zu spezialisieren. Aber erstens kenne ich nicht viele, die damit Erfolg haben (also davon einigermaßen leben können) und zweitens möchte ich erst einmal wissen, welche Sparte mir am besten gefällt und welche ich am besten kann (und da möchte ich natürlich auch die Illusionen nicht auslassen).
Ehrlich gesagt würde ich mir die Stäbe gerne eigenhändig wieder rausreißen
Deine Freundin D.
Auch dir ein Dankeschön für deine Antwort.
Die Probleme habe ich bereits in der Antwort an Raven geschildert.
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Sei gegrüßt, Raven!
Natürlich kann es keinen richtigen Muskelaufbau ersetzen, wieder alles machen zu dürfen. Ein bisschen bringt es aber schon etwas, habe ich das Gefühl (ich darf zwar noch nicht alles, aber wieder mehr machen).
Vielleicht waren das von meinem Sitznachbarn solche Aufmunterungsversuche, wie du sie beschrieben hast; gebracht haben sie jedoch nichts - auch, wenn sie vielleicht nett gemeint waren.
Bei der Zauberkunst gibt es natürlich die Möglichkeit, sich auf Close-Up-Magie (Zauberei mit kleinen Dingen) zu spezialisieren. Aber erstens kenne ich nicht viele, die damit Erfolg haben (also davon einigermaßen leben können) und zweitens möchte ich erst einmal wissen, welche Sparte mir am besten gefällt und welche ich am besten kann (und da möchte ich natürlich auch die Illusionen nicht auslassen).
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Schroth KG
Re: Unglücklich nach OP
Was Du Raven geschrieben hast, hatte ich gelesen, ich dachte nur, das wäre noch relativ harmlos und Du würdest vielleicht total gemobbt oder so.
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Re: Unglücklich nach OP
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Was bitte ist an Mobbing harmlos?
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Re: Unglücklich nach OP
Dracula, wo wurdest du denn operiert und hat sich die Optik deutlich verbessert?
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Re: Unglücklich nach OP
Habe deine Posts hier verfolgt und verstehe dich nicht so wirklich.
Dracula hat geschrieben:Bei den Mitschülern kann ich dir so aus dem Stegreif nur ein Beispiel nennen (dafür aber ein aktuelles): Wir haben noch zwei Wandertage vor uns. An einem wollten wir zuerst in den Heidepark Soltau. Dann habe ich meinem Klassenlehrer aber gesagt, dass ich da nicht mit kann. Mein Sitznachbar hat das mitbekommen. Dann hat er bestimmt zwei Wochen lang dauernd Sachen gesagt wie "Du kannst doch in irgendwelche Kinos/Shows/...", aber dass es auch eine psychische Belastung für mich ist, hat er nicht kapiert - obwohl ich es ihm mehrfach gesagt habe.
Dir fällt "aus dem Stehgreif" nichts anderes ein? Dann ists auch nicht so schlimm und das ist sicher kein Mobbing! Ich glaube du bist einfach nur empfindlich. Hab gelesen, dass man nach der OP (durch die Medikamente) leicht reizbar ist. Und was dein Mitschüler gesagt hat, sehe ich eher als "Hilfe" damit du mit kannst.Dracula hat geschrieben:Was bitte ist an Mobbing harmlos?
-
Lya500
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nach M.Scheuermann - Therapie: OP März 2013
Fusionsstrecke von Th2-L3 mit dem OMS-Implantat, dorsales Release von Th2-L3 bds.
Restkrümmung 40°
Re: Unglücklich nach OP
Lass Dich doch von so einer Bemerkung nicht runterputzen.
Es gibt in jeder Klasse und auch auf der Arbeit, sogar in Sportvereinen und sonstwo Leute, die einen nicht leiden können und immer etwas zu erzählen haben, egal, ob sie nun eine verkrümmte oder operierte Wirbelsäule haben.
Es wird grundsätzlich überall geredet, auch wenn man keine Erkrankungen oder andere Belastungen hat.
Ich wurde damals in der Teeny-Zeit häufig wegen meinem Rundrücken gehänselt und teilweise auch richtig fertig gemacht. Resultat war dann, dass ich mich teilweise garnicht mehr zur Schule getraut habe, die Schule schwänzte und ich so ein Jahr wiederholen musste.
Heute ist es so, dass es mich völlig kalt lässt, ob jemand über mich dummes Zeug erzählt, denn das lässt sich eh nicht vermeiden.
Lass die Leute reden. Das sollte Dir am Allerwertesten vorbeigehen.
