Korsettversorgung bei Erwachsenen/ Verunsicherung

Alles zur Korsett-Therapie für Jugendliche und Erwachsene bei Skoliose, Morbus Scheuermann, Kyphose ...
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15224
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Anne hat geschrieben:im Korsett habe ich nur ca. 15° Kyphose!
Auch in Deinem Alter wäre das ja eine Überkorrektur zum Flachrücken hin!
Allerdings habe ich das Korsett nicht wegen Skoliose, sondern wegen Kyphose und Lordose bekommen – vor allem zur Schmerzbekämpfung, aber auch zur Aufrichtung.
Ich denke, das ist ein Großteil der User hier, die die Schmerzen beseitigen und eine Progredienz verhindern wollen.
Insofern spielt die von @40jähriger Scheuermann angesprochene Verträglichkeit nicht so sehr die Rolle.
Oder Anne, wie ist das bei Dir?
Das SPINOMED (welches mir ebenfalls Dr. Hoffmann verschrieben hat) soll ich dann tagsüber tragen, und Klemmi nur noch nachts.
In der Kombination sicherlich interessant, aber Du wirst das hoffentlich mit Schroth oder anderer individueller Muskelpflege unterstützen.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
SchwarzeSchnecke
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 736
Registriert: Sa, 20.01.2007 - 22:40
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
Wohnort: Württemberg

Danke

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Hallo Klaus,
Anne hat geschrieben:im Korsett habe ich nur ca. 15° Kyphose!
Auch in Deinem Alter wäre das ja eine Überkorrektur zum Flachrücken hin!
Wieso, ist das schlimm?
Rahmouni fand das nicht schlimm, mein Physiotherapeut auch nicht, und ich auch nicht. :-)
Beim Röntgen im Korsett hatte ich sogar 10°, aber danach hat Rahmouni die Pelotte ein bißchen abgeschliffen.
Insofern spielt die von @40jähriger Scheuermann angesprochene Verträglichkeit nicht so sehr die Rolle.
Oder Anne, wie ist das bei Dir?
Also wenn ich jemandem mein Korsett zeige, sage ich immer: "Klemmi ist mein bester Freund. Mit dem gehe ich sogar ins Bett!" :D
Beim Sitzen und Schreiben schränkt es mich stark ein, und ich schwitze auch ziemlich drin. Aber ansonsten vertrage ich es sehr gut. :-)
Das SPINOMED (welches mir ebenfalls Dr. Hoffmann verschrieben hat) soll ich dann tagsüber tragen, und Klemmi nur noch nachts.
In der Kombination sicherlich interessant, aber Du wirst das hoffentlich mit Schroth oder anderer individueller Muskelpflege unterstützen.
Klar!
Ich gehe 2x pro Woche zu meinem Physiotherapeuten zur Schroth KG, mache einen Teil der Übungen auch zu Hause, gehe 2-3x pro Monat schwimmen...
...und werde am 2. Januar 2008 meine Reha in Bad Salzungen antreten! :-)

Und wenn Du und Galadriel mich Anfang dieses Jahres nicht nach Leonberg geschickt hättet, wäre ich jetzt immer noch bei einem 0815-Arzt und würde weiterhin große Mengen an Schmerzmitteln einnehmen...

LG, Anne
Luise
Newbie
Newbie
Beiträge: 30
Registriert: Di, 05.06.2007 - 10:24
Geschlecht: weiblich

Beitrag von Luise »

Hallo alle zusammen!
Jetzt habe ich mich schon einige Tage intensiv mit dem Thema: Erwachsenen-Korsett auseinander gesetzt. Eure Beiträge haben mir sehr bei meiner Entscheidungsfindung geholfen. Danke dafür! Es waren ja wirklich ein paar sehr beeindruckende Berichte dabei! Ich habe mich dafür entschieden, es tatsächlich mit dem Korsett zu versuchen; auf ein lebenslanges Tragen (wenn auch nur ca. 12 h am Tag) stelle ich mich schon mal ein. :) Am 27.11. hole ich meinen "Panzer" dann in Stuttgart ab. Ich werde am selben Tag gleich noch einen Termin bei Dr. Hoffmann machen, damit ich noch Fragen stellen kann.
Meine persönlichen Erfahrungen werde ich Euch dann bestimmt mal mitteilen.
Ihr wart mir eine große Hilfe...
LG Edda
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15224
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

