Umfrage: Skoliose Op: Ja oder Nein

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's

Gab es bei Deiner Wirbelsäulen Operation Probleme? Bzw. Würdest Du sie nochmal machen lassen?

Ja, die Op hat mir geholfen und war in Ordnung
22
81%
Nein, bei der Op lief etwas schief oder ich würde sie nicht nocheinmal machen lassen
5
19%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 27

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Dalia
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Beitrag von Dalia »

BZebra, ich finde deine Wortwahl gegenüber Bommi ziemlich unsensibel. Sie hat sich ihre OP gut überlegt, sie hat eine konservative Alternative ausprobiert, sie hat sich in Tübingen informiert, sie hat sich mit den Pros und Contras einer OP, mit OP-Methoden auseinandergesetzt. Sie hat sich ihrer Gesundheit zuliebe gegen eine Begradigung entschieden. Dringlich ist die OP nicht, aber wir sagen immer, dass es für eine OP nicht nur eine medizinische, sondern auch eine psychische Indikation geben kann.

Und an alle anderen: Ich finde es auch nicht so angebracht, Rolli um Details zu bitten, wenn sie explizit geschrieben hat, dass sie ihre Anonymität wahren möchte. Eure Tonalität ist o.k., aber ich finde es sehr verständlich, wenn Rolli darüber nicht schreiben mag. Denn mit jedem Detail, das sie preisgibt, wird sie auch angreifbar. Ich habe das Gefühl, dass eure Fragen darauf abzielen, herauszufinden, woran es liegt, dass die OP gescheitert ist, und nicht so sehr darauf, Rolli Trost zu spenden. Ich finde euer Interesse auch verständlich, da das SOPF und die Klinik angegrgiffen wurden, aber ich glaube, dass solche Fragen für Rolli zu schmerzhaft sind. Außerdem wird sie damit nicht nur für euch, sondern auch für die Klinik Neustadt angreifbar.

Noch nebenbei: Es ist häufig so, wenn man "alle" meint, dann meint man meistens nicht wirklich alle, sondern "Mehrheit". Und wenn man "einer" meint, meint man einen, der es ganz deutlich geschrieben hat, und nicht auch noch die, die es weniger deutlich schrieben. Wenn man emotional sehr berührt ist, ist es einem egal, ob man "alle" oder "die meisten" meinte. Ich beobachte das auch bei mir selbst. Ich möchte Rolli NICHT unterstellen, dass sie generalisiert hat, dazu weiß ich viel zu wenig. Aber vielleicht war es doch so ähnlich? Ich denke, bei so etwas sollte man nicht nachforschen, sondern ungeklärte Fragen akzeptieren und Rolli in Ruhe lassen. Nein, ich weiß nicht, wer sich hinter Rolli verbirgt und habe auch keine Vermutungen.

Dalia
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Dalia hat geschrieben:dass es für eine OP nicht nur eine medizinische, sondern auch eine psychische Indikation geben kann.
Und wenn wir über psychologische Indikationen sprechen, wäre die Operation dann die Lösung der Wahl oder vielleicht doch eher ein Psychologe?

Wenn man vom rein egoistischen Standpunkt ausgeht, kann man mit seinem Körper natürlich machen was man will, dafür braucht man überhaupt keine Rechtfertigung.

Der einzige Haken an der Sache ist, dass die Meisten Menschen um sich herum haben, die sie lieben, die sich für sie verantwortlich fühlen, sich Sorgen machen und sich kümmern und auch umgekehrt, die von ihnen Abhängig sind, die sie brauchen, die auf sie zählen... Leute die von dem Risiko, was wegen eines bloßen psychologischen (optischen) Problems eingegangen wird, direkt mitbetroffen sind und deren Lebensqualität dabei auch auf dem Spiel steht.

Meine Begeisterung würde sich in Grenzen halten, wenn ich als Tochter dem Risiko ausgesetzt würde, ein Elternteil zu verlieren oder dass die Familie emotional und finanziell ruiniert wird, wenn das ganze dann mit einem Pflegefall endet.
Das wegen eines optischen Problems, wo man sich dann wirklich die Frage stellen muss, was der betreffenden Person wichtiger ist? Die Meinung fremder Leute oder das Wohlergehen der eigene Familie und derer die sie lieben und die sich garantiert nicht an der Optik stören.