LG
lya
Es gibt in jeder Klasse und auch auf der Arbeit, sogar in Sportvereinen und sonstwo Leute, die einen nicht leiden können und immer etwas zu erzählen haben, egal, ob sie nun eine verkrümmte oder operierte Wirbelsäule haben.
Es wird grundsätzlich überall geredet, auch wenn man keine Erkrankungen oder andere Belastungen hat.
Ich wurde damals in der Teeny-Zeit häufig wegen meinem Rundrücken gehänselt und teilweise auch richtig fertig gemacht. Resultat war dann, dass ich mich teilweise garnicht mehr zur Schule getraut habe, die Schule schwänzte und ich so ein Jahr wiederholen musste.
Heute ist es so, dass es mich völlig kalt lässt, ob jemand über mich dummes Zeug erzählt, denn das lässt sich eh nicht vermeiden.
Lass die Leute reden. Das sollte Dir am Allerwertesten vorbeigehen.
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Re: Unglücklich nach OP
Nati, wer bist du? Wer hier gleich als unbekannter User mit einer Kritik einsteigt, sollte sich netterweise zuerst mal vorstellen. Wir haben einen Vorstellungsthread.
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Re: Unglücklich nach OP
Sorry, ich möchte nicht so viel von mir preisgeben. Nur soviel: Skoliose in der BWS 124° und in der LWS 86°, inoperabel.
Und DAS ist Mobbing: Trotz wechselnder Telefonnummern (mobil und fest), 2 Jahre Telefonterror (bis zu 30 Anrufe täglich), vollgeschmierte Hauswände, Hetze in sozialen Netzwerken, Drohungen per Post, zugesandte Pakete von Otto und Co. (nicht von mir bestellt), Anzeigen in Zeitungen und vieles mehr. Der Stalker wurde zwar gefasst und verurteilt, aber ich leider psychisch immer noch und bin in Behandlung. Mein Leben ist verpfuscht.
Mein Post sollte keine böse Kritik sein, sondern eine Art Wachrütteln. Nur weil mal jemand mal "was" sagt, ist das noch lange kein Mobbing!
Aus Angst vor weiteren Verfolgungen, werd ich mich nicht weiter zu meiner Person äußern. Ich bitte um Verständnis.
Und DAS ist Mobbing: Trotz wechselnder Telefonnummern (mobil und fest), 2 Jahre Telefonterror (bis zu 30 Anrufe täglich), vollgeschmierte Hauswände, Hetze in sozialen Netzwerken, Drohungen per Post, zugesandte Pakete von Otto und Co. (nicht von mir bestellt), Anzeigen in Zeitungen und vieles mehr. Der Stalker wurde zwar gefasst und verurteilt, aber ich leider psychisch immer noch und bin in Behandlung. Mein Leben ist verpfuscht.
Mein Post sollte keine böse Kritik sein, sondern eine Art Wachrütteln. Nur weil mal jemand mal "was" sagt, ist das noch lange kein Mobbing!
Aus Angst vor weiteren Verfolgungen, werd ich mich nicht weiter zu meiner Person äußern. Ich bitte um Verständnis.
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Re: Unglücklich nach OP
Ich wäre mit so einer Aussage mal vorsichtig. Wenn du ständig mit blöden Kommentaren konfrontiert wirst, die für sich einzeln stehend scheinbar (!) harmlos sind, ist das bereits Mobbing und vor allen Dingen sehr schwer zu sanktionieren, weil Außerenstehende das so harmlos finden. Das, was du erlebt hast, ist natürlich eine ganz andere Dimension, gibt dir aber nicht das Recht, die Erfahrungen anderter abzuwerten. Ich kenne die von Dracula geschilderte Art des Mobbings und die ist außerordentlich belastend, weil die Täter nicht sanktioniert werden können und immer und immer wieder nachtreten. Nicht umsonst gibt es einen Unterschied zwischen "Mobbing" und "Stalking". Mobbing ist ein breit gefächertes Feld, Stalking ist eine viel härtere Dimension.nati1611 hat geschrieben:Nur weil mal jemand mal "was" sagt, ist das noch lange kein Mobbing!
Ich finde es grundsätzlich problematisch, wenn Forumsuser hier nur dann schreiben, um zu kritisieren. Solche Postings werden hier eigentlich nicht akzeptiert.
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Re: Unglücklich nach OP
Hallo Dracula,
ich verfolge deine Geschichte nun schon eine Weile. Ich denke, dein Hauptproblem liegt darin, dass du dich nicht selbst bewusst für die OP entschieden hast, sondern über dich hinweg entschieden wurde und du somit nicht bereit warst für diesen schweren Eingriff und eben dem, was jetzt danach erstmal ist. Somit tut man sich natürlich wesentlich schwerer und sieht verstärkt die Nachteile, die man nun durch die OP hat. Vor allem, wenn man vorher eigentlich keinerlei Beschwerden oder Einschränkungen hatte. Nun bringt aber alles Hadern leider nicht mehr viel, denn man kann diese OP jetzt leider nicht mehr rückgängig machen.
