Operation mit Endoskop
Operation mit Endoskop
In den USA ist es seit 1996 möglich eine Skolioseoperation mit Hilfe eines Endoskopes durchzuführen.
Vorteil dieser Methode ist, dass im Gegensatz zum "offenen" Verfahren die Rückenmuskulatur nicht beeinträchtigt wird und auch keine Rippe entfernt werden muss. Die Operation hat deshalb weitaus weniger Schmerzen zur Folge und die Rehabilitationsphase verkürzt sich ebenfalls. Weiterhin hat man auch nur 3-4 kleine ca. 3cm lange Narben an der Seite. Operierte wurden bereits 2-7 Tage wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Ich würde gerne wissen, ob jemand Erfahrung mit dieser Operationsmethode gemacht hat. Es verwundert mich, dass eine solche Operation in Deutschland nicht angeboten wird, obwohl es sie in den USA bereits seit 10 Jahren gibt.
http://www.spineuniverse.com/displayart ... le481.html
Vorteil dieser Methode ist, dass im Gegensatz zum "offenen" Verfahren die Rückenmuskulatur nicht beeinträchtigt wird und auch keine Rippe entfernt werden muss. Die Operation hat deshalb weitaus weniger Schmerzen zur Folge und die Rehabilitationsphase verkürzt sich ebenfalls. Weiterhin hat man auch nur 3-4 kleine ca. 3cm lange Narben an der Seite. Operierte wurden bereits 2-7 Tage wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Ich würde gerne wissen, ob jemand Erfahrung mit dieser Operationsmethode gemacht hat. Es verwundert mich, dass eine solche Operation in Deutschland nicht angeboten wird, obwohl es sie in den USA bereits seit 10 Jahren gibt.
http://www.spineuniverse.com/displayart ... le481.html
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
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Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Die OP wird in Deutschland DOCH angeboten!
Prof. Dr. Böhm in Bad Berka führt sie schon seit Jahren durch.
Die sogenannte "minimalinvasive" OP-Methode ist jedoch aus verschiedenen Gründen unter der Mehrzahl der bekannten WS-Chirurgen sehr umstritten. Die Vorteile "erkauft" man sich mit einigen Nachteilen, unter anderem mit einer extrem hohen Strahlenbelastung und größerem Risiko, da der Chirurg fast "blind" und nur mit Sicht auf den Dauerröntgenmonitor arbeiten muss.
Die verwendeten Implantate sollen auch nur einen Bruchteil der Stabilität von z.B. dem HZI haben.
Also leider wie so oft im Leben:
Kein Vorteil OHNE Nachteile!
Kein Heilmittel ohne Risiken und Nebenwirkungen!
Gruß Toni
Prof. Dr. Böhm in Bad Berka führt sie schon seit Jahren durch.
Die sogenannte "minimalinvasive" OP-Methode ist jedoch aus verschiedenen Gründen unter der Mehrzahl der bekannten WS-Chirurgen sehr umstritten. Die Vorteile "erkauft" man sich mit einigen Nachteilen, unter anderem mit einer extrem hohen Strahlenbelastung und größerem Risiko, da der Chirurg fast "blind" und nur mit Sicht auf den Dauerröntgenmonitor arbeiten muss.
Die verwendeten Implantate sollen auch nur einen Bruchteil der Stabilität von z.B. dem HZI haben.
Also leider wie so oft im Leben:
Kein Vorteil OHNE Nachteile!
Kein Heilmittel ohne Risiken und Nebenwirkungen!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Nach der Operationsbeschreibung verwendet der Arzt 2 Monitore, die das Bild des Endoskopes wiedergeben. Das Dauerröntgengerät (Fluoroskop) wird ,soweit ich das der Beschreibung entnehmen konnte, nur zur Platzierung der Schrauben verwendet. Also ist es nicht die ganze Zeit eingeschaltet (?).
Das der Chirug fast blind arbeitet halte ich für eine übertriebene Aussage.
Das Risiko der Operation im Vergleich zu den klassischen Verfahren kann ich nicht einschätzen. Ich schließe aber aus dem Umstand, dass bereits mehrere Skoliotiker erfolgreich mit dieser Methode operiert wurden, dass die Gefahr nicht wesentlich höher als bei den "traditionellen" Verfahren liegen kann.
