@Klaus: Was hast Du denn für Erfahrungen bezgl. Korrektur mit Schroth+Krafttraining gemacht?
Also mein Training ist grundsätzlich nicht so sehr auf messbare Korrektur ausgelegt, da ich bei der REHA in 2005 "nur" 3 Grad Korrektur hatte und Dr. Steffan damals sagte, dass aufgrund der besonderen Situation dies auch eine langfristige Sache wäre. Hinzu kommen Spangenbildungen bei einigen Wirbelkörpern, sodass vorerst auch kein Korsett zur Optimierung in Frage kommt.
Eine Vergleichsaufnahme per 3D ist für mich zu teuer und eine neue Röbi noch ein bischen zu früh.
Ich bin in erster Linie auf den Erhalt der Situation und einer weiteren Reduzierung von geringen Beschwerden aus, also so ein ähnlicher Zustand, wie nach einer Abschulung.
Und meine Situation ist eine Herausforderung für die Muskulatur, die ich beim Fitness-Rückentraining schon anders spüre, als beim reinen Schroth.
Dazu kommt, dass ich den "Schrothschen Schulterzug" in die Übung einbaue und damit in der Bewegung an andere Grenzen komme.
Die isometrische(statische) Anspannung bei Schroth kommt ja an bestimmte Grenzen, die man nur durch Gewichtstraining in der Kraft überschreiten kann und damit dem Muskel neue aufbauende Impulse geben kann.
Insgesamt möchte ich gern die langen Rückenstrecker so trainieren, dass auch die Optik meiner WS im LWS Bereich ein bischen besser wird. Die WS steht nämlich in einem kurzen Bereich ein bischen heraus, was mit Sportshirt in der Gesamtstruktur überhaupt nicht zu sehen ist.
Allerdings ist es relativ schwierig, bei dieser "geklappten" WS die Trainings-Angriffspunke an der Muskulatur so zu "setzen", das man sie auch durchgehend spürt.
Ich denke fast, da ist der "Grenzwinkel", den ich theoretisch hier schon erörtert habe, überschritten.
Trotzdem denke ich, dass in anderen WS Situationen eine Menge per Krafttraining gemacht werden könnte.
Ich mache das schon über 20 Jahre und bin mit jetzt 62 in einer guten Gewohnheit mit 3x in der Woche Training. Seit 2005 aber erst gezielter und seit ca. 1/2 Jahr mit dem Schulterzug.
Da die Veränderungen aber generell immer langsamer gehen, je älter man wird und desto mehr man erreicht hat, ist das noch eine zu kurze Phase.
Und was ganz wichtig ist, man kann schon mal dabei mit Schroth etwas "schummeln", ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
So ich hoffe, dass ich den überwiegend jüngeren Usern Hoffnung gemacht habe, dass man jederzeit mit einem Fitness Training anfangen kann und es vielleicht bis zum "Deckel zuklappen" weiter betreiben kann.
Bei Deiner bevorstehenden REHA würde ich beim Gerätetraining mal gezielt auf das Spüren und die Bewegung der Muskulatur achten.
Gruss
Klaus