Was die Verbesserung der Beweglichkeit betrifft, bringt dir auch jetzt nach etwa einem Jahr eine Reha noch sehr viel. Und du musst auch trotz allem weiterhin Krankengymnastik machen. Vielleicht kannst du auch mal ein Praktikum bei einem Zauberkünstler machen und findest Möglichkeiten, wie du trotz deiner operierten Wirbelsäule noch viele Tricks machen kannst (oder du erfindest und entwickelst einfach neue Tricks oder Abwandlungen). Ich weiß, deine Situation ist für dich im Moment nicht einfach. Mir würde es in deiner Situation wohl genauso ergehen.
Und was deine Mitschüler betrifft: hat sich das jetzt wirklich seit der OP so drastisch entwickelt, oder gab es vorher schon solche Aktionen und sie verletzen dich jetzt nur stärker? Wenn diese verbalen Äußerungen tatsächlich jetzt erst zugenommen haben, dann wäre evtl. ein Gespräch mit deinem/r Klassenlehrer/in ratsam, auch wegen deinem Notenabfall. Schildere ihm/ihr in Ruhe deine Probleme, Ängste und Sorgen. Vielleicht lässt sich eine Lösung finden
. Meist tut es schon gut, wenn man mal jemanden zum Reden hat, der einem zuhört und einen ernst nimmt
.
Ich wünsche dir alles Gute.
Grüßle,
Saphira
ich verfolge deine Geschichte nun schon eine Weile. Ich denke, dein Hauptproblem liegt darin, dass du dich nicht selbst bewusst für die OP entschieden hast, sondern über dich hinweg entschieden wurde und du somit nicht bereit warst für diesen schweren Eingriff und eben dem, was jetzt danach erstmal ist. Somit tut man sich natürlich wesentlich schwerer und sieht verstärkt die Nachteile, die man nun durch die OP hat. Vor allem, wenn man vorher eigentlich keinerlei Beschwerden oder Einschränkungen hatte. Nun bringt aber alles Hadern leider nicht mehr viel, denn man kann diese OP jetzt leider nicht mehr rückgängig machen.
Was die Verbesserung der Beweglichkeit betrifft, bringt dir auch jetzt nach etwa einem Jahr eine Reha noch sehr viel. Und du musst auch trotz allem weiterhin Krankengymnastik machen. Vielleicht kannst du auch mal ein Praktikum bei einem Zauberkünstler machen und findest Möglichkeiten, wie du trotz deiner operierten Wirbelsäule noch viele Tricks machen kannst (oder du erfindest und entwickelst einfach neue Tricks oder Abwandlungen). Ich weiß, deine Situation ist für dich im Moment nicht einfach. Mir würde es in deiner Situation wohl genauso ergehen.
Und was deine Mitschüler betrifft: hat sich das jetzt wirklich seit der OP so drastisch entwickelt, oder gab es vorher schon solche Aktionen und sie verletzen dich jetzt nur stärker? Wenn diese verbalen Äußerungen tatsächlich jetzt erst zugenommen haben, dann wäre evtl. ein Gespräch mit deinem/r Klassenlehrer/in ratsam, auch wegen deinem Notenabfall. Schildere ihm/ihr in Ruhe deine Probleme, Ängste und Sorgen. Vielleicht lässt sich eine Lösung finden
Ich wünsche dir alles Gute.
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Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
- bluecat
- Profi

- Beiträge: 1263
- Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3 - Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung - Wohnort: Hessen
Re: Unglücklich nach OP
Was ich einfach schade finde, dass deine Eltern so "radikal" über deinen Kopf hinweg entschieden haben.
Ich weiß jetzt nicht wie alt du bist, aber so ab 15 finde ich, hat man schon auch ein gewisses Recht angehört zu werden.
Es ist aber vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass von ärztlicher Seite aus, keine wirklich kompetente Beratung erfolgt ist und deine Eltern somit mit dieser Entscheidung für dich das einzig Beste gesehen haben. Sie wussten es einfach nicht besser.
Wenn man damit zurecht kommen muss und hat den "Schaden" der OP, wäre ich für mein gesamtes Umfeld ziemlich ungenießbar (vielleicht auch sehr wütend auf meine Eltern!), weil ich mit mir nicht mehr zufrieden wäre und weil ich mich nicht ernstgenommen fühlen würde.
