Nein, nur wie gut das Korsett beim ersten Röntgenbild korrigiert hat.kimster hat geschrieben:sagt aber nichts drüber aus, ob die skoliose dann aufgehalten wurde oder nich, ne?
Korsett oder OP für Skoliose bei 40° mit 14 Jahren?
- Dalia
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Re: Skoliose ist stark progredient
Hallo IsoldesVater,
ich hoffe doch, dass du dich nicht ausklinkst.
BZebras Wortwahl bzgl. "Versuchskarnikel" ist wirklich unglücklich gewählt, aber sie sollte dich bitte nicht davon abhalten, hier weiter zu schreiben. BZebra wollte dich damit nicht angreifen, es ist ihre Art und sie ist hier im Forum bekannt für ihre Bissigkeit, die ich persönlich lieb gewonnen habe (auch wenn ich schon einige Male Opfer war
). Im Prinzip sind wir alle Versuchskarnikel, auch die erwachsenen Korsettträger, da es dazu noch keine Studie gibt (oder täusche ich mich da?).
Die Progedienz der Skoliose deiner Tochter empfinde ich in Anbetracht des Alters deiner Tochter und in Anbetracht dessen, dass bisher noch keine Behandlung durchgeführt wurde, sehr erfreulich. Es gibt viel schlimmere Progedienzen, z.B. die hier: http://rahmouni.de/skoliose/progredienz.htm
Aber ich kann es verstehen, dass du dir Sorgen machst, dass die Skoliose davon galoppiert und du denkst, dass eine OP dann erschwert ist.
Dennoch halte ich es - nach deinen weiteren Informationen - für absolut vertretbar, es zuerst mit einem Korsett zu versuchen, weil 40° ein Wert sind, der sich konservativ noch gut behandeln lässt.
Ich habe zweimal 95° und wäre als Operierte über eine lange Strecke hinweg sehr starr. So aber bin ich für meine Krümmungen noch recht beweglich.
Mich würde es auch interessieren, bei welchem Orthopäden du bist, wenn wir es erfahren dürfen, und welche Zitate von Dr. Weiß du interessant findest.
Außerdem - ein guter Orthopädietechniker kann VOR Beginn der Korsetttherapie erkennen, ob die Krümmungen gut oder schlecht zu korrigieren sind und ob die Wirbelsäule ausreichend beweglich ist, um eine echte Korrektur zu erreichen. Sprich, noch bevor ihr das Korsett anfertigen lasst, kann man schon ungefähr voraussagen, wie die Korrektur sein wird. Korrigiert das Korsett gut, hängt es von deiner Tochter ab, wie ernst sie die Korsetttherapie nimmt.
Der Grund, warum wir (BZebra, Thomas, sloopy und ich) konservativ ausgerichtet sind, sind auch die hohen Risiken, die mit einer OP einhergehen können, siehe z.B. hier: viewtopic.php?t=6870
Außerdem gilt für eine OP ebenfalls, dass eine Skoliose im Lauf der Jahre etwas an Korrektur verlieren kann, genauso wie das nach Abschulung des Korsetts normal ist, dass die Skoliose ein Stück wieder zurückrutscht.
Außer BZebra haben wir hier noch unser Forumsmitglied Daniela, das viel ungünstigere Voraussetzungen als Isolde hatte, mit 16 Jahren bei 60° (glaube ich). Leider finde ich ihre Bilder gerade nicht, aber auch sie hatte mit Korsett eine fantastische Korrektur.
Wie gesagt, eine Korsetttherapie ist ein harter Weg, eine OP ein schwerwiegender Eingriff.
Entscheiden müsst ihr, aber bitte erst, nachdem ihr auch wirklich umfassend informiert habt - durch kompetente Fachleute von beiden Seiten. Alles andere wäre verantwortungslos.
Ich war in meinem Leben bei insgesamt fünf Orthopädietechnikern, ich war in Zürich, in Rosenheim, in Vogtareuth, in Stuttgart. Erst Rahmouni konnte die Progedienz meiner schweren und steifen Skoliose (ich war 15/16) halbwegs stoppen. Mit seinem geschulten Auge konnte er aber auch schon voraussagen, dass er bei mir nicht viel herausholen können wird. Und Rahmouni ist wirklich ein exzellenter Orthopädietechniker.
