Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
jess512
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Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

Hallo,
leide ebenfalls an einer Verkrümmung, Grad noch unbekannt. Schmerzen habe ich selten, aber ich schäme mich entsätzlich für diesen "Buckel" auf meiner schmalen Rückseite. Kann mir einer sagen, ob ich als Altenpfleger nach einer möglichen operation überhaupt wieder arbeiten kann? Bin 24 Jahre alt, seit einem Jahr fertig mit der Ausbildung.
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Silas
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Silas »

Hallo Jess,

ich habe Deine Fragen vom 6 Jahre alten Thread abgespalten und ein neues Thema für Dich eröffnet
jess512 hat geschrieben:leide ebenfalls an einer Verkrümmung, Grad noch unbekannt.
Eine saubere Diagnose wäre schon wichtig.
jess512 hat geschrieben: Schmerzen habe ich selten, aber ich schäme mich entsätzlich für diesen "Buckel" auf meiner schmalen Rückseite. Kann mir einer sagen, ob ich als Altenpfleger nach einer möglichen operation überhaupt wieder arbeiten kann?
Wenn der Buckel so stark ausgeprägt ist, spricht das für eine starke Verkrümmung.

OP ja oder nein ist gerade bei nahezu schmerzfreien Patienten immer eine Güterabwägung, die mit sehr viel Bedacht erfolgen sollte.

Das Schmerz- und Belastbarkeitsspektrum nach einer OP reicht von sehr positiv bis sehr negativ, den meisten Patienten geht es aber nach der OP rasch wieder gut.

Wie stark die Einschränkungen in Deinem Beruf sein würden, hängt auch maßgeblich davon ab, wo und welche Strecke versteift würde. Versteifungen tief in die LWS machen da die größten Probleme.

Ich kenne eine Altenpflegerin und mehrere Krankenschwestern mit operierter Skoliose, die in ihren Berufen keinerlei Probleme haben, ich kenne aber auch Patienten, die nach der OP ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten.

Eine Garantie gibt es nicht, es gibt nur Wahrscheinlichkeiten und die hängen von Diagnose und Behandlung ab.

Viele Grüße,
Silas
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Kaffeetrinker »

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Das Schmerz- und Belastbarkeitsspektrum nach einer OP reicht von sehr positiv bis sehr negativ, den meisten Patienten geht es aber nach der OP rasch wieder gut.

Wenn ich mir den alten Thread durchlese klang das von den meisten ganz anders.
Definiere mal was "gut" ist.
Wenn ich lese dass man nach nem halbe oder noch Jahr noch nicht mal richtig sitzen kann, oder liegen kann, oder sonst irgendwelche Tätigkeiten nur kurz ausführen kann,
und Schmerztabletten nehmen muss die schon Hammer sind, dann trifft das nicht auf die Aussage zu.Zumindest für mich.

Mir ist auch klar dass es andersrum sein kann, mir wären die Risiken einer OP und die nicht vorhersehbaren Einschränkungen auch zu groß um mich operieren zu lassen, so lebe ich mehr oder weniger gut mit den Schmerzen und brauche nicht großartig auf was zu verzichten.

Gruß
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Raven »

Hallo Kaffeetrinker,
Kaffeetrinker hat geschrieben:Wenn ich mir den alten Thread durchlese klang das von den meisten ganz anders.
Definiere mal was "gut" ist.
Wenn ich lese dass man nach nem halbe oder noch Jahr noch nicht mal richtig sitzen kann, oder liegen kann, oder sonst irgendwelche Tätigkeiten nur kurz ausführen kann,
und Schmerztabletten nehmen muss die schon Hammer sind, dann trifft das nicht auf die Aussage zu.Zumindest für mich.
es ist natürlich relativ.
Ich durfte damals ein halbes Jahr lang nicht (gar nicht, auch nicht für die Toilette) sitzen, und habe auch danach bzw. auf Dauer Probleme mit bestimmten Stühlen, kann
nicht wirklich am Boden sitzen (mal kurz unteres Schrankfach umräumen geht, aber ich würde nie einfach so am Boden sitzen wie das junge Leute oft tun), und Couch/Sessel sind zu einem arg unbequemen Möbelstück mutiert. Bei der ein oder anderen Freizeitaktivität sage ich definitiv "nein", und Hausarbeit geht auch etwas gemächlicher bzw. alles mehr übern Tag/ die Woche verteilen anstatt viel am Stück.
Dennoch empfinde ich persönlich meinen Gesundheitszustand als gut, da ich auf nichts verzichten muss, das mir wirklich wichtig ist (meine Hobbies, sowie Beruf, Studium sind damit sehr kompatibel), mich mit der Situation gut arrangiert habe und ich in einer ergonomisch angepassten Umgebung keine Schmerzen oder andere Einschränkungen empfinde (wovon ich natürlich hoffe, dass es noch lange so bleibt!). Anders sähe dies sicherlich aus, wenn ich Interessen hätte, denen ich nur deutlich erschwert oder nicht nachgehen könnte.
Persönlich würde ich meinen Gesundheitszustand mit Note 1- (wäre die Skoliose/Versteifung nicht, eher 1 oder 1+) beurteilen, auch wenn manch Außenstehender das anders sehen wird.
Kaffeetrinker hat geschrieben: mir wären die Risiken einer OP und die nicht vorhersehbaren Einschränkungen auch zu groß um mich operieren zu lassen, so lebe ich mehr oder weniger gut mit den Schmerzen und brauche nicht großartig auf was zu verzichten.
Das finde ich auch völlig okay so :ja:

