Bad Sobernheim mit Tochter (12), wer kann mir helfen?

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
Helga1960

Bad Sobernheim mit Tochter (12), wer kann mir helfen?

Beitrag von Helga1960 »

Hallo, ich habe eine Frage an Euch. Bei meiner Tochter wurde Skoliose diagnostiziert, zwar keine starke, aber sie soll nun Krankengymnastik machen. Ich würde gerne mit ihr zu eine Reha nach Bad Sobernheim, aber ich habe gelesen, dass eine Begleitperson nur bis 10 J. empfholen wird.
Wer war mit seinem Kind, 12 Jahre oder älter in Bad Sobernheim und kann mir helfen? Was muss man bei der Beantragung beachten?

Ich würde mich über jede Zuschrift freuen und bedanke mich schon jetzt.
Helga
jessica (in Sobi)

Beitrag von jessica (in Sobi) »

Hallo Helga,

ob es bei einer 12jährigen noch geht, weiß ich nicht genau.

Aber ich bin zur Zeit in Sobi und hier ist eine Mutter mit ihrer 11jährigen. Das hängt wohl davon ab, ob der Kostenträger es genehmigt.

lG
Jessica
pedie
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Begleitung

Beitrag von pedie »

Meine Tochter wird am 20.09 ihre Kur in Bad S. antreten, ALLEIN . Der Kostenträger LVA übernimmt die Kosten einer Begleitperson nur bei besonderer Indikation .D.h. im Klartext; wenn der überweisende Kinderarzt ein Attest ausstellt welches besagt ,das deiner Tochter eine familiäre Trennung abträglich ist , wird die Begleitung auch von dem Träger bewilligt. So wäre es zumindest bei mir gewesen.Meine Tochter freut sich allerdings bereits auf ihre "Auszeit" :ja: . Im Gespräch mit der Aufnahmeverwaltung wurde mir auch schnell klar, das meine Sorge , das Kind allein in Kur zu schicken unbegründet ist, also werde ich sie nur an den Wochenenden besuchen. Sicherlich würdest du dich ganz schrecklich langweilen , denn du erhälst ja keine Anwendungen, da können 4 Wochen zur Ewigkeit werden. Bedenke, ALLE Anderen befinden sich ja in der gleichen Situation , Freundschaften werden schnell geschlossen ,außerdem stört man als Mutter nur , wenn die Mädels dort in ihrer Freizeit ihre neuen Freundschaften ausleben möchten. Die meisten Kinder und Jugendlichen stehen bei der Abreise weinend mit ihren Koffern im Foyer , weil es ihnen so gut gefallen hat und der "Trennungsschmerz" sie übermannt. ;) .Das weiß ich so genau, weil ich mich selbst alle 8 - 10 Wochen mit meiner Tochter zur Untersuchung dort einfinde und das Tohuwabohu dort miterlebe.
lG Pedie
pedie
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Nachtrag zu meiner Antwort

Beitrag von pedie »