Ihr habt Nahr quasi vor der Haustür und einen Termin ist schnell ausgemacht. Es sei, deine Tochter ist sich sicher, dass die den Weg einer Korsetttherapie nicht schafft.
ich hoffe doch, dass du dich nicht ausklinkst.
BZebras Wortwahl bzgl. "Versuchskarnikel" ist wirklich unglücklich gewählt, aber sie sollte dich bitte nicht davon abhalten, hier weiter zu schreiben. BZebra wollte dich damit nicht angreifen, es ist ihre Art und sie ist hier im Forum bekannt für ihre Bissigkeit, die ich persönlich lieb gewonnen habe (auch wenn ich schon einige Male Opfer war
Ja, hattest du, aber ich wollte nicht ungefragt Informationen aus PNs öffentlich machen.Isolde hat geschrieben:Ich hatte Dir geschrieben, dass meine Skoliose stark progredient ist und im Moment nur die oberen Lendenwirbel betrifft.
Die Progedienz der Skoliose deiner Tochter empfinde ich in Anbetracht des Alters deiner Tochter und in Anbetracht dessen, dass bisher noch keine Behandlung durchgeführt wurde, sehr erfreulich. Es gibt viel schlimmere Progedienzen, z.B. die hier: http://rahmouni.de/skoliose/progredienz.htm
Aber ich kann es verstehen, dass du dir Sorgen machst, dass die Skoliose davon galoppiert und du denkst, dass eine OP dann erschwert ist.
Dennoch halte ich es - nach deinen weiteren Informationen - für absolut vertretbar, es zuerst mit einem Korsett zu versuchen, weil 40° ein Wert sind, der sich konservativ noch gut behandeln lässt.
Ich habe zweimal 95° und wäre als Operierte über eine lange Strecke hinweg sehr starr. So aber bin ich für meine Krümmungen noch recht beweglich.
Mich würde es auch interessieren, bei welchem Orthopäden du bist, wenn wir es erfahren dürfen, und welche Zitate von Dr. Weiß du interessant findest.
Nein, so dramatisch wird es nicht werden, wenn ihr jetzt handelt. Ich rechne es mal vor: Vorausgesetzt ihr entscheidet euch für ein Korsett, dann dauert es etwa 2 bis 4 Wochen, bis du ein Korsett hast (das würde ich bei Nahr anfertigen lassen). Etwa 2 bis 4 Wochen später kann man ein Kontrollröntgen im Korsett machen. Korrigiert das Korsett sehr gut, habt ihr die Progedienz mit Sicherheit vorerst gestoppt; korrigiert das Korsett schlecht, weil die Wirbelsäule so schwer beweglich und korrigierbar ist, habt ihr die Progedienz wenigstens verlangsamt.Wenn wir jetzt nicht handeln riskieren wir eine schwere OP in zwei Jahren, mit wesentlich groesserer Versteifungsstrecke und weniger Erfolg
Außerdem - ein guter Orthopädietechniker kann VOR Beginn der Korsetttherapie erkennen, ob die Krümmungen gut oder schlecht zu korrigieren sind und ob die Wirbelsäule ausreichend beweglich ist, um eine echte Korrektur zu erreichen. Sprich, noch bevor ihr das Korsett anfertigen lasst, kann man schon ungefähr voraussagen, wie die Korrektur sein wird. Korrigiert das Korsett gut, hängt es von deiner Tochter ab, wie ernst sie die Korsetttherapie nimmt.
Der Grund, warum wir (BZebra, Thomas, sloopy und ich) konservativ ausgerichtet sind, sind auch die hohen Risiken, die mit einer OP einhergehen können, siehe z.B. hier: viewtopic.php?t=6870
Außerdem gilt für eine OP ebenfalls, dass eine Skoliose im Lauf der Jahre etwas an Korrektur verlieren kann, genauso wie das nach Abschulung des Korsetts normal ist, dass die Skoliose ein Stück wieder zurückrutscht.
