Implantate in HWS, Beschwerden nicht behoben

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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ClaudiaM.
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Implantate in HWS, Beschwerden nicht behoben

Beitrag von ClaudiaM. »

Hallo,

ich habe im März 2009 2 Implantate in die HWS C5/6 und C6/7 bekommen und muss leider sagen, dass ich seitdem nicht wesentlich schmerzfreier und beweglicher geworden bin. Im Juli war ich 4 Wochen zur Reha und auch diese Maßnahme war nicht besonders hilfreich.

Beim CT in der letzten Woche wurde folgender Befund erstellt, den ich gern erläutert haben möchte:

Streckfehlhaltung der HWS. Metallimplantate in den Intervertebralräumen C5/6 und C6/7. Beide Implantate überragen die ventralen Wirbelkörperkonturen, dorsal sind beide Intervertebralräume unzureichend durch die Implantate ausgefüllt.

C5/6: Artefakte durch das Implantat im Intervertebralraum, entsprechend eingeschränkte Beurteilung des Spinalkanals. Geringe Retrospondylose. Links betonte Uncovertebralarthrose, keine relevante Forameneinengung.

C6/7: Artefakte durch das Implantat im Intervertebralraum, entsprechend eingeschränkte Beurteilung des Spinalkanals. Diskrete Retrospondylose. Neuroforamina frei.

Beurteilung: Metallimplantate in den Intervertebralräumen C5/6 und C6/7. Ventral überragen die Implantate die Wirbelkörperkanten. Artefaktbedingt eingeschränkte Beurteilung des Spinalkanals in beiden Höhen.

Kann mir jemand helfen und das medizinische Knäuel entwirren??

Vielen Dank
Claudia 8-)
Ramses
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Re: Implantate in HWS, Beschwerden nicht behoben

Beitrag von Ramses »

Hallo Claudia,

ich werde mal so weit ich kann übersetzen:
ClaudiaM. hat geschrieben:Streckfehlhaltung der HWS. Metallimplantate in den Intervertebralräumen C5/6 und C6/7. Beide Implantate überragen die ventralen Wirbelkörperkonturen, dorsal sind beide Intervertebralräume unzureichend durch die Implantate ausgefüllt.
Die HWS Lordose ist durch die Streckfehlhaltung aufgehoben. Implantate befinden sich zwischen dem 5. und 6. sowie zwischen dem 6. und 7. Halswirbel, da wo früher die Bandscheiben waren. Nach hinten hin sind die Zwischenräume von den Wirbeln nur unzureichen vom Implantat ausgefüllt.
ClaudiaM. hat geschrieben:C5/6: Artefakte durch das Implantat im Intervertebralraum, entsprechend eingeschränkte Beurteilung des Spinalkanals. Geringe Retrospondylose. Links betonte Uncovertebralarthrose, keine relevante Forameneinengung.


Artefakte sind Veränderungen im Bild, die Diagnose erschweren oder unmöglich machen, weil das Bild nicht in allen Bereichen leserlich erscheinen lassen. Der Rückenmarkskanal kann zwischen dem 5. und 6. Halswirbel nicht beurteilt werden, dass heisst man kann nicht feststellen ob der eingeengt ist. Geringe degenerative Veränderungen zwischen den Beiden Wirbelkörpern. Die Nervenwurzeln sind nicht eingeengt.
ClaudiaM. hat geschrieben:C6/7: Artefakte durch das Implantat im Intervertebralraum, entsprechend eingeschränkte Beurteilung des Spinalkanals. Diskrete Retrospondylose. Neuroforamina frei.
Im Endeffekt der gleiche Befund wie oben nur etwas anderst ausgedrückt.
ClaudiaM. hat geschrieben:Beurteilung: Metallimplantate in den Intervertebralräumen C5/6 und C6/7. Ventral überragen die Implantate die Wirbelkörperkanten. Artefaktbedingt eingeschränkte Beurteilung des Spinalkanals in beiden Höhen.
Die Implantate stehen nach vorne über und der Rückenmarkskanal ist nicht beurteilbar.


Da hier nichts von einer Instabilität der HWS steht, weil die Implantate nach vorn herausragen und der Rückenmarkskanal nicht beurteilbar ist, hat der Befund wohl zu keiner Diagnose geführt, die den Arzt wirklich weiterbringt.

Gruß

Ramses
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Danke

Beitrag von ClaudiaM. »

Hallo Ramses,

vielen Dank für die schnelle Antwort, hoffe mit einer Schmerztherapie dem Übel an die Wurzel zu gehen,

Viele Grüße
Claudia
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Hallo Claudia,

ich weiss nicht ob sich mit einer Schmerztherapie im klassischen Sinn (Schmerzmedikamente) wirklich eine dauerhafte Schmerzfreiheit ohne ständig diese Mittel zu nehmen, erreichen lässt. Physiotherapeutische Behandlung wäre sicher auch sehr angebracht. Ich würde mir dazu auch noch eine andere Meinung einholen.

Gruß

Ramses
Zuletzt geändert von Ramses am Mi, 26.08.2009 - 16:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Schmerzterapie

Beitrag von ClaudiaM. »

Hallo Ramses,

das habe ich mir auch schon überlegt, es ist aber schwer den richtigen Arzt zu finden und dann auch noch einen schnellen Termin. Ansonsten hoffe ich, dass die Zeit schon alles richten wird. Es dauert halt lange, bis solch ein Schaden wieder behoben ist. Physiotherapy ist ein guter Vorschlag, da werde ich meinem Arzt mal ein paar Behandlungen abschwatzen.
Weißt Du was bei einer Schmerztherapie gemacht wird??

Viele Grüße
Claudia
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Hallo Claudia,

zuerst werden aber deine Schmerzen genau beuteilt, dann davon abhängig das schmerzmittel ausgewählt. Es gibt sehr viele Wirkstoffe beginnend bei Aspirin bis hin zu Morphinpräparaten, ebenso gibt es sehr viele unterschiedliche Verabreichungsformen wie Tabletten, Tropfen, Pflaster, Zäpfchen, Spritzen bis hin zur Schmerzmittelpumpe.

Gruß

Ramses
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ClaudiaM.
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Danke

Beitrag von ClaudiaM. »

Hallo Ramses,

na da komm ich ja vom Regen in die Traufe. Schmerzmittel nehme ich seit November eigentlich mehr als genug und hatte nun gehofft, das es endlich ein Ende nimmt. Aber mal abwarten, man muß ja nach jedem Strohhalm greifen.
Vielen Dank
Claudia
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Hallo Claudia,

es gibt leider nur die beiden Möglichkeiten innerhalb der Schulmedizin, entweder Schmerzmittel oder Physiotherapie. Die Physiotherapie wird durch den Gestzgeber und die Krankenkassen leider immer mehr eingeschränkt und begrenzt, während bei der Gabe von Schmerzmitteln keine Limitierung gegeben wird. Der Kosten-Nutzenfaktor im Vergleich der beiden Behandlungsmethoden bleibt aussen vor.

Der Vorteil der Schmerztherapie ist, dass hier Ärzte am Werk sind die sich mit der Materie sehr gut auskennen und die Schmerzmittel sorgfältiger auswählen und auch mehr auf Neben- und Wechselwirkungen achten.

Gruß

Ramses
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