Skoliose Op noch mit 43 ?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Frau43

Skoliose Op noch mit 43 ?

Beitrag von Frau43 »

Hallo,also ich habe jetzt schon einige Zeit hier herumgesucht doch leider nichts gefunden.
Ich bin 43 Jahre alt und habe eine starke skoliose.Ich habe seit Jahren fürchterliche Schmerzen und jetzt habe ich auch noch Atemnot.Ich bekomme sehr schlecht Luft und bin sogar schon 2 mal umgekippt.Ich spürte zittern und kribbeln im ganzen Körper und ich bin umgefallen.Der Arzt meinte allerdings es sei nur der Kreislauf gewesen...
Doch ich kriege im allgemeinen sehr schlecht Luft,das bereitet mir Panik denn ich bekomme nicht nur nach Anstrengung kaum Luft sondern auch beim sitzen oder liegen.
Wisst ihr wie das mit einer Op im "Alter" ist? Wie das abläuft und was ich tun soll..Jetzt kriege ich wirklich große Angst.
Hoffe um baldige Antwort
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Zuallererst würde ich zu einem kompetenten Orthopäden gehen und die Skoliose röntgen und ausmessen lassen. Falls die Krümmung nicht stark ist, genügt ggfs. auch eine Reha nach Schroth, evt. noch ein Korsett, das stundenweise getragen wird.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Frau43

Beitrag von Frau43 »

Hallo Dalia,
meine Krümmung liegt bereits über 60 %. Entschuldigung das hatte ich vergessen zu erwähnen.
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Beitrag von Dalia »

Meinst du 60°? Hast du es schon mit einer Reha nach Schroth in Bad Sobernheim oder in Bad Salzungen versucht? Eine OP sollte immer die letzte Möglichkeit bleiben.
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Frau43

Beitrag von Frau43 »

Ich bin vor 2 Wochen aus der Kur gekommen, doch leider aus Bad Oeynhausen. Habe da schon Einspruch eingelegt.Eine andere Kurklinik wurde mir nicht genehmigt. Ich verstehe das auch nicht..
Mich macht das alles total fertig,da ich Angst habe wieder einmal umzukippen und es ist niemand im Haus.
Kennst du vielleicht Internetseiten wo man sich genauer über die Arten der Op's informieren kann und ob es überhaupt noch möglich ist.
Oder ob ich nach einer Op so oder so in den Rollstuhl muss? Male mir da shcon die schlimmsten Dinge aus..
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Es gibt ein OP-Forum, aber dort musst du dich registrieren: forum.skoliose-op.info

Da du schon eine Reha hinter dir hast, wird dir keine weitere bewilligt werden. deshalb würde ich versuchen, ein Rezept für Krankengymnastik nach Schroth zu bekommen. Gerade wenn du so viel Angst vor einer OP hast, solltest du auch Alternativen ausprobieren und die Zeit dafür nützen, dich in aller Ruhe über eine OP zu informieren. 60° sind allgemein ein Wert, der sich gut operieren lässt. Nach einer OP landet man normalerweise nicht im Rollstuhl. Jede OP brigt Risiken in sich, aber das Risiko, dass bei einer OP etwas passiert, ist bei "normalen" Skoliosen äußerst gering.

Wärst du auch bereit, eine Korsetttherapie zu versuchen?
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Frau43

Beitrag von Frau43 »

Ja ich wäre eigentlich für alles bereit was mir helfen wird.
Jetzt in der Kur war ein sehr netter Therapeut der mir einige Übungen nach Schroth gezeigt hat,dort wird ja auch mit Atemübungen gearbeitet,welches mir schon sehr schwer fällt.Ich werde mir jetzt einen guten Orthopäden und Lungenarzt suchen,sodass die erstmal alles durchchecken und ich mich dann entscheide?
denn Atemnot ist echt grausam.
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Emily
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Beitrag von Emily »

Hallo!

Herzlich willkommen hier!!