Solche Risiken wegen eines nichtmal schlimmen optischen Problems einzugehen, ist wohl in den allermeisten Fällen einfach egoistisches Handeln. Und von solchen Beispielen gibt es einen Haufen anderen in unserer Gesellschaft wie z.B. Raucher, die nicht aufhören wollen (nicht können gibt es nicht), um dann in frühen Jahren an Lungenkrebs zu sterben und ihre Familie zurückzulassen...

Tschuldigung, aber wer sich auf solche Weisen umbringt ist ein Ar******* seinen Nächsten gegenüber?
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo BZebra,

du weißt, ich bin keine Freundin von Operationen, aber ich finde, jetzt wirst du zu kritisch. Die allermeisten OPs verlaufen gut.

Dein Posting klingt so, als kritisierst du Bommi dafür, dass sie trotz Kinder sich einer OP aussetzt. Aber sie ist noch jung, wenn sie sich jetzt operieren lässt, sind die Risiken geringer als später, und bei ihr wird eine wesentlich risikoärmere OP als eine begradigende OP kommt durchgeführt. Das sind schon mal zwei große Pro-Punkte. Ihre Skoliose ist ja nicht irgendein Mini-Skoliöschen und ist stärker gefährdet für spätere Beschwerden.

Ich denke auch, dass eine künstliche Versteifung für die spätere Gesundheit positiv ist. Natürlich kann man dem jetzt entgegenhalten, dass eine OP Spätfolgen nach sich ziehen kann.
Aber eine Nicht-OP eben auch, und das sind schon die Gedanken, die mich bewegen, da meine Skoliose auch sich in den Graden wie von Bommi bewegt.

Ich denke außerdem auch, dass du die seelischen Belastungen durch so eine Skoliose nicht nachvollziehen kannst. Du hast das Glück gehabt, dass man bei dir rechtzeitig zu therapieren anfing und man sieht dir von außen nichts an.

Man hat bei einer starken Skoliose nicht nur die Pakete, man ist auch deutlich kleiner (wird durch diese Art von OP allerdings auch nicht verbessert) und man wirkt gedrungener und weniger schlank. Dann hat man den Wunsch, wenigstens einen dieser Aspekte verändern zu können. Und ich weiß nicht, ob da ein Psychologe wirklich helfen kann.

Ich bin auch eine absolute OP-Gegnerin, aber bei 100° halte ich die OP für gerechtfertigt, wenn man sie sich wünscht, Beschwerden hin, Beschwerden her.

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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Bommis genaue Gründe kenne ich nicht.

Wenn man das aber wegen der Optik macht (was Du, Dalia, angeführt hattest), aufgrund von daraus resultierenden psychologischen Problemen, dann kritisiere ich das natürlich; insbesondere wenn vorher keine psychologische Behandlung stattgefunden hat.

Das ist dann eben keine so schöne Demonstration dessen, was einem seine Angehörigen Wert sind.

Es gibt auch Männer und Frauen die von der Skoliose-Operation ihrer Lebenspartner oder Angehörigen vollkommen traumatisiert sind!
Da liegt die Frau, der Mann, die Mama, der Papa oder das Kind im Klinik-Bett und sieht aus als ob sie oder er am sterben ist... das sind Sachen, die Verlustängste auslösen und die man danach auch erst wieder verarbeiten muss.

Schönheitsfehler geringeren oder mittleren Ausmaßes sind wohl meistens nicht mit den Risiken behaftet (im Sinne von versuchten oder erfolgreichen Selbsttötung) wie es Skoliose-Operationen sind.
Dalia hat geschrieben:Dann hat man den Wunsch, wenigstens einen dieser Aspekte verändern zu können. Und ich weiß nicht, ob da ein Psychologe wirklich helfen kann.
Ja, das beschreibst Du treffend: Das kann zum Beispiel der Wunsch sein, etwas zu verändern. Das Phänomen gibt es auch bei Kaufsüchtigen. Man kauft sich eine Sache, die man gar nicht braucht, weil man den Wunsch hat, sich etwas gutes zu tun. Nur das halt eben Schönheits-OP-Shopping einen mehr als nur Geld kosten kann.