Außer BZebra haben wir hier noch unser Forumsmitglied Daniela, das viel ungünstigere Voraussetzungen als Isolde hatte, mit 16 Jahren bei 60° (glaube ich). Leider finde ich ihre Bilder gerade nicht, aber auch sie hatte mit Korsett eine fantastische Korrektur.
Wie gesagt, eine Korsetttherapie ist ein harter Weg, eine OP ein schwerwiegender Eingriff.
Entscheiden müsst ihr, aber bitte erst, nachdem ihr auch wirklich umfassend informiert habt - durch kompetente Fachleute von beiden Seiten. Alles andere wäre verantwortungslos.
Ich war in meinem Leben bei insgesamt fünf Orthopädietechnikern, ich war in Zürich, in Rosenheim, in Vogtareuth, in Stuttgart. Erst Rahmouni konnte die Progedienz meiner schweren und steifen Skoliose (ich war 15/16) halbwegs stoppen. Mit seinem geschulten Auge konnte er aber auch schon voraussagen, dass er bei mir nicht viel herausholen können wird. Und Rahmouni ist wirklich ein exzellenter Orthopädietechniker.
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Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Re: Skoliose ist stark progredient
Lendenwirbel auch noch? Ich dachte wir reden von Brustwirbeln!Isolde hat geschrieben:Ich hatte Dir geschrieben, dass meine Skoliose stark progredient ist und im Moment nur die oberen Lendenwirbel betrifft.
Skoliosen im thorakolumabelen Bereich sind am besten von allen von allen zu korrigieren!
4-5 Lendenwirbel sollen versteift werden?
Ihr wisst schon, dass bei einer Verteifung bis runter nach L4 direkt von einem Behindertengrad von mindestens 40% ausgegangen wird!
http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/033-045.htm
Versteifungen im Brustwirbelbereich haben recht gute Prognosen, weil dort wegen des Brustkorbes, der Rippen kaum Bewegung stattfindet, im Lendenwirbelsäulenbereich sind die Langzeitprognosen aber wirklich denkbar schlecht, weil dort die Hauptbewegung stattfindet und enormer Verschleiß!Bei Versteifungen kaudal von L4 ist jedoch unabhängig von den obigen Ausführungen mindestens ein GdB von 40 anzunehmen, da deutliche funktionelle Einschränkungen vorliegen (geringe lumbosakrale Restbeweglichkeit, langer Versteifungsbezirk), die auch die Belastbarkeit limitieren.
Präventiv 4-5 Lendenwirbel bei nur 40 Grad zu versteifen, damit es nicht schlimmer kommt? Es gibt ja nur 5 Lendenwirbel, schlimmer kann es ja schon garnicht mehr kommen.
Also es wäre der pure Irrsinn, nicht auf Teufel komm raus mit allen konservativen Mitteln zu versuchen diese Operation zu verhindern.
Wer um alles in der Welt hat diese OP empfohlen anstelle einer Korsett-Therpaie? War das Dr. Harms?
Zuletzt geändert von BZebra am Fr, 03.08.2007 - 00:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Fast hätte ich es vergessen: Die hier angefragten Zitate von Dr. Weiß gibt es dort: viewtopic.php?t=8763
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Re: Versuchskanikel
Hallo Isoldes Vater,
ich hoffe, du liest noch im Forum mit, auch wenn du nichts mehr schreibst.
Je länger ich über dich und deine Reaktionen nachdenke, verstärkt sich immer mehr mein Gefühl, von dem ich schon weiter oben geschrieben habe. Es sieht für mich so aus, als ob du gar nicht wirklich nach Hilfe suchst, sondern nur noch mal eine Bestätigung für die OP hören wolltest. Aber warum? Weil du selber nicht zu hundert Prozent überzeugt bist? Ja dann frag ich mich aber erst recht, warum gibst du deiner Tochter nicht die Chance, es wenigstens mal konservativ zu versuchen????
Lieber Vater, ich bin selber Mutter von zwei Kindern und wenn ich deine Reaktionen hier sehe (keine Reaktion ist auch eine Reaktion!!!) dann könnte ich aus der Haut fahren. Jeder normale Vater oder Mutter will doch für sein Kind "nur das Beste"- warum versucht ihr es dann nicht wenigstens mit einem Korsett??? Ich kann als Mutter dein Denken und Handeln nicht ansatzweise nachvollziehen
!
