Rainer hat geschrieben:Ja, habe ich verstanden – nur wollte ich die Begründung dafür gerne nachlesen. Wenn ich Dein Post richtig verstehe, gibt es keine Info von Dr. Hoffmann, Dr. Steffan oder Dr. Weiß in der diese Empfehlung strukturiert und nachvollziehbar dargestellt wird.
Doch, von Dr. Weiß gibt es das wie gesagt schriftlich.
Dr. Steffan schreibt hier und hat auf der eigenen Seite auch geschrieben. Halm wurde darin an mehreren Stellen empfohlen, das muss man halt nachlesen. Sorry, dass ich die einzelnen Stellen jetzt nicht suchen gehe, das weiß ich und viele Andere die hier regelmäßig lesen halt auswendig.
BZebra hat geschrieben:Unabhängigkeit (!)
Das gibt es nicht! Dr. Hoffmann ist mit Sicherheit nicht „unabhängig“, wenn es um Prof. Halm geht!
Dr. Hoffmann hat während eines öffentlichen Vortrages bei Skoliose Aktiv eine Auflistung gemacht, dies war noch vor der Zusammenarbeit mit Halm. Ich gehe also an der Stelle davon aus, dass er zu dem Zeitpunkt nicht mehr oder weniger Voreingenommen war als die anderen.
Wenn ich Deine Logik über Unabhängigkeit auf die Auswahl eines OT für eine Korsettversorgung übertragen würde, müsste ich bei den führenden Chirurgen nachfragen, welche Patienten von welchen Korsettbauern besonders oft zur OP erscheinen. Eine Statistik mit Quellenangabe hierüber würde ich ernst nehmen, mündliche Infos würde ich als unseriös ignorieren.
Willst du damit darauf hinaus, dass dies nicht statsitisch repräsentativ ist. Sicher, nur gibts die statisch representative Alternative nicht.
Du darfst auch nicht vergessen, dass Patienten dort in Dauerbehandlung sind, das heißt nicht nur zur Reha kommen. Patienten werden von dort zur OP geschickt und kommen wieder zurück. Auch haben viele Patienten eine gewisse Affinität zur Klinik und wollen dorthin zur Reha kommen, egal ob sie nun operiert sind oder nicht.
Für eine OP kommen ohnehin nur wenige Zentren in Frage, nämlich die, die viele Operationen durchführen. Die Anzahl der Möglichkeiten bleibt also übersichtlich und es ist unwahrscheinlich, dass ein großer Player da durch die Lappen gehen kann.
Rainer hat geschrieben:Andere Informationsquellen
[...]
Da gibt es meiner Meinung nach ein Problem. Veröffentlichungen und Vorträge werden ja zu einem Zweck gemacht. In aller Regel Eigenwerbung und Profilierung. Das ist Marketing.
Mehrheitsentscheidungen sind auch nicht unbedingt gute Entscheidungen, denn die Mehrheit hat ja nun mal keine Ahnung und ist möglicherweise auch aus einem ganz anderen Grunde da.
Dass hundert Zuhörer bei solch einer Veranstaltung im Durchschnitt einen über OP-Ergebnisse besseren Überblick haben, als die drei von mir genannten Konservativen, würde ich jetzt auch bezweifeln.
Wenn ich dieses Prinzip z.B. auf die Korsett-Therapie übertragen würde, käme ich bei Orthopädietechniken raus, die besonders stark kommerzialisisiert sind: Das wäre Ortholutions und alles was mit Dr. Weiß zusammenhängt.
Damit hätte ich zwar nicht das allerschlechteste gefunden (denn wer macht sich die Mühe mit großem Aufwand eine Dienstleistung zu bewerben, in die er selbst eigentlich gar nichts investiert hat noch möchte), sondern nur die, die Ausbildung anbieten oder ihre Produkte über andere Verteiben wollen.
Wenn Du den Anspruch hast hier im Forum neuen Mitgliedern von einer bereits fest geplanten OP abzuraten, weil sie nach Deiner Meinung in der falschen Klinik sind, solltest Du mehr „Tiefgang“ (ich hatte Dich darauf schon einmal angesprochen) für Dich als Zielsetzung haben. Einfach nur die für uns nicht verifizierbare mündliche Meinung von 3 Ärzten nachzubeten halte ich für zu oberflächlich.
Es war die Rede von dem Olgahospital in Stuttgart! Das ist eine uns bekannte Klinik. Rahmouni hat da früher geröntgt, ich selbst bin da auch schon gewesen und Dr. Hoffmann hat da gearbeitet.
Skoliose-Operationen sind OPs, die nur in Zentren durchgeführt werden sollten, die sehr viel Erfahrung haben und sehr viele Skoliose-OPs durchführen. Das ist definitiv nicht das Olgahospital. Das können wir wirklich ausschließen, dass quasi direkt vor unserer Nase die ganzen Jahre über Unmengen von solchen OPs durchgeführt wurden.
Mit 95%iger Sicherheit kann ich so schon sagen, dass diese Klinik dafür ungeeignet ist. Die Restlichen 5% stellen die Möglichkeit dar, dass ein erfahrener Skoliose/Kyphose-Chirurg einer anderen Klinik dorthin gewechselt sein könnte.
Nochmals ganz konkret: Ich würde mir nicht anmaßen jemanden mit OP-Termin in Berlin, Münster, Kiel, Langensteinbach oder Wildungen zu verunsichern um ihn nach Neustadt umzuleiten, wie es Toni und Du hier schon so oft gemacht haben.

Ich halte Neustadt auch für eine gute Klinik für Standardoperationen - aber eben nicht für die einzige und deshalb habe ich mich hier einfach mal eingemischt.
Das habe ich auch nicht gemacht, ich habe vom Olgahospital abgeraten und da liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ich damit richtig liege, sehr hoch.
Dass es von Sobernheim eine Empfehlung für Langensteinbach gibt, habe ich erwähnt. Die Liste umfasst so ungefähr Zehn Klinken, Münster, Kiel, Langensteinbach und Bad Wildungen sind hier auch mit drauf.
Empfehlen würde ich, jede der drei genannten konservativen Stellen persönlich abzuklappern um mir eine geeignete OP-Klinik empfehlen zu lassen.
Edit: Ich hab jetzt mal gesucht.
[equote="Toni über Dr. Hoffmann"]Als empfehlenswerte OP- Kliniken nannte er allen voran Dr. Halm in Neustadt, neuerdings Dr. Niemayer (Ehem. Halm-Mitarbeiter) Uni Tübingen, Lubinus Klinik Kiel, Uni Münster und Vogtareuth. Die WWK Bad Wildungen schob er erst nach und entschuldigte sich die WWK "vergessen" zu haben.[/equote]
Quelle:
viewtopic.php?p=5069#5069
(WWK zu dem Zeitpunkt unter Metz-Stavenhagen. Der hat mitlerweile die Klinik verlassen.)