Wieviele Übergewichtige Menschen gibt es? Die haben alle das selbe psychologische Problem (wenn sie eins haben). Dafür sind Psychologen da, das ist deren tägliches Brot und alternativ kann man sich auch an Selbsthilfegruppen wenden, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Dalia hat geschrieben:Ich bin auch eine absolute OP-Gegnerin, aber bei 100° halte ich die OP für gerechtfertigt, wenn man sie sich wünscht, Beschwerden hin, Beschwerden her.
Es ist aber keine aufrichtende Skoliose-Operation! Die Skoliose ist mit sinnvollem, vernünftigem Aufwand inoperabel. Das ist die Bedeutung von dem, was man in Tübigen gesagt hat. Bei einer 40 Grad Skoliose ist noch nichts zu operieren, und hier ist halt vom praktischen Standpunkt her nichts mehr zu operieren.

Das einzige was da meines Erachtens erörternswert wäre:

Braucht eine Skoliose, die sich durch ganz besondere Steifheit auszeichnet, eine zusätzliche operativ eingebaute Stütze um eine eventuelle weitere Verschlechterung zu verhindern, die aber auch in einer Größenordnung liegen muss, dass sie einen solch bedeutenden Unterschied ausmacht, dass sie die Nachteile und Risiken der Operation überwiegt?
Zuletzt geändert von BZebra am Sa, 30.09.2006 - 23:09, insgesamt 1-mal geändert.
Jana75
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Beitrag von Jana75 »

:nein:
Zuletzt geändert von Jana75 am Mo, 02.10.2006 - 16:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo BZebra,

bzgl. des Aspektes der Familienangehörigen stimme ich dir zu, wenn das Verhältnis OP-Risiken - OP-Ergebnis nicht stimmt.
BZebra hat geschrieben:Schönheitsfehler geringeren oder mittleren Ausmaßes sind wohl meistens nicht mit den Risiken behaftet (im Sinne von versuchten oder erfolgreichen Selbsttötung) wie es Skoliose-Operationen sind.
"Erfolgreiche Selbsttötung"??? :eek: (Also eine Selbsttötung, die erfolgreich war im Hinblick auf das OP-Ergebnis?) Was hast du nur für eine Wortwahl? Dieses Risiko ist verschwindend gering, mir ist bisher ein Fall bekannt, wobei ich über den auch nichts Näheres weiß. Aber mit so was würde ich wirklich nicht argumentieren.

Rein theoretisch kann man auch in einem Korsett sterben, wenn man es auf Höllenfahrtstriche einstellt. O.k., kein guter Vergleich. Aber das wird mir jetzt zu makaber.

Und OP-Befürworter würde ich auch auf keinen Fall mit Kaufsüchtigen vergleichen. Kaufsüchtige sind psychisch krank, was OP-Befürworter in dem Sinne nicht sind, sie haben ein körperliches Problem, das man von außen sieht. Eins, auf das die Gesellschaft nun mal reagiert, wenn man nicht ein entsprechendes Selbstbewusstsein hat.

Übergewichtige Menschen können es wenigstens mit dem Abnehmen versuchen (falls das Übergewicht nicht genetisch bedingt ist), denen kann man mit einer OP auch nicht so gut helfen, da sind dann eher Selbsthilfegruppen gefragt.

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Beitrag von BZebra »

Dalia hat geschrieben:"Erfolgreiche Selbsttötung"??? :eek: (Also eine Selbsttötung, die erfolgreich war im Hinblick auf das OP-Ergebnis?) Was hast du nur für eine Wortwahl?
Naja, Satzbau vielleicht. :rolleyes: Gemeint waren die gesundheitlichen Risiken der psychologischen Probleme, dass Du Dich deswegen umbringst oder es versuchst.
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Beitrag von Dalia »

Ooooh. Ich dachte, du meintest, wer sich einer Skoliosen-OP aussetzt, setzt sich dem Risiko der Selbsttötung aus. Hatte ich gründlich missverstanden. Dann gilt mein Vorwurf mit der Wortwahl bei diesem Satz :D nicht.
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Bommenate
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Beitrag von Bommenate »

Hallo zusammen,

was geht denn hier ab??? Ich liebe Romane, aber irgendwo habe ich auch meine Grenzen :rolleyes: .