Meine Tochter freut sich allerdings bereits auf ihre "Auszeit" ja . Im Gespräch mit der Aufnahmeverwaltung wurde mir auch schnell klar, das meine Sorge , das Kind allein in Kur zu schicken unbegründet ist, also werde ich sie nur an den Wochenenden besuchen.
Das mit der Freude hatte sich nach einem Tag Aufenthaltschnell erledigt,und die Sorge das meine Tochter allein in Bad S. ist keimt spontan wieder auf ,denn kein Mensch kümmert sich um das Kind ,wenn man sich nicht selbst dahinterklemmt. Meine Tochter kam zu einem Mitbewohner der bereits 5 Wo dort ist und nur noch eine Woche hat. Ich dachte zuerst , das ist ja OK denn diese kann ihr ja zur Not erst einmal zeigen wo´s langgeht.Weit gefehlt , denn dese hat natürlich bereits ihre Clique und keinen Bock auf jemand anderen. Na Super .... die Klinik ist riesengroß die unzähligen Zimmer überall verteilt und meine Tochter eiert allein durch die Flure und versucht vergebens Anschluß zu finden, denn wie sagt man so schön drei ist einer zuviel. Alle Anderen Neuzugänge haben einen Zimmerpartner mit dem sie gemeinsam angereist sind und sind natürlich auch immer zu zweit unterwegs.Meine Tochter fühlt sich überhaupt nicht wohl,hängt außerhalb der Anwendungen immer allein herum und wenn es so weitergeht ,sieht es wirklich danach aus als würde sie die Kur nicht bis zum Ende durchhalten.:nein: .
Diejenigen die hier im Forum begeistert von ihrer Kur berichten hatten sicherlich das Glück eines besseren Kurbeginns sprich; Anreise am gleichen Tag,passendes Alter, etc. Aber wie man sieht läufts auch schonmal anders.
Es sind offenbar auch mehrere Kinder mit ihren Müttern als Kurbegleitung angereist , da frage ich mich doch wirklich warum mir da vorab so ein Unsinn aufgetischt wurde.Ich mache mir jetzt echte Vorwürfe das ich nicht mitgefahren bin , denn jeden Tag ruft das Kind heulend an und ich könnte hier grad mal verrückt werden.Am WoEn war ich bereits dort, nach gerade mal 3 Tagen :/ .Vielleicht wirds ja noch besser , ich will einfach mal das beste hoffen.
lG Pedie
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo pedie,

das tut mir unheimlich leid und ich kann es gut nachfühlen, wie es deiner Tochter geht, ich war auch immer so ein "Heimwehkind". Die erste Woche ist immer die schwerste, danach müsste es normalerweise einfacher werden.

Gibt es in BaSa keine Bastel- und Freizeitangebote? Wenn ja, müsste deine Tochter sich dazu überwinden, sie wahrzunehmen. Und vielleicht kannst du an einem Wochenende schauen, ob ihr gemeinsam neue Bekannte ausfindig machen könnt, vielleicht gibt es Leute, denen es ähnlich geht und die man nur finden muss. Wenn du da bist, kannst du vielleicht einen "Termin" arrangieren, z.B. dass deine Tochter mit jemandem an einem bestimmten Tag in ein bestimmtes Café geht? Kommende Woche kommt doch wieder ein Pulk neuer Leute, vielleicht kann sich da deine Tochter jemanden krallen.

Für euch das hier: :trost:

Ich wünsche euch beiden Durchhaltevermögen und viel Erfolg,
Dalia
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Hallo Pedie,
kommt denn am Mittwoch jemand NEUES in das ZImmer deiner Tocher??! DAs hoffe ich doch sehr! Dann geht es vielleicht etwas besser :rolleyes:

Mit wem sitzt Sie denn so am Tisch?? Wenn Anreisetag ist , kann man sich ggf. auch vorher umstzen. Das könnte vielleicht auch gut sein...? Man muss dann aber DIENSTAGS schon den Küchenfrauen die die Tische planen Bescheid geben. Nur mal so al Tipp.....

In Sobernheim gibt es einen Bastelraum. Aber ob man da unbedingt Kontakte knüpft...weiss ich nicht.

Hoffe für Deine Tochter und Dich, dass es bald besser wird!!!

Gruss
Räkelkönigin :juggle:
Huberta
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Beitrag von Huberta »

Hallo Pedie,
wir sind morgen unterwegs nach Sobi, meine Tochter ist gerade 13 geworden, und ich dachte auch, es wird bestimmt alles problemlos laufen, weil ja alle in der gleichen Situation sind und niemanden kennen. Meine Tochter ist auch das erste Mal dort und kennt niemanden. Jetzt mache ich mir doch Sorgen, denn ich werde gleich morgen auch wieder abfahren müssen.
Hoffentlich klappt das für deine Tochter mit dem neuen Schwung Neuankömmlinge besser. Es ist schon ein blödes Gefühl, sein Kind da einfach abzugeben für vier Wochen und eigentlich nichts machen zu können. Wie alt ist deine Tochter denn und bist du nach der Anreise noch dageblieben? Was passiert am ersten Tag?
Wünsch dir und deiner Tochter alles Gute. Viell. bleiben wir hier mal am Ball und berichten über unsere Erfahrungen, ja?
Liebe Grüße,
Huberta
pedie
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Bad S

