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Befund - wer kann ihn mir erklären
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 11:45
von Diana1
Hallo, ich leide seit meiner Kindheit an Skoliose. Dies wurde bis jetzt nie behandelt, ich leide seit längerer Zeit unter starken Rückenschmerzen und bin deswegen zum Orthopäden. Da mir die einfachen verschriebenen Massagen von meinen Hausarzt nicht mehr gehofen habe, bin ich dann zum Orthopäden (nach einen 3/4 Jahr Wartezeit auf den Termin)
Folgenden Befund habe ich:
deutliche rechtskonvexe Skoliose der BWS mit ausgeprägten Rippenbuckel, lotrechte LWS, leicht verstrichenes Taillendreieck rechts,
Röntgen: BWS mit LWS: rechtskonvexe BWS-Verbiegung, Scheitel D5, Cobb 24°, Fehlrotation nach Nash und Moe 1, leichte Verstärkung der Kyphose, lotrechte LWS
Diagnose: Skoliose, Cervicobrachialssyndom, BWS-Blockierung.
Kann mir vielleicht jemand mal diesen Befund einigermaßen erklären, damit ich ihn auch verstehe.
Als Behandlung hatte ich im Juni als im das 1. mal beim Orthopäden war nur lokale Wärme, Manuelle Therapie und Schmerztabletten bekommen. Habe dann im Internet recheriert und viel über Schroth gelesen. Im September bin ich dann nochmals zum Doc und habe mir eine Schroth-Therapie verschreiben lassen. Leider nur 6 x bekommen. Außerdem habe ich eine Kur beantragt, da ich auch noch starkes Asthma habe, wurde die Kur schnell bewilligt. Fahre ab 21.11.07 nach Ba-Sa. Hatte mir diese Kurklinik vorher auch durchs Internet gesucht. Wenn ich dies nicht alles selber in die Hand genommen hätte, hätte weder mein Hausarzt noch mein Orthopäde mir eine Kur geschweige denn eine Schroth-Therapie verordnet.
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 12:02
von Klaus
Diana1 hat geschrieben:Wenn ich dies nicht alles selber in die Hand genommen hätte, hätte weder mein Hausarzt noch mein Orthopäde mir eine Kur geschweige denn eine Schroth-Therapie verordnet.
Eigeninitiatve ist bei Deiner Skoliose von 24 Grad und Kyphose unbedingt angesagt und in Bad Salzungen bist Du wirklich gut aufgehoben.
Dort wird man Dir auch den Grad Deiner Kyphose nennen, wenn nicht, mußt Du gezielt danach fragen.
Entscheidend ist dort die Therapie und die Möglichkeit eines Korsetts solltest Du unbedingt dort ansprechen.
Ich vermute, Du bist jetzt Erwachsene

und da bekommt man eine Korsett Verordnung nur auf ausdrücklichen Wunsch, weil eine Heilung im Sinne einer vollständigen Korrektur wenig wahrscheinlich ist und das Korsett möglicherweise lebenslang getragen werden muss, wenngleich auch nach persönlichem Bedarf.
Gruss
Klaus
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 12:25
von Diana1
Ich vermute, Du bist jetzt Erwachsene
Bin 33 Jahre jung... oder alt, wie man´s nimmt.
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 15:45
von chilli-pepper
Hallo Diana1,
schade dass wir uns nicht sehen , ich bin kurz vorher da und mache eine Woche Auffrischungs-Kur .
Du wirst dort viel über dich und über Skoliose erfahren, es ist Riesenschritt nach vorne!
Hallo Klaus,
also bei aller Liebe aber ich finde deine Korsett-Empfehlungen zu schnell.
Ich habe 55° und würde ein Korsett erst dann in Erwägung ziehen,wenn ich das Gefühl hätte mit Schroth nichts mehr zu erreichen...
Und das habe ich noch laaaaaaaange nicht!
chilli-pepper
Re: Befund - wer kann ihn mir erklären
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 16:39
von Thomas
Hallo Chilli,
ich nehme an, Klaus hat das Thema Korsett wegen der starken Schmerzen von Diana angeführt:
Diana1 hat geschrieben:... ich leide seit längerer Zeit unter starken Rückenschmerzen und bin deswegen zum Orthopäden.
Hier könnte ich mir schon vorstellen, dass es Sinn macht, Dr. Steffan z.B. auf die von ihm progagierte Kubin-Orthese bei Schmerzpatienten anzusprechen.
Gruss Thomas
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 21:16
von chilli-pepper
Hallo Schildi,
Schildi hat geschrieben:ich nehme an, Klaus hat das Thema Korsett wegen der starken Schmerzen von Diana angeführt:
Ja das mag schon sein, aber da ich vor Jahren ja auch so "durch und durch" blockiert war, dass mein Mann mich vom Boden auflesen musste,
denke ich Diana sollte
vor einem Korsett trotzdem alles ausprobieren.
