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Langzeitfolgen bei einer op

Verfasst: Sa, 13.08.2011 - 02:44
von cele
Hallo
bei mir wurde eine kyphose von 100 grad festgestellt. Ich war bei herr hoffmann in leonberg bereits und dieser meinte ich muss operiert werden. Ich hatte bereits schon das gespräch mit dem doktor von der ostsee. Am 5.12.11 ist es soweit. Zu meiner vorgeschichte. Die kyphose ist schon lange bekannt, ich war auch schon bei vielen orthopäde, doch nie hat einer die röngenbilder vermessen, es wurde immer nur kg verschrieben. Ich hatte nie ein korsett.
Jetzt zu meiner Frage: Nach der Op wie sieht es mit den Langzeitfolgen. Ich bin 17 ind zwei wochen 18 jahre alt, deshalb sollte das "gestänge" in meinem Rücken schon einige Zeit halten.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen

Gruß cele

Re: Langzeitfolgen bei einer op

Verfasst: Sa, 13.08.2011 - 14:34
von Raven
Hallo cele,

Langzeitfolgen bei einer Versteifung können u.a. Verschleißerscheinungen angrenzender, nicht versteifter Wirbelsäulensegmente sein.
(Daneben kann es hin und wieder auch vorkommen, dass evl. vorhandene Schmerzen durch eine OP nicht verschwinden oder sogar noch stärker sind, und dies bleibend.)

Jedoch sollte man, meiner Meinung nach, nicht die Langzeitfolgen einer OP an und für sich sehen, sondern sie eher mit denen, die sich aus dem unoperierten Zustand ergeben, vergleichen.
Verschleißerscheinungen treten auch bei unoperierter Kyphose oder Skoliose häufiger als bei Leuten mit normal geformter Wirbelsäule auf.

Viele Grüße,
Raven

Re: Langzeitfolgen bei einer op

Verfasst: Sa, 13.08.2011 - 16:14
von cele
Hallo und wie sieht es mit schraubenbrüche und stabbrüche aus, passiert das oft??

Re: Langzeitfolgen bei einer op

Verfasst: Sa, 13.08.2011 - 16:33
von Raven
Hallo cele,

wie oft Implantatsbrüche passieren, weiß ich nicht direkt als Prozentzahl. Es kommt jedoch vor :ja: Ich kenne auch einige, bei denen dies passiert ist.
Manchmal ist der Grund dafür (wahrscheinlich) Überlastung, insbesondere in der ersten Zeit nach OP. Teilweise liegt es aber wohl auch an Defekten im Material; mir sind Leute bekannt, bei denen die Implantate bei einer ziemlich belastungsarmen und auf jeden Fall erlaubten Bewegung gebrochen sind. Bei manch anderem hingegen überstehen die Implantate selbst schwere Unfälle unbeschadet.

Implantatsbrüche stellen in der Regel aber keine schweren Kompliktionen bzw. Langzeitfolgen dar.
Es kann in so einem Fall sein, dass eine (Teil-)Entfernung des Implantats nötig ist, teilweise - insbesondere, wenn keine Beschwerden vorliegen - lässt man alles, wie es ist.
Kritischer sind Implantatsbrüche in der ersten Zeit nach OP, wenn noch keine (vollständige) Verknöcherung der Wirbelsäule stattgefunden hat. Letztendlich soll der versteifte Abschnitt ja durch eingebrachte Knochenspäne zu einem Knochen verwachsen; die Implantate sind dabei im Prinzip nur zur vorläufigen Schienung da (ähnlich wie z.B. Metallplatten nach Knochenbrüchen). Passiert so früh ein Implantatsbruch, ist eine Nach-OP sehr wahrscheinlich; mir ist auch jemand bekannt, bei dem in der Nach-OP dann ein oder zwei Wirbel mehr versteift werden mussten.

Viele Grüße,
Raven

Re: Langzeitfolgen bei einer op

Verfasst: Di, 23.08.2011 - 16:26
von Outlaw
Hallo,

es bliebe auch noch die Möglichkeit, das Material nach einiger Zeit wieder herauszunehmen, da es oft "nur" eine anfängliche Stabilisierung darstellt, bis die WS natürlich versteift ist. Es gibt aber m.W. nur sehr wenige Fälle, wo die Stanhgen und Schrauben wieder rausgkommen sind. Zudem stellt das Entfernen auch wieder eine hohe Belastung dar und am "Problem" ändert das natürlich nichts.

Ich hatte 80 Grad und bin jetzt deutlich besser dran als vor der OP. Ich war damals auch um die 20, als ich das 1. Mal über eine OP nachdachte, jedoch hat man früher bei solchen Graden nicht immer operiert. Zudem war ich damals nicht so informiert wie heute. Inzwischen bin ich über doppelt so alt und konnte einfach nicht mehr anders. Die Probleme wurden zu groß.

Allerdings habe ich mit meiner Kyphose immerhin noch über 20 Jahre "durchgehalten".

Einige hier und im anderen Forum sind schon viele Jahre operiert und scheinen sich wohl zu fühlen, zumindest wohler als vor der OP.