Viele Grüße,
Raven
Zuletzt geändert von Raven am Di, 10.05.2011 - 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

Habe für Ende Juni einen Termin bei einem Orthopäden zur genauen Diagnose und Untersuchung und Beratung. Bis dato weiß ich ja auch nicht, ob die Deformierung irgendwelche Organe schädigen könnte oder bereits schon tut, ohne dass ich das merke. Die Verkrümmung ist schon gut sichtbar.
Danke, dass du auch positive Erfahrungen erwähnt hast, dass macht mir etwas mehr Mut. Ich krieg tierisch Angst, bei so vielen schlechten Erfahrungsberichten, aber manchmal glaub ich einfach, dass viele, dennen es gut geht nach einer OP einfach keine Motivation mehr zum schreiben haben.

Schmerzen habe ich wirklich selten- und dann bin ich es auch selbst schuld (falsch gehoben). Auf der Arbeit (Altenpflege) schmerzt mir auch nichts, auch nicht beim Heben oder Transfers der Bewohner. Ich befürchte aber, dass sich dies mit zunehmendem Lebensalter ändern wird.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von sloopy »

jess512 hat geschrieben:Ich krieg tierisch Angst, bei so vielen schlechten Erfahrungsberichten, aber manchmal glaub ich einfach, dass viele, dennen es gut geht nach einer OP einfach keine Motivation mehr zum schreiben haben.
So ist es. Zufriedene Patienten ohne Probleme wissen oft gar nichts von der Existenz dieses Forums, weil sie noch nie auf die Idee gekommen sind, danach zu suchen. Das ist aber nicht nur in Bezug auf eine OP so, sondern z.b. auch bei Korsett-Trägern. Wer keine Probleme hat und zufrieden mit seiner Therapie ist, hat keinen Grund hier mitzuschreiben

Gruß,
sloopy
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

Bin mal gespannt was der Arzt sagt, werde aber- unabhängig was er sagt- noch einen zweiten und dritten konsultieren. Die sichtbare Krümmung ist eher im oberen Bereich (höhe Brustkorb).wäre schon zufrieden, wenn der buckel etwas abgeschwächt wird.
Vielen Vielen Dank, dass hier jemand berichtet, selbst halbwegs schmerzfreie und fitte Personen aus meinem berufsfeld zu kennen, das nimmt mir die angst vor der vorstellung, unbeweglich und langsam hinter meinen alten bewohnern hinterhumpeln zu müssen ;-)
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Silas
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Silas »

Off-Topic:
Kaffeetrinker hat geschrieben:Wenn ich mir den alten Thread durchlese klang das von den meisten ganz anders.
Definiere mal was "gut" ist.
Wenn ich lese dass man nach nem halbe oder noch Jahr noch nicht mal richtig sitzen kann, oder liegen kann, oder sonst irgendwelche Tätigkeiten nur kurz ausführen kann,
und Schmerztabletten nehmen muss die schon Hammer sind, dann trifft das nicht auf die Aussage zu.Zumindest für mich.
Ich kann solche hysterischen Panikmachen und Schwarzmalereien zum Thema OP echt nicht mehr hören.

Die Fakten sind nun mal so, dass die meisten OP-Patienten mit ihrem Ergebnis zufrieden sind und im Alltag so gut wie keine Einschränkungen haben. Gerade bei schweren Skoliosen geht sogar danach einiges besser.

Natürlich gibt es verpfuschte OPs, schlechte Korrekturen, Komplikationen, Patienten mit Schmerzen. Keine OP, keine Narkose, keine Behandlung ist ohne Risiko.
Aber das Risiko ist in den erfahrenen und guten OP-Kliniken gering.