Beitrag von pedie »

Wie alt ist deine Tochter denn und bist du nach der Anreise noch dageblieben? Was passiert am ersten Tag?
Meine Tochter wird am 03.12 12J
Wir waren bereits gegen 11 Uhr dort und haben uns zunächst an der Rezeption angemeldet , bekamen dann gleich die Zimmerschlüssel und meldeten uns auf der Station 1 im Untersuchungszimmer wo uns dann die Untersuchungstermine / Arzt &Krankengymnastik/ nachmittags mitgeteilt wurden.Ich habe die Termine noch mit wahrgenommen und bin dann so gegen vier Uhr wieder gefahren,weil ich noch eine längere Fahrt hatte. Danach passierte außer dem Abendessen nichts mehr ,meine Tochter mußte sehen das sie die Zeit irgendwie totschlagen konnte.Am Do hatte sie über den Tag verteilt glaube ich 3 Termine und das wars dann ,Freitags wars nicht viel anders.Am Samstag war sie kurz mit einigen "alteingesessenen" Mädels in der "City" zum Pommesessen ,und am So habe ich sie ja dann besucht.
Ja klar wir können uns ja mal auf dem laufenden halten;)
kommt denn am Mittwoch jemand NEUES in das ZImmer deiner Tocher??! DAs hoffe ich doch sehr! Dann geht es vielleicht etwas besser rolleyes
Ja am Mittwoch kommt jemand Neues ins Zimmer, mal sehen wie es dann wird.Das mit den Tischen werd ich ihr mal sagen,vielleicht macht sie´s ja.

Dankeeeeee für die Tips :flower: [/quote]
lG Pedie
Huberta
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Beitrag von Huberta »

Hallo Pedie,
ich habe gestern schon geschrieben, aber ist irgendwie nicht aufgenommen worden. Ich war auch so müde und hab wohl auf den falschen Button gedrückt - nach 11 Stunden zurück aus Sobi.
Tja, leider ist auch bei Maria die Zimmernachbarin serh viel älter und hat kaum mit ihr gesprochen. Maria ist ja erst knapp 13 und die Zimmernachbarin fast 16. Das sind in diesem Alter Welten.
Natürlich hoffe ich, dass sie sich irgendwie zusammen raufen oder Maria wenigstens andere nette Mädchen in der Therapie kennenlernt. Schade, dass nicht mehr auf das Alter geachtet wird und der Beginn gleich so schwierig ist.

Kann man eigentlich, wenn alle Stränge reißen, in Sobi Zimmer tauschen?

