Hüftfehlstellung und Skoliose

Skoliosen, die als Folge anderer Erkrankungen entstehen (Nerven- und Muskelerkrankungen, Wirbelfehlbildungen usw.)
Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Agrimon, Hallo Thomas,

na ja, eine Arthrose habe ich bis jetzt zum Glück noch nicht in meinem Knie. Wie es mit meiner Hüfte aussieht, weiß ich nicht. Beim letzten Röntgen letztes Jahr im Sommer meinte der Orthopäde nur irgendwas von wegen leicht vermehrte weiße Stellen :confused: , es sei aber noch nicht besorgniserregend.

Ja, ich wundere mich auch immer wieder, wie leichtfertig manchmal mit OP-Indikationen oder OPs generell umgegangen wird. Ich habe jetzt schon 5 unfreiwillige OPs hinter mir und das waren eigentlich immer eher kleinere OPs, im Vergleich zu einer Skoliose-OP. Freiwillig, beispielsweise nur der Optik wegen, würde ich mich nie operieren lassen. Dazu ist mir das Risiko zu hoch und die Aussicht auf erstmal Schmerzen danach zu heftig. Ich spare mir das lieber auf unfreiwillige, notwendige OPs auf.

Deshalb überlege ich mir das mit der Hüfte gut. Die Optik stört mich überhaupt nicht daran. Es sind die Schmerzen, die sich auch auf Knie, Sprunggelenke und Rücken übertragen und die Bewegungseinschränkungen, die mich zu der Überlegung treiben, das erstmal abklären zu lassen. Es ist die Angst vor einer frühzeitigen Arthrose mit Aussicht auf ein künstliches Hüftgelenk in relativ jungen Jahren, die mir zu denken gibt. Es ist so eben teilweise eine Einschränkung der Lebensqualität, denn mit Schmerzen macht es keinen Spaß und man ist angepisst und schlecht gelaunt, was für die Mitmenschen auch nicht immer angenehm ist. Trotzdem werde ich es mir gut überlegen und es erstmal abklären lassen, was da jetzt genau alles nicht so ganz stimmt mit meiner Hüfte. Und wenn dann eine Schmerzreduzierung zu erwarten ist, eine Arthrosebildung verzögert oder gar verhindert werden kann, auch eine Besserung meiner Rückenbeschwerden eintreten kann, dann ist es wohl eine Überlegung wert. Solch ein Eingriff ist nämlich auch ganz schön aufwendig und verändernd und heftig. Da sollte man Nutzen und Risiken gut miteinander abwägen. Deshalb brauche ich jetzt dann erstmal einen kompetenten Arzt für eine umfassende Diagnose und Therapieempfehlung.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo Agrimon,

ohweh, nochmal ein Knie, also das hängt doch alles
auch zusammen mit der Skoliose, denke ich.
Viel Erfolg bei Herr Dr. Hoffmann und mit Deiner REHA-Planung.
In der Schrothreha wird aber nur nach der Wirbelsäule geschaut.
Vermutlich muß sich Dein gebeuteltes Knie da hinten anstellen.(leider)
Selbst wollte ich letztes Jahr bei der REHA(Bad Salzungen) auch etwas an Therapie für die Hüfte, aber nein, aber nein. Das ging nicht. Nur Skoli-Behandlung hat es geheißen.
Wie ich vermute , wird eben nur die Behandlung der WBS vom Leistungsträger bezahlt. In Teuros-Zeiten ist das wohl so. Keine
Dreingabe irgendwo.

viele Grüße
Thomas
Zuletzt geändert von Bärle am Do, 18.11.2010 - 18:45, insgesamt 2-mal geändert.
Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

wie ergeht es Dir heute, hoffentlich doch "a bissel" besser
mit Deinem armen Knie. Könnte ich helfen, würde ich es.

mein CCD Winkel weist dann 145 Grad auf, hätte ich nicht gedacht. (heute ermittelt von mir). Na ja gehört halt zur Dysplasie dazu. Wohl nicht der Auslöser aber die Folge wie ich gelesen habe.
125-130 Grad sind normal, so heißt es. (Mein anderer CCD hat dann
exakt die 130 Grad. (wie schön, wenigstens stimmt dann meine
Winkelberechnung bzw. meine Angehensweise.)

Damit dann alles komplett ist gibts den Medizinischen Schlüssel
auch noch. > Q65.8 M21.05 (auf Wikipedia.de)

Vielen, vielen Dank :danke: für Deinen wertvollen Tipp, daß Coxa Valga und
Dysplasie zusammen gehören. :yau: Ich hätte den Winkel sonst nie
kontrolliert, da kein Arzt etwas dazu gesagt hat.
Das Schweigen im Walde.

