Die Entscheidung für oder gegen eine OP und ggf. über den Zeitpunkt, kannst nur Du allein treffen.
Du kannst es zunächst auch nochmal konservativ mit Physiotherapie, usw., bzw. Korsett versuchen (dieses Angebot wird man Dir in der WWK aber ganz bestimmt nicht machen, da es dort keinerlei Erfahrungen mit entsprechender Therapie von Erwachsenen gibt und dort selbst in die Korsett-Therapie bei Jugendlichen nicht viel Vertrauen gesetzt wird, weil die mit schlechten Orthopädietechnikern zusammenarbeiten und so fast nie entsprechende Erfolge sehen - stattdessen operieren sie halt gerne und früh, was die auch gut können).
Vielen hilft ein Korsett gut gegen die Schmerzen, aber eben nicht allen.
Genauso ist es aber auch bei der OP, viele haben danach weniger Schmerzen oder sind sogar schmerzfrei, bei anderen ist es sogar schlimmer als zuvor.
Natürlich ist es so, dass mit höherem Alter gewisse OP-Risiken steigen. Aber Du bist ja noch ein Jungspund und hast noch 20 Jahre vor Dir, bis Du in dieses Alter kommst

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Ob in späteren Jahren eine größere Strecke versteift werden muss, hängt auch von der Progredienz ab. Wenn sich nicht groß was verschlechtert, ändert sich nichts. Durch ein Korsett könntest Du sogar noch Gradzahlen gut machen.
Ich würde es an Deiner Stelle erst einmal konservativ probieren, die OP läuft Dir nicht weg. Vielleicht klappt es konservativ gut, dann hast Du nicht den Rest Deines Lebens eine steife Wirbelsäule. Wenn es konservativ nicht funktioniert, steht Dir immer noch die OP als Option offen.
Außerdem solltest Du Dich bei einem speziellen Schmerztherapeuten beraten lassen. Medikamentöse und nichtmedikamentöse Schmerztherapie sorgt meist schnell für Erleichterung.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)