Die größte deutschsprachige Online-Selbsthilfegruppe von und für Patienten mit Wirbelsäulendeformitäten wie Skoliose, Morbus Scheuermann und Kyphose (Hyperkyphose). Hier können sich Patienten informieren und Erfahrungen austauschen.
wie ist das gemeint: "Da nützen mir die reinen Adressen nichts" ????
Es ist davon auszugehen, dass diese Ärzte eine Notwendigkeit einer Korsettversorgung auch bei Erwachsenen erkennen, und im solchen Fall auch verschreiben. Sonst stünden die nicht in der Empfehlung.
Es geht mir um das Procedere!
Du hast das für Kinder sehr schön gepostet, aber es fehlt in der Sammlung.
Das gleiche müsste für Erwachsene eingestellt werden, die ja nun nicht als erste Adresse die Klinik bzw. die Skoliose Sprechstunde aufsuchen sollten!
Warum meinst du, dass die Erwachsenenversorgung überregional zu sehen ist
Weil Klaus Nahr als OT auch für Hannoveraner wegen der Entfernung interessant sein könnte. Und wenn wir hier schon Erfahrungs-Sammlungen machen, dann sollte ich mich doch nur nach bekannten OT's in meiner Suche ausrichten.
Daraus folgt, dass ich als Hannoveraner, und damit Überregionaler, unbedingt das genaue Procedere in Berlin wissen muss. Ich sollte schon an einem Tag Orthopäde und OT aufsuchen können.
Orthopäde deshalb, weil nicht nur meine Erfahrung die ist, dass bei Erwachsenen ein Korsett selten verschrieben wird.
Selbst wenn die Terminierung optimal gelingt, muss ich doch auch wissen, ob ich überhaupt Chancen habe bei den beiden erwähnten Orthopäden.
Bei Dr. Rabes z.Bsp. hat mir Klaus Nahr aktuell bestätigt, dass das "eigentlich" klappen sollte. Bei Dr. Thomas müsste ich es auch definitiv wissen. Dazu kommt natürlich aus rein praktischen Gründen, wie weit ist es von dem einen oder anderen Orthopäden zu Klaus Nahr.
Und dann hast noch was wichtiges angesprochen, die notwendigen Termine nach dem ersten Kontakt. Da hat mir Klaus Nahr auch gesagt, dass man durchschnittlich alle 3 Monate, also 4x im Jahr zum OT sollte.
Das ist eine wichtige Information für die Sammlung, die selbstverständlich zur Abklärung einer optimalen Therapie gehört.
Wer diesen Zeitaufwand scheut, muss sich in seiner Umgebung orientieren und damit leben, dass die Wahrscheinlichkeit ein optimales Korsett zu bekommen, nicht hoch ist.
Das sind wiederum auch nur Erfahrungswerte, aber trotzdem sollte man die möglichst ortsnahe Versorgung nicht als Empfehlung ohne Einschränkung machen.
Man kann Glück haben, so wie Du Glück hast, in Berlin zu wohnen.
Gruss
Klaus
Ich weiss nicht wer es war, aber herzlichen Dank für die neue Rubrik "Gesucht&Gefunden". Ist doch viel besser, als so ein kleines, armes Unterforum.
ich werde dieser Tage einiges ergänzen im Forum „Sammlung Berlin“.
Klaus hat geschrieben:
Ich weiss nicht wer es war, aber herzlichen Dank für die neue Rubrik "Gesucht&Gefunden". Ist doch viel besser, als so ein kleines, armes Unterforum.
Finde ich auch und habe noch einen Vorschlag.
Da diese Sammlung immer größer wird, und man kann davon ausgehen, dass es noch weiter wächst, wird zunehmend unübersichtlicher.
Und hier mein Vorschlag: alphabetisch sortiert hätten wir bessere Übersicht.
Dazu müsste jeder Beitrag nicht wie bis jetzt „Sammlung -Aachen“ oder „Gesucht - Sachsen“ heißen,
sondern die Stadt/Region zuerst also „Aachen – Sammlung“ oder „Sachsen – Gesucht“.
Das hätte zwei Vorteile, wir hätten Beiträge gleicher Stadt/’Region gesammelt untereinander zu stehen
und die Suche mit der alphabetischen Sortierung bringe mehr Übersicht in das immer größer werdende Unterforum (inzwischen 3-Seiten-lang).