anne hat geschrieben:Beim Röntgen im Korsett hatte ich sogar 10°, aber danach hat Rahmouni die Pelotte ein bißchen abgeschliffen.
Bei Korsetten kenne ich mich nicht so gut aus, es kann sein, dass mit dieser Überkorrektur möglicherweise eine dauerhafte normale Kyphose ohne Korsett erreicht werden kann.
Wie sieht es mit der Hyperlordose aus?
Ich gehe 2x pro Woche zu meinem Physiotherapeuten zur Schroth KG, mache einen Teil der Übungen auch zu Hause, gehe 2-3x pro Monat schwimmen...
...und werde am 2. Januar 2008 meine Reha in Bad Salzungen antreten!
Also offensichtlich eine optimale Strategie. Ganz prima!
Und wenn Du und Galadriel mich Anfang dieses Jahres nicht nach Leonberg geschickt hättet, wäre ich jetzt immer noch bei einem 0815-Arzt und würde weiterhin große Mengen an Schmerzmitteln einnehmen...
So eine Bestätigung freut mich ganz besonders, insbesondere deshalb, weil das hoffentlich auch anderen zeigt, dass sich Überzeugungsarbeit bezüglich kompetenter Rundum-Erst-Versorgung lohnt.

Es dauert in den meisten Fällen wesentlich länger, wenn man den Weg über das Baukastenprinzip geht, in dem man sich die erforderlichen Einzelleistungen selbst zusammensucht und dabei auch noch Glück haben muss, wenn diese dann zu einer wirklich komptenten Diagnose mit entsprechenden Behandlungsweg führt.
Ich schreibe das an dieser Stelle noch mal ganz bewusst, weil ich immer wieder dieses Argument höre, warum empfiehlst Du immer nur Dr. Hoffmann.

"Newbies" sind ja, wie wir ja auch mal waren, in einer Situation, wo die Ärzte die "Götter in weiß" sind und die Erfahrungen hier im Forum eben nur ganz subjektive Laien-Meinungen, denen man eigentlich nicht glauben kann. Auch wenn es soviele übereinstimmende Meinungen sind.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Beitrag von bluecat »

Hallo Edda,

mir hat das Korsett leider nicht sehr viel Nutzen gebracht.

Mit 23 Jahren und 52° Krümmung LWS und BWS habe ich angefangen.
Nach 3,5 Jahren (Mai 07) kam ich bei 57° BWS und 51° LWS an.

Hinzu kamen Probleme wie Schmerzen in der LWS, Taubheitsgefühle im linken Bein wie im linken Arm mit Kribbeln und Kälte- oder auch mal Hitzegefühl, die ich davor nie hatte. Schmerzen beim langen Stehen und Laufen kamen ebenso gehäuft vor.

Die Tragezeit war auf die Nacht und das Wochenende beschränkt, da ich mit Korsett kein Auto fahren kann und es somit nicht auf der Arbeit tragen konnte.

Das Korsett an sich war super gebaut. Es hat ordentlich gedrückt, die Korrektur für mein Alter fand ich durchaus passabel und auch Dr. Hoffmann und Rahmouni waren zuversichtlich. Die OP wurde nicht mehr angesprochen.

Als dann aber die Beschwerden kamen, hat man mir wieder vermehrt zur OP geraten, die ich aber noch nicht möchte. Rahmouni hat dann aufgrund meiner Beschwerden die Therapie beendet. Seiner Meinung nach habe ich das Korsett nicht lange genug am Stück getragen um den Körper daran gewöhnen zu können. Das denke ich auch. Durch das ständige Strecken und Zusammensacken wurden meine Nerven zu stark gereitzt, die Krümmung wurde etwas schlechter :(

Ich schließe mich da Dr. Steffans Bedenken an. Sie sind meiner Meinung nach berechtigt. Wenn man es nicht schafft das Korsett mind. 12-16 Stunden zu tragen, dehnt man seine Bänder uns Sehnen einfach zu viel. Ich bin leider zu alt für dieses Korsett. Das habe ich jetzt verstanden. Wäre ich 10 Jahre jünger würde ich es aber auf jeden Fall wieder versuchen. Nun bin ich leider wieder ein Thema für den OP Tisch geworden, den ich aber möglichst meiden möchte, da meine Beschwerden ohne Korsett tatsächlich langsam wieder weniger werden und teilweise verschwinden. Dafür hat sich die Optik leider so verändert, das ich mir im Spiegel nicht gefalle. Nach dem Korsetttragen nimmt der Körper eine schönere Form an, an die man sich leider nur zu schnell gewöhnen kann. Beendet man die Therapie muß man mit seinem neuen Spiegelbild wieder eine neue Freundschaft suchen (das ist rein meine Erfahrung und spricht nicht für andere).