Du schreibst
Wenn ich in eurer Situation wäre- ich würde nichts, aber auch gar nichts unversucht lassen, um einer OP zu entgehen. Warum sträubst du dich so gegen eine konservative Therapie- erklär's mir bitte, ich kann und will es einfach nicht verstehen...
ich hoffe, du liest noch im Forum mit, auch wenn du nichts mehr schreibst.
Je länger ich über dich und deine Reaktionen nachdenke, verstärkt sich immer mehr mein Gefühl, von dem ich schon weiter oben geschrieben habe. Es sieht für mich so aus, als ob du gar nicht wirklich nach Hilfe suchst, sondern nur noch mal eine Bestätigung für die OP hören wolltest. Aber warum? Weil du selber nicht zu hundert Prozent überzeugt bist? Ja dann frag ich mich aber erst recht, warum gibst du deiner Tochter nicht die Chance, es wenigstens mal konservativ zu versuchen????
Lieber Vater, ich bin selber Mutter von zwei Kindern und wenn ich deine Reaktionen hier sehe (keine Reaktion ist auch eine Reaktion!!!) dann könnte ich aus der Haut fahren. Jeder normale Vater oder Mutter will doch für sein Kind "nur das Beste"- warum versucht ihr es dann nicht wenigstens mit einem Korsett??? Ich kann als Mutter dein Denken und Handeln nicht ansatzweise nachvollziehen
Du schreibst
aber entscheidend ist doch, dass hierbei die Eine die Andere nicht ausschließt. Du kannst die eine Therapie (Korsett, Reha) versuchen und sollte diese -aus welchem Grund auch immer- scheitern, dann hast du noch immer Zeit genug, dich für die zweite Lösung (OP) zu entscheiden!!!!Also machen wir keinen Glaubenskrieg aus der Sache, wo es zwei Lösungen gibt, sind zwei Meinungen. So ist das Leben.
Wenn ich in eurer Situation wäre- ich würde nichts, aber auch gar nichts unversucht lassen, um einer OP zu entgehen. Warum sträubst du dich so gegen eine konservative Therapie- erklär's mir bitte, ich kann und will es einfach nicht verstehen...
-
Seekerin
By the way, würde ich mal PatienInnen befragen bei denen eine Skoli-OP > 20Jahre oder so her ist !! Mein lieber Schwan, was da alles noch so nachkommt. Allein die Arthrose in den Übergangsbereichen der Verteifungszone durch jahrelange Hypermobilität kann einem Angst machen. Ich kenne z.B. jemanden, der ist bei Ihrer ersten Geburt so eine Metallstange an der WS gebrochen. Ne, ne jede verteifende WS OP ist eine "verkrüppelnde" Maßnahme wobei ein mehrfach flexibles Segment der WS steift wie ein Brett gemacht wird. Darüber sollte man sich immer im klaren sein, vor allem weil des ein "Way-of-no-return" ist. Daher immer mit Augenmaß alle, aber auch ALLE konservativen Maßnahmen ausschöpfen.
- Dalia
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Hallo Seekerin,
Aber eine 14-Jährige mit 40° im Lendenwirbelbereich ohne umfassende ärztliche Beratung, ohne vorheriger Versuch einer Korsettbehandlung und anscheinend ohne schwerwiegende medizinische Indikationen (starke Schmerzen, schwer zu korrigierende Skoliose, stark beeinträchtige Optik usw.) auf den OP-Tisch zu legen, empfinde ich in der Tat als "Verkrüppelung".
ich bitte dich darum, dich nicht so drastisch über Operationen zu äußern. Es gibt sehr viele Menschen, für die ist eine OP notwendig und genau das Gegenteil von "Verkrüppelung", geht also mit Verbesserung der Lebensqualität einher. Ich weiß, dass du das weißt, aber mich stört bei dir das Wort "jede", denn manchmal ist eine OP wirklich notwendig oder sinnvoll.Seekerin hat geschrieben:Ne, ne jede verteifende WS OP ist eine "verkrüppelnde" Maßnahme wobei ein mehrfach flexibles Segment der WS steift wie ein Brett gemacht wird.