Wie ist es euch ergangen, hat deine Tochter jetzt eine nette Mitbewohnerin in etwa gleichem Alter?
Unsere Tochter war sehr unglücklich gestern, und es ist natürlich schwer, dann einfach wegzufahren.
Was mir gar nicht gefällt bisher sind die langen Zeiträume, in denen die Kinder allein auf sich gestellt sind. Natürlich wird das besser, wenn sie viell. nette andere kennenlernen, aber gestern hatte unsere Tochter von 12 bis 18 Uhr!!!! Zeit, ohne irgendeine Ansprache. Ich finde das für so eine Einrichtung eigentlich zu wenig. Die Neuen kennen ja noch niemanden und hocken dann auf ihren Zimmern. Es müsste eine Anlaufstelle geben, wo man sich einfinden kann und sich kennenlernen, das kann doch nicht so schwer zu organisieren sein. Ein freier Treff, aber so. Stattdessen: Klinikführung um 19 Uhr - für 11- bis 15-Jährige??? Schade dass niemand da ist, der sich um mögliche unglückliche Neue kümmert, wo etwa auch deine Tochter in den ersten Tagen hätte hingehen können ( oder unsere..???)
Es gibt, finde ich, jede Menge, das man verbessern könnte, z.B. gleich beim Einchecken einen Klinikplan an der Rezeption bekommen, damit man weiß, wo die Räume sind - das sind Kleinigkeiten, die nicht viel kosten, den Kindern aber helfen würden, sich besser zurecht zu finden und sich willkommener zu fühlen.
Ich hoffe, ich kann bald bessere Nachrichten schreiben. Würde mich freuen von deinen oder auch anderen Erfahrungen zu hören.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Huberta hat geschrieben:Schade, dass nicht mehr auf das Alter geachtet wird und der Beginn gleich so schwierig ist.
Ich denke, das ist bei der Zimmervergabe grundsätzlich schwierig, schließlich will man Leute nicht mittendrin zu einem Zimmerumzug nötigen.

Dalia
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Hallo ihr beiden,

Die Zimmer werden ausschließlich nach Alter (und Geschlecht natürlich) vergeben. Wenn halt eine 12 und eine 16-jährige zu viel sind, dann müssen die eben zwangsläufig zusammen auf ein Zimmer.

Zimmertausch ist jederzeit möglich, wenn die betroffenen Personen einverstanden sind. Und was die Beschäftigungszeit angeht, bei einem vollen Programm ist man von morgends um 8 bis abends um 17 Uhr beschäftigt. Glaubt nicht dass, das so weiter geht mit stundenlangen Pausen!

Die erste Woche ist Einführungswoche, da gibt es für Patienten, die das erste Mal da sind mangels Schroth-Kenntnissen noch nicht so viel zu tun, weil sie es erst mal lernen müssen. Ab der zweiten Woche ist volles Programm für jeden ab 13. 12-jährige haben glaube ich ein kürzeres Programm und daher mehr Zeit totzuschlagen, in der alle anderen auch noch beschäftigt sind. Ich würde da wahrscheinlich für fast 13-jährige einfach durchsetzen, auch ein volles Programm zu bekommen.

Beim Tag der Ankunft kann es für Neuankömmlinge nicht früher losgehen als nach dem Abendessen, weil die Leute nacheinander ankommen und das bis 16 Uhr und erst ihre Arzt- und Untersuchungstermine haben, und das zwangsläufig natürlich auch nacheinander. Wäret ihr später angereist oder hättet später eure Termine gehabt und nicht vor dem Abendessen mit fertig gewesen, dann hättet ihr Euch ebenso beschwert, dass ihr an den angebotenen Veranstaltungen für Neuangereiste nicht habt teilnehmen können.

Freizeitaktivitäten:
Hobbyraum (kann man prima alleine hingehen), unten der Raum mit dem Billiardtisch und den Spielen usw. (wie nennt der sich nochmal?), Aktivitäten die die Freizeitbetreuer in der Klinik anbieten (Tischtennisturniere...), Fernsehräume aufgegliedert nach Altersstufen (kann man auch prima alleine hingehen, "Fernsehsucht" ist ja keine Schande ;)), Samstags Ausflüge von den Freizeitbetreuern organisiert, im Speisesaal hat man seinen festen Platz und lernt die Leute kennen, die mit einem am Tisch sitzen, in der Einführungswoche sind nur die Neuankömmlinge zusammen, also lernt man da auch nochmal Leute kennen, die selbst noch keinen kennen...

Schade ist es, dass es zu viele Telefone in der Klinik gibt. Früher gab es immer Schlangen vor den paar Telefonzellen, auch noch mal eine prima Gelegenheit allemöglichen Leute kennen zu lernen... nichtsdestotrotz gibt es aber immernoch öffentliche Fernsprecher vor denen man auch rumhängen kann...