Mein Beitrag mag sich jetzt negativ anhören. Aber ich bereue die Korsettzeit NICHT! Ich wollte es versuchen, war mir im Klaren, das es auch evtl. nicht so gut verlaufen kann. Hätte ich es nicht getan würde ich es bereuen nicht alle Möglichkeiten getestet zu haben.

LG
bluecat
Luise
Newbie
Newbie
Beiträge: 30
Registriert: Di, 05.06.2007 - 10:24
Geschlecht: weiblich

Beitrag von Luise »

Hallo liebe "bluecat",
vielen Dank für Deinen sehr persönlichen & ehrlichen Bericht! Habe ich Dich richtig verstanden? Die Verschlechterung trat ein, noch während Du das Korsett getragen hast? Abgeschult warst Du noch nicht? Oh je, ich bin am grübeln. :/

Es wundert mich, dass Dr. Hoffmann Dir zu einer OP rät. Bei 57/ 51 Grad. Ich liege wie gesagt bei 48/ 44 - und Dr. Hoffmann meinte gleicht, eine OP käme bei mir nicht in Frage. Machen diese knappen 10 Grad den Unterschied?

Wahrscheinlich werde ich der Korsett-Therapie trotzdem eine Chance geben, da sich die Skoliose in den letzten acht Jahren um ca. 10 Grad verschlechtert hat und dies ohne Korsett wahrscheinlich auch weiterhin der Fall wäre. Verunsichert bin ich aber schon.

Schade finde ich, dass in der Sprechstunde lediglich die Vorteile einer solchen Therapie genannt wurden.

Also wie gesagt: Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.

LG aus Ffm

Edda
Benutzeravatar
chilli-pepper
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 409
Registriert: Sa, 16.12.2006 - 22:31
Wohnort: Nähe Berlin

Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Edda,
chilli-pepper hat geschrieben:Seit meiner ersten Reha in Bad Salzungen 2003 ist Stillstand und das finde ich entscheidend. Das Allgemeinbefinden ist auch bedeutend besser und nicht zu vergleichen mit meinem Befinden vor der ersten Reha.
Reizt dich das nicht, erstmal eine Reha auszuprobieren? Du musst doch nicht gleich mit dem Korett beginnen, die Option hättest du dann ja immer noch...

@ Silas und bluecat
Eure Berichte fand ich sehr interessant.
Das was du erlebt hast, bluecat, wäre auch meine Angst bei mir :/

LG chilli-pepper
Luise
Newbie
Newbie
Beiträge: 30
Registriert: Di, 05.06.2007 - 10:24
Geschlecht: weiblich

Beitrag von Luise »

Hallo "chilli-pepper",

das mit der Kur werde ich bald in Angriff nehmen, obwohl mein Arbeitgeber nicht begeistert sein wird! Das könnte mich meinen Job kosten... Trotzdem möchte ich gern nach Bad Sobernheim oder Bad Salzungen, auch weil neben Dir noch viele andere Gutes zu berichten haben... Aber auch mit der Korsett-Therapie werde ich's wohl versuchen, denn Euren Berichten zufolge macht jeder seine ganz persönlichen Erfahrungen damit. Ich werde darauf achten, was die Behandlung mit mir macht - und dann entscheiden, ob ich die Korsett-Therapie wirklich fortsetzen möchte.

Danke auch Dir!