Ich werde mich jetzt auch nicht vor BZebra rechtfertigen, aber es lesen hier auch viele mit, die meine Skoli + Entscheidung zur OP nicht kennen.
Von daher... ein paar Worte :D .

Meine BWS ist verknöchert und schwer operativ aufzurichten. Was aber nicht heißt, dass da keine Bewegung mehr drin ist. Morgens habe ich eine super Haltung und abends lässt das merklich nach. Ich kann mich nicht mehr so gut aufrichten und den Buckel verbergen. Jetzt bin ich noch jung ;) und meine Muskeln und Sehnen schaffen eine akzeptable Haltung für die starke Skoli (BWS 110°, LWS 62°). Im Alter wird das 100%ig nicht mehr so sein. Gutes Beispiel ist eben der Haltungsverlust über Tag. Das will ich für später nicht!!! Deswegen der Einbau der Stange als Stütze, zudem wird die BWS noch mit Knochenchips verstärkt um die Verknöcherung noch massiver zu machen. Eigentlich könnte da die OP zu Ende sein. Das Risiko ist sehr minimiert, weil eine Streckung nicht stattfindet. Aber wenn ich nun schon auf dem OP-Tisch liege, dann kann im Zuge dessen auch direkt eine Korrektur der Rippen erfolgen. Das wird das OP-Risiko nicht ansteigen lassen und da ist es auch egal, ob es auch noch was länger dauert. Ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe. Warum auch nicht?!

Dies ist meiner Familie gegenüber auch nicht egostisch, weil ich ja versuche, ohne großes Risiko das Beste für meinen Rücken rauszuholen. Ich will auch in Zukunft noch alles mit meinen Kindern machen können und nicht aufgrund von Rücksicht zu ihnen in 10-15 Jahren sagen, dass ich nichts mehr machen kann und wegen des Alters eine OP noch risikoreicher ist. Das hilft ihnen auch nicht weiter. Ich erhalte weiterhin meine derzeitige Lebensqualität und das soll auch Ziel der OP sein.

Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich in punkto Selbstbewusstsein überhaupt kein Problem mit der Skoli habe. Ich mache alles und stehe meist in der ersten Reihe. Bühnenauftritte scheue ich auch nicht :D . Von daher habe ich überhaupt kein psychisches Problem und bin deswegen auch nicht behandlungsbedürftig!!! :rolleyes: Mein Buckel belastet mich psychisch nicht, dass ich auf die "Couch" müsste, doch deswegen mag ich ihn noch lange nicht. Mit den Jahren findet man sich eben damit ab. Trotzdem freue ich mich, wenn ich ihn bald unter o.a. Umständen los bin :ja: .

Wobei es auch bereits richtig erwähnt wurde, dass ich im Vergleich zu einem übergewichtigem Menschen meine Rippen am Rippenbuckel nunmal nicht selber schrumpfen lassen kann. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

Ich sehe nichts Verwerfliches daran, wenn ich bereits offen auf dem OP-Tisch liege, im gleichen Zug der Versteifung was an den Rippen zu ändern.

Zur Fallpauschale, die BZebra angesprochen hat (hatte ich mir im Vorfeld auch selber Gedanken drüber gemacht) ..... es ist eben die Frage, ob es die auch in der Art gibt. Dagegen spricht die unterschiedlich lange Verweildauer einzelner Kliniken bei gleicher Skoli-OP. Mal wieder der Vergleich WWK und Neustadt (andere Vergleiche kenne ich persönlich nicht). In der WWK wird vor der OP ca. 1,5 Muskelaufbau und Streckung betrieben, dann OP. Aufenthalt ca. 4 Wochen. In Neustadt fallen die 1,5 Wochen vor der OP weg und der Patient wird meist nach 14 Tagen entlassen. Gäbe es eine krasse Fallpauschale, würde die WWK aber ziemlich unrentabel arbeiten.