Zur Stabilität der eingesetzten Instrumentariums konnte ich leider keine Informationen finden. Ich frage mich warum nicht das HZI eingesetzt wird, wenn die Stabilität schlecht sein soll. Möglicherweise könnte es sein, dass dieses Operationsverfahren den Einsatz des HZI nicht erlaubt. Allerdings kann ich mir als Laie nicht vorstellen warum dies nicht gehen sollte.
Ferner konnte ich auch keine Informationen bezüglich Verbesserung des Rippenbuckels finden.
Woher stammen denn die Informationen auf die du dich stützt?
Gruß
Das der Chirug fast blind arbeitet halte ich für eine übertriebene Aussage.
Das Risiko der Operation im Vergleich zu den klassischen Verfahren kann ich nicht einschätzen. Ich schließe aber aus dem Umstand, dass bereits mehrere Skoliotiker erfolgreich mit dieser Methode operiert wurden, dass die Gefahr nicht wesentlich höher als bei den "traditionellen" Verfahren liegen kann.
Zur Stabilität der eingesetzten Instrumentariums konnte ich leider keine Informationen finden. Ich frage mich warum nicht das HZI eingesetzt wird, wenn die Stabilität schlecht sein soll. Möglicherweise könnte es sein, dass dieses Operationsverfahren den Einsatz des HZI nicht erlaubt. Allerdings kann ich mir als Laie nicht vorstellen warum dies nicht gehen sollte.
Ferner konnte ich auch keine Informationen bezüglich Verbesserung des Rippenbuckels finden.
Woher stammen denn die Informationen auf die du dich stützt?
Gruß
-
:Joy:
Hallo Toni, du dürfest mich bestimmt noch kennen!
Du warst mit mir und meiner Mutter in Stuttgart, als ich mein Korsett von Rahmouni bekommen habe... Wie ich es ihr schonmal geschrieben habe, komme ich um eine OP nächstes Jahr nicht mehr drum rum!
Von der Methode mit dem Endoskop habe ich noch nichts gehört! Doch bin ich am überlegen meine WS nicht versteifen zu lassen, sondern ich will versuchen das mit den Klammern zu bekommen. (Shape Memory Alloy Staples) Hier im Forum sind andere OP Methoden als Versteifung sehr umstritten und keiner sagt mir so richtig, dass es eine gute Maßnahme ist zu einer Versteifung bei Dr. Halm.
Ich höre immer wieder Leute die sagen, es ist noch nicht so ausgereift, aber die Kommentare zu der OP Methode mit den Klammern, sind von 2004 und noch älter. Es hat sich doch bestimmt schon viel getan! Ich könnte meine Bandscheiben drin behalten und hätte nicht so starke Einschränkungen wie bei einer Versteifung.
Ich weiß, dass du von einer OP von vornherein abrätst, aber ich habe mich jetzt dazu entschlossen. Wie ist deine Meinung oder Erfahrung zu der "neuen" Methode?
Liebe Grüße Joy
Du warst mit mir und meiner Mutter in Stuttgart, als ich mein Korsett von Rahmouni bekommen habe... Wie ich es ihr schonmal geschrieben habe, komme ich um eine OP nächstes Jahr nicht mehr drum rum!
Von der Methode mit dem Endoskop habe ich noch nichts gehört! Doch bin ich am überlegen meine WS nicht versteifen zu lassen, sondern ich will versuchen das mit den Klammern zu bekommen. (Shape Memory Alloy Staples) Hier im Forum sind andere OP Methoden als Versteifung sehr umstritten und keiner sagt mir so richtig, dass es eine gute Maßnahme ist zu einer Versteifung bei Dr. Halm.
Ich höre immer wieder Leute die sagen, es ist noch nicht so ausgereift, aber die Kommentare zu der OP Methode mit den Klammern, sind von 2004 und noch älter. Es hat sich doch bestimmt schon viel getan! Ich könnte meine Bandscheiben drin behalten und hätte nicht so starke Einschränkungen wie bei einer Versteifung.
Ich weiß, dass du von einer OP von vornherein abrätst, aber ich habe mich jetzt dazu entschlossen. Wie ist deine Meinung oder Erfahrung zu der "neuen" Methode?