LG Edda
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Beitrag von bluecat »

Hallo edda,

ja, die Verschlechterung trat während der Therapie ein. Eine richtige Abschulung in dem Sinne habe ich nicht gebraucht, da ich es durch die Beschwerden immer weniger getragen habe, kam nachts noch auf 3 Stunden. Gleichzeitig kommen dann Gewissensbisse auf, weil man denkt man ist nicht hart genug, undiszipliniert ohne Geduld und Ausdauer. Im Nachinein hat mich diese Zeit seelisch mehr geprägt als ich je gedacht hätte. Ich habe an der Situation ganz schön zu knabbern. Keinen Erfolg gehabt zu haben, mehr Beschwerden zu haben und vom Orthopäden wieder auf die OP angesprochen zu werden.
Man rät mir halt dazu, weil bei ca. 50° die Grenze zur OP Indikation ist und ich halt Probleme mit den Nerven an der WS bekommen habe. Noch dazu kam eine kleine Verschlechterung. Vielleicht hat man Angst das es sich durch den Verlauf der letzten Jahre zu einer noch schlechteren Prognose entwickelt. Und ich habe Angst um jedes Grad um das es schlechter werden könnte, weil mich das einer OP näher bringt.
Unterschätze bitte nicht die Psyche! Ich habe es mir so nie vorstellen können. Aber ich fange laaaangsam an damit zu leben.

Grübel nicht soviel, lass dich auch nicht verunsichern. Es kann bei dir trotzdem ein voller Erfolg werden. Schau dir die Sache an und höre auf deinen Körper, setzte dich nicht unter Druck und schraube die Erwartungen nicht zu hoch.
Wenn du bei Dr. Hoffmann und Rahmouni bist, wird die Therapie auf jeden Fall "mit dir"gemacht. Und Rahmouni ist sehr sensibel, er merkt wenn es nichts mehr bringt und nimmt dir das Korsett zur Not direkt ab ;)

Versuche es! Geh positiv an die Sache ran und pfleg dich :)

LG
bluecat

PS: Hatte mir jemand eine PN geschrieben? Sie wurde mir zwar angezeigt, aber es war keine im Postfach. Falls ja, versucht es nochmal neu.
Benutzeravatar
Dalia
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 10332
Registriert: So, 10.08.2003 - 12:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
Wohnort: NRW

Beitrag von Dalia »

Bluecat, ich finde deinen Bericht sehr wichtig, denn auch die Kehrseite der Korsetttherapie soll hier nicht unerwähnt bleiben.

Aber bei diesen Werten
bluecat hat geschrieben:Mit 23 Jahren und 52° Krümmung LWS und BWS habe ich angefangen.
Nach 3,5 Jahren (Mai 07) kam ich bei 57° BWS und 51° LWS an.
kann man nicht von einer Verschlechterung sprechen, sondern die Krümmungswinkel sind im Ganzen gleich geblieben. Beim Ausmessen von Röntgenbildern gilt eine grobe Messtoleranz von 5°.

Ich habe als Jugendliche ein paarmal den Orthopäden gewechselt. Die Orthopäden haben dieselben Röntgenbilder unterschiedlich ausgemessen, selbst Dr. Hoffmann hat meine alten Röntgenbilder um 10° schlechter als der Orthopäde vorher ausgemessen.

Ich habe es auch schon erlebt, dass ein und derselbe Orthopäde dasselbe Röntgenbild ausgemessen hat und unterschiedliche Werte ermittelt hat, je nachdem, wie er das Lineal angesetzt hat.

Deine Skoliose ist über die Jahre hinweg gleich geblieben. Man machte dir aber Hoffnung auf eine echte Korrektur und du hast dich mit dem Korsett abgemüht, von daher ist deine Enttäuschulung gerechtfertigt.

Zur PN: Man hat dir anscheinend eine PN geschickt, die man dann wieder gelöscht hat, bevor du sie abgeruifen hast. Nein, ich weiß auch nicht, wer dir die PN geschickt hat.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

Es gibt da eigentlich eine ganz einfache Methode, wie man sowas als Erwachsener managen kann ohne Risiko es zu übertreiben.

Man trägt das Korsett nur nachts, und zwar so angelegt, dass man es die ganze Nacht durchträgt. Das heißt, dass man sich nicht nach Strichen oder irgendetwas richtet, sondern nur danach, dass man damit durchschlafen kann. Wenn man das nicht schafft, hat man es beim ins Bett gehen zu eng gezogen.

Also nachts Korsett ausziehen ist das absolute Tabu! Verboten!
Wenn das nicht klappt, muss man den Fehler entweder beim eigenen übersteigerten Ehrgeiz suchen (so eng wie möglich ist nicht das, auf was es ankommt, sondern so lange wie möglich), oder vielleicht die Pelotten kleiner machen lassen was natürlich auch geht.

