Wie war denn das bei euch?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
Tomma
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Beitrag von Tomma »

Moin!

Kann euch nur empfehlen, überlegt es euch gut, wo und ob man sich operieren lässt. Spreche aus Erfahrung. Bei mir entstand die Skoliose nach einer Tumoroperation bei der 2-3 Rippen entfernt wurden, da knapp ein Jahr alt. Es folgten KG und Korsett, die nicht viel brachten.
Ich wurde 1985 im Alter von 4 Jahren im UKE (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) auf Grund meiner Skoliose operiert. Hatte damals weit über von 50° nach Cobb. Die OP (einseitige Wachstumsbremsung) ging gründlich in die Hose, hatte diverse Komplikationen, und hat nichts außer Problemen gebracht.
Die Skoliose verschlimmerte sich weiter auf 90° und hinzu kam noch die Kyphose von 70°, so dass ich Anfang 1987 in der Werner-Wicker-Klinik (WWK), Bad Wildungen-Reinhardshausen operiert wurde. Wurde vor der OP gut einen Monat im Halo gestreckt und bekam danach einen Gips und durfte wieder nach Hause. War noch nicht einmal einen Tag zu Hause, da gab es wieder Komplikationen, zurück in die WWK. Die schickten mich weiter in die Uniklinik Marburg, da durfte ich dann zwei Wochen lang meine Lungenentzündung auskurieren. Dann ging es wieder in die WWK und konnte 2-3 Wochen später nach Hause. Nach 6 Monaten bekam dann mein Korsett, welches ich 6 Monate tragen musste.
Diese OP hat was gebracht, hatte danach statt 90° nur noch 55°. Die Ärzte in der WWK waren damals mit Abstand die Besten in Deutschland, inzwischen gibt es auch andere gute Kliniken (Neustadt i. Holstein z. B.).
Da ich damals "metalllos" operiert wurde, hat sich die Skoliose auf etwa 65° verschlechtert, die Kyphose auf 90°. Damit kann ich recht gut leben. Diese letzte OP bereue ich kein bisschen. Habe selten Schmerzen. Hab Schulsport und Vereinssport gemacht. Leider fehlt mir dazu jetzt die Zeit (Unistress). Mache KG. Die ist auch enorm wichtig, vor allem die Atemgymnastik. Habe ein relativ geringes Lungenvolumen, daher haut mich auch jede größere Erkältung um.
Alle zwei Jahre gehe ich zur Kontrolle in die WWK bzw. seit 1 Jahr ins Klinikum Neustadt. Die WWK ist nicht mehr an mir interessiert (sie haben an mir ordentlich verdient), Kontrolle wäre da nur alle 5 Jahre möglich (bin eine unrentable Patientin für die geworden). Außerdem ist Neustadt um einiges näher und auch freundlicher.
Mich würden aber keine 10 Pferde in eine Uniklinik (außer Münster) bringen.
Mit einer OP sind nicht alle Probleme beseitigt. Man hat danach andere, neue Probleme. Es gibt Spätfolgen. KG muss oder sollte man trotzdem fortführen.

MfG Tomma
Daniela
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Wie war denn das bei euch?

Beitrag von Daniela »

Erst mal: Hallo!
Bin neu hier, bzw. schreib hier das erste mal etwas hinein. Hab mir das Forum schon ein bisschen angeschaut und finde es super, dass es so ein Forum überhaupt gibt.
Bei mir wurde es vor ca. einem Jahr festgestellt, dass ich Skoliose habe. Mein Hausarzt riet mir dort schnellsten mit einer Physiotherapie zu beginnen und dann auch röntgen zu gehen. Meinen ersten Röntgentermin hatte ich im Dezember vor einem Jahr. Damals kam heraus, dass ich 46° habe. Der Arzt riet uns dort schon zu einer Operation. Ich machte aber zuerst einmal meine Krankengymnastik fertig. Im Dezember dieses Jahres war ich dann das zweite mal röntgen. Es ist um 11° schlechter geworden. Ich habe jetzt somit 57° Grad und frag mich eigentlich schon, für was ich das alles mache, wenn es doch schlechter wird. Meine zweite Krankengymnastik habe ich vor ca. einer Woche fertig gemacht.
Nun überlege ich mir auch, ob ich mich operieren lassen sollte. Ich bin jetzt 15 Jahre alt und der Arzt hat gemeint, dass das der richtige Zeitpunkt für eine OP wäre, da meine Wirbelsäule noch ein wenig "weich" ist (oder wie er das gemeint hat).
Ich weiß, dass man da ca. 10-14 Tage im Krankenhaus bleiben muss und die ersten drei Tage nicht aufstehen darf.
Außerdem hat er mir gesagt, dass ich dann ein Jahr keinen Sport machen darf und keine schweren Sachen tragen darf, wie zum Beispiel meine Schultasche.
Nun ein paar Fragen an alle operierten.
Wie war denn das alles bei euch? Habt ihr euch nach der OP schnell erholt?