Das ist natürlich MEINE Meinung. Bei mir habe ich eindeutig Angst, dass ich nichts mehr mache (meine Übungen) wenn ich ein Korsett hätte...
Denn so merke ich ganz eindeutig,
wann meine Beschwerden anfangen- nämlich wenn ich z.B. einige Tage nicht geschrothet habe.
Wenn ich dann meine Übungen gemacht habe, bin ich sofort die Beschwerden los. Ob ich das so mit einem Korsett machen würde- weiß ich nicht
Ich denke dazu wäre ich zu schwach....
Ich denke auch mit einem Korsett kann man vielleicht nicht seine Stärken ausprobieren, aber das denke ich für mich- ich hab da auch Angst vor!
Liebe Grüße chilli-pepper
Verfasst: Do, 01.11.2007 - 22:48
von Thomas
chilli-pepper hat geschrieben:.....denke ich Diana sollte vor einem Korsett trotzdem alles ausprobieren.
Nee, versteh ich und kann ich auch nachvollziehen!
Ich bin da als Korsett-Träger natürlich etwas vorgeprägt....
Gruß Thomas
Verfasst: Fr, 02.11.2007 - 10:24
von Klaus
chilli-pepper hat geschrieben:also bei aller Liebe aber ich finde deine Korsett-Empfehlungen zu schnell.
Klaus hat geschrieben:Entscheidend ist dort die Therapie und die Möglichkeit eines Korsetts solltest Du unbedingt dort ansprechen.
Das heißt noch lange nicht, dass ich das empfehle!
Aber ich finde es notwendig, alle Möglichkeiten hier im Forum anzusprechen, damit man sich ausführlich informieren und ganz individuell entscheiden kann.
Hätte ich meinen aktuellen Infomationsstand bei meiner REHA gehabt, dann hätte ich vieles optimieren können.
Korsett ja oder nein ist eine Entscheidung, die auch während einer 4 wöchigen REHA nicht unbedingt leicht gemacht wird, insbesondere wenn wenige oder gar keine Erwachsenen Korsettträger da sind.
Ich gehe davon aus, dass Diana sich bereits jetzt Gedanken machen wird, ob das für sie überhaupt in Frage kommt. Wenn ja, dann weißt Du ja, dass man in Bad Salzungen bei Erwachsenen schon einen guten Grund für eine Verordnung haben muss, ein korrigierendes Korsett mit allen möglichen Konsequenzen tragen zu wollen.
Die nicht korrigierende Kubin Orthese ist ja eine andere Sache.
Gruss
Klaus
Verfasst: Fr, 02.11.2007 - 23:11
von chilli-pepper
Hallo Klaus,
wir haben ja schon öfter über das Korsettthema geplaudert, und wie es verstanden wird liegt ja am "Empfänger"
Wenn mir jemand sagt:
Klaus hat geschrieben:... die Möglichkeit eines Korsetts solltest Du unbedingt dort ansprechen...
dann würde ich denken, sowas bekommen dort ganz viele, es gehört zu der Behandlung dort dazu, ohne überhaupt zu ahnen , welche Kräfte in mir stecken und was ich alles aus eigener Kraft schaffen kann...
Hätte mir vor nur 5 Jahren irgend jemand gesagt, dass ich Übungen/Atmung erlerne, bei denen ich mir meine Blockierungen selbst "rausnehmen" kann -
ich hätte ihm einen Vogel gezeigt
...und eine 33-Jährige in der Kubin-Orthese

ich hoffe die Schmerzen von Diana sind bald nicht mehr so stark
Diana- wenn du (hoffentlich) mitliest- ich würde mich über einen Bericht nach deiner Reha freuen!
Liebe Grüße chilli-pepper
Verfasst: Sa, 03.11.2007 - 11:24
von Klaus
chilli-pepper hat geschrieben:Klaus hat geschrieben:... die Möglichkeit eines Korsetts solltest Du unbedingt dort ansprechen...
dann würde ich denken, sowas bekommen dort ganz viele, es gehört zu der Behandlung dort dazu, ohne überhaupt zu ahnen , welche Kräfte in mir stecken und was ich alles aus eigener Kraft schaffen kann...
Hallo chilli-pepper,
also Dr. Steffan wird es den Erwachsenen nicht leicht machen, man muß schon darum "kämpfen", wenn man es aus Überzeugung haben möchte, deswegen das "unbedingt".
