Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
Diagnose: Skoliose bekannt seit Geburt innerhalb von 18 Jahren Verschlechterung von 10° auf 60° im BWS Bereich, trotz Korsett und KG,desweiteren Herzfehler seit Geburt
Therapie: Korsett von 7-17 Jahren, Voijta und Schroththerapie über ganze Zeit. Juni 2010 Skoliose OP von th 3- l 1 restkrümmung etwa 15°
Hey ihr lieben
Wollte gerne mal wissen, ob eine Reha auch nach einer OP noch sinn macht oder ob es quatsch ist, da ja nichts mehr verbessert werden kann. Habe sehr lange Zeit ein Korsett gehabt (von 7-17 Jahren) und wusste über den ganzen Zeitraum nicht, dass es eine Rehaklinik für Skoliose gibt. Nun wurde ich vor einem Jahr operiert und würde eigentlich schon gerne mal dorthin. Aber ich weiß nich ob es was bringt und ob die Krankenkasse da noch die Kosten für übernehmen würde. Bin ein ziemlich teuerer Patient für die KK aber rausschmeißen können die einen doch nicht wenn man einen Antrag stellen würde oder?
Freu mich über Antworten
Gruß Verena
meine Tochter hat in Bad Salzungen ein Mädchen kennengelernt, das auch 1 Jahr nach ihrer OP dort war. Der wurde gesagt, sie muss unbedingt ihre Schrothübungen weitermachen, sonst würde sich der nicht versteifte Teil der Wirbelsäule verschlechtern. Es waren auch noch einige andere Operierte dort zur Reha.
Frag doch mal deinen Arzt, ob er einen Antrag unterstützen würde. Wenn die Krankenkasse ablehnt, Widerspruch einlegen - evtl. ist bei dir ja auch die Rentenversicherung zuständig. Probieren würde ich es an deiner Stelle auf jeden Fall. Als Skoliosepatient muss man einfach die Erfahrung einer Schrothreha gemacht haben. Davon kannst du auch als Operierte nur profieren.
auch Operierte können Rehas machen (frühestens ab ca. 3/4 Jahr nach OP, viele machen die Reha nach einem Jahr, später erst eine Reha machen oder auch alle paar Jahre eine, ist ebenso möglich). Die Inhalte sind aber - logisch - leicht andere als bei nichtoperierten Patienten.
Erkundige dich doch mal im skoliose-op.info-Forum genauer danach.
(Ich bin zwar auch operiert, hatte aber nie eine Reha gemacht.)
Viele Grüße,
Raven
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen. OP-Röntgenbilder
Therapie: "normale" KG; Schroth-Reha in Sobi 04.2011 und 12.2013; seit 11.2013 Korsett von CCtec -> Mitte 2014 wg. Hüft- und Knieproblemen samt OPs abgebrochen
ich komme gerade aus der Reha in Bad Sobernheim zurück und dort waren einige Patienten, die operiert waren. Also lohnt sich das auf alle Fälle noch. Zum einen für die Stabilisierung und die Muskulatur, zum anderen vor allem für die nichtversteiften Bereiche. Die Übungen werden für die operierten angepasst, sind also mehr symmetrische Übungen als die sonst für Skoliotiker üblichen asymmetrischen Übungen.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Antragsstellung, aber das müsste mit einer guten Begründung eigentlich schon klappen.
Grüßle,
Saphira
Wer immer nur vom großen Glücke träumt, der findet nichts, weil er das kleine Glück versäumt.
verena*1992 hat geschrieben:Bin ein ziemlich teuerer Patient für die KK aber rausschmeißen können die einen doch nicht wenn man einen Antrag stellen würde oder?
Nein, das können sie nicht. Sie können schlimmstenfalls den Antrag ablehnen oder an die Rentenversicherung weitergeben.
"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)