Dennoch würde ich erst bei wirklich schweren Skoliosen die OP empfehlen und gerade bei Patienten, die eben mal so in der Indikation sind, sehr gut abwägen, ob Korsett und KG nicht einen Versuch wert sind.
Kaffeetrinker hat geschrieben:Mir ist auch klar dass es andersrum sein kann, mir wären die Risiken einer OP und die nicht vorhersehbaren Einschränkungen auch zu groß um mich operieren zu lassen, so lebe ich mehr oder weniger gut mit den Schmerzen und brauche nicht großartig auf was zu verzichten.
Das ist ja auch völlig OK so, jeder muss das selbst entscheiden.

Mich nervt nur, wenn die Risiken einer etablierten Behandlungsmethode überdramatisiert werden.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

Gibts hier eigentlich irgendwo ein Verzeichnis über Kliniken die ggf. Erfahrungen in solchen Operationen habe? Ich les hier immer was von "Neustadt". Ich selber komme übrigens aus NRW.
Kann den doofen Termin kaum abwarten, ich fühl mich im Moment wirklich so dermaßen Unglücklich und werd oft darauf angesprochen (und begafft, als wäre ich sowas wie ein kleines grünes Männchen vom Mars, aber das kennt ihr bestimmt). Mit Kleidung kann man die Deformierung auch nicht wirklich kaschieren.

Mal ne andere Frage: Wie sieht das mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse aus? Bezahlen die das, auch bei weiter-weggelegenen Kliniken?

Mein derzeitiger Standpunkt ist so, dass ich das Ding loswerden will-mir mittlerweile schon fast egal wie. Ich wills nicht mehr sehen, ich will mich nicht mehr verstecken und an der Supermarktkasse doof angesprochen werden. Wie ein Schwimmbad aussiehst, weiß ich auch schon nicht mehr. Schlafen wird immer schwieriger, da ich gar nicht richtig liegen kann, und im moment, obwohl ich tendenziell eher selten schmerzen habe, drückt die Deformierung arg. Ich war in meiner Jugend irgendwann mal beim Orthopäden, der hat mir damals schon gesagt, dass die Verkrümmung zu stark ist, um noch irgendwas mit Korsett oder KG zu reißen (fraglich, was man drauf geben darf, der ganze Arzt war irgendwie...blöd).
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Diagnose: Skoliose bekannt seit Geburt innerhalb von 18 Jahren Verschlechterung von 10° auf 60° im BWS Bereich, trotz Korsett und KG,desweiteren Herzfehler seit Geburt
Therapie: Korsett von 7-17 Jahren, Voijta und Schroththerapie über ganze Zeit.
Juni 2010 Skoliose OP von th 3- l 1 restkrümmung etwa 15°

Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von verena*1992 »

Hey Jess
Gibts hier eigentlich irgendwo ein Verzeichnis über Kliniken die ggf. Erfahrungen in solchen Operationen habe? Ich les hier immer was von "Neustadt". Ich selber komme übrigens aus NRW.
Wenn du aus NRW kommst, versuchs vielleicht mal mit der WWK in Bad Wildungen ist nicht ganz so weit entfernt. Ich wurde dort vor knapp einem Jahr operiert und war super zufrieden. Die Ärzte sind dort wirklich nett und sehr kompetent. Da du ja eh vorhast mehrer Ärzte zu konsultieren kannst du es ja auch dort mal versuchen. Bei mir war die Wartezeit insgesamt bis zur OP auch nicht länger als 4 Monate.
LG Verena
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Silas
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Silas »

jess512 hat geschrieben:Gibts hier eigentlich irgendwo ein Verzeichnis über Kliniken die ggf. Erfahrungen in solchen Operationen habe?
Ja, gibt es: links.html#Operation