Der einzige Ort, wo man (außer dem eigenen Zimmernachbar) niemanden kennenlernt, ist auf dem eigenen Zimmer.

Die erste Woche ist für fast jeden schwierig, es sei denn man hat das Glück mit jemandem passenden auf ein Zimmer zu kommen.

Jede Woche reisen aber Leute ab und andere bleiben da, die sich dann auch neu orientieren müssen. Und jede Woche kommen auch wieder neue, die auch Anschluss finden müssen. Die Dinge ändern sich ständig.

Macht Euch nicht zuviel Sorgen,
BZebra
Zuletzt geändert von BZebra am Do, 28.09.2006 - 13:09, insgesamt 2-mal geändert.
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neue Zimmergenossin

Beitrag von pedie »

die "Neue" Zimmergenossin meiner Tochter ist etwa im gleichen Alter , aber es passt wohl nicht so dolle :/ denn sie hat gleich am ersten Tag in ihrer Abwesenheit das ganze Zimmer auf den Kopf gestellt & umgestellt ,wobei sie wenig Rücksicht walten lies, und auch nicht vor den Sachen meiner Tochter halt machte.Sie ist nun total sauer weil dabei zT auch noch ihre Unterlagen und Bastelsachen beschädigt wurden.Na das kann ja noch was werden.....:eek: bei mir laufen ja bereits jetzt die Drähte heiß.

und dazu
[equote]Der einzige Ort, wo man niemanden kennenlernt, ist auf dem eigenen Zimmer. [/equote] kann ich nur sagen/schreiben , den Spruch sollte man in jedem Zimmer an die Pinnwand heften , den kann man ja schon als gute Weisheit durchgehen lassen ;D
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BZebra
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Re: neue Zimmergenossin

Beitrag von BZebra »

pedie hat geschrieben:Sie ist nun total sauer weil dabei zT auch noch ihre Unterlagen und Bastelsachen beschädigt wurden.
Tollerant sein!

Ich habe schon soviele Leute sich derbe über ihre Zimmernachbarn beschweren hören, die für mich selbst ganz prima Freunde gewesen sind.

Das sind Kleinigkeiten, an denen man sich besser nicht aufhängt. Wenn man danach sucht, findet man immer Macken an den Leuten, und am Ende sieht man sogar solche, die effektiv garnicht vorhanden sind.

Wie heißt es so schön, der Klügere gibt nach. Solche Unannehmlichkeiten vergisst man am besten gleich wieder und gibt seinem neuen Zimmernachbarn erst mal "the benefit of the doubt" (im Zweifel für den Angeklagten).
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Beitrag von Tomma »

BZebra hat geschrieben: Zimmertausch ist jederzeit möglich, wenn die betroffenen Personen einverstanden sind.
Wenn man die Zimmer tauschen will, muss man sehr hartnäckig sein und mehrmals täglich vorsprechen, dass man doch das Zimmer wechseln möchte. Man kann sich natürlich auch mit seiner Zimmerpartnerin so zoffen, dass die Schwester die beiden Streithennen freiwillig in zwei verschiedene Zimmer steckt. ;) Aber ob das immer den gewünschten Erfolg bringt, hängt natürlich von der Schwester ab.
BZebra hat geschrieben: Und was die Beschäftigungszeit angeht, bei einem vollen Programm ist man von morgends um 8 bis abends um 17 Uhr beschäftigt. Glaubt nicht dass, das so weiter geht mit stundenlangen Pausen!

