nun doch Korsett

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
robinho
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nun doch Korsett

Beitrag von robinho »

Nach langem Überlegen halte ich es inzwischen für das Beste, wenn ich mir ein Korsett zulege. Dafür gehe ich zu Dr. Hoffmann (hoffentlich ist da mal morgen nicht besetzt). Also wird es wohl ein Rahmouni-Korsett.
Ein paar Fragen habe ich:
Kann es Probleme geben mit der Kostenübernahme durch die Kasse?
Wie lange muss man auf das Korsett i.d.R. warten?
serafina
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Beitrag von serafina »

Hi Robinho

Super, das freut mich jetzt aber sehr, das du einsichtig geworden bist! ;D

Ich musste fast 2 Monate warten, bis das Korsi fertig war, aber normal geht das schneller, bei Rahmouni sowieso.

LG Serafina
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Beitrag von minimine »

Hallo robinho,

ich finde es gut, dass du dir anscheinend doch noch mehr Gedanken darum gemacht hast. Eine OP rennt dir ja nicht weg.

Wie an anderer Stelle bereits gesagt, wenn du telefonisch nicht durchkommst, kannst du auch das Kontaktformular auf der Homepage nehmen.
Kann es Probleme geben mit der Kostenübernahme durch die Kasse?
Ja, bei Erwachsenen kann das schon hin und wieder vorkommen. Es bedarf eben eine gute Begründung. Dr. Hoffmann hat darin ganz sicher seeeehr viel Erfahrung.
Wie lange muss man auf das Korsett i.d.R. warten?
Kommt darauf an. Wenn du bei Rahmouni unterschreibst, dass du im Falle einer Ablehnung die Kosten selbst trägst, dann legen die auch gleich los. D.h. am selben Tag noch Gipsen und danach die Anpassung und Abholung ca. 1-4 Wochen später.
Wenn du erst die Genehmigung abwartest, dann kommt es eben darauf an, wie lange die KK zur Gehemigung braucht und anschließend das gleiche Prozedere wie oben.

LG
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robinho
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Beitrag von robinho »

Ich denke schon, dass ich die Kosten notfalls selbst übernehmen würde.
Muss ich dann aber auch Geld zahlen, wenn er nachträglich Veränderungen am Korsett vornimmt, also es straffer stellt nach einiger Zeit usw?

Ich hoffe ja mal dass ich mit dem Korsett Krümmung und vor allem Rotation etwas rauskriege.
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Beitrag von mamaratlos »

:hallo: Hallo robinho



[equote]Nach langem Überlegen halte ich es inzwischen für das Beste, wenn ich mir ein Korsett zulege[/equote]


:bindafür: :zustimm: Finde ich super das du es nun doch mit einem Korsi versuchst :ja: Toll.
Ich hoffe du schreibst hier weiter wie es bei dir weiter geht .Bin schrecklich neugierig :embarrassed: :unknown: .

Viele liebe grüße aus den Ruhrpott


Mamaratlos
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Unsere Skoliosegeschichte findet ihr hier: Berlin -Herr Nahr und Kletti
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Ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken und warten bis mich ein Strauß besucht
robinho
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Beitrag von robinho »

Welche Nebenwirkungen hat denn ein Korsett? kennt jemand Fälle, in denen ein Rahmouni-Korsett nichts gebracht hat?

Leider lese ich gerade, dass die meisten denken, ein Korsett bringt nichts im Erwachsenenalter bzw. in Hinsicht auf eine Korrektur. Dr. Steffan rät sogar davon ab:
viewtopic.php?t=4870
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Ja, kennen wir, das sind die, die das Korsett nicht wie vorgegeben getragen haben oder nicht regelmäßig zur Nacheinstellung gingen. ;) Im Idealfall solltest du das Korsett alle 3 bis maximal 6 Monate nacheinstellen lassen.

Toll, dass du das Projekt Korsett anpacken willst. :zustimm:

Edit: Dein zweiter Absatz war vorhin noch nicht da. :| Welche "meisten" meinst du denn? :eek: Über das Pro und Contra wurde ausführlich diskutiert, wowohl hier als auch in dem von dir verlinkten Thread. Entscheiden musst DU. Dr. Steffan ist sicher sehr kompetent, trägt aber selbst kein Korsett und bekommt auch nicht die erfolgreichen Korsettträger zu sehen. ;) Fakt ist, es gibt keine gesicherten Aussagen über den langfristigen Erfolg. Fakt ist aber auch, dass ich für mich für lebenslang Nachtkorsett entschieden habe.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Beitrag von robinho »

Ich hatte einfach mal "Korsett Skoliose Erwachsenenalter" eingegeben, und immer wieder las ich "das ist sinnfrei".
Nunja, es kommt sich auch auf den individuellen Fall an.
"Lebenslang" klingt irgendwie hart. Hast du es denn wirklich jede Nacht an oder nimmst du z.B. in den urlaub nicht mit?
Was für Erfolge hast du denn persönlich mit deinem Nachtkorsett? Hat es eine korrigierende oder stützende Funktion?
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Beitrag von minimine »