Arthrose (bei der Hüfte heißt es Coxarthrose) ist vor 10 Jahren
bei mir schon einmal festgestellt worden. Das ist dann auch die Folge der bis dahin nicht ermittelten Dysplasie.

Also nach Deinem Knie (wenns hoffentlich heile ist und Dich wieder ruhiger schlafen lässt) darfst Du dann Deine Hüfte und Skoli gemeinsam pflegen.

Alles wird gut.

viele Grüße von mir
Thomas
sequoia
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von sequoia »

Saphira hat geschrieben:ja, das ist das Problem, dass ich aufgrunddessen einen Beckenschiefstand habe und eine Beinlängendifferenz von fast 2 cm. Dr. Hoffmann meinte nur, dass man beides behandeln müsse. Deshalb trage ich am kürzeren rechten Bein Einlegesohlen von 0,5 cm. Bei mehr Ausgleich spielt meine Skoliose nicht mehr mit. Mein Becken scheint ziemlich verdreht. Und die Rotation meiner Wirbelsäule ist im Verhältnis zu der eher geringen Verbiegung auch relativ stark.
Hallo Saphira

Wie sieht es mit muskulären Verspannungen bei dir aus.

Hast du dich auch schon mal über alternative Behandlungsmethoden informiert.
Es gibt Anwendungen die rein energetisch arbeiten und sehr oft Verbesserung bei "angeblichen" Beinlängendifferenzen und Beckenschiefständen/-verdrehungen herbeiführen können.

Schöne Grüsse, sequoia
Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas,

so, meinem Knie geht es endlich wieder besser :D . Es ist nicht mehr dick geworden, nur ein wenig blau :D . Und mein Physiotherapeut leistet gerade ganze Arbeit, dass das mit der Beweglichkeit auch wieder hinhaut. Am Montag können die Fäden raus. Und ab dann darf ich auch wieder anfangen mit Vollbelastung. Dann wäre zumindest diese eine Baustelle bald erledigt und ich kann mich um die anderen Baustellen wieder kümmern. Mein Physiotherapeut meinte auch zu mir, dass ich hypermobil sei und das da auch noch mit eine Rolle bei all meinen Problemen spielen könnte. Er ist aber auch der Meinung, dass ich das mit der Hüfte mal abklären lassen sollte, was da jetzt konkret alles ist. Denn ich weiß bisher nur von der Coxa Valga. Wobei es eben häufig der Fall ist, dass Coxa Valga und Dysplasie einhergehen. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig bei jedem der Fall sein, es kann, muss aber nicht. Beides kann rein theoretisch auch nur einzeln auftreten, wobei eben meistens eine Kombination aus beidem vorliegt (so wie bei dir wohl auch).

@ sequoia: Na ja, ich befinde mich wegen meiner Hüfte ja auch schon in physiotherapeutischer Behandlung. Und auf dem Röntgenbild ist nunmal leider ein deutlicher Beckenschiefstand zu erkennen und eben die unterschiedlichen Schenkelhalswinkel. Klar spielt die Muskulatur und der gesamte Bandapparat dabei eine Rolle. Aber die werden bei mir durch die Fehlstellung eben alle falsch belastet und können diese Fehlbelastung und Fehlstellung nur ungenügend ausgleichen, was auf Dauer oder bei übermäßiger Belastung dann eben zu Schmerzen führt. Das überträgt sich eben nach unten bis in die Knie und Sprunggelenke und nach oben bis in den Rücken, Nacken und sogar Kiefer. Es stimmt einfach die ganze Statik nicht. Ein alter Orthopäde wollte das auch mal "einrenken" (er war auch Chirotherapeut) mit der Folge, dass ich danach eine Woche lang höllische Rückenschmerzen hatte und mich kaum noch bewegen konnte und gebracht hat es eigentlich gar nichts (außer eben Schmerzen). Von dem her ist es bei mir ziemlich eindeutig ein skelettbedingtes Problem. Durch gezielte Physiotherapie und Muskelstärkung können die Beschwerden leider nur bedingt verringert werden. Aber es hängt da halt einfach zu viel mit dran.

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

na das hört sich jetzt aber erfreulich an. Auf dem Wege
der Besserung. Dann die Fäden ziehen ...zupf.. autsch...
und dann noch etwas Geduld und Physiotherapie. Dort in
Deiner Praxis scheint man sich dann doch auszu kennen.
(Wohl auch mit der Hüfte). Machst Du dort auch KG nach Schroth ?

Wie ist das eigentlich passiert. Ein Miniskus....hm...aber
oftmals reicht schon eine ungeschickte Treppe oder so.
Vieleicht dann doch durch Deine Coxa Valga und die Beinlängendifferenz.
Nun noch Deine Hüfte auf die Dysplasie untersuchen lassen.
Also kann doch unabhängig (Valga/Dysplasie) von einander auftreten wie Du schreibst. Vieleicht ist Dein Hüftwinkel dann
auch in Ordnung, das wäre schön.