Aber eine 14-Jährige mit 40° im Lendenwirbelbereich ohne umfassende ärztliche Beratung, ohne vorheriger Versuch einer Korsettbehandlung und anscheinend ohne schwerwiegende medizinische Indikationen (starke Schmerzen, schwer zu korrigierende Skoliose, stark beeinträchtige Optik usw.) auf den OP-Tisch zu legen, empfinde ich in der Tat als "Verkrüppelung".
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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SeekerInn
@Dalia
Leider haben operative Verfahren einen irgendwie gearteten "Nimbus" des einzig wahren-richtigen ... etc. Leider können gerade diese Verfahren sehr oft im Rahmen von evidence based medicine nicht bestehen, bzw. sind nie ordentlich prospektiv, randomisiert, doppelblind untersucht worden. Andererseits haben operative Verfahren den stärksten Placebo-Effekt den gibt (US Studie)! Ich durfte mich beruflich bedingt über Jahre mit der Langzeithaltbarkeit von Hüft- bzw. Knieprothesen beschäftigen, eine OP der keiner die Sinnhaftigkeit bei richtiger Indikation absprechen würde (auch ohne evidence-based...) Sehr erschreckend was man da erlebt, ich frage mich immer wie die auf die durchschnittlichen Haltbarkeitszahlen von 10-15 Jahren kommen und dann geht meist nicht die Endoprothese kaputt, sondern die Verbindung von Knochen zu Metall gibt auf. Das ist mit der Grund dafür das solche Teile mit gutem Gewissen eigentlich nur ab ~60 J verbaut werden. Übertrag' das mal auf junge Patienten <20>80 jahren !! Neee, ich bleibe dabei. OP nur wenn gar nix anderes mehr geht, alle kons. Maßnahmen erschöpft sind und nur dann mit größtmöglicher Vorsicht, min. 3 Meinungen (auch von Nicht-Chirurgen). Und ja, "verkrüppeln" ist ein harter Begriff stimmt aber auch wenn die OP definitiv nicht zu vermeiden war da wirklich ein meist größerer Abschnitt beweglicher WS quasi "entfernt" wird (ähnlich wie eine Gelenkversteifung am z.B. Knie) und es fehlt einem dann 'was.
Leider haben operative Verfahren einen irgendwie gearteten "Nimbus" des einzig wahren-richtigen ... etc. Leider können gerade diese Verfahren sehr oft im Rahmen von evidence based medicine nicht bestehen, bzw. sind nie ordentlich prospektiv, randomisiert, doppelblind untersucht worden. Andererseits haben operative Verfahren den stärksten Placebo-Effekt den gibt (US Studie)! Ich durfte mich beruflich bedingt über Jahre mit der Langzeithaltbarkeit von Hüft- bzw. Knieprothesen beschäftigen, eine OP der keiner die Sinnhaftigkeit bei richtiger Indikation absprechen würde (auch ohne evidence-based...) Sehr erschreckend was man da erlebt, ich frage mich immer wie die auf die durchschnittlichen Haltbarkeitszahlen von 10-15 Jahren kommen und dann geht meist nicht die Endoprothese kaputt, sondern die Verbindung von Knochen zu Metall gibt auf. Das ist mit der Grund dafür das solche Teile mit gutem Gewissen eigentlich nur ab ~60 J verbaut werden. Übertrag' das mal auf junge Patienten <20>80 jahren !! Neee, ich bleibe dabei. OP nur wenn gar nix anderes mehr geht, alle kons. Maßnahmen erschöpft sind und nur dann mit größtmöglicher Vorsicht, min. 3 Meinungen (auch von Nicht-Chirurgen). Und ja, "verkrüppeln" ist ein harter Begriff stimmt aber auch wenn die OP definitiv nicht zu vermeiden war da wirklich ein meist größerer Abschnitt beweglicher WS quasi "entfernt" wird (ähnlich wie eine Gelenkversteifung am z.B. Knie) und es fehlt einem dann 'was.