Die entscheidende Frage ist, ob durch eine OP die Schmerzen weggehen, denn so wie ich Dich verstanden habe, leidest Du ja ausschliesslich unter den Schmerzen, und nicht unter der Optik. Und Schmerzfreiheit wird Dir wahrscheinlich kein Operateur garantieren können. Daher ist es um so wichtiger, dass Du Dir verschiedene Meinungen anhörst. Eventuell solltest Du zu Dr Hoffmann in Leonberg fahren, um Dir auch noch Alternativen zur OP geben zu lassen, die die Schmerzen beseitigen. Ausserdem kannst Du natürlich in einigen speziellen OP Kliniken (hier empfohlen werden die WWK in Bad Wildungen, Neustadt, Tübingen,...) vorstellig werden. Garantieren wird Dir keiner können, dass Du danach schmerzfrei bist, daher solltest Du zu mehreren Ärzten. Denn was bringt Dir eine OP, bei der Du ja letztlich nur Deine Beweglichkeit verlierst, wenn Du danach die gleichen Schmerzen immer noch hast? Da wäre es nämlich ratsamer, lieber eine bewegliche Wirbelsäule zu behalten und konservativ etwas gegen die Schmerzen zu versuchen.

Liebe Grüsse
Grüssle
--Emily
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Beitrag von bluecat »

Hallo Frau43,

Ich war vor einigen Monaten bei Dr. Hoffmann zum Termin. Er hat mit mir auch über eine OP gesprochen und mir von vielen Patienten erzählt. Dabei erwähnte er auch das er immer wieder ältere Patienten zur OP überweist, oft nach Neustadt oder Tübingen. Es sind Patienten dabei die über 50 und 60 Jahre alt sind (Tendenz eher zunehmend).
Ob es so gut ist vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich denke nicht das dein Alter ein Ausschlußkriterium ist. Ich selber lebe mit 57° und 50° ohne OP. Starke Einschränkungen in der Atmung kommen oft erst um die 80° auf, können aber durchaus auch schon vorher vorkommen. Es kommt ganz auf das Krümmungsmuster an. Vielleicht solltest du wirklich zu Dr. Hoffmann (Ist noch bis 25.08. oder 26.08. in Urlaub) oder versuche über einen anderen einigermaßen kompetenten Orthopäden eine Überweisung zu einer Klinik zu bekommen wenn du dich ernsthaft mit dem Thema OP auseinandersetzen willst.
Aber bedenke, die OP ist keine Garantie für eine Besserung und es ist ein sehr schwerer Eingriff. Man dagte mir es sei mit einer Organtransplantation vergleichbar. Versuche alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen. Ich mache zur Zeit Pilates zusätzlich zu Schroth und ich kann mich zur Zeit besser aufrecht halten als in der Zeit nach meiner letzten Reha in Sobernheim. Was für dich? Aber achte darauf, das nicht alle Übungen für Skoliosen geeignet sind (Abrollen über den Rücken)Vielleicht würde dir auch ein Korsett helfen das dich entlastet? Wenn du eines bekommen solltest achte aber darauf das es dir nicht noch mehr Beschwerden bereitet.
LG
bluecat
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Operation über 40 Jahre ?

Beitrag von nadia »

Hallo !
Ich bin bereits 47 und überlege in den letzten Jahren, ob ich mich nicht doch noch operieren lassen. Gradzahl aktuell weiss ich nicht und auch bei Orthopäden war ich schon jahrelang nicht, die Krümmung ist aber ordentlich stark. Gibt es Erfahrene unter Euch, die die 40 auch bereits überschritten haben und sich operieren liessen ?
Grüsse Nadia
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Operation eigentlich immer möglich oder irgendwann zu alt?

Beitrag von Mama1955 »

Hallo Nadia,

habe mich wegen meiner Tochter erst seit ein paar Tagen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt: So eine Operation ist immer möglich, wird aber wohl insbesondere bei älteren Betroffenen immer gefährlicher und weniger erfolgreich sein.

Warum nimmst Du überhaupt an, dass eine Operation für Dich anstehen könnte? Hast Du Schmerzen? Nimmt Deine Krümmung stark zu?

Meine Tochter wird sich nur dann operieren lassen, wenn sie davon überzeugt ist ohne Operation nicht einigermaßen gesund alt werden zu können. Die entscheidende Frage, die Du beim Orthopäden und in einer Klinik stellen musst ist: „Was habe ich zu befürchten, wenn ich mich in der nächsten Zeit nicht operieren lasse?“

Operationen machen seriöse Kliniken erst wenn absehbar ist, dass ohne Operation eine lange Zeit mit schlechter Lebensqualität droht. Die Begründung dafür sollte für Dich absolut nachvollziehbar sein. Du willst ja vielleicht noch mal 47 Jahre leben wollen und da wirst du überlegen müssen, wie die aufgrund Deiner Wirbelsäule wohl aussehen könnten.

Alles Gute für Dich!
Mama1955
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