Dafür habe ich aber gleich lange Beine. Wenigstens das stimmt, Wow. wie schön. Ich war dann über meinen CCD-Schenkelhals-
winkel dann schon sehr erschrocken. Schluck, hups, das auch noch.
Die Rö-Bilder sind erst ein Jahr alt.

Also nach außen sieht man bei mir nicht viel. Deshalb hatten sich
wohl die Ärzte zurückgehalten. Da wird dann doch auch geschaut
wie der Patient zur Türe herein kommt. Läuft ja momentan ganz
wacker....so wohl das Motto. So schlimm kanns nicht sein. Die Schmerzen sieht dann aber keiner. Lebensberohlich ist es auch nicht.

Die Wirbelrotation von Grad 4 in der LWS habe ich dann aber schon
obwohl da nur ein kleiner Ausgleichsschwung von der obrigen Skoli
(Thorkal und hochthorokal) vorhanden ist.
Wohl Dysplasie, Coax Valga und Skoli zusammen und die LWS solls
dann auch mit ausgleichen. Schwups und schon ist man gerade.
Zwischendrin Quetscht es dann meine Bandscheiben. Da müssen die durch.
Dann schmerzt es eben richtig deftig , und wie gesagt, keiner wills verstehen. So ist das eben..........wie ändern? das geht aber nicht.

jetzt ist es aber späht geworden,
nun wünsche ich Dir eine gute Nacht und gute Heilung für
Dein operiertes Knie. :snoopy:

viele Grüße,
Thomas
Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas,

ich bin auch froh, dass das mit meinem Knie langsam wieder wird. Und mein Physiotherapeut leistet da auch ganze Arbeit. Nach Schroth therapiert er allerdings nicht. Er kennt zwar einige Elemente von einer Fortbildung, ist aber kein Schroth-Therapeut.

Mir sieht man leider den Beckenschiefstand schon an :/ . Das mit dem Beckenschiefstand, der Beinlängendifferenz und den unterschiedlichen Schenkelhalswinkel hat Dr. Hoffmann auch in seinen Bericht mit aufgeschrieben gehabt. Na ja, mal sehen, was da noch so alles ist und was aus was resultiert und wie man das am besten angeht.

Tja, wie ist das mit dem Meniskusriss passiert, ganz blöd eigentlich. Ich bin auf den Schreibtisch draufgeklettert und hab mir dabei das Knie verdreht, autsch, und runtergesprungen bin ich dann auch wieder. Das hat dem Knie noch vollends den Rest gegeben :/ . Dementsprechend war der Meniskus auch ziemlich ordentlich gerissen.

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo,Saphira

Na, prima daß sich Dein verletztes Knie sich Stückenweise wieder
erholt. Ein ordentlicher Therapeut kann schon hilfreich sein.
Das kann ich mir vorstellen, Knie Hüfte und Skoliose, au... autsch...
dann an Krücken...da rappelt es.
Wurdest Du im RKU operiert ? ich vermute.
Vieleicht hätte es Dir auf einer Leiter statt dem Schreibtisch auch passieren können, ein ungeschickter dreh und dann ists passiert. Ja der Absprung danach, der wird dann nicht so fördernd gewesen sein. Dies war wohl mehr einen Schreckreaktion oder so.

Mit Deiner Skoliose wäre aber die Schroth-Therapie angebracht.
Ambulant wohl etwas erschwerlich und Zeitaufwenig zu erlernen,
aber schon sehr hilfreich. Ein Stückweit wird dabei auch die Hüfte
therapiert (Bezüglich der Verwringung und den verkrampfungen)
Das Gelenk selbst dann weniger.
Dann sieht man bei Dir nach außen die Problematik....gut die
2 cm Beinlängendifferenz ist wohl der Ausschlaggeber dafür.
Ich hoffe Dir macht das soweit keine all zu großen Gangbildprobleme.
Vieleicht wenn Du ein bißchen auf dein Gangbild achtest und dies
beim gehen korriegierst, leichter gesagt als getan, aber das wäre noch so ein Gedanke von mir als Laie. Da wäre dann Deine Therapiepraxis gefragt.