Aber Du hast recht, ich sollte die Aussage erweitern:
Diana, es gibt neben Schroth noch die Möglichkeit eines Korsetts. Dies sollte man sich als Erwachsener aber genau überlegen, da es auch Nachteile haben kann, die man anfangs noch nicht vollständig einschätzen kann. Dr. Steffan (Chefarzt in Bad Salzungen) verordnet deshalb bei Erwachsenen ein korrigierendes Korsett nur nach ausführlicher Beratung, bei der die volle Überzeugung des Patienten, eines tragen zu wollen, die Hauptrolle spielt.
Es gibt hier im Forum aber jede Menge Leute, die aufgrund der Vielzahl der Informationen unbedingt ein korrigierendes Korsett haben wollen und da ist der Weg über Dr. Hoffmann wesentlich leichter, zumal dort alle Möglichkeiten "in einer Hand" sind:
Röntgen-Ganz-Aufnahmen, Diagnose, Schroth-REHA-Antrag, Korsett und ganz am Ende der konservativen Therapie möglicherweise auch die OP Vermittlung.
Gruss
Klaus
Verfasst: Mo, 05.11.2007 - 08:03
von Diana1
Also unter diesen starken Rückenschmerzen leide ich schon viele Jahre. Um diese einigermaßen für mich erträglich zu machen, mache ich viel Sport, 1 x wöchentlich Aquafitness im Tiefwasser, 1 x wö. Yoga, 3-4 wö. Ausdauer- und Krafttraining, nebenher noch viel Radfahren. Mache ich mal einige Tage gar nix könnte ich vor Schmerzen heulen. Die normalen Massagen und auch manuelle Therapie bringen gar nix. Auch Rückenschule und Wirbelsäulengymnastik haben nur anfangs etwas Linderung gebracht. Meine alte Hausärztin hatte mir zuletzt Schmerztabletten Diclac 800 verschrieben. Die haben aber zum schluß auch nicht mehr geholfen. Da dann meine alte Hausärztin in Rente ist, musste ich mir eine neuen Doc suchen. Von ihr bekomme ich keine Schmerztabletten verschrieben. Mein Orthopäde hat mir dann Diclo KD 75 akut verschrieben, die überhaupt nix gebracht haben, später habe ich dann Ibu 600 - 1A bekommen, die aber auch nur bedingt helfen.
Da ich auch noch einen Bürojob ausübe und 8 Std. täglich am Computer auf Arbeit sitze, verstärkt dies noch meine Rückenschmerzen.
Ich hoffe, dass die Kur wenigstens in Sachen Schmerzlinderung was bringt. Werde jedenfalls alle Möglichkeiten ausschöpfen, die es gibt.
Danke für die vielen Tipps.
Übrigens wie ist die Ärzteversorgung bei Euch so? Ich komme aus dem Landkreis Gotha, hier herrscht absoluter Ärztemangel. Für Termine beim Orthopäden muss man ein 3/4 Jahr warten. Zwischendurch brauchte ich ein Rezept für ambulante Schroththerapie. Meine Hausärztin hat mir kein Rezept dafür ausgestellt, sie meinte sie wäre nicht zuständig dafür. Da ich nicht wieder ein 3/4 Jahr auf ein Rezept warten wollte, bin ich unbestellt zum Orthopäden. Frühs nimmt er nur unbestellte Patienten dran, aber nur 15 Leute. Wenn mehr als 15 Leute schon dort sind, kann man sofort wieder nach hause. Ich bin frühs um 5.oo Uhr dort gewesen, war da die 14. Patientin, also Glück gehabt. 8.00 Uhr wurde die Praxis geöffnet und gegen 12.30 Uhr bin ich dann dran gekommen. So was ist doch nicht normal? Wie lange müsst ihr in der Regel auf einen Termin beim Orthopäden warten? Und wie sind die Wartezeiten so?
Diana
Verfasst: Mo, 05.11.2007 - 10:25
von Klaus
Hallo diana1,
zunächst mal wäre es ganz gut, wenn Du Dich hier im Forum mit Alter und Wohnort/Region anmelden würdest, das erleichtert die Kommunikation ganz erheblich. Und Du wirst noch jede Menge Fragen haben.
Normalerweise ist es so, dass es nach einer REHA nur noch um Kontrollen geht. Auch die ambulante Schroth KG sollte nur noch in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle gemacht werden, ansonsten ist tägliches Heimtraining angesagt.
Wenn Du im Landkreis Gotha wohnst, sollte es eigentlich Tipps in Bad Salzungen geben, wer denn als Orthopäde so "halbwegs" in dieser Gegend für die Weiterversorgung in Frage kommt.
Du hast ja auch eine gute Möglichkeit über das langfristige Buchen von Terminen bei Dr. Steffan (Privat-50€ Beratung) und der Erstellung eines Kontroll-Röbis bei einem Radiologen (gesetzliche Krankenkasse).
Wie lange müsst ihr in der Regel auf einen Termin beim Orthopäden warten?
In Hannover sind 6 Wochen durchaus normal.
Gruss
Klaus