Im Endeffekt ist es dann nichts anderes als das, was man auch bei einer intensiven Schroth Übung erreicht, nur halt die ganze Nacht über.
Benutzeravatar
Silas
Profi
Profi
Beiträge: 3067
Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
Geschlecht: weiblich
Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG

Beitrag von Silas »

Was meiner Erfahrung nach nicht ausreichend thematisiert wird bzw. hier im Forum oft gar als negativ dargestellt wird ist ein massiver Gewinn an Beweglichkeit durch das Korsett. (Knochenspangen sind natürlich ein absoluter Spezialfall (und bei Skoliosen selten) und verhindern dies)

Wieder wesentlich beweglicher zu sein erleichtert den Alltag ungemein.

Außerdem kann eine Skoliose weitere Gelenke schädigen, bei mir z. B. die Hüftgelenke. Mittlerweile sind meine Beschwerden viel besser geworden, da durch die Korsettkorrektur die Gelenke wieder halbwegs vernünftig stehen.

Wenn ich sehe, welch enorme Verbesserung in so wenigen Jahren durch das Rahmouni-Korsett erreicht wurde, sehe ich das Thema "lebenslänglich" nicht so kritisch.
Ich habe gerade beschlossen, das Korsett nachts gar nicht mehr zu tragen, sondern ausschließlich tagsüber (da meine Nachttragezeit die letzten Monate eh miserabel war und sich an der positiven Entwicklung dadurch nichts verändert hat).

Wie lange es noch dauern wird, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, weiss ich nicht, das Korsett ist für mich ohnehin ein Stück Normalität, von daher ist es für mich nicht wichtig, ob ich es noch 1, 2 oder 5 Jahre trage.
Wenn ich irgendwann keine Lust mehr habe oder meine ehrgeizigen Ziele erreicht sind, dann bin ich sicher, dass es auch ohne Korsett geht und dass ich niemals wieder in die OP-Indikation komme.

Übrigens hatte ich das Korsett Anfang des Jahres nach einer dumm gelaufenen Bauch-OP über Wochen nicht an, eine Verschlechterung ist deshalb dennoch nicht eingetreten.

Diese Verschlechterungs-Killerphrase kann ich so langsam nicht mehr hören. Würde man dieser Argumentation folgen, wäre alles zu vermeiden, was die Wirbelsäule in irgendeiner Form beweglicher macht, insbes. wäre dabei auch Schroth zu nennen (BZebra hat diese Argumentation gegenüber Dr. Steffan sehr ausführlich und fundiert geführt, deshalb wiederhole ich das jetzt nicht).

Generell ist die jeweilige Behandlung aber sehr vom individuellen Befund, den Lebensumständen und der eigenen Persönlichkeit abhängig. Für den einen ist es das beste sich auf die Couch zu legen, dem anderen hilft Schroth und Korsett und wieder ein anderer ist nach der OP glücklich.

Jeder sollte für sich eingehend informieren und dann entscheiden, welches Therapiekonzept zu einem selbst passen könnte.
Deshalb ist es auch gut und wichtig, unterschiedliche Erfahrungen hier auszutauschen.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Beitrag von bluecat »

Hallo Dalia und BZebra,

du hast schon recht mit der Messtoleranz. Aber man konnte es auf den Bildern schon (wenn auch minimal) sehen. Selbst eine Helferin von Rahmouni sagte bevor es vermessen wurde, Hat es sich oben verschlechtert? Schaut fast so aus. Ein Laie hätte wiederrum gesagt das man spinnt weil er nichts erkennen kann. Man wird halt mit der Erfahrung ziemlich sensibel.

Das Korsett habe ich zum Schluß eigentlich nur noch ganz locker verschlossen oder offen gehabt. Die Pelotten wurden auch verändert.
Nun gut, es ist jetzt so gekommen. Die Nebenwirkungen bei mir wären im Falle einer OP sicherlich anders als sie nach diesem Korsett sind.
Lebbe geht weider! (Hoffentlich ohne in die WS geklopftes Metall..)