Mit meinem CCD Winkel sollte ich dann wohl auch ein Arzttermin
bei Herr Dr. Hoffmann vereinbaren. Ändern kann man da nichts
aber dokumentiert muß es sein.
(Meine 8 Röntgenbilder waren vom Gutachter )
Hüfte und Stabilisatoren stärken mehr gibts da nicht so wie ich
gelesen habe. Ja, gut dann eben die Umstellungs-OP.
Das heißt dann aber noch lange nicht, daß der Hüftkopf für
lange oder immer heile bleibt. Dann kann man ja gleich warten bis
eine Hüftprothese aus dem Ersatzteilekatalog bestellt und "montiert"
wird. ( sorry das mußte ich jetzt so schreiben, niemals den Humor verlieren)
alles wird gut, immer in Richtung Hoffnung blicken.

in dem Sinne wünsche ich Dir einen schönen Sonntag
weiter beste Heilung und wenig oder besser keinen:schmerz:

viele Grüße von mir :hallo:
Thomas
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas,
Bärle hat geschrieben: Wurdest Du im RKU operiert ? ich vermute.
Ja, ich wurde im RKU operiert. Aber da, wo ich während meines Studiums wohne, gibt es leider keine guten Krankenhäuser in der Nähe. Außerdem waren so meine Eltern in der Nähe und nach so einer OP, wenn man erstmal auf Krücken durch die Gegend humpeln muss, ist man alleine ziemlich hilflos.

Mein Knie wird langsam besser, dafür macht mir mein Rücken wieder zunehmend mehr Ärger :/ . Ich kann es nicht bestätigen, aber ich habe das Gefühl, meine Skoliose verschlechtert sich. Zumindest fühlt es sich so an. Vielleicht bessert sich das aber wieder, sobald ich alles wieder gleichmäßig belaste und das ist nur ein vorübergehender Zustand. Im Moment fühlt sich mein Rücken jedenfalls nicht gut an :( .

Grüßle,

Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Silas »

Hallo Saphira,

leider kenne ich das Problem auch, dass sich verschiedene Schmerzpunkte gegenseitig negativ beeinflussen.

Mit ein wenig "Herumprobieren" haben meine Schroth-Therapeutin und ich dann an den Übungen herummodelliert, hier und da etwas modifiziert und schließlich Übungen dabei herausbekommen, die sowohl die Wirbelsäule begradigen, als auch Hüften und Knien Entlastung bringen.

Mit etwas Hartnäckigkeit und Konsequenz findest auch Du bestimmt eine befriedigende Problemlösung.

Viele Grüße,
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

zu Hause da ist es doch am schönsten, so sagt man doch.
Ja, mit Krücken ist man einfach nicht mobil und Hilfe hast Du
dann von Deinen Eltern, so war es richtig.
Das Wetter spielt veileicht zur Zeit noch ein bißchen verückt mit.
Von Frühling bis Winter war die Woche alles drin. Das spüren die
Knöchelein vieleicht auch.
Bestimmt fühlt sich Deine Skoliose auf Grund der Fehlbelastung und
der folgenden Schmerzen nur "verschlechtert" an.
Wie stark ist Deine Skoliose ausgeprägt ?
Das ISG-Gelenk kann auch mit verrückt spielen.
Auf den Seiten von Dr. Tönis wird dies auch ganz deutlich beschrieben. Vorallem bei Hüftdysplasien und Coxa Valga und
Fehlhaltungen wobei ich die Skoli mit dazu rechne.

Als ich in 2008 im RKU war, sind die Ärzte-Streiks voll im Gange
gewesen und folglich war die Sprechstunde absolut unzufrieden
für mich ausgefallen. Das hatte mich gewundert, weil das RKU Ulm
doch einen guten Ruf hat. (Operieren dort auch Skoliosen)
Sechs Wochen später war ich dann zum Glück bei Herr Dr. Hoffmann und er hat dann meinen zweiten Skoliose Bogen mit 42 Grad diagnostiziert.
Da war ich dann auch schon 45 Jahre alt. Letztes Jahr war ich dann endlich in Bad Salzungen zur Reha. Viel zu spät alles, trotz laufender
Arztbesuche.

Oft ist es bei Ärzten auch Glücksache (Tagesform und Verständnis), das ist wohl auch so.

Morgen werden bei Dir die Fäden gezogen, danach wirds dann
wünschenswerter Weise wieder ein Stück nach vorne gehen.
Dann wird doch bestimmt Deine Hüfte auch noch einen guten
ordentlichen Ausklang finden. Bestimmt, sicherlich.

viele Grüße und :daumenhoch: toi,toi beim Fäden ziehen.
Thomas
Zuletzt geändert von Bärle am So, 21.11.2010 - 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Silas :hallo:

Ja, irgendwie hängt dann alles doch zusammen am Bewegungsapperat.
Wie eine Kette welche über einige Zahnräder läuft. (Ist mir gerade so eingefallen). Am Fahrrad springt auch mal die Kette herunter, dann
geht nichts mehr.

Umgebaute Schrothübungen aha, wieso nicht. Die Therapeutin
bei mir vor Ort baut auch immer mal noch was anderes mit ein.

