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Rundrücken- OP
Verfasst: Do, 22.06.2006 - 23:40
von Michi1985
Hallo!
Habe eine Rundrücken und eigentlich täglich Schmerzen.
Welche Risiken gibt es bei einer OP?
Wo kann man eine solche in Österreich durchführen lassen und was kostet sie?
Danke schon mal für die Antwort
MfG
Michael
Verfasst: Sa, 01.07.2006 - 14:18
von Niko-nikad
viewtopic.php?t=1832
Vorallem finde ich das Interessant:
[equote]Radiologe:
Es gibt aber doch das Verfahren transpedikulär einen Ballonkathether in den Keilwirbel einzubringen, den Wk damit aufzurichten und dann den Hohlraum mit Knochenzement aufzufüllen. Eine minimalinvasive dorsale Instrumentierung ist dann ausreichend.
MfG Dr.G [/equote]
Hat jemand schon Erfahrung damit gemacht?
Verfasst: So, 23.07.2006 - 14:04
von gauklerdavid
Hallo Michi
Ein Rundrücken mit täglichen Schmerzen kan ein sehr belastender Zustand sein. Ich kenne daß aus eigener Erfahrung. Dabei denkt man dann daß es doch so einfach wäre die krumme Wirbelsaäule einfach operative aufrichten zulassen. Trotzdem: Eine OP ist in den allermeisten Fällen nicht dir Richtige Lösung.
Erst musst du alle anderen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen!
Diese wären (kurz zusammengefasst):
Die Kyphose vermessen lassen und eine umfassende Diagnose von einem auf diesem Gebiet kompetenten und spezialisierten Arzt bekommen (es gibt davon leider nicht viele, mir fallen spontan nur Dr. Hoffmann in Leonberg und Dr. Steffan in Bad Salzungen ein)
Regelmäsig (am besten täglich) Krankengymnastik nach Schroth.
Eine Reha in einer Schroth Klinik machen (Bad Salzungen oder Bad Sobernheim?)
Falls angezeigt ein Korsett tragen (Ein gutes!)
Je früher und konsequenter du damit anfängst desto besser. Allgemein sind die Chancen dass du damit deine Schmerzen in den Griff bekommst sehr gut, da deine Wirbelsäue kräftiger und aufgerichteter werden wird. (schmerzen entstehen oft durch die Fehlstellung der Wirbel) Wichtig ist dass du wirklich dranbleibst und so regelmäsig wie möglich übst, dann kannst du nämlich Folgeschäden aufhalten.
Das alles mag anstrengender klingen als sich operieren zu lassen. Ist es aber nicht. Den bei einer Operation, selbst wenn sie gut läuft wirst du auch dein ganzes Leben auf deinen Rücken achten müssen, Gymnastk machen müssen, eventuell langfristig durch durch die Versteifung weitere beschwerden entwickeln (wie Gelenkverschleiss). Zudem wird an deinem Rücken ein nicht rückgängig zu machender Eingriff vorgenommen und du wirst abhängig von Glück und Können (oder nicht können!) von KLiniken und Chirurgen.
Im Gegensatz dazu wird wird es dich psychisch stark machen wenn es dir gelingt deine Kyphose mit Übungen (und eventuell Korsett zu bekämpfen da du damit selbst die Kontrolle behälst, ein besseres Körpergefühl entwickelst, eine disziplinierte und kämpferische Einstellung bekommst und muskulär kräftiger wirst.
Am besten du stöberst weiter in diesem Forum rum und list dir insebsondere díe Beiträge von Toni durch, diese sind sehr kompetent und motivierend.
Zum Thema Kyphoplastik und andere neue nicht versteifende OP Methoden (Bandscheibenimplantate, Wirbelgelenkstabilisatoren...): da wird viel experimentiert aber meines Wissens sind die langfritistigen Folgen nicht Untersucht und insbesondere im Hinblick auf die Anwendung bei der Scheuermann Erkrankungen besteht viel zu wenig (meistens Null) Erfahrung so daß man so etwas heutzutage schlichtweg nicht als Bahandlung für eine Scheuermann Erkrankung in Betracht ziehen kann. (Falls ich mich da täusche : sagt es bitte)
Grüße
david