Hallo robinho,
Muss ich dann aber auch Geld zahlen, wenn er nachträglich Veränderungen am Korsett vornimmt, also es straffer stellt nach einiger Zeit usw?
das sind getrennte Dinge. Für Korsettänderungen brauchst du dann immer ein Rezept und wird separat mit der Krankenkasse abgerechnet.
Welche Nebenwirkungen hat denn ein Korsett?
Dr. Steffans Meinung hast du ja schon gelesen. Aber auch sie ist etwas sehr allgemein formuliert. Du musst dir vorstellen, dass da manche etwas "blind" in ihre Korsetttherapie starten und evtl. vor Augen hatten, sie würden wieder komplett gerade werden. Dann kam die harte Realität auf sie zu, sie haben bemerkt, dass so ein Korsett ja erstmal weh tut und drückt und erstmal mehr einschränkt als Nutzen bringt. Viele davon haben dann halt einfach nie geschafft das Korsett richtig anzuschulen oder haben es viel zu kurz getragen oder haben es eine Zeitlang getragen und dann ohne Abschulung einfach in die Ecke gestellt, kein Schroth nebenher gemacht etc. Da gibt es so viele Punkte, die man aufzählen könnte. Die Beweglichkeit spielt z.B. eine sehr große Rolle.
Für dich ist wichtig zu wissen, auf was du dich mit einer Korsetttherapie einlässt. Du solltest wissen, dass die Anfangszeit hart werden kann (aber nicht muss). Das man sich erstmal eingeschränkt vorkommt usw.
Im Prinzip solltest du vor deiner Entscheidung für oder gegen ein Korsett erstmal mit dem Arzt und Techniker sprechen, wie lange du es täglich tragen müsstest, wie sie deine "Erfolgsaussichten" einschätzen usw.
kennt jemand Fälle, in denen ein Rahmouni-Korsett nichts gebracht hat?
Dazu müsste man erstmal definieren, wann jemand erfolgreich ein Korsett trägt und wann nicht! ;) Der Cobb-Winkel an sich ist nicht alles, wobei ich nicht ausschließen möchte, dass nicht doch Korrekturen möglich sind, insbesondere wenn die Patienten noch sehr jung sind. Die Rotation ist ein wichtiger Faktor, der durch ein Korsett positiv beeinflusst werden kann. Die Haltung und das Haltungsgefühl spielen ebenso eine wichtige Rolle. Letztendlich ist aber alles immer sehr individuell zu sehen!!
Leider lese ich gerade, dass die meisten denken, ein Korsett bringt nichts im Erwachsenenalter bzw. in Hinsicht auf eine Korrektur.
Wer sind deiner Meinung nach die "meisten"? Die Orthopäden, die noch nichtmal die Röbis richtig ausmessen können? Die Chirurgen, die schon anfangen die Messer zu wetzen, wenn sie nur 40° hören?
Wie gesagt, du solltest dich von dem Gedanken verabschieden, dass du irgendwann mit einer geraden Wirbelsäule aus der Therapie gehst und das Thema Skoliose komplett abschließen kannst. Das wird nicht mit irgendeiner konservativen Methode passieren und auch nicht mit einer operativen Methode!!

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Beitrag von robinho »

Dein letzter Absatz ist harte Realität, mit der ich mich aber schon abgefunden habe.
Ich will aber trotzdem versuchen noch das rauszuholen was geht, vielleicht ist das ja doch eine ganze Menge

Manchmal versuche ich mir vorzustellen, wie ein Leben ohne Skoliose wäre...
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

robinho hat geschrieben:Nunja, es kommt sich auch auf den individuellen Fall an.
"Lebenslang" klingt irgendwie hart. Hast du es denn wirklich jede Nacht an oder nimmst du z.B. in den urlaub nicht mit?
Was für Erfolge hast du denn persönlich mit deinem Nachtkorsett? Hat es eine korrigierende oder stützende Funktion?
Ich bin auch mal drei Tage ohne Korsett, z.B. bei einem Wochenendurlaub oder bei Krankheit, aber das ist schon die alleroberste Grenze, denn sonst beginnt die Entwöhnung. Erfolge: Beschwerdefreiheit, bessere Haltung, Aufhalten der Progedienz. Immerhin geht es um zweimal 95°. Das Korsett ist ein stützendes. Es ist überhaupt nicht hart, es zu tragen, ich liebe es, dass ich es schon bedauere, wenn ich nicht mit Korsett einschlafen kann. Aber wenn ich verreise, ist es einfach Ballast, denn zum tagsüber Tragen ist es mir schon zu beschwerlich. Nachts darin zu schlafen ist ein Klacks. Dass ich so empfinde, liegt aber an meiner positiven Einstellung. Wenn du die zum Korsett nicht hast, wird es dir auch nicht viel bringen.
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Beitrag von sloopy »

minimine hat geschrieben:Für dich ist wichtig zu wissen, auf was du dich mit einer Korsetttherapie einlässt.
Das ist aus Gründen, die minimine schon genannt hat, ein sehr wichtiger Punkt- viele Erwachsene gehen mit einer völlig falschen Erwartung/Einstellung an eine Korsett-Therapie und können dann eigentlich nur scheitern.