Ich glaube nicht, dass mir aus Kostengründen von der streckenden OP abgeraten wurde, sondern in Anbetracht meiner jetzigen Lebensqualität, diese zu erhalten mit geringstem Risiko.

@ Dalia
Danke für deine Verteidigung, COBB-Schwester :D .

So, jetzt aber genug zu mir... zurück zum Thema.

LG Bommenate
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DoroHB
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Beitrag von DoroHB »

Hallöle!

Ich möcht eben auch nur nochmal kurz Stellung nehmen!

@Jana und allgemein
Jana hat geschrieben:Das OP-Forum ist für diejenigen sehr gut, die Möglichkeiten der Information für eine Op suchen, Erfahrungen ect. Ansonsten würde ich persönlich für Informationen rund um die Skoliose dieses Forum eindeutig hervorheben, eben weil hier auf alternative Behandlung sehr viel Wert gelegt wird und eben auf ausführliche Information und Hilfe dieser. Im OP Forum ist Kritik an Neustadt nicht möglich. Obwohl die dort anscheinend ein Problem mit Thoraxdrainagen haben
Das OP-Forum ist ja auch dafür gedacht, um Informationen und Hilfe in Richtung OP zu geben. Deshalb heißt es OP-Forum und z.B. für meine eigene OP hätte ich mir keine bessere Begleitung vorstellen können. Bei Fragen rund um konservative Behandlungsmethoden wird auch dort sehr oft auf das Info-Forum verwiesen. Selbst ich habe so meinen Weg gefunden ... durch SIF UND SOPF Ich hab nur oft das Gefühl, daß gegeneinander statt miteinander gearbeitet wird.

Zum Thema Kritik an Neustadt. Nach meinem Empfinden ist es sehr wohl möglich, Kritik zu äußern und sie wird auch angenommen. Daß natürlich nachgehakt wird, das ist doch völlig normal. Wenn man schon Kritik äußert, dann sollte man auch handfeste Fakten etc. vorweisen können. Ich kann mich an das Problem der Schmerzmedikation erinnern, was durch Mitglieder des SOPF UND SIF in Neustadt angemängelt wurde. Das Thema mit häufiger aufgetretenen Pleuraergüssen war ebenfalls auf dem Tisch. Die Problematik mit Thoraxdrainagen ist mir jedoch nicht bekannt bzw. wüßte ich jetzt nicht was damit gemeint wird.

Zu Rollis Thema: Ich frag mich jetzt echt, warum wir keine weiteren Fragen stellen sollten. Jeder, der solche Aussagen in den Raum wirft, der muß doch damit rechnen, daß da Fragen aufkommen. Mensch, immer wenn es unangenehm wird, dann verstecken sich manche hinter dem Deckmantel Anonymität. Ganz ehrlich ... wie glaubhaft ist das denn dann noch? Wenn im SOPF Fehler gemacht wurden oder da irgendwas nicht in Ordnung sein soll und jemand unzufrieden ist ... Verdammt nochmal, warum kann man das dann nicht sagen? Wenn sie/er sich vorher mit uns unterhalten hat, warum nicht auch jetzt? Das ist das, was ich nicht verstehe.

Und wo endet der ganze Schlamassel ... genau in der Diskussion, die hier jetzt grad stattfindet! Deshalb schließe ich das Ganze für mich jetzt ab und kann nur hoffen, daß sich Rolli vielleicht doch nochmal zu Wort meldet, um dem hier ein Ende zu machen.