jess512 hat geschrieben:Mal ne andere Frage: Wie sieht das mit Kostenübernahme durch die Krankenkasse aus? Bezahlen die das, auch bei weiter-weggelegenen Kliniken?
Du hast in ganz Deutschland freie Arzt- und Klinikwahl. Das einzige, was ggf. nicht übernommen wird, sind Fahrtkosten zu weiter weg befindlichen Kliniken.
jess512 hat geschrieben:Mein derzeitiger Standpunkt ist so, dass ich das Ding loswerden will-mir mittlerweile schon fast egal wie. Ich wills nicht mehr sehen, ich will mich nicht mehr verstecken und an der Supermarktkasse doof angesprochen werden.
Durch eine OP lässt sich i.d.R. ein recht gutes kosmetisches Ergebnis erreichen. Du hast danach eben (je nachdem) größere Narben an Rücken und Seite (die sehen bei den meisten aber auch vergleichsweise harmlos aus).
jess512 hat geschrieben:Ich war in meiner Jugend irgendwann mal beim Orthopäden, der hat mir damals schon gesagt, dass die Verkrümmung zu stark ist, um noch irgendwas mit Korsett oder KG zu reißen (fraglich, was man drauf geben darf, der ganze Arzt war irgendwie...blöd).
Leider kennen sich viele Ärzte nicht hinreichend mit Skoliose aus. Wenn Du Dich in einer OP-Klinik vorstellst, wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine OP-Empfehlung erhalten, auf jeden Fall bekommst Du dort aber eine saubere Diagnose.
Letztendlich ist es Deine Entscheidung, wie Du behandelt werden willst und wenn Du Dich für die OP entschieden hast, ist das OK.

Lass es aber unbedingt in einer erfahrenen Klinik machen und nicht im städtischen Krankenhaus um die Ecke.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Eire20 »

Hallo Jess,
jess512 hat geschrieben:Ich selber komme übrigens aus NRW.
Kann den doofen Termin kaum abwarten, ich fühl mich im Moment wirklich so dermaßen Unglücklich und werd oft darauf angesprochen (und begafft, als wäre ich sowas wie ein kleines grünes Männchen vom Mars, aber das kennt ihr bestimmt). Mit Kleidung kann man die Deformierung auch nicht wirklich kaschieren.
Ich komme auch aus NRW und wurde in der Uniklinik Köln operiert wo ich auch sehr zufrieden war ;)
Ohjaa ich kann dich so gut verstehen...ich werde zwar nicht drauf angesprochen aber manchmal kommen doch so komische Blicke und gerade jetzt im Sommer finds ich nicht so toll wenn man dann schwimmen geht oder halt enge Sachen anzieht dann sieht man es noch mehr. Ich wurde zwar schon operiert aber ganz weg ist meine Krümmung natürlich nicht.
Lg Steffi
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Silas »

Hallo Eire,

ist trotz OP die Verkrümmung noch so extrem oder schauen die Leute wegen der Narben?
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Eire20 »

Hallo Silas,
ich denke es ist weniger wegen der Narbe sondern eher wegen der Verkrümmung. Es ist nicht mehr so stark aber es fällt noch auf. Ich habe ja auch ein Bein kürzer (1,5cm) und im Sommer am See kann ich ja keine Schuhe mit Schuherhöhung tragen da es bei so Flip Flops oder so Sommerschuhe nicht geht, bei Ballerinas sieht so eine Schuherhöhung total bescheuert aus so das ich die nicht trage und deswegen sieht man es halt noch mehr.
Und ich denke dann auch, das die Leute mich ständig angucken wobei es natürlich quatsch ist.
LG Steffi
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

so ich war heute bei meinem neuen Orthopäden und bin erstmal zufrieden damit, dass ich nun endlich einen Orthopäden gefunden habe, der sich a.) mit Skoliose auskennt b.) mich, meine Schamgefühl bzgl. der "Buckelbildung" versteht und c.) mir alles in Herrgottsruhe erklärt. Hatte jetzt blöderweise Schmerzen, hab mir bisschen was verenkt. In vier Wochen röntgen und dann mal die genaue Gradzahl messen lassen. Lt. Orthopäde machen konservative Methoden keinen Sinn mehr, hat mir auch schon Bad Wildungen (hoffe ich habe es richtig geschrieben) empfohlen, wo ich dann nach der Röntgen/Messen-Prozedur mal vorstellig werden soll. Allerdings hat er mir auch gesagt, dass ich meinen Beruf (Altenpfleger) mal besser nicht allzu lange weiter machen sollte (war mir auch klar). In diesem Zusammenhang: Weiß jemand, ob man mich wegen Skoliose oder nach einer möglichen OP Kündigen kann, weils nicht mehr geht, oder müssen die erstmalschauen, ob es eine andere Beschäftigungsmöglichkeit im Unternehmen gibt?

War vor kurzem im Mallorca-Strand-Urlaub. Urlaub war spitze, aber der Weg vom Strand bis Halstief (also Buckel nicht mehr sehbar) ins Wasser fiel mir schon sehr schwer. Irgendwie sieht man auch selten Menschen mit Skoliosen, höchstens solche mit beidseitig gekrümmten Rücken (auch nicht schön, aber symmetrischer eben).
An dieser Stelle schönen Gruß an den Kölner-Leidensgenossen hier im Forum :-)

Mal gucken wie es weitergeht.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Silas »

In Bad Wildungen wirst Du auf jeden Fall eine saubere Diagnose erhalten, aber wohl auch nur die Möglichkeit zur OP.