Du musst dich fragen, was du von einer Korsett-Therapie erwartest, ob diese Erwartungen realistisch sind und wenn ja, was du bereit bist, dafür zu tun! Nur wenn das zusammen passt, bringt dir ein Korsett als Erwachsener etwas. Mit "Korsett anpassen, umschnallen und gut" ist es nicht getan und ein Leben ohne Skoliose, wie du es dir wünscht, bekommst du durch ein Korsett auch nicht.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

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Beitrag von minimine »

Ich will aber trotzdem versuchen noch das rauszuholen was geht, vielleicht ist das ja doch eine ganze Menge
Eben, versuch es einfach. Ich glaub jeder hat so insgeheim die Hoffnung, dass es sich vielleicht doch noch ein wenig verbessern könnte, sei es mit Korsett oder mit Schroth. ;)
Aber es ist auch schon ein Erfolg, wenn die Skoliose nicht mehr fortschreitet, wenn man schmerzfrei ist und wenn man sich so arrangieren kann mit den Behandlungen, dass insgesamt die Lebensqualität überwiegt.

Wie sieht das denn bei dir aus, könntest du das Korsett auch während der Arbeit oder Schule/Studium tragen?

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Beitrag von robinho »

Naja ich denke mal 12 Stunden würde ich mit Sicherheit schaffen, vielleicht auch 16.
Mal sehen was Herr Hoffmann sagt, wenn er möglichen Erfolg sieht bin ich guter Dinge.

Die Rotation muss ja auch nicht verschwinden, schlißlich können ja auch die Rippen verformt werden, sodass es etwas symmetrischer aussieht.

@sloopy: Hast du nicht in meinem anderen Thread gemeint, meine Ungleichheit würdest du mit einem Nachtkorsett wegkriegen? ;-)

Es erscheint mir eigentlich logisch, dass sich etwas bewegen muss bei diesem enormen Druck, den ja so ein Rahmouni-Korsett ausübt.
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Beitrag von Silas »

Hallo Robinho,

Du hast das Thema jetzt in vielen Beiträgen und privaten Nachrichten intensiv durchdiskutiert und von etlichen Seiten beleuchtet.

Mein Vorschlag wäre, dass Du den Termin bei Dr. Hoffmann abwartest, bevor wir hier hypothetisch weiterdiskutieren.

Erst mit sauberer Diagnose macht es Sinn, hier weiterzudiskutieren.

Wenn Du Dr. Hoffmann telefonisch nicht erreichst, versuch es doch mal per Fax oder E-Mail.

Was das Thema Krankenkasse angeht, hilft manchmal schon ein klärendes Telefonat, manchmal auch die unterschwellige Erwähnung weiterer möglicher Kosten und wenn die ganz bockig sind, kann man ja auch jederzeit eine Krankenkasse wechseln.
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Beitrag von sloopy »

robinho hat geschrieben:@sloopy: Hast du nicht in meinem anderen Thread gemeint, meine Ungleichheit würdest du mit einem Nachtkorsett wegkriegen? ;-)
Nicht dass ich wüsste?! Wo denn??? :gruebel:

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Beitrag von robinho »

Oh sorry, habe dich mit Dalia verwechselt. Egal, bis zum Termin bei Dr. Hoffmann Anfang August muss hier nicht weiter diskutiert werden.
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Beitrag von Dalia »

Bevor du da jetzt was verwurschtelst: Ich meinte die optische Ungleichheit, aber keine echte messbare Korrektur.
Zuletzt geändert von Dalia am Di, 13.07.2010 - 20:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von robinho »

Das würde mir schon reichen :)

Aber geht denn optische Anpassung ohne Korrektur?
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Beitrag von minimine »

Wenn man von "Korrektur" spricht, dann ist damit erstmal der Cobb-Winkel gemeint. Das optische Erscheinungsbild, wird aber v.a. durch die Rotation bestimmt und die kann mit dem Korsett sehr gut beeinflusst werden. Wobei ich, wie gesagt, nicht ausschließen würde, dass auch eine (kleine) Reduzierung der Krümmung möglich ist. Es kommt auf sehr viele Faktoren an und das Wachstum ist zwar ein entscheidender Faktor, aber nicht der alleinige.

Du solltest dir aber im Klaren sein, dass selbst bei Kindern und Jugendlichen das primäre Ziel ist, eine weitere Progredienz aufzuhalten, auch wenn bei vielen mehr möglich ist! Also stecke dir erstmal nicht so utopische Ziele, wie z.B. die vollständige Korrektur, sondern kleine erreichbare Ziele. Und wenn du mehr erreichst, dann kannst du dich umso mehr freuen.

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