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Richtige Rehamaßnahme?

Verfasst: Sa, 17.11.2007 - 18:21
von anjahh
Hallo Ihr alle,
kurz zu mir:
Ich bis 32 Jahre alt, habe eine ideopatische Skoliose (hoffe das ist richtig geschrieben) welche erst entdeckt wurde als ich bereits 19 Jahre alt war, die untere Krümmung liegt bei 47° und die obere bei 41°. Bislang hatte ich nie großartige Schwierigkeiten damit, doch vor ca. nem halben Jahr begannen die Schmerzen in Armen und Beinen, Schmerzen beim Atmen und teilweise auch Taubheitsgefühle in den Armen. Ich arbeite im Büro und sitze also hauptsächlich.

Somit bin ich also zu meinem Orthopäden gegangen, der sich mit Skoliosen auskennt und dieser hat mir nun also erst mal eine ambulante Reha verschrieben und mir auch ein Rehazentrum hier in Hamburg empfohlen. Ich soll nun also zwei mal die Woche für jeweils zwei Stunden KG, Fitnessübungen zum Muskelaufbau, Wärmebehandungen und Massage bekommen. Wenn dies nach 2-3 Monaten keinen Erfolg bringt, will er eine Kur in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen beantragen. Das finde ich so auch in Ordnung.

Nun war ich also letzten Mittwoch das erste mal bei der Reha und hatte zum Glück meine Röntgenbilder dabei, damit die auch wissen um was es bei mir geht. Tja, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die damit etwas überfordert waren. Jede der Damen dort sagte mir, dass sie so etwas ja noch nie gesehen hätten und wir uns nun mal was überlegen müssen. Irgendwie nicht so vertrauenserweckend dachte ich mir noch. Na ja, ich bekam erst mal ne schöne Fangopackung, dann kam eine Krankengymnastin, die heftigst an meiner Wirbelsäule rumdrückte um "zu sehen wo meine Schwachstellen sind"...ich sag nur schmerzhaft. Und dann ging ich in den Fitnessbereich. Da war man dann auch erst mal etwas überfragt und überlegte wie man da nun irgendwas aufdehnen könnte. Ich machte dann also auch die merkwürdigen Übungen mit soweit es ging...allserding war es sehr anstrengend, was ja okay ist, aber alle Übungen gingen heftigst auf den Schulter- und Nackenbereich. Ich war vor Jahren schon mal bei ner Kur und dort wurde nach Schroth geübt..war auch anstrengend aber auf eine positive Weise. Hier nach tat mir jedenfalls alles weh und ich hatte das Gefühl, dass meine Wirbelsäule eher gestaucht wurde, als dass da irgendwas aufgedehnt wurde.

Die Quittung kam dann postwendend. Donnerstag morgen konnte ich mich nicht mehr bewegen. All die Schmerzen die ich vorher hatte waren nun 10 mal so stark. Weder konnte ich meinen Kopf drehen, noch die Arme anheben und sogar jeder Schritt schmerzte im Rücken. :nein:
Wenn es einfach nur ein starker Muskelkater gewesen wäre, aber mir tat die gasamte Wirbelsäule sowas von weh. Somit wurde ich erst mal krank geschrieben. Echter Mist!!
Nun habe ich am Montag die nächste Reha und dann gibt werde ich erstmal ganz genau nachhaken ob die sich mit dem Thema auf irgendeiner Art und Weise auskennen. Sollte dies nicht der Fall sein, was zu befürchten ist, werde ich mich sofort um eine andere Einrichtung kümmern.
Wie seht ihr das denn? Kennt ihr diese Probleme?
Liebe Grüße aus Hamburg
Anja

Verfasst: So, 18.11.2007 - 11:21
von Klaus
anjahh hat geschrieben:Ich soll nun also zwei mal die Woche für jeweils zwei Stunden KG, Fitnessübungen zum Muskelaufbau, Wärmebehandungen und Massage bekommen. Wenn dies nach 2-3 Monaten keinen Erfolg bringt, will er eine Kur in Bad Sobernheim oder Bad Salzungen beantragen. Das finde ich so auch in Ordnung.
Eine stationäre REHA wird in der Regel nur genehmigt, wenn alle ambulanten Maßnahmen ausgeschöpft sind. Soweit tatsächlich ok.
Somit bin ich also zu meinem Orthopäden gegangen, der sich mit Skoliosen auskennt
Das scheint ja wohl nicht der Fall gewesen zu sein!
Möglicherweise hat er ein REHA Zentrum empfohlen, an dem er selbst beteiligt ist? Und nach Schroth sieht es auch nicht aus! Oder?
Nun habe ich am Montag die nächste Reha und dann gibt werde ich erstmal ganz genau nachhaken ob die sich mit dem Thema auf irgendeiner Art und Weise auskennen
Du solltest ganz konkret nach Schroth KG fragen und wenn ja, wo die entsprechende Ausbildung gemacht wurde.
Die Quittung kam dann postwendend. Donnerstag morgen konnte ich mich nicht mehr bewegen. All die Schmerzen die ich vorher hatte waren nun 10 mal so stark. Weder konnte ich meinen Kopf drehen, noch die Arme anheben und sogar jeder Schritt schmerzte im Rücken
Es kann natürlich sein, dass eine Erstverschlimmerung eintritt, die durchaus die richtige Wirkung signalisieren kann. Immerhin müssen ja die vielfältigsten Fehlstrukturen angegangen werden.
Ich war vor Jahren schon mal bei ner Kur und dort wurde nach Schroth geübt..war auch anstrengend aber auf eine positive Weise.
Da müßtest Du doch so ungefähr wissen, welche Schroth-Übungen das waren und ob ein Zusammenhang zu den jetzigen Übungen besteht.
Im übrigen sollte nach dieser damaligen REHA jetzt direkt eine Wiederholungs REHA möglich sein. Dem Orthopäden hast Du aber wahrscheinlich nichts davon erzählt oder?

