Hilfe! Kur genehmigt, aber "kein" Bad So oder Sa!!

Fragen und Antworten zu den SCHROTH-Rehabilitationszentren für Wirbelsäulendeformitäten
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Davidos
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Hilfe! Kur genehmigt, aber "kein" Bad So oder Sa!!

Beitrag von Davidos »

Hallo Leute ich hab ein großes Problem. Ich hoffe ihr könnt mir mit euren Erfahrungen weiterhelfen.

Mitte Dezember stellt ich mit Dr. Hoffmanns Hilfe meinen ersten Reha-Antrag für Sobi an die AOK. Ich bin Student und noch bei meiner Mutter versichert.
Hab mich die ganzen Wochen auf die Kur gefreut, weil ich mir erhoffte endlich die wichtige Schrothgymnastik zu erlernen. Ich hab mich ausgiebig über Sobi informiert, und weiß, dass ich nur dorthin muß.

Gestern sprach eine nette Frau von der Versicherung auf unseren Anrufbeantworter: "Kur ist genehmigt. Ruf Sie zurück. Die Bestätigung, die wir Ihnen geschickt haben, haben wir zurückbekommen..."

Meine Mutter hat heute dort angerufen:

Auf die Frage, an welche Adresse meine Kurbestätigung verschickt worden war, nannte die Dame genau unsere Adresse....höchst merkwürdig!

Dann hat man Mutter erfahren, dass eine Kur zwar genehmigt sei, aber "nicht" in Sobi! Ich soll jetzt nach Bad Ems fahren.

Meiner Mutter kam das sehr spanisch vor und hat natürlich nichts angenommen. Die Bestätigung bekomm ich in den nächsten Tagen trotzdem nochmal zugeschickt.

Bad Ems ist zwar ein bekannter Kur-Ort, aber es liegt doch auf der Hand, das die mich beschei... wollen

Was soll ich jetzt tun? Widerspruch erheben? Zum Anwalt rennen? etc.

Ich bin total verzweifelt. Ich dachte, dass ich die Kur noch in den Semesterferien machen könnte. Alles ist dahin. Jetzt werden vielleicht Jahre vergehen...

Ich brauch die Schrothbehandlung

Bitte helft mir


Davidos
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo Davidos,

du kannst bei deiner Kasse Widerspruch gegen den Bescheid einlegen (Frist beachten). ich habe da bislang nur Erfahrung mit der Bfa, da die KK meine Kur von vorne herein nicht genehmigt hat.

Einige nützliche Formulierungen findest Du in der Broschüre aus Sobi .

viewtopic.php?t=2622

Schau auch hier: http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=3977

Außerdem solltest Du Dr. Hoffmann informieren, der kennt sich sicherlich mit der Situation aus und kann noch mal aus ärztlicher Sicht schriftlich für die Kasse bestätigen, dass die Reha unbedingt in Sobi stattfinden muss.

Viel Glück, Kämpfen lohnt ich :D
Charp

Ich habe auch noch mein Widerspruchsschreiben als "Vorlage", allerdings an die Bfa. Wenn Du die trotzdem haben willst, gib mir per PN deine eMail-Adresse.
Wirbelwind
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Beitrag von Wirbelwind »

Hallo Davidos,

Ich würde wie Charp schon geschrieben hat an deiner Stelle sofort Widerspruch einlegen und Dr.Hoffmann informieren und bitten zu helfen.

Weiterhin die KK zur Rede stellen, wieso Bad Ems (kann es sein, dass dieser Ort in deinem Bundesland liegt und BaSo nicht?)...

Wenn du Widerspruch einlegst, steht auch in dem Link von Charp bei der BaSo-Broschüre drin, es gibt im Sozialgesetzbuch §9 SGB IX ein sogenanntes Wunsch-und Wahlrecht der Leistungsberechtigten (http://www.sozialgesetzbuch-bundessozia ... bix/9.html)

D.h. du hast ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Rehaeinrichtung.
Berechtigte Wünsche wieso du nach BaSo sollten sich doch finden lassen. :-)

Viel Erfolg,

Wirbelwind
Zuletzt geändert von Wirbelwind am Di, 23.10.2007 - 16:59, insgesamt 3-mal geändert.
Davidos
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Beitrag von Davidos »

Wie kann ich Dr. Hoffmann informieren? Kann ich ihn einfach so anrufen und den Sachverhalt schildern; oder wäre es ratsamer ein Fax zu schicken? Email funktioniert aus unerfindlichen Gründen nicht.

Dr. Hoffmann ist doch immerzu sehr beschäftigt. Ich hoffe, dass er sich für mich genug Zeit nehmen wird.

Nach Stuttgart fahren wird in den nächsten Monaten ohnehin nicht möglich sein.


Das ist doch zum verrückt werden! Ich will nur nach Sobi, um für mich die richtige Schroththerapie zu erlernen. Meine Skoliose ist nicht so schlimm (19°); von einmal Sobi kann ich vielleicht mein gesamtes Leben profitieren. Warum schnallen das die Kassen nicht?