Daniela
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Beitrag von sloopy »

Liebe Daniela,

herzlich willkommen im Forum!

Wenn du schon länger im Forum mitliest, kennst du vielleicht meine Meinung zur Operation schon- ich denke, man sollte sich erst dann operieren lassen, wenn alles andere gescheitert ist. Was hast du ausser KG gemacht? Warst du in Bad Sobernheim/Bad Salzungen? Welche Krankengymnastik machst du? Wie oft machst du diese? Trägst du ein Korsett? Wenn ja, von wem? Wenn nein, dann würde ich dir DRINGEND zu einer Korsett-Therapie raten, damit ist in deinem Alter noch sehr viel zu machen! Eine Operation sollte der letzte Weg sein!

Liebe Grüße, sloopy
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Hallo Sloopy!

Außer KG hab ich bis jetzt noch nichts gemacht. In Bad Sobernheim/Bad Salzungen war ich auch noch nie.
Diese KG die ich mache heißt glaube ich, wenn ich mich recht erinnere "Schroth". Ich mache tägliche eine halbe Stunde KG. Korsett trage ich keines, weil mir die Ärzte davon abgeraten haben, da ich für eine Korsett-Therapie jünger sein müsste. So hat mir das der Arzt gesagt, bzw. ich war nicht nur bei einem Arzt, sondern bei einem anderen auch und der hat ungefähr das selbe gesagt.
Das dachte ich mir auch, dass eine Operation das letzte sein sollte, aber wenn es sich jetzt jedes Jahr um 11° verschlechtert?

Daniela
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Beitrag von sloopy »

Liebe Daniela,

du bist nicht zu alt für ein Korsett!!! Ich habe mit 23 1/2 Jahren mein erstes Korsett bekommen, weil ich mich nicht operieren lassen wollte. Du bist noch im Wachstum, da kann man mit einem GUTEN (!) Korsett noch einiges richten! Tu dir einen Gefallen und nimm dir einen Termin bei einem Skoliosespezialisten wie Dr. Steffan in Bad Salzungen oder Dr. Hoffmann in Leonberg!

Du brauchst schnellstmöglich ein Korsett und eine Reha in Salzungen oder Sobernheim. Allein die Tatsache, dass deine Ärzte dich noch nicht dahin geschickt haben, zeigt mir, dass sie nicht ausreichend kompetent im Gebiet der Skoliose sind! Mit einem guten Korsett (z.b. von http://www.rahmouni.de) wird deine Skoliose aufgerichtet; sie verschlechtert sich nur, wenn du nichts bzw zu wenig tust und KG alleine ist in deinem Fall zu wenig!

Wo kommst du denn her?

Gruß, sloopy
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Hallo Sloopy!

Ich komme aus Tirol und du kennst doch sicher die Klinik in Innsbruck, oder? Naja, und dort bin ich in Behandlung.
Zwar haben mir die Ärzte dort nie etwas von Bad Sobernheim/Bad Salzungen gesagt, aber ich mein das ist ja auch ziemlich weit weg von mir.
Ich hab gar nicht gewusst, dass man mit 23 Jahren noch ein Korsett bekommt. Trägst du das denn jetzt immer noch?

Daniela
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Beitrag von sloopy »

Hi Daniela,

ja, ich trage mein Korsett noch, habe es erst vor zwei Monaten bekommen ;)

Eigentlich ist es ganz egal, wo du herkommst, denn nach Bad Sobernheim / Bad Salzungen kommen Patienten aus ganz Europa. Dass du aus Tirol kommst, rechtfertigt keinesfalls, dass deine Ärzte dir nichts von den beiden Kliniken gesagt haben. Ich habe in Sobernheim schon viele Patienten aus Österreich und der Schweiz kennengelernt- die Entfernung sollte da keine Rolle spielen!

Ich rate dir, einen Termin bei Dr. HOffmann in Leonberg zu nehmen, er dürfte für dich der nächste Skoliosespezialist sein!

