Mein Sohn, 15,5 Jahre, wurde im Februar ´08 in der AKK Hamburg operiert (118°, 2 schwere OP-s). Alles ist gut verlaufen, jetzt geht er zur Schule und macht Physiotherapie und Rückenschule.
Also bisschen von uns: wir leben in Hamburg, früher haben in Bremen gelebt, ich bin 40, mein Sohn heißt Ed, er wird im Sommer 16. Er hat Skoliose seit er 11 ist. Aber damals hatte er nur 15 Grad und eine Korsett Therapie war nicht erforderlich. Er har Krankengymnastik gemacht. Es gab keine Verschlechterung bis er 14 wurde. Dann ging alles richtig schnell nach hinten los! Er kam ins Wachstum und seine Verkrümmung wurde vom Tag zu Tag immer schlimmer. Also das ist eine lange Geschichte, was wir alles erlebt haben. Fällt mir schwer alles zu erzählen. Wir haben auf die OP fast 1 Jahr lang gewartet. Er hatte Schmerzen, konnte schlecht atmen. Sein Rücken war ganz schief und der Buckel war nicht zu übersehen. Im Februar wurde er im Krankenhaus Altona operiert. 2 schwere OP´s (6 und 9 Stunden). Eine Rippe und 2 Wirbelsäulen wurden entfernt. Er wurde sehr toll begradigt, auch der Buckel ist fast weg!
Seine Diagnose war:
Kongenitale rechtskonvexe Thorakalskoliose 118°, mit linkskonvexer lumbaler Gegenkrümmung 70°
Versteift mit Expedium-Implantat, Restkrümmung BWS 59°, LWS 30°
Die beiden OP´s hat er gut und mutig überstanden und schon 10 Tage nach der 2. OP wurde nach Hause entlassen. Das schlimmste war für ihn seine alltägliche Probleme zu bewältigen. Aber auch das haben wir geschafft.
Jetzt muss er schon seit einem Monat zur Schule und das ist die schlimmste Gefahr, weil da die Hölle los ist und er kommt jeden Tag mit Schmerzen nach Hause. Die Klasse ist vorbereitet, aber in den Pausen, na ja ihr wisst doch selber, was da los ist
Jetzt geht er 2 Mal die Woche zur Physiotherapeutin, die ganz andere Sachen erzählt als sein behandelnder Arzt im Krankenhaus. Edie weiß nicht was er glauben soll, was er machen muss, darf, kann? Das macht ihn ganz verrückt im Kopf!!! Ich informiere mich meistens im Internet, weil von den Ärzten öfters keine deutliche Antwort kriege
Jetzt bin ich froh, dass ich mich hier endlich wieder schreibe. Ich lese doch das Forum schon über 2 Jahre!!! Das hat mir immer sehr gut geholfen und viel Mut und Hoffnung gegeben!!!
Ich habe ein Paar Fragen, die jeder Arzt oder Physiotherapeut anders beantwortet. Wir fühlen uns hoffnungslos verloren.
1. Wie oft muss er aufstehen, wenn er vor dem PC oder in der Stunde sitzt? (Meinungsverschiedenheiten: alle 20 Minuten, alle halbe Stunde, ein mal die Stunde) Wieviel darf er am Tag sitzen?
2. Können nach der OP Probleme mit den Augen auftreten? Sofort nach den beiden OP´s hat er alles verschwommen gesehen, das lag an der Narkose und ging schnell weg. Jetzt, 2 Monate nach der OP merkt er, dass er schlechter sehen kann, meistens beim Lesen.
Kann sein, dass das an der OP liegt und irgend was verklemmt ist?...
Kann das daran liegen, dass sein Eisenspiegel im Keller ist?
3. Ab wann muss er eine Reha machen (Meinungsverschiedenheiten: sofort nach der OP, 6 Monate nach der OP, 1 Jahr nach der OP)
Danke im voraus!!!


