Hallo liebe Forums-Mitglieder,
ich bin 31 Jahre alt, habe eine doppelbogige Skoliose mit 64 Grad BWS und 42 Grad LWS nach Cobb und soll im August in Neustadt operiert werden.
Je naeher der Termin rueckt, desto nervoeser werde ich - obwohl ich mich natuerlich darauf freue, endlich wieder 'gerade' zu sein!
Koennten die Operierten unter Euch mir vielleicht ein paar gute Tipps geben, wie ich mich am besten auf so einen Eingriff vorbereite - sowohl physisch als auch psychisch?
Meine Chiropraktikerin sagt, sie koenne meine Muskeln und Baender dehnen und flexibler machen, weil dann die OP eine bessere Chance haette, zu gelingen. Eine Bekannte raet mir, einen Osteopathen zu finden. Mein Orthopaede meint, ich soll viel Sport treiben, um koerperlich fit zu sein, und mein Hausarzt meint, auch Psychotherapie sei eine gute Idee, weil nicht nur der Koerper durch einen solchen Eingriff belastet wird.
Jetzt habe ich so viele Informationen/ gute Ratschlaege, dass ich gar nicht mehr weiss, was wirklich etwas bringt.
Was meint Ihr?
Und was sind so Eure Erfahrungen mit der Erholungsphase hinterher? Wie bald werde ich wieder arbeiten koennen? Und wie weit wird mich die OP kurzfristig und langfristig einschraenken?
Bin fuer jede Info dankbar!
Viele Gruesse,
Gaby
Vorbereitung auf OP
Re: Vorbereitung auf OP
Eine "bessere Chance zu gelingen" ist vielleicht nicht so der richtige Ausdruck, aber prinzipiell ist das richtig. Dehnung der Muskulatur und Bänder erleichtert es, nach der Operation mit der neuen Situation besser klar zu kommen. Mitunter wird oder wurde deshalb zur OP-Vorbereitung auch das Cortrell angewendet (strecken der Wirbelsäule durch Zug am Kopf und den Beinen). Die effektivsten Methoden dazu ist natürlich zu kurzfristig jetzt, das wäre ein hochkorrigierendes Rahmouni-Korsett gewesen.Gaby hat geschrieben:Meine Chiropraktikerin sagt, sie koenne meine Muskeln und Baender dehnen und flexibler machen, weil dann die OP eine bessere Chance haette, zu gelingen.
Redressionsübungen wären wahrscheinlich sehr gut. Wenn dein Chiropraktiker sich das zutraut, dann ist er vielleicht eine gute Adresse dafür. Physiotherapeuten sind dafür auch gut geeignet, vorzugsweise Schroth oder Vojta-Therapeuten.
Osteopathen werden wenig zur OP-Vorbereitung beitragen können außer vielleicht was die Psyche angeht, weil das alles mehr auf der Einbildungsebene abläuft und wenig tatsächlich körperlich ändert.Eine Bekannte raet mir, einen Osteopathen zu finden. Mein Orthopaede meint, ich soll viel Sport treiben, um koerperlich fit zu sein, und mein Hausarzt meint, auch Psychotherapie sei eine gute Idee, weil nicht nur der Koerper durch einen solchen Eingriff belastet wird.
Sport ist sehr gut, Schwimmen würde ich da nehmen. Außerdem Cardio- und Krafttraining und Eiweißdrinks, weil das nicht nur zum Aufbau von
Muskelmasse beiträgt, sondern auch das Immunsystem stärkt.
Abnehmen sollte dabei aber natürlich nicht das Ziel sein.
Lass dich auf alle Fälle Impfen mit dem was dir noch fehlt bzw. derzeit an Impfstoffen verfügbar ist (Grippesaison ist ja im Sommer eher weniger), also z.B. gegen Pneumokokken.
Außerdem natürlich einen täglichen Vitamin- und Mineraltabletten-Cocktail nebst Obst usw.
Psychotherapie könnte auch eine sehr gute Idee sein, weil so eine OP schon meistens ein Traumata darstellt wenn man nicht gerade ideal mit Schmerzmitteln versorgt ist. Wie die allerdings praktisch aussehen könnte bzw. was da gemacht werden könnte, keine Ahnung. Was aber vor allem sehr wichtig sein kann, ist der richtige Umgang mit Schmerzen. Also Schmerztherapie.
Das müssten dir die Ärzte dort sagen, weil es stark davon abhängt was gemacht wird. Die Zeiten schwanken so zwischen 3 Monaten bis über einem Jahr bis man wieder arbeitsfähig ist. Das man über viele Monate auf Pflege angewiesen ist kommt auch vor. Das müsstest du persönlich abklären.Wie bald werde ich wieder arbeiten koennen? Und wie weit wird mich die OP kurzfristig und langfristig einschraenken?
Ansonsten, wünsche ich dir viel Glück und alles Gute für die OP!
Zuletzt geändert von BZebra am Di, 13.05.2008 - 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo Gaby,
ich bin im September in Neustadt zur OP.
ich beginne jetzt schon (lieber zu früh als zu spät) mich mit Gemüse und Obst "vollzustopfen" und versuche regelmäßig spazieren zu gehen.
Sport geht bei mir leider wegen der Schmerzen nimma wirklich.
Ich wünsch dir alles gute, sowohl für die "Vorbereitungen" als natürlich auch für die OP
Lg von da magda
ich bin im September in Neustadt zur OP.
ich beginne jetzt schon (lieber zu früh als zu spät) mich mit Gemüse und Obst "vollzustopfen" und versuche regelmäßig spazieren zu gehen.
Sport geht bei mir leider wegen der Schmerzen nimma wirklich.
Ich wünsch dir alles gute, sowohl für die "Vorbereitungen" als natürlich auch für die OP
Lg von da magda
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Asphalthase