Bis jetzt ist dort, wie in jedem anderen Unterforum die chronologische Sortierung => ob programmier-technisch gesehen eine Umstellung möglich wäre???
J.-Maria hat geschrieben:Da diese Sammlung immer größer wird, und man kann davon ausgehen, dass es noch weiter wächst, wird zunehmend unübersichtlicher
Dein Vorschlag mit alphabetische Ordnung ist sicherlich nicht schlecht.
Aber:
Es ist zu bedenken, wenn eine [Sammlung] Berlin besteht, sollte doch eigentlich kein Post mehr mit [Suche] Orthopäde in Berlin erfolgen dürfen, jedenfalls nicht in der Rubrik. Oder?
Im Sammelpost gibt es ja auch die Möglichkeit nach weiteren Details zu fragen oder Informationen einzubringen, die der Autor dieser Sammlung dann im Ursprungspost ergänzen kann.
Es war auch so gedacht, dass aus [Suche] irgendwann [Sammlung] wird, wenn genügend Informationen zusammen gekommen sind und sich jemand findet, der das macht.
Die neuesten Beiträge stehen immer oben, das finde ich sehr wichtig. Ob dann darunter alphabetisch sortiert werden kann, muss vielleicht BZebra beantworten.
Die Sortierung wird sich generell schwierig gestalten, wenn man nicht alles umbenennt in z.Bsp. Berlin[Sammlung].Oder werden eckige Klammern von einer Sortierung ausgenommen?
Ansonsten könnte man auch über eine Trennung zwischen Sammlung und Suche sprechen. Ich würde mich dann auch weiterhin darum bemühen, dass Suchende von mir darauf aufmerksam gemacht werden, wenn es bereits eine Sammlung zur Anfrage gibt.
Technisch müsste man diese Möglichkeit natürlich auch erst mal abklären.
Hallo ihr alle!
Habe lange nicht mehr im forum gestöbert und stoße nun auf diese geballte Menge von Beiträgen, die bei mir sehr gemischte Gefühle hervorrufen: Von Erschrecken, Befremden über Erstaunen bis zu Hoffnungsschimmer.
Achtung, ist ein längeres Schreiben!
Gerne möchte ich euch einige meiner Überlegungen schreiben, weil wir bisher sehr verschiedene Erfahrungen gemacht haben, z.B. was die Korsettversorgung angeht (von Koppetsch über Rahmouni bis zu Püttmann).
Mir geht es aber viel weniger darum mich an der "faktischen" Diskussion um die Wirkung von Orthesen zu beteiligen, als eher auf andere Aspekte hinzuweisen, die mir persönlich genauso wichtig erscheinen.
Die "Fakten" (sofern es denn überhaupt solche sein können) sind sicherlich für uns und unseren Weg mit der Skoliose immer wichtig gewesen, aber sie sind nicht das Einzige, was uns wirklich geholfen hat! Viel wichtiger ist das Gefühl, mit den Dingen nicht allein dazustehen, sich austauschen zu können, Verständnis und geduldiges Zuhören zu finden, immer und immer wieder mit dem Thema anfangen zu dürfen, Gefühle haben und zeigen zu dürfen... Denn die Skoliose ist nicht nur ein "krummer Rücken", sondern für viele, denke ich, auch eine enorme psychische Belastung, die natürlich mit Gefühlen aller Art verbunden ist.
Darum für mich auch nicht erstaunlich, wenn sich diese in Diskussionen zeigen, wann und wie auch immer es um Skoliose geht.
Wer sich jemals mit Kommunikationsmodellen und Gesprächsführung beschäftigt hat, kenn die Hyphothese mit den vier Sendern und vier Empfängern (F. Schulz von Thun), die verdeutlicht, dass sich in jeder menschlichen Begegnung verschiedene Eben mischen und nicht wirklich trennen lassen (Sach-, Selbstmitteilungs-, Beziehungs- und Apellebene)! Und das ist auch gut so, finde ich, dass macht das Miteinander zwar kompliziert, aber auch lebendig. Und dann ist es wichtig nachzufragen und sich zu vergewissern, was jemand tatsächlich sagen wollte und wie ich es vielleicht ausgelegt habe.