Gruß, sloopy
Katrin

Beitrag von Katrin »

hallo Daniela!

Ich bin mit 15 operiert worden. Aber erst nach einigen Jahren KG und 2-jähriger Korsetttherapie. Ich würde das mit der OP nicht auf die leichte Schulter nehmen. Auch wenn man danach relativ schnell wieder fit ist, heißt es nicht, dass du dann automatisch beschwerdefrei bist. Du bist Dein Leben lang versteift, das ist nicht so ohne.
Sorry, ich will Dir jetzt keine Angst machen, aber man sollte immer etwas weiter vorraus schauen, nicht dass Du später mal viel bereuen musst.
Probier´s mit Korsett, mit 15 geht da noch einiges. Du hast noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ich wünsche Dir ganz viel Glück, nur nicht aufgeben...

Liebe Grüße
Katrin
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Hallo Sloopy!

Du hast ja gesagt, dass eine Kur in Bad Sobernheim/Bad Salzungen gut wäre. Das einzige Problem ist da nur, dass ich aus Tirol komme, und das müssten mir dann meine Eltern zahlen. Und anscheinend sind die Kosten dann nicht so "ohne". Ich mein normalerweiße zahlt das doch die Krankenkasse, aber ich komm eben nicht aus Deutschland, drum wäre das bei mir schon das erste Problem.

Daniela

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Hallo Katrin!
Sicher sollte man eine OP nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber weißt, wie ich schon geschrieben habe, wenn man jeden Tag seine Übungen macht und es sich innerhalb von einem Jahr um 11° verschlechtert, dann fragt man sich schon für was man das alles macht.
Drum wollte ich mich einfach mal informieren, wie das halt alles so nach der OP ist.

Daniela
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Beitrag von sloopy »

Gepostet von Daniela
Ich mein normalerweiße zahlt das doch die Krankenkasse, aber ich komm eben nicht aus Deutschland, drum wäre das bei mir schon das erste Problem.
Da ihr in eurem Land keine auf Skoliose spezialisierte Klinik habt, werden die Kuren in Deutschland auch bei euch bezahlt. Du musst dich nur dafür einsetzen und falls nötig darauf bestehen und dafür kämpfen! Das wichtigste ist wohl, dass du einen Aufenthalt in Deutschland begründen kannst und das kannst du, weil es bei euch eine solche Klinik nicht gibt!

Gruß, sloopy
Dr. Steffan
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Beitrag von Dr. Steffan »

Du hast ja gesagt, dass eine Kur in Bad Sobernheim/Bad Salzungen gut wäre. Das einzige Problem ist da nur, dass ich aus Tirol komme, und das müssten mir dann meine Eltern zahlen.
Das stimmt nicht. Ihr solltet einen Antrag bei Eurer Kasse stellen und den Aufenthalt in Deutschland damit begründen, dass es bei Euch keine Klinik gibt, die nach Schroth therapiert. Ich werde Euch gerne etwas dazu schreiben. Wir hatten schon sehr viele Patienten aus Österreich und der Schweiz und bei allen ist die Reha von den Kassen bezahlt worden. Wenn Du möchtes rufe mich ab 2.1.03 unter 03695-652388 an. Auch Deine Eltern sollten mit mir in Kontakt treten. Es ist äußerst wichtig vor einer Op alles andere zu versuchen.
Dr. Steffan
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Hallo Daniela,

zu dem was schon gesagt wurde möchte ich noch ein bisschen was ergänzen.

Auch wenn Du mit 15 Jahren längenmäßig vielleicht schon aufgewachsen bist sind die Gewebestrukturen in dem Alter noch nicht so fest.
Das bedeuted, daß Du dich auch ohne Wachstum in den kommenden Jahren auch noch weiter verschlechtern kannst; je größer die Ausgangsgradzahl umso größer ist die Verschlechterungstendenz.

Ein Korsett kann die Wirbelsäule zwar nur im Wachstum richtig effektiv korrigieren, aber auch außerhalb des Wachstums verhindert es auf alle Fälle es eine Verschlechterung.

Wenn ich an Deiner Stelle wäre, dann würde mich mir so schnell wie möglich ein Korsett (http://rahmouni.de) besorgen. Zum einen um noch weiteren Verschlechterungen vorzubeugen und zum anderen um evt. noch vorhandenes Restwachstum für eine Korrektur zu nutzen.