Das hört sich gut an, daß Du wieder im Forum schreibst.
Folglich ergeht es Dir wieder gesundheitlich besser. Das ist
erfreulich und schön. Nur nicht unterkriegen lassen, ja.

viele Grüße von mir und weiter alles Gute :daumenhoch:
Thomas
Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Silas, Hallo Thomas,

ja, irgendwie müsste man ein wenig herumprobieren, bis man Übungen findet, die alles mit einbinden und somit nicht nur für den Rücken, sondern auch für Hüfte und Knie gut sind. Nur habe ich bis jetzt irgendwie noch keinen Schroth-Therapeuten bei mir in der Nähe gefunden. Da sieht es leider ziemlich mau aus. Aber ich warte jetzt besser erstmal die Reha im April ab und dann suche ich mal nach einem Schroth-Therapeuten für die Zukunft.

Die letzte Nacht war Horror für mich. Ich wusste nicht mehr, wie ich mich hinlegen sollte, ohne dass mir nicht beinahe alles wehtat. Mein Rücken macht mir wieder vermehrt Probleme und meine linke Hüfte auch :wall: . Das macht langsam echt keinen Spaß mehr. Und bei einer ungünstigen Bewegung jault mein Knie gleich wieder auf.

@ Thomas: meine Skoliose ist eigentlich relativ gering mit "nur" 17° lumbal rechtskonvex. Allerdings bei einer verhältnismäßig deutlich ausgeprägten Rotation. Daher allein können die Schmerzen also nicht stammen. Deshalb dachte ich jetzt ja auch vermehrt an die Hüfte als eigentliche (Schmerz-)Ursache. Ich bin mal gespannt, was die in Bad Sobernehim dazu sagen. Die werde ich darauf auf jeden Fall ansprechen.

Die Fäden sind jetzt endlich gezogen. Langsam wurden die auch nervig, weil es bei Bewegungen dann doch ein wenig geziept hat :D . Allerdings finde ich, dass die Wunden für mein Verständnis fürchterlich aussehen. Außerdem bluten jetzt beide Wunden wieder. Und die Thrombosespritzen darf ich auch noch schön brav weiter nehmen bis mindestens zum Wochenende. Und es war gar nicht so einfach, von meiner Hausärztin ein KG-Rezept für mein Knie zu bekommen.

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Guten Abend Saphira,

ui...ui....Dein Knie läßt sich aber geduldig betteln um
besser zu werden. Vieleicht auch das auf und ab Wetter
was Du mit dazu spürst. Fäden sind raus, das spannt, das kann ich mir vorstellen. Dann noch Spritzen gegen Thrombose....oh...
aber sicher ist sicher. Für Laien sehen vieleicht auch
genähte Wunden erschreckend aus. Aber Nässen oder bluten
das ist nicht so toll, denke ich. Autsch ...auwa...Hoffentlich wirds dann doch. Muß ja !!
Ein bißchen Geduld mit bringen, leicht gesagt,ich weiß.
Immer Kopf hoch.....auch das wird gut.

Deine Wirbelrotation von Grad 4 kann schon schmerzen auslösen,
aber richtig. Ich denke weil dort am Wirbel ja die Nerven austreten und dabei werden die wohl beleidigt oder gedrückt und es kommt zu Reizungen.
Komisch daß bei mir, bei einem kleinen Ausgleichsschwung in der LWS auch gleich Grad 4 erreicht wird.
Vieleicht dann doch auch der Mit-Auslöser >die Hüfte.

Ah, Du darft im April zur REHA nach Sobi, wie gut. Das ist ja erfreulich... wow !
In Ulm gäbe es Schroth-therapeuten, das weiß ich. Bin aber
selbst 65 km entfernt von Ulm.

Bei Coxa Valga ab 140 Grad sagt man wirds patalogisch. (also Fehlentwicklung).
Wenn am Trochanter (Rollbügel am Schenkelhals) etwas nicht
stimmt kann es auch zu einer Valgisierung kommen.
Das ist der Kleiderbügel der Bänder und Muskeln, also auch darauf achten. Da gibts es anscheinend auch einen Zuasammenhang mit
der Coxa Valga. (Auch wieder >kann, muß aber nicht)

>>Forsche mich heute bei dem "Sappel-Wetter" nochmals in Sachen
Hüfte durchs Netz.

Also bei Dir spielen bestimmt gerade die fehlbelastenden Muskeln
in der Hüfte und der WBS verrückt, darum fühlst Du dich wie gerädert. Dann die Knie OP Belastung. Das ist schon einiges.

Bezüglich der Hüfte denke ich, ganz verrückt sollte man sich auch nicht machen, dafür aber einen Weg finden was Hilfe und Schmerzlinderung bringt. Einfach auf den Körper hören.
Sich selbst Aufklären und sich Kompetenzen aneignen, das ist dann
aber schon sehr sehr wichtig.

Als ich 2008 im RKU gewesen bin, da waren dann richtig schlimm
veränderte Hüft-Beckenpatienten zu sehen. Da leigt der 140-145 er CCD Winkel dagegen erst im Anfangsstadium.
Vieleicht von der Seite dies so betrachten. Immer denken, gut daß es nicht noch schlimmer ist.