Das nur am Rande, weil mir für die Selbsthilfe (und etwas anderes betreiben wir hier doch nicht, oder?) wichtig ist, daß wir so miteinander umgehen, dass es uns hilft und Kraft gibt, statt diese zu rauben!
Auch glaube ich, dass wir Menschen durchaus Unterschiedliches brauchen, was uns hilft, wie schon im vorher genannten Beispiel der 2 Menschen mit gleicher Gradzahl und gleichem Korsett, aber mit verschiedenen Ergebnissen deutlich wird.
Wir kennen doch oft die Ursache für die Skoliose gar nicht und es lässt sich deshalb womöglich deswegen keine Prognose erstellen. Ich sehe das jetzt sehr deutlich bei unserer Tochter mit ihrer Syrinx (unberechenbar, in negativer wie in positiver Hinsicht). Der eine und der andere Mensch hat -nach Kernspin - gleich grosse Zysten im Rückenmark, aber der erste leidet sein ganzes Leben unter diffusen Symptomen, der andere bemerkt die Syrinx nicht einmal. So ist es doch auch mit den Skolis.
Die Menschen reagieren vielleicht auch aufgrund ihrer psychischen Verfassung, ihrer inneren Haltung der Skoliose, dem Orthopäden, dem Korsettbauer, dem Korsett gegenüber unterschiedlich. Das lässt sich nicht planen. Man kann nur immer wieder Vergleiche anstellen, Statistiken führen und sich von den Ausnahmen überraschen lassen!
So wirken auch die verschiedenen Korsett-Philosohien (will ich sie mal nennen) auf verschiedene Menschen unterschiedlich. Und wenn ich Vertrauen zu jemandem habe, bin ich eher bereit, mich in das Ganze hineinzubegeben, mich einzulassen und damit gibt vielleicht auch die Krümmung leichter nach. Das ist natürlich nur ein Aspekt von vielen. Ich meine nur, dass ein bisschen Bescheidenheit was "Machbarkeit" angeht, niemandem schadet.
Ich wünsche mir für mich in diesem forum einen friedlichen Austausch und die Möglichkeit auch von "Misserfolgen" berichten zu können, ohne gleich zerissen zu werden. Ich will ganz ehrlich sein: Ich habe lange nicht berichtet, weil sich Laras Skoli verschlechtert hat, trotz Korsett von Püttmann, weil ich nicht möchte, dass dies auf die Qualität des Korsett zurückgeführt wird. Ich glaube, dass da bei uns ganz andere Komponenten eine Rolle spielen. Lara ist mit dem neuen Püttmann Korsett sehr zufrieden, sie fühlt sich wohler, wenn sie es trägt, man sieht auch deutlich eine Korrektur. Zahlen haben wir noch keine, sind aber auch nicht das einzig Wichtige mehr für uns, weil das Einlassen auf das Korsett für Lara viel wichtiger ist, als diese und sie es tatsächlich auch trägt!
Wir haben bei Püttmann schon ein paar sehr gut funktionierender Korsetts an zufriedenen Patienten erlebt, die bereit sind, mitzuarbeiten. Für uns ist die "Quälerei" mit dem Rahmouni-Korsett nicht der einzig gangbare Weg. Was letztendlich wirklich hilft, dass weiss doch eh keiner, weil wir uns doch nur für einen einzigen Weg entscheiden können und nicht wissen, wie der andere gewesen wäre! Und wie die Skoli sich verhält nach dem Abschulen, weiss auch keiner, zumindest nie im direkten Vergleich.
Ich finde das Thema sehr schwierig, besonders wenn dann noch mit schlechtem Gewissen gearbeitet wird: Hättest du mal, dann... Ihr armen Skoliotiker habt euch die Skoli doch wohl nicht herbeigewünscht oder sie "verschuldedt", genau wie niemand eine Verschlechterung "verschuldet" (wer kann denn beweisen, warum sie eingetreten ist!?!) und dann helfen Vorwürfe auch nicht weiter!
Ein wertschätzendes Miteinander, viel Informationen und Austausch und die Möglichkeit, mit einem guten Gefühl alles das berichten zu können, was mir wichtig ist, das wäre schön in diesem forum.