Die erste Woche ist Einführungswoche, da gibt es für Patienten, die das erste Mal da sind mangels Schroth-Kenntnissen noch nicht so viel zu tun, weil sie es erst mal lernen müssen. Ab der zweiten Woche ist volles Programm für jeden ab 13. 12-jährige haben glaube ich ein kürzeres Programm und daher mehr Zeit totzuschlagen, in der alle anderen auch noch beschäftigt sind.
Ab Montag wird sich die Freizeit für deine Tochter stark dezimieren. Selbst in der Einführungswoche hat man dann schon fast das reguläre Programm. Dann geht es nämlich auch ins freie Üben.
Für die unter 13-Jährigen gibt es eine Nachmittagsbetreuung, die verpflichtend ist, so weit ich das mitbekommen habe. Da sollte also nachmittags niemand auf den Fluren und in den Zimmern rumlungern.
BZebra hat geschrieben: Freizeitaktivitäten:
Hobbyraum (kann man prima alleine hingehen), unten der Raum mit dem Billiardtisch und den Spielen usw. (wie nennt der sich nochmal?)
Freizeitraum.

In Sobernheim kann wirklich jeder alleine bleiben, so lange man selbst daran arbeitet und etwas ändern möchte. Genauso gut kann man aber auch viele nette Leute kennenlernen und gemeinsam viel Spaß haben. ;D
Huberta
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Beitrag von Huberta »

Hallo ihr,
danke für die Antworten. Vielleicht mache ich mir auch zu viel Sorgen, ist ja schon ein Schritt. Ich werde mal sehen, was sich bis zum Wochenende getan hat, vielleicht sieht dann alles schon ganz anders aus. Trotzdem, BZebra, wäre es nicht ein Einfaches, die guten Vorschläge, die du hier machst, einfach beim Ankommen auch irgendwie weiterzugeben? Sicher passiert das in den nächsten Tagen, nur gerade ganz am Anfang fühlen sich die Kids eben ziemlich allein, zumal wenn sie noch etwas jünger sind.
Ich werde weiter berichten, wie sich das alles so entwickelt. Vielleicht gibt es dann am Ende auch einen Jubelbrief :) wenn alles ganz toll wird.
LG, Huberta
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Beitrag von pedie »

[equote]Für die unter 13-Jährigen gibt es eine Nachmittagsbetreuung, die verpflichtend ist, so weit ich das mitbekommen habe. Da sollte also nachmittags niemand auf den Fluren und in den Zimmern rumlungern.
[/equote]
Stimmt , meine Tochter hat inzwischen kein großes Freizeikonto mehr,lediglich Mittags und ab 17 Uhr.Man könnt meinen ; die Kinder sind den ganzen Tag beschäftigt und sowieso unter Gleichgesinnten , da kommt keine Langeweile auf. Stimmt aber nicht , wenn sie dann zur Ruhe kommen und hängen dann alleine herum und haben vielleicht noch Heimweh ,dann ist das nicht so schön.Auch wenn sie daheim noch so ein loses Mundwerk haben und coole Sprüche ablassen und ja soooo selbstständig sein wollen,es sind halt noch Kinder und keine Jugendlichen denen eine solche Situation sicherlich leichter fällt.
[equote]Tollerant sein! [/equote]
Das fällt sicherlich schwer wenn sich jemand wie ein Elefant im Porzellanladen verällt , da hätte selbst ich meine Probleme,. :D
Na die lieben Kleinen werden das schon hinbekommen :angel: :angel: :angel:
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Huberta hat geschrieben:Trotzdem, BZebra, wäre es nicht ein Einfaches, die guten Vorschläge, die du hier machst, einfach beim Ankommen auch irgendwie weiterzugeben? Sicher passiert das in den nächsten Tagen...
Ne, das glaube ich nicht, dass das noch passiert. Aber man könnte das ja als Vorschlag anbringen, dass die Freizeitbetreuer und die haufenweise vorhandenen Psychologen die nichts zu tun haben mal eine Liste mit Tips für Neuankömmlinge zusammenstellen.
Tomma hat geschrieben:Wenn man die Zimmer tauschen will, muss man sehr hartnäckig sein und mehrmals täglich vorsprechen, dass man doch das Zimmer wechseln möchte. Man kann sich natürlich auch mit seiner Zimmerpartnerin so zoffen, dass die Schwester die beiden Streithennen freiwillig in zwei verschiedene Zimmer steckt. wink Aber ob das immer den gewünschten Erfolg bringt, hängt natürlich von der Schwester ab.
Steht in der Hausordnung drin, dass es nicht erlaubt ist das Zimmer zu tauschen? ;)