Verlasse Dich nicht auf Aussagen von Ärzten, daß Du Ausgewachsen seist und daher ein Korsett nichst mehr bringen würde. Sehr viele Patienten haben das erzählt bekommen (natürlich anhand von Röntgenaufnahmen belegt) und es hat nicht gestimmt. Die Skoliose hat sich immer weiter schlechtert und nach jedem neuen Röntgenbild hieß es jedesmal aufs Neue, daß es nun für ein Korsett wirklich zu spät sei. Im Nachhinein weiß man es dann immer besser.

OP wäre für mich auch die letzte aller Lösungen. Schließlich ist es eine absolute, endgültige Sache die ihre Risiken mit sich bringt (kurz und langfristig) und sie läuft Dir nicht davon; Du bist noch so jung.

Versuchs mit einem Korsett. Es muß natürlich ein sehr gutes sein und dafür kommt wirklich nur Rahmouni in Frage. Bei Deiner Gradzahl erst recht.

Dein Wohnort darf da keine Rolle spielen oder eine Entschuldingung sein. Weder wenn es um ein Korsett oder eine Kur geht noch wenn es um eine OP geht. Eine ordentliche OP-Klinik wirst Du nämlich auch nicht in Österreich finden.

Also, Korsett jetzt sofort und schnellstmöglichst auch eine Kur in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen.

Liebe Grüße,
BZebra
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Beitrag von Daniela »

Vielen Dank für eure Informationen. Irgendwie kommt mir eines aber schon komisch vor. In Österreich raten dir die Leute zu einer Operation und in Deutschland nicht.
Der Grund dafür könnte schon sein, wie ihr schon gesagt habt, dass es in Deutschland bestimmte Kliniken gibt und in Österreich aber nicht.
Bei einem Korsett stell ich mir das irgendwie komisch vor, denn wenn man es dann nicht mehr braucht, und weglassen kann, könnte es doch sein, dass es sich wieder verschlechtert, oder nicht? Naja, kenn mich da eben noch nicht so gut aus, weil ich noch nie eines hatte.

Daniela
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Beitrag von BZebra »

Gepostet von Daniela
Bei einem Korsett ... wenn man es dann nicht mehr braucht, und weglassen kann, könnte es doch sein, dass es sich wieder verschlechtert, oder nicht?
Ja, das ist richtig. Aus diesem Grund sollte man es auch bis über 20 tragen und extrem langsam abschulen. Es passiert sehr vielen, daß sie auf Grund zu frühen Weglassens des Korsetts wieder Korrektur verlieren.

Ich z.B. hatte mit 13 Jahren 58°. Ich habe mein Korsett 4 Jahre lang wirklich den ganzen Tag getragen, dann noch ein Jahr so ungefähr 18 Stunden am Tag (in der Schule und nachts) und danach noch 5 Jahre lang nur nachts. Korrekturverlust hatte ich keinen. Habe seit 7 Jahren jetzt konstant in etwa 30°.

Man darf sich halt nicht von irgendwelchen Ärzten vorschreiben lassen, wann man ein Korsett nicht mehr zu tragen hat. Am besten fährt man, wenn man sich nach dem eigenen Gefühl richtet. Man spürt das viel besser selbst, inwieweit man die Korrektur halten kann oder nicht und danach sollte man auch seine Korsett-Tragezeiten richten.

Du brauchst also Dein Korsett erst dann nicht mehr, wenn die Korrektur stabil genug ist, und es sich nicht mehr verschlechtert.

Liebe Grüße,
BZebra
Daniela
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Beitrag von Daniela »

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Achso, du hattest davor auch schon mal ein Korsett? Ist das jetzt schon dein zweites?
Das hab ich mir nämlich gedacht, denn wenn man es von einen auf den anderen Tag weglassen würde, dann würde sich das ja ziemlich schnell wieder verschlechtern.

Daniela
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Beitrag von BZebra »

Gepostet von Daniela
Achso, du hattest davor auch schon mal ein Korsett? Ist das jetzt schon dein zweites?
:lach:

Ich weiß garnicht das wievielte Korsett es ist. Vielleicht das 6., 7. oder 8.??? :D Wenn man wächst, dann braucht man doch öfters ein neues.

Also, mein Tip wäre, Dich mal mit Dr.Hoffmann und Rahmouni in Verbindung zu setzen (Adressen findest Du auf der Linkseite) und Dich zu erkundigen, was Du anstellen mußt um dorthin zu kommen.

