Aussagekraft US-Studien
Verfasst: Do, 24.07.2014 - 09:50
Hinweis: Zitat aus einem anderen Thread, der mit diesem Thema offtopic wurde. Gruß Klaus
Du verlinkst hier auf eine Studie, die auf Basis der ´Boston-Orthese´ (USA) durchgeführt wurde. Die Erfolge die in dieser Studie aufgeführt werden belegen eindeutig die Vorteile einer Orthesen-Versorgung in medizinischer Hinsicht.
Ich verlinke in einem anderen Thread auf eine Untersuchung, die die psychischen Auswirkungen einer Orthesen-Behandlung einmal sehr deutlich darstellt, ohne diese rosarote Brille, auch eine US-amerikanische Studie, auf Basis der Boston-Orthese:
"
Thread : viewtopic.php?f=4&t=28441&start=20
Ohne hier auf die enormen Einschränkungen die deine Tochter aufgrund der Behandlung eingehen muss und die noch lange nachwirken können detailliert einzugehen, wird rein statistisch die Compliance mit zunehmenden Alter abnehmen.
(The present study showed higher compliance in the ages between 11 and 14 and less in older children. DiRaimondo and Green [9] demonstrated higher compliance among grade school patients than among those in high school.
Quelle : US National Library of Medicine ; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2229828/)
Eine andere Studie auf die im Rahmen der o.g. Studie verwiesen wird, geht im jugendlichen Alter von einer Compliance von unter 15 % aus.
(However, objective measurement with actual monitoring of brace wear showed that actual brace compliance is much less than claimed by patients or parents [16] so that some authors thought that <15% of their patients with scoliosis were fully compliant with a 23-h/day schedule [9]. The reported poor compliance during brace therapy for idiopathic scoliosis seems to be directly linked with psychological reactions that have been reported by several authors [14, 34, 40].
Quelle : US National Library of Medicine ; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2229828/)
Ich bekomme daraufhin von einem anderen User zur Antwort :
Ja was denn nun ???
Also : auf der einen Seite ist die Compliance einer Orthesen-Versorgung in den USA ja nur deswegen schlecht, weil die Boston-Orthese keine Ergenisse erzielt und ja nur "Plastik-Schrott" ist und die Jugendlichen nicht aufgrund ihrer massiven psychischen Belastung (wie meiner Meinung nach ebenso in Deutschland weil die gesellschaftlichen Strukturen in den USA ähnlich sind) die Orthese ablehnen (=schlechte Compliance) sondern einfach weil sie keine Erfolgserlebnisse damit erzielen.
Minimine sagt jetzt (unter Berufung auf die US-Studie) : die Boston-Orthese ist klasse, tolle Ergebnisse, wurde wegen herausragender Ergebnisse sogar vorzeitig abgebrochen....
ja was jetzt ??
Da frag ich doch mal die Beteiligten...
der eine sagt die Boston-Orthese ist schlecht, ihre schlechten Compliance-Werte kommen nicht vom psychischen Impact dieser rigiden Behandlung, sondern einfach daher, weil die Teens keine Erfolgserlebnisse haben... der andere sagt, Boston-Orthese ist klasse, hier ist die Studie wie toll die hilft ... nur dann ist natürlich auch die Studie über deren massive Nebenwirkungen authentisch...
also hier bin ich jetzt echt verwirrt... es stehen quasi zwei Argumente direkt gegeneinander und man kann nicht einmal so (wie toll die Behandlung wirkt) und einmal dagegen (ist ja schlecht , daher schlechte Compliance und hat ja gar nix mit der psychischen Belastung zu tun sondern nur damit, dass sie schlecht ist) argumentieren.
Ich werde jedenfalls weiterhin auch aus dem ´US National Library of Medicine´ zitieren...
Ich weiß, dass ich jetzt zwei Threads in einen Mischmasch zusammen geworfen habe sowie die Argumente zweier Personen vermischt habe, nämlich die von Thomas und minimine. Jedoch beruft sich die eine auf eine Studie (minimine), die im klaren Gegensatz zu der Aussage von Thomas steht und ich wie gesagt jetzt doch etwas verwirrt hier bin.
Gruß
Liam
Hallo Minimine,minimine hat geschrieben:Hallo YouDid,
bezüglich Korsett gibt es aber Studien, die den Nutzen eindeutig belegen, z.B. diese hier: http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... -fern.htmlAuf das Argument meines Arztes das Schroth nicht wissenschaftlich fundiert ist meinte sie dann müsste man das Korsett auch dazu zählen.