Jetzt wünsche ich Dir weiter geduldige Heilung und gute Besserung
und eine ruhigere Nacht. :muede:

viele Grüße
Thomas
Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas,

ja, mein Knie lässt ganz schön bitten, was die Heilung betrifft. Es hat die ganze Nacht durchgeblutet. Jetzt habe ich heute Morgen frische Pflaster draufgemacht. Es sieht jetzt zumindest mal rein optisch nicht mehr gar so schlimm aus, wie gestern. Trotzdem gefällt mir die eine der beiden Wunden noch nicht so ganz. Außerdem ist mein Knie ganz blau und grün und es wird schon wieder dick (wenn auch nicht mehr gar so extrem, wie letzte Woche). Na ja, abwarten und hoffen, dass es besser wird und wenn nicht, dann doch nochmal zum Arzt gehen.

Trotzdem fühlt man sich erst recht wie gerädert, wenn man vor Schmerzen nicht gescheit schlafen kann. Und ich habe gestern Abend extra schon Schmerzmittel genommen, bevor ich ins Bett gegangen bin. Aber die wirken bei mir leider immer nur unzureichend. Also sollte ich das dringend abklären lassen, woher die Schmerzen letztendlich stammen. Ich habe mir auch schon überlegt, doch nochmal bei Dr. Hoffmann anzurufen und mir einen Termin geben zu lassen. Ich fürchte nur, dass ich da relativ kurzfristig keinen Termin bekommen werde.

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira,

heute war mein Terminplan voll und Therapiestunde war auch noch.
eine kurze Antwort zu Dir muß noch sein.

Oje, plagt Dein Knie noch immer heftig. Vieleicht auch an der Luft
ausheilen lassen> nicht soviel Pflaster drauf. Somit kann die Wunde besser abtrocknen. (Geht natürlich nur zu Hause).
Klingt unfachmännisch, aber echten wirklichen reinen Imkerhonig auf die Wunde wirkt wirklich auch gut. Dessinfiziert und hat heilende Inhaltstoffe und schließt die Wunde ab. Dafür klebts und "bebbts" dann.
Ob Du so schnell einen Termin bei Dr. Hoffmann bekommst, das
ist die Frage. Wurdest Du von Ihm ins RKU überwiesen ?
Wären nicht die operierende Klinik als Nachsorge der Ansprechpartner. Die haben Dich ja auch letztens nachbehandelt.
Weiß ja nicht, ich meine nur so.

Wenn Deine Hüfte dazu schmerzt kann auch eine Schleimbeutelentzündung vorliegen. Das passiert bei Überanstregung
der Hüfte. (Wie ich gelesen habe) Ungleiche Hüften werden dann
wohl auch schneller durch die Fehlbelastung Überangestrengt, so denke ich. Dann bist Du auch noch mit Deinen Gehhilfen am laufen. Dann mekkert Die Hüfte und Skoli erst recht.

Deine Skoliose ist rechts konvex, Deine Coaxa Valga ist links.
Welches Bein ist denn kürzer bei Dir ?
Vieleicht hast Du dadurch eine Fehlhaltungsskoliose bekommen.
Wer weiß, evtl. wäre ansonsten Deine Wirbelsäule gerade.
Dein Knie bekommt dabei eine ungewollte Falschbelastung ab.
Dadurch dann Dein Minikusproblem wegen einer Bewegung, welche
vieleicht etwas Dein Knie verdreht hat.
> Dies war nur so meine Überlegung

(Suche gerade selbst nach einer Möglichkeit mir zu helfen bzw. heraus zu finden wo ein Problemverhältnis liegen könnte).

Da wünsche ich Dir jetzt eine wiederholte ganz gute Besserung
für Dein Knie damit die Wunde heilt und die Schwellungen zurückgehen.
Ja, und daß Du wieder eine Mütze Schlaf bekommst. Das schafft
dich, das kann ich nachfühlen.

viele Grüße zu Dir
Thomas
Saphira
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Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas,