Liebe Grüße
Doro
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Beitrag von S-U-S-I »

Danke Doro!
Bin ganz deiner Meinung.
LG, Susi
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Silas
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Schroth KG

Beitrag von Silas »

... die Diskussion ist ja ganz schön ausgeufert und wenn ich das so richtig sehe, ist genau das eingetreten, was Rolli gemeint hat, nämlich, dass bei kritischen Stimmen gegen Neustadt mal wieder über die betreffende Person hergefallen wird und auch wenn vielleicht die selektive Wahrnehmung einiger Forumsteilnehmer nicht mehr so weit reicht, es ist leider trauriger Dauerzustand, dass Kritiker auf sehr unfaire Art und Weise heruntergemacht werden, weshalb sich ja kaum mehr jemand traut, etwas Negatives zu schreiben.

Auch wenn 42° natürlich schon Grund zum Nachdenken ist, kann ich Aussagen vieler Patienten bestätigen, dass Neustadt bei dieser Gradzahl oftmals der Meinung ist, eine OP sei das beste und ganz easy.

Zudem kenne ich viele Patienten, die sich auf Grund der stark pro OP gerichteten und zudem zensierten Beiträge im OP-Forum (von mir und anderen wurden bereits Beiträge nachträglich wieder gelöscht!) unkritisch in die OP begeben haben.

Ich will damit in keinster Weise diese Personen ihrer Eigenverantwortung entheben, dennoch ist es einfach eine Tatsache, dass es vielen so geht und das es schon Mitglieder gibt, die überall erzählen, wie toll es ihnen geht und an anderer Stelle liest man dann, dass sie gerade Rente auf Zeit beziehen...

Das OP-Forum ist aus meiner Sicht eine wichtige Informationsquelle für Patienten vor der OP, aber eben auch recht einseitig - genau wie das Skoliose-Info-Forum meiner persönlichen Meinung nach stark in Richtung Korsett statt OP geht und somit ebenfalls oft einseitig ist.

Ich würde es auf jeden Fall sehr schätzen, wenn auf mutigen Patienten, die übrigens auch dargestellt haben, dass sie sich selbst die Schuld geben für ihre Dummheit und Naivität, jedoch gewisse Faktoren sie darin bestärkt haben, nicht immer auf sehr unangemessene und verletzende Weise angegangen werden. Diese Menschen haben schon durch ihr eigenes Schicksal genug Leid erfahren, da muss es nicht noch zusätzlich sein, dass sie hier, wo wir uns doch gegenseitig unterstützen sollten, noch eins obendrauf kriegen.

Silas
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Jana75
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Beitrag von Jana75 »

Liebe Doro

Ich habe meine Beiträge hier editiert und gelöscht, weil ich die Art der Diskussion eigentlich nicht wollte.

BZebra ist im OP Forum deaktiviert :nein: , oder besser gesperrt, weil sie Kritik übte.

Ist das gerechtfertigt ?


Kleinere Eingriffe werden nicht verstanden, es wird angemerkt das Op wohl die bessere lösung wäre, weil eben mit der anderen Op das "Problem" nicht gelöst sein.

Die Skoli Op wird von Stoni als "ein Abwasch" bezeichnet.

Ich hätte das gern als PN geschickt , bei mir funktioniert das nur sproradisch, oder ich mache da irgendwas nicht richtig
kein Mitglied

Beitrag von kein Mitglied »

Jana75 hat geschrieben:Liebe Doro

Ich habe meine Beiträge hier editiert und gelöscht, weil ich die Art der Diskussion eigentlich nicht wollte.

BZebra ist im OP Forum deaktiviert :nein: , oder besser gesperrt, weil sie Kritik übte.

Ist das gerechtfertigt ?


Kleinere Eingriffe werden nicht verstanden, es wird angemerkt das Op wohl die bessere lösung wäre, weil eben mit der anderen Op das "Problem" nicht gelöst sein.

Die Skoli Op wird von Stoni als "ein Abwasch" bezeichnet.

Ich hätte das gern als PN geschickt , bei mir funktioniert das nur sproradisch, oder ich mache da irgendwas nicht richtig
Ich hab das nicht verstanden. Bzebra hat Dr Hoffmann hier kritisiert und wird im OP-Forum gesperrt. :confused:
blabla

Beitrag von blabla »

BZebra hat Dr. Hoffmann nicht kritisiert, sondern falsche Behauptungen in den Raum gestellt und ihn damit sehr beleidigt!
Mitglied unregistriert

Beitrag von Mitglied unregistriert »

Ich hab das nicht verstanden. Bzebra hat Dr Hoffmann hier kritisiert und wird im OP-Forum gesperrt
Ganz genau, Stoni hat Bzebra im Op Forum deswegen gesperrt.