Gruß
bluecat
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15224
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Silas hat geschrieben:Diese Verschlechterungs-Killerphrase kann ich so langsam nicht mehr hören. Würde man dieser Argumentation folgen, wäre alles zu vermeiden, was die Wirbelsäule in irgendeiner Form beweglicher macht, insbes. wäre dabei auch Schroth zu nennen
Also zumindest bei Kyphose macht das eigentliche Schroth nicht beweglicher. Kritiker bemängeln ja sogar die mangelnde Beweglichkeit bei Schroth, weil das eigentlich rein isometrisches Training ist.
Nur werden während der REHA auch andere Übungen gemacht, die schon die Beweglichkeit des ganzen Körpers fordert. Ich erinnere mich an die Sprossenwände im Freien, bei denen Bewegung eine grosse Rolle spielt.
Der Punkt ist die Wirbelsäule. Hier wird zumindest von Dr. Steffan argumentiert, dass eine gezielte Beweglichkeit (Mobilisation) bei Skoliose/Kyphose nicht gewünscht ist oder zumindest nicht an erster Stelle stehen sollte.
Vor dem realen Hintergrund, dass die Motivation für aktive Muskelpflege aus vielen Erfahrungen heraus (nicht nur von Dr. Steffans Patienten, auch eigene und User hier im Forum) schnell nachlassen kann, kann ich gut nachvollziehen, dass Stabilisation an erste Stelle stehen muss.

Eine Korsett-Korrektur, die muskulär (+Bänder und Sehnen) ohne Korsett nicht gehalten werden kann, führt zu einer Instabilität, die nur das Korsett wieder auffangen kann.
Und die Warnung, die da kommt, geht davon aus, dass nicht alle Erwachsenen das Korsett immer tragen können, möglicherweise auch mal langfristig nicht, aus welchen Gründen auch immer. Und die Frage ist, ob bei so einer Instabilität sich wirklich "nur" die alte Situation vor dem Korsett wieder einstellt.
Ich habe hier schon Berichte gelesen, die nach einer versuchten Abschulung von ganz neuen Problemen berichtet haben. Man kann spekulieren, ob sich das dann wieder gibt, bis der Vor-Korsett Zustand wieder erreicht ist. Wird wahrscheinlich niemand freiwillig probieren wollen oder?

Natürlich ist das ganze eine sehr individuelle Geschichte und Schmerzpatienten werden das sowieso ganz anders sehen, als die, die nur relativ geringe Beschwerden haben.
Aber ich kann gut nachvollziehen, dass in der Statistik die "Power Korsett-Träger und Power-Schrother" offensichtlich nicht in der Mehrheit sind.

Gruss
Klaus
Luise
Newbie
Newbie
Beiträge: 30
Registriert: Di, 05.06.2007 - 10:24
Geschlecht: weiblich

Beitrag von Luise »

Hallo alle miteinander,

interessant finde ich, dass ich als Patientin mit relativ geringen Schmerzen und noch sehr guter Beweglichkeit (laut Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni) das Korsett verordnet bekomme. Gut, stehen kann ich in letzter Zeit kaum noch, außerdem habe ich das Gefühl "abzurutschen" bzw. "zusammenzusacken". Trotzdem bin ich sportlicher als manch Gesunder.

Ist Beweglichkeit bei einer starken Skoliose nun ein Vorteil oder eher ein Nachteil!?

Was ich aus dieser Diskussion mitnehme, ist, dass jeder Fall individuell betrachtet werden muss und dass Vorhersagen nicht möglich sind.

LG Edda
Benutzeravatar
BZebra
Profi
Profi
Beiträge: 4915
Registriert: Mo, 20.05.2002 - 15:06

Beitrag von BZebra »

edda hat geschrieben:Ist Beweglichkeit bei einer starken Skoliose nun ein Vorteil oder eher ein Nachteil!?
Nachteil! Neigt eher zur Verschlechterung!
Benutzeravatar
bluecat
Profi
Profi
Beiträge: 1263
Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3
Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung
Wohnort: Hessen

Beitrag von bluecat »

Vor der Therapie war ich auch lt. Dr. Hoffmann recht beweglich und hatte wenig Beschwerden.

