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Lähmung

Verfasst: Mo, 04.05.2009 - 00:27
von carola93
Hallo,

wollte mal auf einen Fall aufmerksam machen, bei dem ein Mädchen vollstndig durch eine Skolioseop gelähmt ist:

http://www.4marciashome.de/

Gruß Carola

Verfasst: Mo, 04.05.2009 - 19:13
von Fragen
Hab mir gerade die Seite mal angeschaut. Leider enthält sie nicht viel an Informationen, die interessant wären.
Meine Fragen dazu:
Handelt es sich um eine idiopatische Skoliose oder liegt noch eine andere Grunderkrankung vor?
Warum erfolgte die OP so früh?
Wie stark war die Skoliose?
Warum wurde eine OP zur Lösung der Brustwirbel durchgeführt? Ich kenn das sonst nur bei Operationen von Erwachsenen, deren Wirbelsäule schon weit verknöchert ist.
Warum ein Halo? Das weist auf eine starke Skoliose hin.
Wo wurde die OP durchgeführt?
Welche Behandlung gab es davor?
Die Eltern setzen sich in sehr guter Weise mit ihrer jetzigen Situation auseinander, es wird aber nicht auf ein Fehlverhalten der Klinik hingewiesen, was mich bei so einem Ergebnis wundert.
Ich denke, es gibt nicht genug Informationen, um die Situation beurteilen zu können.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Entscheidung für eine OP eine sehr situationsgebundene Entscheidung ist. Mir hat die OP viel Lebensqualität gegeben. Ich wäre ohne OP heute schwerstbehindert. Eine Klassenkameradin, die sich nicht operieren lassen wollte, war mit Mitte 20 schwerstbehindert, hatte große Probleme mit der Lunge und dem Herzen. Das ist alles lange her und heute gibt es bessere Behandlungsmöglichkeiten. Was im Einzelfall das richtige ist, muss jeder selbst entscheiden, ein Risiko gibt es immer.

Verfasst: Mo, 04.05.2009 - 20:02
von minimine
Als mir vor 1,5 Jahren zur OP geraten wurde habe ich mich damals viel im Internet darüber erkundigt. Ich fand dann u.a. die Seite von diesem Mädchen. Genau diese Seite war es, die bei mir "Klick" gemacht hat und ich mich gegen eine OP entschieden habe.

Mag ja sein, dass die Eltern nicht geschrieben haben, wo die OP gemacht wurde oder welche Umstände genau zu dem Unglück führten. Vielleicht hat dies ja versicherungstechnische Gründe, wenn evtl. geklagt wird etc.

Ganz unabhängig von diesem Fall jetzt, allein zu wissen, dass dies passieren kann, sollte jedem die Augen öffnen, solange vor dieser OP zurückzutreten, bis wirklich alles andere ausgeschöpft wurde.
Klar gibt es immer wieder Fälle, wenn schon deutliche Einschränkungen von Herz und Lunge vorhanden sind oder wenn die Krümmung einfach nicht aufhört schlechter zu werden etc., aber muss man denn wirklich unbedingt operieren, nur weil das äußere Erscheinungsbild "anders" aussieht, oder weil der Arzt bei dem man gerade ist halt zufällig Chirurg ist? Von den Langzeitproblemen mal ganz abgesehen (wer sich mal in Sobi oder BaSa mit Operierten unterhalten hat, weiß was ich meine).

Mich macht das echt wütend. Auch solche Aussagen wie ...Risiken gibt es immer...! Ich finde das wirklich blödsinn, denn es gibt nunmal Risiken, denen man nicht aus dem Weg gehen kann und Risiken, die vermeidbar sind!!!!

Sorry, wenn ich jetzt etwas emotional wurde, aber ich musste das jetzt mal sagen, gerade weil man hier immer wieder lesen kann, dass sich manche allein wegen der Optik operieren lassen wollen oder wie oft Ärzte bei 40° schon das Messer wetzen.

LG
Minimine