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Interpretation von Röntgenaufnahmen bzgl. Tagesform?
Verfasst: Fr, 06.06.2014 - 17:30
von Cryonic
Hallo alle zusammen,
eine Frage, die ich mir mit meinen Rückenleiden schon häufiger gestellt hab, ist, wie eigentlich Röntgenaufnahmen interpretiert werden können, wenn sie zu ganz verschiedenen Tageszeiten gemacht werden bzw. nach verschiedenen Tätigkeiten?
Wenn ich bspw. eine Stunde vorgebeugt arbeite sieht meine Hyperkyphose aus wie ich es bei manchen mit 70° sehe, wenn ich vorher gesessen hab eher nach 50°. Da liegt wirklich ein riesiger Unterschied. Sowas muss sich doch auch auf dem Röntgenbild äußern, wenn da ein riesiger Unterschied besteht, aber die Diagnose kann doch nicht zu jeder Tageszeit unterschiedlich ausfallen?
Vielleicht kann mich da jemand aufklären. Danke für eure Antworten!
Liebe Grüße
Cryonic
Re: Interpretation von Röntgenaufnahmen bzgl. Tagesform?
Verfasst: Fr, 06.06.2014 - 21:36
von Kaffeetrinker
Meiner Erfahrungen nach gibt es da keine gravierenden Unterschiede sofern man sich nicht bewußt anderst hinstellt.
Re: Interpretation von Röntgenaufnahmen bzgl. Tagesform?
Verfasst: Fr, 06.06.2014 - 22:03
von Cryonic
Hm, du meinst jetzt auf den Röntgenaufnahmen sind keine Unterschiede zu sehen, oder ganz generell ändert sich die Körperhaltung unmittelbar nach Anstrengungen nicht? Letzterem würde ich aufjedenfall widersprechen.
Ganzkörper Röntgenbilder werden doch im Stehen gemacht, oder? Ich hab mich bis jetzt nur teil-rönchen lassen für die Wirbelsäule und das auch erst 1 mal, aber ich bin mir sicher, dass ich nach einer schweren Belastung ganz anders aussehen würde. Ich sehe es ja vor dem Spiegel, wenn ich z.B. mal gejoggt bin war ich danach z.b. ein bisschen gestauchter als davor, ebenso wenn ich schwerere Dinge heben musste oder sonst irgendwie heimwerkern musste. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass das sich nur äußerlich aber nicht in der Haltung der Wirbelsäule niederschlägt.
Ich finde das auch nur logisch, nehmen wir mal das Beispiel einer Person, die sich ein Muskelkorsett antrainiert hat um seine Wirbelsäule zu halten oder gar zu begradigen, wie es hier ja auch viele mit Schrothen versuchen. Sind die Muskeln an dem Tag vollkommen ausgepowert worden hängt ja wahrscheinlich alles etwas schlaffer, selbst in unangespannter Position.
Werden Ganzkörper Röntgenbilder eigentlich in unangespannter, "hängender" Haltung oder in aufgerichteter Haltung gemacht? Oder anders gefragt, stehe ich da einfach so wie ich es im Alltag mache, also halbwegs gerade (soweit möglich), oder anders?
Liebe Grüße
Cryonic
Re: Interpretation von Röntgenaufnahmen bzgl. Tagesform?
Verfasst: Fr, 06.06.2014 - 22:45
von Kaffeetrinker
Klar nach Anstrengungen steht man anderst da, aber auch nicht ewig.Bis man da beim röntgen war ist es eher wieder die durchschnittliche Haltung die man sonst hat.
Alles schon getestet.
Ganzkörper und Ganzwirbelsäulenbilder werden im stehen gemacht, da stellt man sich normal hin wie man immer dasteht.
Seitliche Aufnahmen werden die Arme vorgestreckt.
Re: Interpretation von Röntgenaufnahmen bzgl. Tagesform?
Verfasst: Sa, 07.06.2014 - 11:49
von Klaus
Hallo Cryonic,
Wenn ich bspw. eine Stunde vorgebeugt arbeite sieht meine Hyperkyphose aus wie ich es bei manchen mit 70° sehe, wenn ich vorher gesessen hab eher nach 50°. Da liegt wirklich ein riesiger Unterschied. Sowas muss sich doch auch auf dem Röntgenbild äußern, wenn da ein riesiger Unterschied besteht, aber die Diagnose kann doch nicht zu jeder Tageszeit unterschiedlich ausfallen?
Du sprichst hier vom
optischen Unterschied Deines Rückens bei verschiedenen Haltungen.
Es ist so, dass zwischen Optik (Struktur aus Muskeln, Bänder und Sehnen) und tatsächlicher Wirbelkörperstellung große Unterschiede bestehen können.
Nach meiner Ansicht reicht das einfache Gerade hinstellen aus. Das Liegen natürlich nicht, denn da wird Druck auf die Wirbelkörper ausgeübt.
Im Gegensatz zur sogenannten 3 D Aufnahme, einem rein optischen Meßsystem, was man zur Verlaufskontrolle nutzt.
Entscheidend ist nicht so sehr der genaue Winkelgrad, sondern die gesamte Situation. Wie im anderen Thread schon gesagt, ist hier der Anteil von Fehlhaltung wichtig. Per Definition die Haltung, aus der man mit eigener Kraft herauskommen kann. Also genau Deine Feststellung, dass Du da von 70 Grad auf 50 Grad korrigieren kannst. Unabhängig davon, ob diese
optischen Grade stimmen, doch schon ein beträchtlicher Teil.
Gruß
Klaus