ich glaube, langsam ist mein Knie auf dem aufsteigenden Ast :D . Kleinere Strecken so zu Hause in meiner Wohnung schaffe ich jetzt schon ohne Krücken. Bei größeren Strecken zu Fuß brauche ich meine Krücken aber nach wie vor. Aber es wird besser. Ein wenig blutet es jetzt noch. Ich lasse an mein Knie jetzt auch zu Hause Luft ran. Die Pflaster nerven auch irgendwann :D . Und die Schwellung scheint auch gaaaaanz langsam zurückzugehen. Zumindest schmerzt mein Knie nicht mehr so arg. Dafür eben mein Rücken :/ .
Bärle hat geschrieben: Ob Du so schnell einen Termin bei Dr. Hoffmann bekommst, das
ist die Frage. Wurdest Du von Ihm ins RKU überwiesen ?
Nein, ich wurde nicht von Dr. Hoffmann ins RKU überwiesen. Ich wurde von meinem Hausarzt ins Krankenhaus überwiesen und habe von mir aus das RKU ausgewählt, da die meisten Kliniken so etwas eher nur ambulant operieren, ich es aber stationär machen lassen wollte (ich hatte schonmmal nach einer ambulanten Arthroskopie anschließend zu Hause massive Kreislaufprobleme).
Bärle hat geschrieben: Deine Skoliose ist rechts konvex, Deine Coaxa Valga ist links.
Welches Bein ist denn kürzer bei Dir ?
Mein rechtes Bein ist kürzer (eben um fast 2 cm). Tja, die ganzen anatomischen Zusammenhänge zu verstehen ist manchmal gar nicht so einfach. Scheinbar auch nicht für die Ärzte. Sonst hätte man nicht jedesmal unterschiedliche Meinungen, wenn man zu unterschiedlichen Ärzten geht. Ich war jetzt wegen Rücken- und Hüftproblemen in den letzten 10 Jahren bei mindestens drei Orthopäden. Zwei davon haben einen Beckenschiefstand festgestellt, einer meinte, ich hätte einen Beckennormalstand :confused: .

Na ja, morgen habe ich auch wieder einen Termin bei meinem Physiotherapeuten. Den werde ich auch nochmal ausführlich befragen, was er mir raten würde. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Physiotherapeuten in der Hinsicht manchmal kompetenter sind als manche Ärzte. Zumindest erklären die einem auch die Zusammenhänge von sich aus. Den Ärzten muss man meistens alles aus der Nase ziehen oder man bleibt ahnungslos zurück.

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

Also wird Dein Knie mit Geduld dann doch so langsam besser.
Das freut mich für Dich aber.
Ich meine auch, an der Luft heilen Wunden am besten.
Ein Eingriff bleibt eben ein Eingriff, da führt auch die beste Werbungsempfehlung nicht dran vorbei.
Gleich vom Hausarzt wurdest Du ins RKU überwiesen. Das war
auch ein Unfall und es war Eile geboten. Somit hat Dich Dein
H.A. ins RKU weitergeleitet. :runningdog:

Ja, vieleicht hat Deine Therapiepraxis noch weitere Ideen.
Der Physio ist mit dem Patient eben auch länger mit der Problematik
bzw. mit dem Behandeln beschäftigt und vertraut. (Wenns auch nur gut 20 Min. sind). Somit ist er an der "fordersten Front".
Der Arzt nimmt sich dann den "3Minuten chek vor". Somit kann sich doch der Arzt niemals in die Situation reinarbeiten und reindenken. Schwups und der nächste bitte, fertig basta. Ein Hellseher und 3Min-Wunderheiler ist er auch nicht.

(Drei Ärzte in 10 Jahren, das geht noch wie ich finde. In 2008
war Herr Dr. Hoffmann meine dritte Arztvorstellung, weil bei mir
nichts mehr ging. )

Ich denke wenn Dein Knie wieder glücklicherweise besser geworden
ist und Du wieder zu Kräften gekommen bist, dann brauchst Du eine Hüftaufnahme und Diagnose.

Wenn Dein re. Bein kürzer ist, dann hebt sich Dein li. Bein (beim Gehen) mehr an und winkelt sich mehr ab, wie es sollte.
Somit verdreht sich Deine li. Hüfte nach hinten und Du fällst in den rechtskonvexen Skoliosebogen hinein. >Dies ist nur meine Laienüberlegung und muß nicht stimmen.
Wenn Du links die Coaxa Walga (also zu steiler Hüftschaft) hast, dann wird dadurch vieleicht Dein linkes Bein kürzer erscheinen
Nur ob das gleich die 2cm ausmacht, das ist die Frage.
Genau genommen steht dann Dein linkes Bein beim "Stehen"
in der Kniebeuge und die Li. Hüfte dreht sich nach li. hinten.
Somit stehst Du wieder voll im Skoliose-Bogen in Deiner rechten Seite.