--Kommentar des Admins--

An dieser Stelle wurde ein Vollzitat eines Beitrages aus einem nicht-öffentlich zugänglichen Bereichs des Skoliose-OP-Forums eingestellt.

Der Autor des Beitrags wünscht es nicht, dass diese Informationen hier gepostet werden. Daher entfernt.
Bommenate
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Beitrag von Bommenate »

Habe jetzt 2 Tage nicht mehr hier gelesen und irgendwie verstehe ich nicht die aufeinanderfolgenden Posts. Ist was gelöscht worden :confused: außer Jana´s Beträgen???
Jana75 hat geschrieben:Die Skoli Op wird von Stoni als "ein Abwasch" bezeichnet.
Das hat mich aber jetzt auch interessiert und bin auf die Suche gegangen. Diese Aussage alleine wäre echt negativ zu verstehen. Hier habe ich was gefunden, was dazu passen könnte:
http://forum.skoliose-op.info/phpBB2/vi ... sc&start=0

Jana, meinst du das???

LG Bommenate
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Beitrag von BZebra »

blabla hat geschrieben:BZebra hat Dr. Hoffmann nicht kritisiert, sondern falsche Behauptungen in den Raum gestellt und ihn damit sehr beleidigt!
Ne ne ne, DAS ist jetzt eine falsche Behauptung! Von meinen Aussagen war keine falsch, alle fundiert und richtig.

Relevant an dieser Stelle - unabhängig von allem anderem - ist jedoch, dass die Aussagen richtig sein können UND dass das Gegenteil nicht beweisbar ist, da ich keine Namen angeführt habe.
Bommenate hat geschrieben:Ist was gelöscht worden :confused: außer Jana´s Beträgen???
Nein.

--

So, zu dem letzten (edit: vorletzen) Posting haben wir jetzt ein rechtliches Problem.

Es ist von einem anonymen User und nicht von Stonewoman's IP und enthält ein Vollzitat eines Beitrages von Stonewoman, gepostet in einem nicht öffentlichen Userbereich eines fremden (Stonewoman's) Forums.

Dafür braucht man das Einverständnis des Autors.

Da Stonewoman ja hier im Threat wohl mitliest: Bekommen wir die Genehmigung dafür, diesen Text hier öffentlich in dieser Art stehen zu lassen?

Anfrage geht noch per Email raus. Ansonsten ist es ein Bruch des Urheberrechts und wird natürlich auf Wunsch des Autors entfernt.

Generell, bitte keine Vollzitate von fremden Webseiten machen, ohne die Einverständniserklärung des Autors zu haben!
Zuletzt geändert von BZebra am Di, 03.10.2006 - 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
Jana75
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Beitrag von Jana75 »

Jana, meinst du das???
Ja das meine ich.

Zudem hatte ich PN Kontakt mit einer Mama , die im OP Forum um Rat fragte und wirklich sehr verunsichert wurde. War wirklich doof und sie tat mir sehr leid, weil sie sich wirklich den Kopf zerbrochen hat, was sie nun richtig macht.

Weiter das Mädchen mit der Lungenoperation, da war ich echt schockiert.

Im übrigen hat mir Bzebra hier mal sehr weitergeholfen, ich habe Infos bekommen die für mich sehr wichtig waren.

*nurmalsoangemerkt*

Manchmal ist es wahrscheinlich effektiver direkt zu sein ;)
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Beitrag von Lynn »

@Bommi:
Tut mir leid, wenn ich etwas schwer von Begriff bin. Wenn deine WS schon so versteift ist, warum brauchst du dann eine Versteifungs-OP? Bist du abends wirklich soviel kleiner? Besteht dann also doch noch die Gefahr der Progredienz?

Sorry, bin wohl grad ein bißchen doof. :nixweiss:
~ ehemals Ulaschatz ~
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