Aber hohe Beweglichkeit führt in der Tat eher zu einer Verschlechterung. Leider. Das ständige Dehnen und Zusammensacken war für mich nicht gut. Anscheinend war ich zu beweglich (auch wenn ich nicht so ausschaue ;-) )
Edda, du schreibst, das du mehr zusammensackst. Das tue ich auch! Seit dem Korsett empfinde ich es noch stärker, ich weiß nicht ob es vielleicht nur Einbildung ist.
Benutzeravatar
Alana
aktives Mitglied
aktives Mitglied
Beiträge: 142
Registriert: Di, 08.08.2006 - 00:42
Wohnort: Bonn
Kontaktdaten:

Beitrag von Alana »

Zu mir hat er genau das gleiche gesagt, ich war ja vor einiger Zeit auch bei Dr. Hoffmann, auch das erste mal. Hauptsächlich weil ich ein aktuelles Röbi machen lassen wollte. Und bei mir ist es ja so ähnlich wie bei dir, oben 44 und unten 40.

Ja, Dr. Hoffmann kam herein mit dem Röbi, hängte das Bild vor den Schirm und sagte “schön doppelbogig”, das waren seine ersten Worte. Dann hat er es ausgemessen, erst oben und dann unten. Zu mir meinte er auch, ich brauche Krankengymnastik, Kur und Korsett, operieren geht gar nicht, meinte er.

Momentan hab ich aber bis jetzt gar nichts weiter gemacht, der Leidensdruck ist ja nicht besonders groß bei mir. Allerdings hab ich mein altes Korsett von früher mal rausgekramt und ein paar mal für ein paar Stunden einfach mal “nur so zum Ausprobieren” angezogen. Schließlich passt es noch. Es ist zwar kein Rahmouni, sondern eher von mittelmäßiger Qualität. Und ich krieg davon ganz üble Rückenschmerzen und bin jetzt gar nicht mehr überzeugt von dieser Therapieart. Das ist irgendwie ganz schön komisch, denn die Wirbelsäule war ja jahrelang in dieser krummen Struktur und soll nun gewaltsam verändert werden. Ich mein, wenn man das in fortgeschrittenem Alter noch anfängt mit Korsett, das kann schon schädlich sein. Ich glaub auch, Dr. Steffan hat Recht, wenn er warnt. Das stimmt, irgendwie wird man noch überdehnter und es lockern sich die Haltestrukturen. Schließlich hat sich der Körper ja insgesamt an die krumme Struktur angepasst, das sehe ich jedenfalls bei mir so.

Der muskuläre Aufbau ist aber auf jeden Fall sehr wichtig, das hat man mir als Jugendliche schon vor über zwanzig Jahren in Bad Sobernheim gesagt. Das stabilisiert auch. Ich persönlich mache deshalb immer noch ein paar Schroth-Übungen täglich und gehe regelmäßig zum Schwimmen. Das hilft mir sehr und es stabilisiert die Wirbelsäule spürbar.

So ein Rahmouni mag ja eine tolle Sache sein und ich hätte natürlich auch gern eins. Aber die Auswirkungen sind bestimmt nicht immer nur positiv. Wenn es so wäre hätte ich mir auch schon längst eins machen lassen. Also ich bleib lieber bei meiner alten Therapiemethode, da hab ich wenigstens keine Beschwerden, ob es noch weiter fortschreitet kann ich auch nicht ahnen, ich hoffe nicht.

[equote="Silas"]Was meiner Erfahrung nach nicht ausreichend thematisiert wird bzw. hier im Forum oft gar als negativ dargestellt wird ist ein massiver Gewinn an Beweglichkeit durch das Korsett.[/equote]

Aber manchmal führt das Korsett doch auch zu einer vermehrten Versteiftheit, weil wenn man es trägt die Beweglichkeit eingeschränkt ist. Das stand doch auch in dem Landauer-Bericht, dass es eine nachteilige Nebenwirkung sein könne. Wahrscheinlich führt es eher zu einem Gewinn an Streckung.

[equote="Silas"]Diese Verschlechterungs-Killerphrase kann ich so langsam nicht mehr hören. Würde man dieser Argumentation folgen, wäre alles zu vermeiden, was die Wirbelsäule in irgendeiner Form beweglicher macht, insbes. wäre dabei auch Schroth zu nennen [/equote]

Das Schroth stabilisiert doch nur. Unter Beweglichkeit verstehe ich eher so Übungen wie man sie z.B. beim Ballettunterricht ausführt, dauernd ins Hohlkreuz, beugen nach links und rechts. Beim Schroth ist die einzige Bewegung die Streckung, den Rest musste ich immer in einer bestimmten Form halten, z.B. das strenge Hohlkreuzverbot. Wobei man das ganze dann wiederum auch nicht überdehnen sollte.
Dennoch freue ich mich sehr, dass das Rahmouni bei dir so tolle Erfolge gebracht hat. Stimmt, jeder macht andere Erfahrungen.