Gruss
Klaus

Verfasst: So, 18.11.2007 - 11:39
von anjahh
Hallo Klaus,

ich bin bei Dr. Heise in Hamburg in Behandlung. Er war früher Oberarzt am Deutschen Skoliosezentrum in Bad Wildungen, daher gehe ich natürlich davon aus, dass er sich mit dem Thema auskennt. Ich habe ihm auch von meiner damaligen Kur, der damit verbundenen Schrothterapie und meinem damaligen Erfolg damit berichtet.
Er meinte halt, dass ich erst diese ambulante berufsbegleitende Reha machen soll und es danach die Möglichkeit der stationären Reha in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim gibt, wo nach Schroth therapiert wird. Dies wäre aber wohl so ein Kult, den er etwas übertrieben finden würde. Der Meinung bin ich nicht, da es mir ja damals gut geholfen hat. In dieser Rehaeinrichtung kennen sie die Schrothmethode nicht. Das habe ich schon erfragt.
Na ja, ich habe dort noch 5 Anwendungen und dann muss ich wieder zum Arzt um ein neues Rezept zu bekommen. Ich werde morgen abend dort meine Probleme nach der letzten Anwendung besprechen und mir für das neue Rezept eine Einrichtung suchen in der mit Schroth gearbeitet wird. Das wird wohl das Beste sein.
LG Anja

Verfasst: So, 18.11.2007 - 18:44
von Klaus
anjah hat geschrieben:...und mir für das neue Rezept eine Einrichtung suchen in der mit Schroth gearbeitet wird. Das wird wohl das Beste sein.
Genau das ist es!

Gruss
Klaus

Verfasst: So, 18.11.2007 - 21:17
von chilli-pepper
HAllo Anja,
dein Arzt meinte:
Dies wäre aber wohl so ein Kult, den er etwas übertrieben finden würde
Es ist nicht zu fassen, obwohl du ihm von deinen Erfolgen erzählt hast, glaubt er dir nicht so recht, sowas Ähnliches ist mir auch schon passiert.
Entweder die Ärzte kennen die Therapie nicht, oder halten sie für "Kult", was soll man dazu noch sagen...
Klaus hat geschrieben:Eine stationäre REHA wird in der Regel nur genehmigt, wenn alle ambulanten Maßnahmen ausgeschöpft sind.
Hmmmm- das war mir auch neu, so argumentieren sicher öfter die Kassen, aber wenn eine Skoliose so spät erkannt wird ,kann man ja nicht erst verlangen, dass alles ausprobiert wird, oder?

Dir,Anja wünsche ich, dass die Therapie dir jetzt besser bekommt oder, dass du eine bessere Einrichtung findest!

LG chilli-pepper

Verfasst: Mo, 19.11.2007 - 10:21
von Klaus
chilli-pepper hat geschrieben:Hmmmm- das war mir auch neu, so argumentieren sicher öfter die Kassen, aber wenn eine Skoliose so spät erkannt wird ,kann man ja nicht erst verlangen, dass alles ausprobiert wird, oder?
Na ja, in den meisten Fällen haben die Leute ja schon viele normale KG's, Massagen und Fangos hinter sich, ohne dass das selbstverständlich irgendetwas nutzt. Diese Geschichte ist der KK natürlich bekannt, ganz unabhängig davon, ob Skoliose/Kyphose als Diagnose gestellt wurde oder nicht.

Und ich denke, wenn man ganz neu, wirklich ohne jegliche Vorbehandlung, mit 3x6 Behandlungen (natürlich aus eigener Kompetenz mit Schroth) anfangen sollte und dann begründen kann, dass nur eine stationäre REHA wirklich weiter bringt, dann ist eine REHA mit einer gewissen Verzögerung doch auch möglich.

Gruss
Klaus

Verfasst: Mo, 19.11.2007 - 16:12
von anjahh
Hallo und vielen Dank für eure Antworten. Ich werde mich nun bald auf den Weg vom Büro zur Reha machen und bin schon gespannt auf die Reaktion, wenn ich von meiner Krankschreibung und den bis heute anhaltenden Schmerzen berichte. Die Reha ist ja nun schon einige Tage her (letzter Mittwoch) und ich habe noch immer einen so steifen Rücken und Schmerzen im Nacken und im Lendenwirbelbereich die bis in die Beine strahlen. Es war also ein eher schlechter Tag heute im Büro und morgen werd ich mir mal Schmerztabletten einpacken...besser ist es wohl.. ;( .
Ich werde dann gerne berichten wie mein zweiter Besuch bei der Reha verlaufen ist.
LG Anja