Schlußendlich entscheiden wir die Dinge, die uns betreffen "aus dem Bauch" heraus (Studie dazu im Spiegel nachzulesen, sehr interessant) und nicht über den Kopf. Also ist die Wahl des Korsettbauers auch eine des Vertrauens.
Jetzt soll es reichen, auch wenn ich noch nicht alle Gedanken unterbracht habe (was über das Medium Schrift auch nicht so einfach ist); ihr habt bestimmt langsam die Krise bekommen.
Ich hoffe auch, dass der Beitrag jetzt hier hin passt.
loewin16 hat geschrieben:Ich hoffe auch, dass der Beitrag jetzt hier hin passt.
Der passt prima hierher. Vielen Dank für Dein Statement.
loewin16 hat geschrieben:ihr habt bestimmt langsam die Krise bekommen.
Wer länger hier im Forum ist, weiss, dass es ab und zu immer wieder heftige Diskussionen gibt, die sich von aussen oder jetzt auch von innen heraus ergeben. Und gerade beim Korsett geht es ja um tiefgreifende und längerfristige Dinge, die sich deshalb auch gefühlsmässig so unterschiedlich ausdrücken, wie auch die Menschen sind. Das hast Du ja auch sehr schön zum Ausdruck gebracht.
Verständnisfrage trotzdem:
Lara hatte ein Püttmann-Korsett, das eine Verschlechterung brachte, hat aber jetzt ein neues Püttmann-Korsett, das besser ist. Richtig?
danke für Deinen Beitrag,hast hundertprozentig recht.
Ich freue mich auch, das Du die Zeit gefunden hast,mal wieder zu schreiben.
Ich habe Euren Weg ",über" Püttmann immer mitverfolgt.
Klaus :
Das wird eine Diskussion geben,bin ich mir sicher.
Bei Loewin und ihrer Tochter ist das ein ganz spezieller Fall.
Lies die Beiträge von Ihr.
Das erste Korsett war ein Kopetsch/Düsseldorf
Das zweite ein Rahmouni
Dann der Wechsel zu Püttmann und die gleichzeitige Diagnose:
Syrinz.
Ich glaube auch das man den Beitrag von Loewin ,so hätte annehmen können,wie sie ihn geschrieben und gemeint hat.
Aber ausrechnet ,das wird rausgepiekt.
Verständnisfrage trotzdem:
Lara hat ein Püttmann-Korsett............
Manchmal hat es eben nichts ,mit dem OT und dem Korsett ansich zu tun ,ob eine gute Korrektur erreicht wird oder nicht.
Lies den Beitrag nochmal durch
LG
Gruseline
Gaby
Gutes Holz wächst nicht einfach so.
Je stärker der Wind,desto stärker der Baum
Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
es ist schön, wieder von dir zu lesen. Aber die Diskussion Nahr-Püttmann-Rahmouni war eigentlich schon abgeschlossen (zumindest aus meiner Sicht), und wenn es Streit gibt, tragen ALLE dazu bei. Mit dem Kommunikationsmodell von Schulz von Thun hast du nur recht (ich habe mich sehr viel mit Kommunikation befasst, ist ein wesentlicher Bestandteil in meiner Ausbildung). Manchmal meint der eines so und der andere liest aber was ganz anderes heraus. Das Medium Schrift macht es auch nicht leichter, wenn man sich gegenüber steht und miteinander spricht, gibt es weniger Missverständnisse. Es spielt hier aber auch eine Rolle, dass es bei diesem Thema früher Streitigkeiten, Verletzungen, Abwertungen usw. gab und wenn man wieder auf das Thema zu sprechen kommt, spielen diese Aspekte auch eine Rolle. Aber ICH möchte mit der Vergangenheit abschließen.
Was Laras Verschlechterung betrifft, könnte man auch Rahmouni bei mir "Pfusch" vorwerfen, weil meine Skoliose sich nicht mehr verbessern ließ, als ich mit 16,5 Jahren zu ihm kam. Aber ich werte es im Gegenteil als sehr positiv, was er bei mir geschafft hat. Auch ich habe ein seltenes Syndrom und eine starre Wirbelsäule, aber er hat die beste Korrektur von allen OTs, bei denen ich mit höheren Graden in Behandlung war, geschafft. Sagen wir es mal so, Rahmouni konnte sie Skoliose bei mir zwar nicht mehr verbessern, aber er konnte sie in einem sehr kritischen Alter stoppen und nur das zählt. Allerdings vergleiche ich mich nicht mit dem "Durchschnittsmenschen, bei dem man davon ausgehen kann, dass er außer der Skoliose völlig gesund ist und seine Skoliose einigermaßen beweglich ist.
Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute mit dem Korsett und mit der Syrinx!
Gruseline hat geschrieben:Aber ausrechnet ,das wird rausgepiekt.
Verständnisfrage trotzdem:
Lara hat ein Püttmann-Korsett............
Sorry, aber ich finde es jetzt schon wichtig, ein offensichtliches Mißverständniss zu klären.
Warum hast Du jetzt nicht weiterzitiert:
Klaus hat geschrieben:......, das eine Verschlechterung brachte, hat aber jetzt ein neues Püttmann-Korsett, das besser ist. Richtig?
Geht das nicht allen OT's so, dass es durchaus Fälle gibt, wo ein Korsett durch ein Neues ersetzt werden muss?
Schliesslich hat auch Toni mehrfach davon gesprochen, dass Rahmouni auch mal "Mist baut".
Entscheidend ist doch, dass das neue Korsett vom selben OT zufriedenstellt.
Guten Morgen,
es geht mir ganz sicher nicht darum, Streit zu forcieren oder "Altes" aufzuwärmen -für uns sind diese Dinge sehr aktuell-, aber eben so sicher darum, im Gespräch und Austausch über diese schwierigen Themen zu bleiben, um auch für uns "weiter" zu kommen! Ich hoffte, dass wäre der Sinn dieses forums.
Mir ist es wichtig, alle Menschen mit ihren sehr unterschiedlichen Wegen und Meinungen ernst zu nehmen und mir kein Urteil darüber zu erlauben, weil ich es anmassend fände, die Wege der anderen zu (er-)kennen. Ich bin heilfroh, wenn wir mit unserer Tochter zusammen einen eigenen gangbaren finden.
Zum Korsett:
Wir denken, nicht das Korsett von Püttmann hat die Verschlechterung gebracht, sondern die Syringomyelie und vielleicht die Hormonschübe; Lara ist vor kurzem 13 J. geworden. Die Korsetts können ja nur versuchen, das Abgleiten zu vermindern, egal von wem sie gebaut sind.
Für uns ist wichtig, dass Lara eine positive Einstellung zum Korsett hat und das ist bei dem neuen absolut der Fall. Es ist zum einen ganz deutlich die Korrektur zu sehen (wobei für uns die Gradzahl gar nicht mehr so entscheidend ist, sondern das die Wirbelsäule überhaupt "antwortet") und zum andern reagiert ihr Körper in keinster Weise mehr negativ, wie es bei den anderen Korsetts der Fall war (Wirbelsäulenverkrümmungen in neuen Bereichen, Verspannnungen, Schmerzen, Unwillen, kineosologisch nachgetestet, aus dem Lot sein...). Auch an der Bioator-Therapie lässt sich das ablesen, denn beim letzten Mal hat es endlich wieder eine Verbesserung eben auch im Kieferbereich gegeben. Und das Skelett ist nun mal eine Einheit und hängt -im wahrsten Sinne des Wortes- zusammen.
Auch stimmungsmässig ist bei Lara eine gewisse Stabilität zu bemerken, trotz pubertärer Schwankungen. Wir beobachten immer wieder, wie das alles zusammenzuhängen scheint. "Beweisen" können wir es nicht, aber das halte ich persönlich auch nicht für nötig, weil ja die Dinge und Ereignisse für sich sprechen. Mein Mann und ich versuchen eben den Menschen als Ganzes zu sehen, seine Seele und seinen Körper im Wechselspiel.
Das dazu...
Ansonsten wünsche ich uns allen eine lebendige und wertschätzende Diskussion, bei der wir uns nicht in Nebensächlichkeiten verzetteln.
Ich bin überzeugt, wenn wir es wünschen, können wir alle voneinander lernen, und wenn es nur darum geht, die Meinung eines anderen vollwertig neben der eigenen stehen zu lassen.
