Eine zu niedrige Korrektur kann auch eine Verschlechterung begünstigen.
Nur ein Rechenbeispiel: Wenn man z.B. 40° hat und kein Korsett trägt, hat die Skoliose nach einem Jahr vielleicht 65°. Wenn man nun ein Korsett trägt und das korrigiert auf 20°, dann kommt man NACH Abschulung vielleicht (!!!!) auf 30° bis 40°. Wenn das Korsett nun konsequent getragen wird und man kommt nach vielleicht drei Jahren auf 0° im Korsett, dann kann man nach Abschulung mit einer Krümmung von 20° rechnen. Also strebt Rahmouni Überkorrektur an, d.h. man sollte vielleicht auf - 10° kommen. Dann hat man nach Abschulung evt, eine gerade Wirbelsäule.
Wenn man nun bei 40° auf 32° im Korsett kommt, KANN es passieren, dass man nach der Abschulung dann 50° hat (also statt 65°, wenn man kein Korsett getragen hätte). ACHTUNG, das war jetzt nur ein BEISPIEL, denn jede Wirbelsäule und jede Korrekturwirkung eines Korsetts ist anders!
Man muss immer zwei Dinge berücksichtigen:
1) Die Skoliose hat die Tendenz sich zu verschlechtern.
2) Wenn das Korsett abgeschult wird, fällt die starke Spannung auf die Wirbelsäule durch das Korsett weg und die Skoliose rutscht automatisch ein kleines Stückchen zurück. Das muss man bei JEDER Abschulung einplanen!
Gegen diese beiden Tendenzen gilt es anzuarbeiten. Bei etwa 50° strebt man 50% Korrektur an, die später natürlich gesteigert werden sollten

. Bei etwa 26° sollte man auf 0° kommen und dann auf Überkorrektur, so dass man nach Abschulung auf 0° kommt. Siehe auch da:
http://www.baden24.de/d/html/news/stadt ... ewsid=5755
Kimster, ich möchte dich nicht demotivieren, aber du hast super Chancen, deine Skoliose zu begradigen, wäre schade, wenn du sie nicht nützen würdest.