Du verlinkst hier auf eine Studie, die auf Basis der ´Boston-Orthese´ (USA) durchgeführt wurde. Die Erfolge die in dieser Studie aufgeführt werden belegen eindeutig die Vorteile einer Orthesen-Versorgung in medizinischer Hinsicht.
Ich verlinke in einem anderen Thread auf eine Untersuchung, die die psychischen Auswirkungen einer Orthesen-Behandlung einmal sehr deutlich darstellt, ohne diese rosarote Brille, auch eine US-amerikanische Studie, auf Basis der Boston-Orthese:
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Thread : viewtopic.php?f=4&t=28441&start=20
Ohne hier auf die enormen Einschränkungen die deine Tochter aufgrund der Behandlung eingehen muss und die noch lange nachwirken können detailliert einzugehen, wird rein statistisch die Compliance mit zunehmenden Alter abnehmen.
(The present study showed higher compliance in the ages between 11 and 14 and less in older children. DiRaimondo and Green [9] demonstrated higher compliance among grade school patients than among those in high school.
Quelle : US National Library of Medicine ; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2229828/)
Eine andere Studie auf die im Rahmen der o.g. Studie verwiesen wird, geht im jugendlichen Alter von einer Compliance von unter 15 % aus.
(However, objective measurement with actual monitoring of brace wear showed that actual brace compliance is much less than claimed by patients or parents [16] so that some authors thought that <15% of their patients with scoliosis were fully compliant with a 23-h/day schedule [9]. The reported poor compliance during brace therapy for idiopathic scoliosis seems to be directly linked with psychological reactions that have been reported by several authors [14, 34, 40].
Quelle : US National Library of Medicine ; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2229828/)
Ich bekomme daraufhin von einem anderen User zur Antwort :
"Thomas hat geschrieben:Die amerikanischen Compliance-Werte sind mit den deutschen nicht zu vergleichen. Da man in den USA allgemein der Ansicht ist, dass Korsette nichts nützen (was angesichts der dort hauptsächlich verwendeten Boston-Braces auch nicht falsch ist) und man den Jugendlichen von Vorneherein sagt, dass das Ganze höchstwahrscheinlich auf ne OP rausläuft ist es auch nicht verwunderlich, wenn die Jugendlichen keine Motivation haben, das Teil auch zu tragen.
Ja was denn nun ???
Also : auf der einen Seite ist die Compliance einer Orthesen-Versorgung in den USA ja nur deswegen schlecht, weil die Boston-Orthese keine Ergenisse erzielt und ja nur "Plastik-Schrott" ist und die Jugendlichen nicht aufgrund ihrer massiven psychischen Belastung (wie meiner Meinung nach ebenso in Deutschland weil die gesellschaftlichen Strukturen in den USA ähnlich sind) die Orthese ablehnen (=schlechte Compliance) sondern einfach weil sie keine Erfolgserlebnisse damit erzielen.
Minimine sagt jetzt (unter Berufung auf die US-Studie) : die Boston-Orthese ist klasse, tolle Ergebnisse, wurde wegen herausragender Ergebnisse sogar vorzeitig abgebrochen....
ja was jetzt ??
Da frag ich doch mal die Beteiligten...
der eine sagt die Boston-Orthese ist schlecht, ihre schlechten Compliance-Werte kommen nicht vom psychischen Impact dieser rigiden Behandlung, sondern einfach daher, weil die Teens keine Erfolgserlebnisse haben... der andere sagt, Boston-Orthese ist klasse, hier ist die Studie wie toll die hilft ... nur dann ist natürlich auch die Studie über deren massive Nebenwirkungen authentisch...
also hier bin ich jetzt echt verwirrt... es stehen quasi zwei Argumente direkt gegeneinander und man kann nicht einmal so (wie toll die Behandlung wirkt) und einmal dagegen (ist ja schlecht , daher schlechte Compliance und hat ja gar nix mit der psychischen Belastung zu tun sondern nur damit, dass sie schlecht ist) argumentieren.
Ich werde jedenfalls weiterhin auch aus dem ´US National Library of Medicine´ zitieren...
Ich weiß, dass ich jetzt zwei Threads in einen Mischmasch zusammen geworfen habe sowie die Argumente zweier Personen vermischt habe, nämlich die von Thomas und minimine. Jedoch beruft sich die eine auf eine Studie (minimine), die im klaren Gegensatz zu der Aussage von Thomas steht und ich wie gesagt jetzt doch etwas verwirrt hier bin.
Gruß
Liam