Du musst jetzt für dich einen Weg finden damit zurecht zu kommen. Wie er aussehen mag, kann dir keiner sagen
Aber versuche aus allem, so gut es geht, das Positive daraus zu sehen. Leicht gesagt aber schwer umzusetzen, ich weiß....
Und versuche in eine Reha zu kommen. Es wird dir sicherlich helfen mit deinem neuen Körper wieder besser leben zu können.
Zum Mobbing:
Was Nati erlebt hat ist Nerventerror der prägt. Dann liest sich das hier wie ein "Witz"
Aber jeder hat für sich persönlich ein bestimmtes Empfinden wann Mobbing beginnt oder auch nicht. Man darf das keinem zum Vorwurf machen. Wenn Dracula das gleiche auch erlebt hätte, würden auch hier die Grenzen zum Mobbing anders empfunden werden.
Ich weiß jetzt nicht wie alt du bist, aber so ab 15 finde ich, hat man schon auch ein gewisses Recht angehört zu werden.
Es ist aber vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass von ärztlicher Seite aus, keine wirklich kompetente Beratung erfolgt ist und deine Eltern somit mit dieser Entscheidung für dich das einzig Beste gesehen haben. Sie wussten es einfach nicht besser.
Wenn man damit zurecht kommen muss und hat den "Schaden" der OP, wäre ich für mein gesamtes Umfeld ziemlich ungenießbar (vielleicht auch sehr wütend auf meine Eltern!), weil ich mit mir nicht mehr zufrieden wäre und weil ich mich nicht ernstgenommen fühlen würde.
Du musst jetzt für dich einen Weg finden damit zurecht zu kommen. Wie er aussehen mag, kann dir keiner sagen
Aber versuche aus allem, so gut es geht, das Positive daraus zu sehen. Leicht gesagt aber schwer umzusetzen, ich weiß....
Und versuche in eine Reha zu kommen. Es wird dir sicherlich helfen mit deinem neuen Körper wieder besser leben zu können.
Zum Mobbing:
Was Nati erlebt hat ist Nerventerror der prägt. Dann liest sich das hier wie ein "Witz"
Aber jeder hat für sich persönlich ein bestimmtes Empfinden wann Mobbing beginnt oder auch nicht. Man darf das keinem zum Vorwurf machen. Wenn Dracula das gleiche auch erlebt hätte, würden auch hier die Grenzen zum Mobbing anders empfunden werden.
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Stand 2010----74°
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es war geil und vermiss die Leute echt :) (und die Quälerei^^) - Wohnort: Südpfalz
Re: Unglücklich nach OP
Frage mich sowieso ob sich Eltern einfach über den Kopf der Kinder hinwegsetzen können??
Wie alt warst du da?
Wie alt warst du da?
Re: Unglücklich nach OP
Hallo Dracula,
und Herzlich Willkommen hier im
Ich als Mutter eines Skoliosen erkrankten Jugendlichen, finde es sehr traurig, das die große OP über deinen Kopf hinweg entschieden wurde. Vor der OP hattest du 52 Grad, da hätte man mit einem guten Korsett vielleicht noch eine verbesserung erreichen können.
Aber deine Eltern wollten auch nur das Beste für dich, sonst hätten sie der OP auch nicht zugestimmt.
Wegen deine Schmerzen würde dir eine Reha bestimmt helfen.
Ich wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße Sylvia
und Herzlich Willkommen hier im
Ich als Mutter eines Skoliosen erkrankten Jugendlichen, finde es sehr traurig, das die große OP über deinen Kopf hinweg entschieden wurde. Vor der OP hattest du 52 Grad, da hätte man mit einem guten Korsett vielleicht noch eine verbesserung erreichen können.
Aber deine Eltern wollten auch nur das Beste für dich, sonst hätten sie der OP auch nicht zugestimmt.
Wegen deine Schmerzen würde dir eine Reha bestimmt helfen.
Ich wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße Sylvia
- Dracula
- aktives Mitglied

- Beiträge: 56
- Registriert: Di, 05.06.2012 - 19:35
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Skoliose, 52° (vor der OP)
Skoliose, 22° (nach der OP) - Therapie: Krankengymnastik und Operation
- Kontaktdaten:
Re: Unglücklich nach OP
Seid gegrüßt, liebe Mitglieder!
Es würde zu lange dauern, auf jeden Thread einzeln einzugehen; deswegen beantworte ich hier einfach mal alle Fragen auf einmal.
- Damals war ich fast 14.
- Ich wurde in Bad Wildungen operiert.
