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Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Die_Jenny
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unentschieden

Beitrag von Die_Jenny »

Hallo!

Ich bin im Moment am überlegen, ob ich mich nicht operieren lassen sollte. Ich war eigentlich sehr lange dagegen, aber ich fühle mich so dermaßen unwohl, dass ich mich nicht mal mehr traue, vernünftige Oberteile anzuziehen, weil ich dann Angst habe, dass jemand meine Skoliose sehen könnte. Außerdem würde es jetzt ganz gut passen, weil ich noch nicht mit dem Studium angefangen habe. Wenn ich erstmal am Studieren bin, will ich das nicht mehr, weil ich mein Studium dann bestimmt für gewisse Zeit auf Eis legen müsste.

Die Ärzte sagen bis jetzt, eine OP wäre zur Zeit nur aus kosmetischen Gründen "nötig". Also meine Gradzahlen sind glaube ich relativ gering (müsste ich nochmal nachschauen). Das Problem ist, dass meine Hüfte halt raussteht und dass das ganze noch schlimmer aussehen lässt. Könnten die bei einer OP eigentlich auch die Hüfte wieder zurechtrücken? Weil das ist ja das, was mich am meisten stört.
Außerdem habe ich solche Angst, dass etwas schief gehen könnte.
Ich weiß einfach nicht, ob ich mich jetzt mein Leben lang lieber unwohl fühlen oder das Risiko einer OP in Kauf nehmen sollte.
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Alana
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Beitrag von Alana »

Hi,
versuch´s doch mal mit Schroth-Übungen. Die helfen wirklich die Haltung zu verbessern und die Skoliose zu korrigieren. Besonders die heraus stehende Hüfte. Mich hat das auch am meisten gestört bei der Skoliose. Keine Hose passte, alles schief. Aber jetzt ist es echt besser.

Ich war schon drei Mal zur Kur in Bad Sobernheim, das sind Spezialisten auf dem Gebiet Physiotherapie bei Skoliose. Da gibt es auch ganz spezielle Übungen extra für die heraus stehende Hüfte, z.B. die Hüftholzübung oder 3. Beckenkorrektur + gehen. Wichtig ist, dass man die Übungen immer und immer wieder wiederholt, auch zu Hause. Das ist auf jeden Fall nötig, denn wenn du nicht die Haltung verbesserst, kann sich sogar die Skoliose noch weiter verschlechtern.
Bei mir ist es auf jeden Fall besser, wenn du willst stelle ich auch mal Fotos rein.
Operieren finde ich nicht so gut, das ist sehr gefährlich. Davon kann man querschnittsgelähmt werden, wenn das Rückenmark verletzt wird und behindert bleibt man auf jeden Fall, weil das ganze mit Stäben stabilisiert wird. Und bücken kann man sich danach glaube ich auch nicht mehr so richtig, weil da Wirbel versteift werden.
Die_Jenny
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Beitrag von Die_Jenny »

danke für deine antwort :)
also ich war letztes jahr in bad sobernheim und die übungen haben während der zeit auch ein bisschen geholfen, aber als ich zu hause war hat die motivation wieder nachgelassen... und mir sagen auch ständig alle, dass das eh nicht mehr besser wird, sondern entweder gleich bleibt oder sich sogar verschlechtert. das ist halt nicht besonders aufbauend.
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Jenny, wie alt bist du (über oder unter 20?) und wie viel Grad hast du? Nur wegen einer herausstehenden Hüfte solltest du dich nicht operieren lassen, zumal eine durch OP korrigierte Skoliose sich im Lauf der Jahre wieder verschlechtern kann.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Die_Jenny
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Beitrag von Die_Jenny »

also ich bin jetzt 20. mein größter bogen ist etwas über 30°. ich weiß, das ist nicht viel im verlgeich zu anderen skoliosen, aber so wie mein rücken aussieht, belastet mich das psychisch einfach zu sehr. es reicht mir auch nicht, dass sich meine skoliose bestenfalls nicht mehr verschlechtert, sondern ich will einfach normal aussehen, normale sachen anziehen können, ganz normal ins freibad gehen und mich ganz normal umarmen lassen - ohne angst haben zu müssen, dass jemand meinen schiefen rücken merkt.
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Emily
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Beitrag von Emily »

Ich rate Dir dringend von einer OP ab, mag aber nicht allzu viel dazu schreiben, da es letztlich Deine Entscheidung ist.

Nur ein paar Gedanken:

1. Hast Du Dir überlegt, dass Du nach der OP eine Narbe über Deinem gesamten Rücken hast? Wenn Du Probleme mit der Optik hast wirst Du das wahrscheinlich nach der OP dann wegen anderen Dingen haben, oder eben wegen der Narbe.

2. Bist Du Dir im Klaren darüber, dass Du Deine Wirbelsäule danach nie mehr so bewegen wirst können wie vor der OP? Sie ist dann versteift.

3. Auch nach der OP musst Du weiterhin KG machen, das ist sehr wichtig. Die Bereiche über und unter der versteiften Strecke muss sehr gepflegt werden. Muskeln müssen ständig aufgebaut werden, weil diese unversteiften Teile dann die gesamte Wirbelsäule halten müssen.

Nur meine Gedanken dazu, letztlich ists Deine Entscheidung. Aber dem Arzt, der Dich mit den Gradzahlen operiert, sollte eh nicht zu vertrauen sein.
Grüssle
--Emily
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