Auf alle Fälle würde ich einen Termin für eine Korsett-Sprechstunde (mit Dr.Hoffmann und Herrn Rahmouni zusammen) ausmachen. Da wird man Dich am besten beraten, was in Deinem Fall die günstigste Behandlungsmethode ist.
Das gilt nicht nur für ein Korsett sondern auch für die Frage nach einer OP.
Du bist kein klarer Fall für eine OP sondern grenzwertig. Da ist es besonders wichtig von wirklich kompetenten Leuten untersucht und beraten zu werden.
Und letztendlich kann man sich auch nicht überall Operieren lassen, das sollte man nur in den wenigen darauf spezialisierten Kliniken tun, da das Risiko von unmittelbaren Schäden und Langzeitschäden schon sehr groß ist.

Liebe Grüße,
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Beitrag von Daniela »

Ich mein, wenn ich mich mal zu einer Operation entscheide, dann lass ich das sicher in Innsbruck machen. Dort wurde ich ja auch geröngt und außerdem hat uns der Arzt gesagt, dass bei ihnen so eine Operation "Routine" ist.

Daniela
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Beitrag von Toni »

Hallo Daniela
Ich kann Dich gut verstehen. Man hat ein besseres \"Gefühl\" wenn man so eine große OP praktisch zuhause- in der Heimat- im \"heiligen Land Tirol\" machen lassen kann, wenn man diese OP wirklich braucht.
Aber bitte mach diese Entscheidung nicht so schnell und wäge sehr sorgfältig und mit möglichst wenig Emotionen - cool und nüchtern ab- soweit das möglich ist. Ich bin selbst auch bei der Tiroler Gebietskrankenkasse versichert.

Tirol hat (NUR) ca. 680.000 Einwohner aber eine eigene Universitätsklinik in Innsbruck. Die Uniklinik hat einen international hervorragenden Ruf. Besonders in schwerer Unfall-Traumatologie ist Innsbruck eine absolute Spitzenklinik. Wenn ich mal einen schweren Ski, -Auto- oder Bergunfall haben sollte, dann würde ich mich in der Uniklinik in Innsbruck wirklich am Besten versorgt wissen. Es ist völlig klar, daß eine Uniklinik, die z.B. ständig wirbelsäulenverletzte Drachenflieger, abgestürzte Bergsteiger usw... versorgen muss, AUCH Skoliose-OP´s durchführen kann.
Aber es ist dort allein schon aus der Einwohnerzahl Tirols her unlogisch bis unglaubwürdig, wenn sie in Innsbruck behaupten, Skoliose-OP´s wären für sie Routine!
Deutschland hat bei 80 Millionen Einwohnern nur 2 Kliniken, die in Sachen Skoliose-OP´s einen guten Ruf haben: Das ist Neustadt-Holstein und Bad Wildungen-Reinhartshausen!
Ich denke, daß es bei einer solchen OP nicht darum geht, in eine Klinik zu gehen, die das AUCH KANN, sondern in eine, die darin absolute Spitze ist! Was da zählt ist 1. Erfahrung, 2. Erfahrung, 3. Erfahrung usw.... Diese Kliniken machen fast nichts anderes- also ist dann die Erfahrung und die Routine wesentlich glaubwürdiger.
Frag doch die Innsbrucker konkret, wieviel Skoliose-OP´s sie im Jahr machen und vergleich das mal mit Neustadt oder Reinhartshausen. Dann merkst Du sofort, wo wirklich Erfahrung und Routine zu Hause sind!
Wenn es Dir komisch vorkommt, daß in Österreich zur OP geraten wird und in Deutschland nicht, dann täuscht dieser Eindruck! Wenn Du in Deutschland zu Chirurgen gehst und fragst, dann wird Dir dort auch eher zur OP geraten. Fragst Du einen erfahrenen Orthopäden für konservative Wirbelsäulen-Therapie, so wird der zuerst zu anderen Therapien raten und damit ALLES versuchen, die OP zu vermeiden. und erst dann zur OP raten, wenn die konservativen Methoden versagen. Leider kommt das aber offensichtlich sehr häufig vor, weil die Patienten nur mit zweit- oder drittklassigen Korsetts versorgt werden und nicht rechtzeitig die einzig wirklich wirksame Atemgymnastik nach SCHROTH lernen, weil sie nicht schnell genug in eine der beiden SCHROTH- Kliniken nach Bad Sobernheim oder Bad Salzungen geschickt werden.
An Deiner Stelle, würde ich mir zuerst zusätzlich die unabhängige Meinung eines Skoliose-Vollprofis wie Dr. Hoffmann in Leonberg bei Stuttgart einholen, bevor ich mich operieren lassen würde. Aber das ist nur meine pers. Meinung und mein Diskussionsbeitrag. Entscheiden musst Du selber!
Von Tirol nach Stuttgart ist nur ein Tagesausflug! Das sollte Dir Deine Entscheidungssicherheit doch wert sein! Du hast die freie Arztwahl- das gilt auch für Österreicher in Deutschland. Du musst nur einen Auslandskrankenschein von der TGKK abholen und die Röntgenbilder mitbringen. Du hast das Recht auf eine 2. ärztliche Meinung- auch bei einem ausländischen Spezialisten!
Liebe Grüße
Toni
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Hallo Anton!
Da bin ich ganz deiner Meinung, dass man sich das zuerst alles sorgfältig überlegen sollte, bevor man zu einer Entscheidung kommt. Aber ich mein, wenn ich mich operieren lassen würde, dann würde ich doch eher nach Innsbruck gehen. Wie du schon gesagt hast, die Klinik dort hat einen sehr guten Ruf und es gibt auch dort Ärzte, die sich auf Sachen wie Skoliose spezialisiert haben.
Aber ich bin sehr froh, dass du auch deine Meinung dazugeschrieben hast.