- Man hat mir gesagt, dass ein Korsett nichts mehr bringen würde, weil ich schon ausgewachsen bin, und von einer Kur hat man uns erst gar nichts gesagt.
- Es war nicht nur das mit dem Heidepark, sondern die dummen Sprüche haben generell zugenommen. Das Gespräch mit dem Klassenlehrer hat leider nichts gebracht. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass er mich besonders ernstgenommen hat (man muss aber dazu sagen, dass er ein halbes Jahr weg war und deswegen auch nicht alles mitbekommen hat).
- Das, was man mit Nati gemacht hat, ist kein Mobbing, sondern Belästigung. Und Belästigung ist strafbar. Deswegen: Wenn euch so was passieren sollte, dann geht zur Polizei.
- Ich nehme keine Medikamente; deswegen kann ich dadurch auch nicht empfindlich sein.
- Mein Aussehen hat sich verbessert, aber was bringt mir das, wenn ich mich dafür nicht mehr richtig bewegen kann und Schmerzen habe?
- Krankengymnastik hat man mir in Bad Wildungen gar nicht verschrieben. Man hat mir nur gesagt ich solle isometrische Übungen machen. Dadurch sind die Schmerzen aber schlimmer geworden; deswegen habe ich das gelassen.
Eure Freundin D.
Es würde zu lange dauern, auf jeden Thread einzeln einzugehen; deswegen beantworte ich hier einfach mal alle Fragen auf einmal.
- Damals war ich fast 14.
- Ich wurde in Bad Wildungen operiert.
- Man hat mir gesagt, dass ein Korsett nichts mehr bringen würde, weil ich schon ausgewachsen bin, und von einer Kur hat man uns erst gar nichts gesagt.
- Es war nicht nur das mit dem Heidepark, sondern die dummen Sprüche haben generell zugenommen. Das Gespräch mit dem Klassenlehrer hat leider nichts gebracht. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass er mich besonders ernstgenommen hat (man muss aber dazu sagen, dass er ein halbes Jahr weg war und deswegen auch nicht alles mitbekommen hat).
- Das, was man mit Nati gemacht hat, ist kein Mobbing, sondern Belästigung. Und Belästigung ist strafbar. Deswegen: Wenn euch so was passieren sollte, dann geht zur Polizei.
- Ich nehme keine Medikamente; deswegen kann ich dadurch auch nicht empfindlich sein.
- Mein Aussehen hat sich verbessert, aber was bringt mir das, wenn ich mich dafür nicht mehr richtig bewegen kann und Schmerzen habe?
- Krankengymnastik hat man mir in Bad Wildungen gar nicht verschrieben. Man hat mir nur gesagt ich solle isometrische Übungen machen. Dadurch sind die Schmerzen aber schlimmer geworden; deswegen habe ich das gelassen.
Eure Freundin D.
"The luckiest man who walks on this earth is the one who finds true love." - "You found Mina. I thought she was lost. We'll be married as soon as I return. Are you married, Count? - Sir, are you married?" - "I was married. Ages ago, it seems. She died." (Graf Dracula und Jonathan Harker aus dem Film "Bram Stoker's Dracula")
- bluecat
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- Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3 - Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung - Wohnort: Hessen
Re: Unglücklich nach OP
Hallo,
ich finde, hier hat tatsächlich keine kompetente bzw. ausreichende Beratung stattgefunden. Wenn man total frisch mit der Erkrankung konfrontiert wird, was soll man dann bei den Aussagen machen? Bad Wildungen ist immer noch eine sehr erfahrene Klinik, aber halt chirurgisch orientiert.
Deine Eltern wussten es einfach nicht besser, wie es so oft passiert und die Skoliosetherapie damit nicht voll ausgeschöpft wird.
Nun ist es so. Schau nach vorne und versuche etwas für dich zu finden, das dir Linderung bringt. Ich bin mir sicher, dass du das schaffen wirst.
Fühl dich mal
LG
ich finde, hier hat tatsächlich keine kompetente bzw. ausreichende Beratung stattgefunden. Wenn man total frisch mit der Erkrankung konfrontiert wird, was soll man dann bei den Aussagen machen? Bad Wildungen ist immer noch eine sehr erfahrene Klinik, aber halt chirurgisch orientiert.
Deine Eltern wussten es einfach nicht besser, wie es so oft passiert und die Skoliosetherapie damit nicht voll ausgeschöpft wird.
Nun ist es so. Schau nach vorne und versuche etwas für dich zu finden, das dir Linderung bringt. Ich bin mir sicher, dass du das schaffen wirst.
Fühl dich mal
LG