Liebe Grüße Joy
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass du das Prinzip der Shape Memory Alloy Staples nicht ganz begriffen hast. Du bist doch sicherlich schon ausgewachsen oder nicht? Dann wird diese Methode für dich nicht mehr in Frage kommen.:Joy: hat geschrieben:Von der Methode mit dem Endoskop habe ich noch nichts gehört! Doch bin ich am überlegen meine WS nicht versteifen zu lassen, sondern ich will versuchen das mit den Klammern zu bekommen. (Shape Memory Alloy Staples) Hier im Forum sind andere OP Methoden als Versteifung sehr umstritten und keiner sagt mir so richtig, dass es eine gute Maßnahme ist zu einer Versteifung bei Dr. Halm.
Ich höre immer wieder Leute die sagen, es ist noch nicht so ausgereift, aber die Kommentare zu der OP Methode mit den Klammern, sind von 2004 und noch älter. Es hat sich doch bestimmt schon viel getan! Ich könnte meine Bandscheiben drin behalten und hätte nicht so starke Einschränkungen wie bei einer Versteifung.
[equote]Die Medtronic SMA Staples können hingegen bei Patienten ab einem Alter von 8 Jahren bis zu ca. einem Jahr vor Ende des Wachstums eingesetzt werden [...].
Quelle:http://wwwp.medtronic.com/Newsroom/News ... lang=de_DE[/equote]
- Silas
- Profi

- Beiträge: 3067
- Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
- Geschlecht: weiblich
- Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG
Meines Wissens nach wird lediglich der ventrale Zugang minimalinvasiv bewerkstelligt, der dorsale Zugang erfolgt nach wie vor auf konventionelle Art und Weise (wie sollte auch endoskopisch eine z. B. 20 cm lange Stange eingeführt und verschraubt werden oder wie sollte es sonst möglich sein, Osteotomien durchzuführen, bei denen bekanntlich mit "Hammer und Meißel" ordentlich zur Sache gegangen wird?)
Der minimalinvasive ventrale Zugang hat aus meiner Sicht v. a. einen großen Vorteil, nämlich den, dass der Bauchraum nicht eröffnet werden muss, was oft einen Pleuraerguss oder Atemprobleme zur Folge hat.
Bei Skoliosepatienten - gerade solchen mit großen Krümmungswinkeln, habe ich große Zweifel, dass diese Art der OP-Technik wirklich zielführend ist.
Bei Patienten mit M. Bechterew und M. Scheuermann ist diese OP-Technik sicherlich eine zu erwägende Alternative. Ich kenne 2 Bechtis, die dort operiert wurden und sehr zufrieden mit dem Ergegnis sind, die Betreuung war gut und sie haben nicht die heftigen Probleme mit Schmerzen, wie wir es von einigen Patienten aus Neustadt oder Münster kennen.
Die Strahlenbelastung ist übrigens nach allem, was ich darüber bisher gehört habe tatsächlich sehr hoch und wesentlich höher als bei der konventionellen OP-Technik, bei der die Patienten im übrigen während der OP auch oft geröngt werden, um Sitz der Schrauben und Korrektur zu kontrollieren.
Gerade für Bechterew- und Scheuermannpatienten könnte dieser Link interessant sein:
http://www.bechterew.de/95elsaghir/95elsaghir.htm
Viele Grüße
Silas
Der minimalinvasive ventrale Zugang hat aus meiner Sicht v. a. einen großen Vorteil, nämlich den, dass der Bauchraum nicht eröffnet werden muss, was oft einen Pleuraerguss oder Atemprobleme zur Folge hat.
Bei Skoliosepatienten - gerade solchen mit großen Krümmungswinkeln, habe ich große Zweifel, dass diese Art der OP-Technik wirklich zielführend ist.
Bei Patienten mit M. Bechterew und M. Scheuermann ist diese OP-Technik sicherlich eine zu erwägende Alternative. Ich kenne 2 Bechtis, die dort operiert wurden und sehr zufrieden mit dem Ergegnis sind, die Betreuung war gut und sie haben nicht die heftigen Probleme mit Schmerzen, wie wir es von einigen Patienten aus Neustadt oder Münster kennen.
Die Strahlenbelastung ist übrigens nach allem, was ich darüber bisher gehört habe tatsächlich sehr hoch und wesentlich höher als bei der konventionellen OP-Technik, bei der die Patienten im übrigen während der OP auch oft geröngt werden, um Sitz der Schrauben und Korrektur zu kontrollieren.
Gerade für Bechterew- und Scheuermannpatienten könnte dieser Link interessant sein:
http://www.bechterew.de/95elsaghir/95elsaghir.htm
Viele Grüße
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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