Mir selber tut es immer wieder gut, meine festgefahrene Position zu verlassen, mal eine andere anzutesten (oft zunächst ganz vorsichtig und misstrauisch), um auch neue Möglichkeiten zu erkennen. Ansonsten drehe ich mich manches Mal im Kreis und komme aus diesem "Teufelskreis" nicht heraus.
Dank an euch für die Gedankenanregungen und die Teilnahme!
Loewin16
loewin16. hat geschrieben:Ich will ganz ehrlich sein: Ich habe lange nicht berichtet, weil sich Laras Skoli verschlechtert hat, trotz Korsett von Püttmann, weil ich nicht möchte, dass dies auf die Qualität des Korsett zurückgeführt wird. Ich glaube, dass da bei uns ganz andere Komponenten eine Rolle spielen. Lara ist mit dem neuen Püttmann Korsett sehr zufrieden, sie fühlt sich wohler, wenn sie es trägt, man sieht auch deutlich eine Korrektur. Zahlen haben wir noch keine, sind aber auch nicht das einzig Wichtige mehr für uns, weil das Einlassen auf das Korsett für Lara viel wichtiger ist, als diese und sie es tatsächlich auch trägt!
loewin16 hat geschrieben:Zum Korsett:
Wir denken, nicht das Korsett von Püttmann hat die Verschlechterung gebracht, sondern die Syringomyelie und vielleicht die Hormonschübe; Lara ist vor kurzem 13 J. geworden. Die Korsetts können ja nur versuchen, das Abgleiten zu vermindern, egal von wem sie gebaut sind.
Hallo Loewin,
wieviel Grad hat Lara denn jetzt? 55, 60 ... sie hatte doch schon mit 10 Jahren 47 Grad. Meine ganz ehrliche Meinung, ich würde so nicht weiter machen. Bei den Gradzahlen hängt alles, aber wirklich alles, von der Korrektur im Korsetts ab. Wenn sie sich schon verschlechtert hat in dem Püttmann Korsett, dann sind die Chancen jetzt noch geringer, daß das neue Korsett die Verschlechterung noch aufhalten kann, es sei denn es würde jetzt wirklich extrem korrigieren.
Es ist nicht ganz richtig, daß Korsette nur ein Abgleiten verhindern können. Ganz im Gegenteil, man kann mit ihnen schon große Verbesserungen erzielen und Korsette mit dieser Zielsetzung bieten eine viel höhere Sicherheit gegenüber Progredienz, was die anderen eben nicht tun. Für diese Korsette von denen Du sprichst, die nur ein Abgleiten verhindern (im besten Falle), gilt auch ein viel kleinerer Indikationsbereich.
Und, Loewin, unterliege nicht dem Trugschluß, daß die Progredienz Deiner Tochter voll und ganz auf die Syringomyelie zurückzuführen ist und sie deshalb ein geringeres Progredienzrisiko als "normale" (idopathische) Skoliosen diesen Gradzahlbereichs hätte. Allein eine Skoliose dieser Stärke ist progredient und das vorhandensein der Syringomyelie als auslösender Faktor bietet keinerlei Aussichten darauf, daß je nach Entwicklung dieser Grunderkrankung die Prognose dann besser wäre.
Wenn man in so hohen Gradzahlbereichen noch mit Korsetten therapiert, dann ist es eigentlich nicht so gedacht, daß man hier mit dem Ziel des "Abgleiten verhinderns" rangeht. Mit welchem Risiko ist das dann verbunden, daß es sich noch weiter verschlechtert, und das ohne eine Aussicht auf Verbesserung? Man sollte schon auf der sicheren Seite sein, sich mit einer Korsett-Therapie nicht noch mehr Schaden zuzufügen.
Ich würde mich an Eurer Stelle eher in Richtung Skoliose-Operation umschauen und welche Möglichkeiten ihr da habt. Da ihr ja schon ein Rahmouni-Korsett erfolglos probiert habt, kommt dies als Alternative ja nicht mehr in Frage.
Je stärker die Krümmung wird, umsomehr Wirbel müssen sonst versteift werden und umso komplizierter und gefährlicher wird der Eingriff.
Vielleicht wäre es eine gute Idee, mal zu Doktor Steffan zu fahren und Eure Möglichkeiten und was jetzt am besten geschehen soll zu erörtern. Er therapiert rein konservativ, ist denke ich ein geeigneter Ansprechpartner wenn es um OP ja oder nein geht.