Keine Ahnung, ich bin auch sehr beweglich, das wurde mir ständig gesagt, es sei ein Nachteil. Irgendein Arzt meinte sogar, ich müsste operiert werden, weil die Beweglichkeit die Progredienz fördern würde. Aber in der Wwk waren sie strikt dagegen. Ich glaube, die Krümmungen in der Brustwirbelsäule sind progredienzanfälliger als die Krümmungen in der Lendenwirbelsäule, so meine Erfahrung. Mir hilft da am besten die Drehwinkelatmung nach Schroth und die muskuläre Stabilisation.
Luise
Newbie
Newbie
Beiträge: 30
Registriert: Di, 05.06.2007 - 10:24
Geschlecht: weiblich

Beitrag von Luise »

Hej,

na so was, für mich klang "Beweglichkeit" bisher immer positiv! :rolleyes: Nun gut, das heißt aber auch, dass ich ohne Korsett höchstwahrscheinlich mit einer weiteren Verschlechterung zu rechnen hätte - falls eine gute Beweglichkeit die Progredienz tatsächlich fördert. Die Tendenz war ja die letzten Jahre über zu beobachten.

Gestern habe ich übrigens nach nur einer Woche (!) die Kostenübernahme der DAK bekommen. :eek: Ich hätte jetzt mit einem langen Hin und Her gerechnet...

@ bluecat: Hast Du mal prüfen lassen, ob Deine WS sich nun wieder stabilisiert hat? Bei mir ist es momentan so, dass ich am liebsten immer liegen würde.

@ Alana: Wäre es Deiner Meinung nach bei Erwachsenen besser, vorerst ein nicht allzu stark korrigierendes Korsett zu tragen und evt. erst nach und nach die Korrekturwirkung zu verstärken? So würde man ein zu extremes Strecken und erneutes Zusammensacken verhindern, oder?

LG

Edda
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15224
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

edda hat geschrieben:na so was, für mich klang "Beweglichkeit" bisher immer positiv!
Also man kann nicht grundsätzlich sagen, dass die Beweglichkeit bei Skoliose/Kyphose schlecht ist.

Auf der einen Seite ist es natürlich schon so, dass ohne Therapie die Gefahr einer Verschlechterung besteht.
Auf der anderen Seite kann die Beweglichkeit aber eine gute Chance sein, hohe Korrekturwerte durch Schroth und/oder Korsett zu erreichen.

Die Mobilisation ist die aktive Erhöhung der Beweglichkeit und das sollte man möglichst lassen, wenn man nicht mit einem Korsett und Schroth die Situation stabilisiert.
@ Alana: Wäre es Deiner Meinung nach bei Erwachsenen besser, vorerst ein nicht allzu stark korrigierendes Korsett zu tragen und evt. erst nach und nach die Korrekturwirkung zu verstärken? So würde man ein zu extremes Strecken und erneutes Zusammensacken verhindern, oder?
Ich bin zwar nicht alana, aber diese Diskussion habe ich vor einiger Zeit mal mit angestossen.
Es würde sicherlich Sinn machen, kleine Korsett-Korrektur Schritte immer wieder durch aktive Muskelpflege (Bänder und Sehnen) zu stabilisieren.
Gerade bei Erwachsenen ist eine sehr lange Zeit der Veränderung abgelaufen, die der Körper zu einem Teil als normal ansieht. Jeder grössere Eingriff wird ja entsprechend durch Beschwerden quittiert.
Als Nicht-Korsett-Täger ist es natürlich für mich nur eine theoretische Vermutung, dass das Korsett mit jeweils kleinen Korrekturschritten die beste Wahl wäre. Das ist aber auch von einer Schmerzsitution (ja oder nein) abhängig.
Wer erst durch einen höheren Korrekturansatz Schmerzen reduzieren kann, sollte das auch tun.

Gruss
Klaus
Antworten