(Nochmals, das muß jetzt aber nicht so sein, dies war meine Überlegung Laie ! )

Aber Körperachse und Rotaion das ist wieder etwas spezielles,
........ja, und wer kennt sich da aus ? :juggle:

So jetzt kommt bei mir die Müdigkeit durch. Ich hatte heute Abend meine zweite Pilates-stunde. Das fordert die Skoliose und
Hüfte dann schon ordentlich heftig heraus.

jetzt wünsche ich Dir weiter eine ruhige und Genesungsreiche Nacht, damit alles gut wird. :ja:

viele Grüße von mir
Thomas
Saphira
Profi
Profi
Beiträge: 1511
Registriert: Mo, 07.06.2010 - 13:49
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Skoliose: hochthorakal 15°, thorakolumbal 19°;
Hüftdysplasie bds.
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas,

tja, da soll noch einer durchblicken, wie das mit der Hüfte, dem Beckenschiefstand, der Beinlängendifferenz und der Skoliose zusammenhängt. Also, bei mir ist es so, dass ich an der linken Hüfte den zu steilen Schenkelhalswinkel (Coxa Valga) habe. Das rechte Bein erscheint kürzer. Meine Skoliose ist lumbal rechtskonvex mit kleinem hochthorakalem Gegenschwung (Gradzahl unbekannt, ist nur ein kurzer "Knick"). Meine linke Hüfte dreht sich nach vorne. Dies entspricht auch der Rotation meiner Wirbelsäule (die Dornfortsätze, die eigentlich hinten dran sind, sind auf der linken Seite zu sehen und das, was eigentlich vorne an der Wirbelsäule wäre, ist rechts zu sehen). So ganz logisch ist mir das alles zwar auch nicht, aber das ist das, was die bisherigen Röntgenbilder zeigen :D . Jetzt sollte mir das zumindest mal ein Arzt konkret erklären und wie das alles zusammenhängt. Und dann wäre ja noch die Frage zu klären, ob zu der Coxa Valga eine (möglicherweise beidseitige) Hüftdysplasie hinzukommt. Wenn diese anantomischen Zusammenhänge mal einigermaßen geklärt wären, dann kann man da ja angreifen und weiß auch eher, wo man angreifen sollte. Ich denke nämlich, das es nichts bringt, nur die Skoliose oder nur die Hüfte zu behandeln. Man muss die Zusammenhänge verstehen und dann das Problem an der Wurzel packen (wenn das nur immer so einfach wäre, ist es wohl aber nicht :/ ).

Ich weiß nicht, wie das bei dir alles zusammenhängt. Wie stark ist deine Skoliose? Hast du auch eine Hyperkyphose? Das habe ich zum Glück nicht.

Grüßle,

Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
Bärle

Re: Hüftfehlstellung und Skoliose

Beitrag von Bärle »

Hallo, Sapihra

die Wirbelverdrehung verursacht vieles von den Schmerzen
wei ich meine. Wenn man bedenkt, daß dann die ausgehenden
Nervenleitungen rechts u. linkes der wirbelsäüle sein sollten.
Dann klemmen ja wohl auch schnell die Facettengelenke bei einer
großen Rotation der Wirbel.
Dein kurzer Knick wei Du schreibst mekert wohl auch noch dazu.
Ein längerer Bogen wäre bestimmt schmerzunempfindlicher.
Ob da aber irgendwie ein Arzt, wie Du schreibst, genau die
Verhältnisse mit Körperrotaion und dem ganzen Zusammenhang
erklärt, das wird schwer werden und die Frage sein.
Ich hätte mir vorstellen können, daß Dein Becken nach hinten dreht,
nun steht es nach vorne.....hm......??? Vieleicht doch eine Physiotherapeuten-frage, wie ich denke.

Bin ja gespannt wer jetzt Deine Hüfte/Becken weiter behandelt und
Deine benötigten Aufnahmen macht. Bei Hüftproblemen gibt es
dann einen sogenannten Labrumriss. Kommt bei Dysplasien auch vor (dabei läuft die Gelenkflüssigkeit in dem die Knorpel schwimmen aus) Dies erkennen viele Ärzte auch nicht, wie ich gelesen habe. Dem werde ich bei mir als nächstes nachgehen.

Meine eigentliche Kypho-Skoliose liegt hochthorokal 42 Grad und thorokal 35 Grad mit einer Rotation von Grad 4 (höchster Grad)und einem Kyphose Winkel von 63 Grad. (>35°-40° sind normal) in der LWS und im Hals ist dann noch eine Krümmung zum Ausgleich.
Eine Bandscheibenprutrosion in der LWS(Vorstadium zum B-Vorfall)
und eine Wirbelrotation von Grad 4 in der LWS macht weiter bei mir zu schaffen.

Gestern hatte meine zweite Pilatestunde ganz ordentlich geschlaucht. Da Ächtzen die Wirbelchen ordentlich , ohwaija.
Die Schroth-therapie muß ich noch weiter mit etwas ergänzen,
dachte ich.....hm.... Immer fleißig aufpäppeln das Ganze, damit
es wieder erträglicher wird, so hoffe ich doch.

Wie ergeht es heute Deinem Knie ? bessert es sich ganz mühevoll
aber stetig, ich hoffe es, bestimmt...bestimm.....

Dir noch weiter eine gute Besserung :sleeping: und eine ruhige Nacht.
viele Grüße, Thomas
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