Zimmertausch für Dummies

Sofern alle vier einverstanden sind, bringen die beiden Umziehenden ihr Zeugs inklusive Kopfkissen und Bettdecke ins jeweils andere Zimmer. Bettücher von den Matratzen abziehen und im anderen Zimmer wieder aufziehen.

So, und jetzt kommen wir zu dem Punkt wo's spannend wird. Der Dame, die für die Zimmerverteilung zuständig ist, mitteilen, dass man im vierseitigem Einverständnis die Zimmer gewechselt hat, Betten abgezogen und so weiter, alles erledigt ist, die Putzfrau nicht's mehr zu machen braucht, sie nur noch die Zimmernummern in ihrer Liste Änern braucht .... WULKANAUSBRUCH $%!&§# .... sehr wahrscheinlich ... ergo dürfen das die Eltern im Hysterikmodus (vor hysterischen Eltern und hysterischen erwachsenen Patienten hat die Verwaltung Angst) entweder direkt erledigen oder die Kinder ausrichten lassen, dass wenn es Probleme gibt, sie von ihren Eltern ausrichten lassen sollen, dass sich die Verwaltung doch bitte mit den Eltern in Verbindung soll.

Viel Spaß beim Ausprobieren! ;)

p.s. Ich würde die Variante, bei der es keine Arbeit für die Putzfrauen gibt, bei den Anfrage zum Zimmertausch mit anführen. Dass sie wirklich alles selber machen. Inklusive Bett abziehen usw.

Und als Elternteil vorher die Verwaltung am Telefon zusammenscheißen, das geht natürlich auch.
Huberta
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Beitrag von Huberta »

Finde ich ne gute Idee, BZebra, das mal als Vorschlag anzubringen. Ich glaube, es gibt einfach ein paar Dinge, die man wirklich ohne viel Aufwand machen könnte, und die auch nicht viel kosten, wie etwa Tipps für Neuankömmlinge oder ein Plan der Klinik zur besseren Orientierung. Ich dachte sowieso, dass ich, wenn die Kur vorbei ist, eine Art Feedback gebe, da könnte man viell. Vorschläge machen, also positiv! verstanden, nicht als mosern.
Ansonsten finde ich das "Personal", also Ärzte, KGler und auch die Damen an der Rezeption ausgesprochen nett!
Allen ein schönes Wochenende.
Huberta
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Beitrag von BZebra »

Huberta hat geschrieben:ein Plan der Klinik zur besseren Orientierung.
Die jetzige Klinik existiert ja erst seit 1997. Vorher war die Klinik auf einem Hanggelände, zusammengestückelt aus vielen verschiedenen verschachtelten Häusern, und da gab es auch keinen Plan außer diesen hier:

Bild

Für uns, die die alte Klinik noch kennen, ist ein Plan jetzt für die neue Klinik schon etwas befremdlich. Von den Sobernheimern kommt garantiert keiner auf so eine Idee. ;)

Hier gibt es Bilder http://skoliose-info-forum.de/viewtopic ... 8417#38417 wie es früher aussah.
Huberta
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Beitrag von Huberta »

Super, danke für die Bilder :lach: .
Hab sehr gelacht, da verstehe ich auch, warum niemand auf diese Idee kommen würde. Frage: Wie habt ihr euch damals zurecht gefunden??? Und was, wenn man im falschen Raum gelandet ist und eigentlich in einem anderen der zahllosen Häuser sein sollte? Ich nehme jedenfalls alles zurück, was ich über Orientierung gesagt habe... ;)
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