Man kann Dir nicht so einfach nach der OP kündigen, prinzipiell gibt es zwar die Möglichkeit der krankheitsbedingten Kündigung für den Arbeitgeber, aber das ist an sehr viele Auflagen geknüpft, die zu beweisen schwierig ist.
Hast Du schon einen Schwerbehindertenausweis? Mit diesem müsste zusätzlich das Integrationsamt einer Kündigung zustimmen.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

nein, bekommt man den bei einer skoliose? das wusste ich nicht. ich dachte, wenn überhaupt bekommt man den nach einer op.

danke für deine antwort, das beruhigt mich schonmal. die skoliose war natürlich vor arbeitsantritt auch schon da, und mehrere betriebsärzte (da müssen wir alle alle 3 jahre hin) hatten offensichtlich keine einwände.


Nochmal Danke an alle hier. Das Forum hilft mir im Moment wirklich, ich fühl mich nicht so alleine mit meinen Problemen, und hier versteht man mich wenigstens. Dankeschön!
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Silas »

Du lässt Dich ja nicht operieren, um danach behinderter zu sein als vorher.

Je nach Ausgangsbefund und Einschränkungen hast Du Anspruch auf einen Behindertenausweis. Was auf jeden Fall klappen dürfte ist eine Gleichstellung, bei der Du zwar keine 50% Schwerbehinderung hast, aber den gleichen Kündigungsschutz.

Es ist auch durchaus möglich, dass Du - falls Du Dich für die OP entscheidest und alles verknöchtert ist - dann wieder beschwerdefrei oder mit geringen Schmerzen als Altenpflegerin arbeiten kannst.

Ich kenne Operierte, die als Krankenpfleger oder Altenpfleger arbeiten.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von jess512 »

ja, dass hast du glaube ich schon mal geschrieben, und daran habe ich auch oft gedacht. gibt mir auch Hoffnung, wäre zumindest schön, wenn ich danach relativ beschwerdefrei weiterarbeiten könnte (vielleicht so gar beschwerdefreier als vorher- werweiß). Mh, haste recht. Ich dachte u.U. kann man sich nach einer Operation nicht mehr ganz so frei und agil wie jetzt bewegen, aber prinzipiell hast du ja recht, ich lass mich ja nicht operieren, um kaputter zu sein als vorher :-).

Ich sprech meinen Arzt nächstesmal darauf an, hab natürlich auch keine Ahnung wie sowas geht, und geh mal davon aus, dass ohne bevorstehendes Rötngen/Messen gar nichts geht, aber das mit dem Kündigungsschutz würde mir schon Sicherheit geben (Finanziell wie Psychisch).

Hab zu Anfang mal geschrieben, dass ich selten Schmerzen habe. Kaum eine Woche nachdem der Satz getippt im Internet stand, hatte ich Schmerzen, was ich in letzter Zeit leider häufiger habe (mal hier, mal da, mal was ausgerenkt, was auch immer).
Irgendwie bin ich ein bisschen wütend darüber, dass man mir damals, in früher Jugend so einen Mist erzählt hat bzw. mich nicht zu einem anderen Arzt geschickt hat, naja...ändert jetzt auch nichts mehr.
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Re: Arbeitsausfallzeit nach Skoliose - OP

Beitrag von Outlaw »

Auf jeden Fall soltest Du Dich von nem Arzt untersuchen lassen, der sich mit Skoliose auskennt. Ich hatte nen Orthopäen, der NULL Ahnung hatte und immer nur KG verordnete.

Dann bin ich zu Dr. Hoffmann in Leonberg gegangen und ab da ging es bergauf.

Zu der Fahrtkostenerstattung: Hier besteht schon die Möglichkeit der kompletten Kostenübernahme, man darf nur keine Fehler dabei machen.

Sobald der Eindruck im Antrag entsteht, man habe die Klinik selbst ausgesucht, ist Essig. Dann gibts max. bis zur nächsterreichbaren Klinik. Daher muss der überweisende Arzt bestätigen, dass er direkt dort hin überwiesen hat. Bei einigen KKs ist das im Antrag sogar ankreuzbar.

Eine Garantie ist das zwar nicht aber ich habe die Fahrt bezahlt bekommen inkl. Begleitung (muss aber auch vom Arzt als unabdingbar angegben werden). Vorher wurde zwar auch seitens der KK alles verneint aber dann ging der Antrag ohne Probleme durch.
;) Gruß Outi :D
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