Daniela
BZebra_

Beitrag von BZebra_ »

Gepostet von Daniela
Aber ich mein, wenn ich mich operieren lassen würde, dann würde ich doch eher nach Innsbruck gehen. Wie du schon gesagt hast, die Klinik dort hat einen sehr guten Ruf und es gibt auch dort Ärzte, die sich auf Sachen wie Skoliose spezialisiert haben.
In Innnsbrug an Skoliose operieren lassen? Wo sind denn da die Skoliosespezialisten?

Nein, also selbst wenn ich direkt in Innsbruck wohnen würde, würde ich mich nicht dort keiner Skoliose-OP unterziehen. Es gibt ja auch einen Thread hier im Forum über Skoliose-OP's an der Universitätsklinik Innsbruck.

Einen guten Ruf zu haben heißt noch lange nicht, daß das für alle Gebiete gilt.

Sobernheim gibt so etwas wie eine Empfehlungsliste für OP-Kliniken heraus, beginnend mit

1. Klinikum Neustadt (in Holstein)
2. Lubinus-Klinik Kiel
3. Werner-Wicker-Klinik Bad Wildungen
4. Münster Zentrum für Orthopädie
5. Orthopädische Uni-Klinik Köln
6. Behandlungszentrum Vogtareuth
7. Klinikum Karlsbad-Langensteinbach
8. Orth. Klinik Wickernhaus (Schwarzenbruck)

Diese Liste ist schon sehr lang. Herr Dr.Steffan z.B. empfiehlt hier im Forum nur die ersten beiden genannten Kliniken (also Neustadt und Kiel).

OP oder Skoliosespezialisten in Innsbrug? :nein:

Schau Dir z.B. auch mal Deinen bisherigen Werdegang an.
Letztes Jahr wurde Deine Skoliose mit 14 Jahren festgestellt. Da hattest Du 46°. Du hättest schon damals sofort ein Korsett gebraucht, das steht ganz außer Frage und jeder der etwas von Skoliose versteht hätte Dir eines verordnet.
Wärest Du damals bei einem Skoliosespezialisten gewesen, dann hättest Du heute gute Chancen am Ende Deiner Korsett-Behandlung so mitte 30 Grad zu haben und müßtest Dir keine Gedanken über eine OP machen.

Bisher haben sie Dich nur verpfuscht die Ärzte und haben Deine Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Und Du bist da überhaupt kein Einzelfall. Es sollte also absolut keinen Grund für Dich geben jetzt immernoch so naiv zu sein und auch nur irgendjemanden auf gut Glück zu vertrauen.
Mach mal die Augen auf und schau Dir an wie viel Mist die Ärzte produzieren.

Dieses Forum hier ist dazu da, Dir die notwenidigen Informationen zu geben um an eine gute Behandlung zu kommen (was leider rar ist); und ich schätze mal, daß das auch der Grund ist, warum Du hier ins Forum gekommen bist. :)

Liebe Grüße,
BZebra
Antworten