Super vielen Dank an Euch. Ihr seid die geilsten.

Ich hoffe nur der Kampf wird siegreich für mich ausgehen.

Davidos
Wirbelwind
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Beitrag von Wirbelwind »

Hallo,

ich denke am besten ist es Dr. Hoffmann ein Fax zu schicken, mitdem du ihm deine Situation erklärst und um seine Unterstützung bittest.

Was mir gerade noch einfällt, vielleicht kannst du per Internet oder so herausfinden, was Bad Ems für Therapien anbietet und Indikationen hat (also welche Patienten mit welchen Erkrankungen werden behandelt)... und dies vielleicht für deinen Widerspruch verwenden.

Ich denke du musst deine Krankenkasse-Sachbearbeiterin davon überzeugen, dass sie selber überzeugt ist, dass BaSo dir die bestmögliche Reha-Erfolgschance gibt und du deshalb dahin solltest. Und durch eine erfolgreiche Reha spart deine KK im Endeffekt vermutlich eine Menge Geld.

Ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer für deinen Kampf mit der Krankenkasse. Mögest du der Sieger werden!

viele Grüße
Wirbelwind

P.S. Gern geholfen, aber geil bin ich deswegen nicht :D
Zuletzt geändert von Wirbelwind am Di, 23.10.2007 - 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
Davidos
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Beitrag von Davidos »

Seit heute haben sich die Probleme mit meiner Kur vergrößert:

Ich bekam "heute" 28. 01 Post von dieser besagten AOK-Klinik in Bad Ems.
"Wir freuen uns Sie am 1.02 zu begrüßen......
Meine Kur beginnt schon nächste Woche Mittwoch, ohne dass ich vorher Einspruch eingelegt hab. Bin jetzt total fertigt. Was soll ich tun?

Ich wollte ja am Mo oder Di den Brief an die Aok schicken; und jetzt diese Schei....
Die wollen eine doch nur veräppeln.

Da die Zeit drängt, wollte ich euch mal fragen, ob ich für meinen Widerspruchsbescheid dringend ein Gutachten von Dr. Hoffmann benötige. Der Brief ist Dank eurer Hilfe fertig und kann sofort verschickt werden. Da es jetzt aber eilig ist...
Oder soll ich lieber warten, bis mir der Doc geholfen hat. Mit einem Attest etc. macht der Brief ja größeren Eindruck. Brauch ích denn das Attest wirklich?
Bitte antwortet schnell
Wirbelwind
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Beitrag von Wirbelwind »

Hallo,

wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ICH folgendes tun:

Montag früh sofort wenn KK aufmacht bei denen auftauchen mit Widerspruchsschreiben und sagen dass dort nicht hinwill, und am besten drauf bestehen mit zuständiger Sachbearbeiter/in zu sprechen.

Und die Reha-Einrichtung informieren dass Widerspruch eingelegt.

Und Dr.Hoffmann Fax schicken sodass er Montag früh bzw. mittags hat mit der Bitte um Hilfe.

Viel Erfolg!

viele Grüße
Wirbelwind
Davidos
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Beitrag von Davidos »

Noch ein kleines Problemchen: In meiner Stadt haben wir selbstverständlich auch eine AOK-Niederlassung; die zuständige Sachbearbeiterin befindet sich allerdings in einer ganz anderen Stadt; leider so weit, dass ich das Widerspruchsschreiben nicht vorbeibringen kann.
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Dalia
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Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Kannst du nicht ein Fax hinschicken oder anrufen?

Eine kleine Bitte am Rande: Verzichte in deinen Posting doch bitte auf die Zitierung der kompletten Antwort. Klicke beim Antworten hier auf den Button "Antwort erstellen" unten rechts und nicht auf "zitat", denn sonst denkt man, man muss alles lesen (das kostet ja auch Zeit ;)), außerdem frisst das auch Speicherplatz. Ich habe jetzt alle Zitate herausgelöscht.

Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Davidos
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Beitrag von Davidos »

Da wäre noch was:

Bin ja noch Student und bei meiner Mutter versichert.
Soll ich den Widerspruchsbescheid im Namen meiner Mutter verfassen, die ihren Sohn vertritt, oder muß "ich" den Einspruch einlegen?
Schließlich bin ich derjenige, der die Kur beantragt hat.

Über eine schnelle Antwort bedanke ich mich schon im voraus. Die Zeit drängt.

Vielen Dank für euere Unterstützung

Davidos
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Charp
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Beitrag von Charp »

Hallo,

also, ich habe meine Widersprüche an die KK damals immer selber (Studentin, familienversichert) geschrieben, in meinem Namen, mein ich. Ist ja auch sinnnvoller. Du kannst erst Deinen Widerspruch einreichen und das Statement von Dr. Hoffmann dann nachreichen.
Viel Glück,
Charp
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