Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
@ Kessi:
Damit ist nicht so eine Skoliose wie bei Dir gemeint (c-förmig, "ein-bogig") sondern sehr wahrscheinlich eine drei-bogige Skoliose, was bedeuted ein Hauptkrümmungsbogen und darüber sowie darunter jeweils ein Ausgleichsbogen.
NettiAngel hat geschrieben:Und mit Körpergefühl meinte ich nicht das man seine genaue Gradzahl fühlen kann, sondern man wird entweder Schmerzen empfinden oder keine Schmerzen. Und wenn man Schmerzen hat dann muss man dagegen etwas unternehmen!
Wobei aber auch sehr hochgradige Skoliosen völlig Schmerzfrei sein können und kleinere Skoliosen unter starken Schmerzen leiden können. Schmerz ist da nicht gerade ein guter Indikator.
Dann wäre sie ja "1,5 -s-förmig" oder "s+c -f." !?
Warum heißt das dann auch c-förmig (so steht es doch in dem Bericht)???
Versteh das nicht (ihr habt euch viel zu komplizierte Krümmungen rausgesucht , übersteigt wohl manchmal meine Vorstellungskraft ) .
Ich verfolge hier sehr viele Berichte und ich finde es echt gut solch eine Auswahl an Meinungen und Erfahrungen zu haben. Eigentlich könnte ich zu vielen Themen etwas sagen. Gerade dieses Thema passt sehr gut, weil ich vor der gleichen Situation steh. Ich selber hab Skoliose, zwar nicht extrem stark und auch nicht operiert, aber mir reichts auch so. Schmerzen sind relativ, aber halt die Nebenerscheinungen wie wir sie ja alle kennen. Also zum Thema zurück: ich geh mit meinen Kindern regelmäßig zur Untersuchung (familiäre Belastung - empfohlen).Vor einem halben Jahr fehlte beiden noch garnichts, nun wurde bei dem älteren eine leichte Skoliose - Grad weiss ich noch gar nicht, muß nochmals hin, dürfte aber nicht viel mehr sein als 10 -15°, mit Verdrehung festgestellt. Nun ist er aber grad so richtig im Wachstum. Der Arzt meinte es könne sich rapiede verschlechtern in einem viertel bis halben Jahr. KG ist nun kräftig angesagt. Er hätte mir empfohlen gleich um einen Platz in Sobernheim zu schauen, da es ja eh ein Jahr mind. dauert und bis dahin die Skoliose soweit wäre. Hört sich sehr aufmuntend an. Grad wenn man weiss wie schnell es gehen kann. Bei mir wurde die Skoliose bei einer Schuluntersuchung, die jedes Jahr stattfand festgestellt und betrug auf einen Schlag gleich 30°. Ich war damals auch so alt wie mein Kind jetzt (14). Bin wohl grad gewachsen. Ich kam damals 5 wochen in eine Kinderklinik. Dort hies es gleich zu Beginn: gerade werde ich ja eh nimmer, aber damit es sich nicht verschlimmert..... Gipsschale für die Nacht, Folter unter Tage, ansonsten kein Thema für mich und meine Umwelt. Bin halt schief und bleibe es. Naja , muß man halt leben damit. Schmerzen waren kein Thema. Im Berufsleben klagte dann später sowieso jeder über Schmerzen, also liegts nicht an der Skoliose. Zwei Schwangerschaften, eigentlich Beschwerdefrei, gut überstanden. Dahingelebt im Alltag, bis mein Hausarzt auf meine Skoliose aufmerksam wurde (Röntgenbild bei Lungenentzündung). Der hat mich gleich so geschimpft warum ich ihm das nicht eher gesagt habe. Das könne man nicht so im Raum stehen lassen. Und dann klärte er mich mal tüchtig auf und ich mußte feststellen, dass sämtliche Wehwechen die ich nun so zu Tage brachte mit der Skoliose zusammen hingen. Er empfahl mlir eine ambulante Reha, hier in der Nähe. Tat mir sehr gut, bin seitdem fleissig am KG, Training, leichtes Fitness, Entspannungsübungen, Massagen, ..und es geht mir gut. Nur ein Arzt hat mich mal enttäuscht mit seinem Gerede: besser wird es bei ihnen ja eh nicht mehr, da haben sie immer Probleme damit. Und je krummer sie werden , das merken sie andem je kleiner sie werden. Er hat mir dann die Grade vorgerechnet wieviel es imJahr schlimmer werde und ab wann man operieren kann. Danke dachte ich mir damals, dann bin ich in so und so viel Jahren fett!! Nein Danke dachte ich mir und seitdem mach ich ganz brav ( ab und zu auch nicht) mein persönliches "Wohlfühlprogramm". Nun bei meinem Kind werde ich sehr darauf achten, dass es schon gar nicht soweit kommt. Nur das mit Sobernheim kommt bei uns wohl nicht in frage. Da müßte es schon gravierend schlechter werden und ich denke die Plätze haben andere nötiger. Wer weiss, vielleicht denke ich in einem Jahr anders. Ich hoffe für meine Kind und mich, dass alles auch ohne große Schwierigkeiten geht und da ich ja selber Erfahrungen gesammelt habe, bin ich wohl manchen unerfahrenen Eltern ein Stück voraus.
Ich schau mir weiterhin all eure Einträge an und vielleicht passt es mal wieder und ich gebe meinen Senf dazu.
Wünsche euch allen eine gute Zeit
Hallo Mavie
Dr. Hoffmann hat im der Pausengespräch am Skoliosetag gesagt: "Mütter die selber Skoliose haben sind die Schlimmsten! Extrem therapiescharf und und unbarmherzig!"
Du scheinst das Gegenteil davon beweisen zu wollen?
Nur das mit Sobernheim kommt bei uns wohl nicht in frage. Da müßte es schon gravierend schlechter werden und ich denke die Plätze haben andere nötiger. Wer weiss, vielleicht denke ich in einem Jahr anders.
Es gäbe eine sehr gute Alternative zu Sobernheim, wo nicht so lange gewartet wird:
Bad Salzungen. (Das würde Dir selbst auch gut tun!)
Da würde ich an Deiner Stelle auch die RöBi´s nachmessen lassen und eine laseroptische bildgebende Vermessung machen lassen, daß eine Verschlechterung auch ohne zu häufiges Röntgen rechtzeitig festgestellt werden kann.
Auch solltest Du und Dein Kind (Sohn oder Tochter?) nicht irgendeine KG machen sondern gezielt SCHROTH!
Gegen ein qualitativ hochwertiges Korsett, das vorerst vieleicht nur Nachts und am Tag stundenweise getragen werden müsste, würde ich mich nicht sperren. Eine drastische Verschlechterung, mit der man in einen Wachstumsabschluss-Zeitdruck kommt ist schlimmer!
Sein werder unbarmherzig, therapiegeil oder zögernd-abwartend sondern einfach nur liebevoll-konsequent.
Dir und der jungen Dame oder dem jungen Mann ("Kind") wünsche ich viel Kraft, Erfolg und gute Compliance!
Gruß Toni