Seite 1 von 1
Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Di, 01.01.2013 - 20:29
von Lya500
Hallo ihr lieben,
ich habe zur Zeit nicht nur ein Problem sondern gleich mehrere, ob beruflich, gesundheitlich oder privat. Es kommt irgendwie alles zusammen und alles auf einen Schlag und ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich habe ja im Mäz meine geplante OP, nun habe ich aber starke Schmerzen seit ungefähr ca. 2 Wochen, ich weiß nicht, ob ich mir vielleicht einen Nerv eingeklemmt habe, aber es tut höllisch weh und zwar der ganze Rücken, kann nicht lange sitzen, nicht lange stehen, nur im liegen geht es einigermaßen. Aber neuerdings wache ich auch mit Schmerzen morgens auf, was vorher nicht war. Ich weiß nicht woran das liegen könnte, ich hatte vorher auch schon immer Schmezen, aber nicht so übel und heftig wie im Moment. Kann es auch daran liegen, dass ich nach der Reha keine KG mehr gemacht habe? Mein Korsett passt nicht mehr, habe zuviel an Gewicht verloren, aber ich würde es jetzt sehr gerne tragen, wenn es nur helfen würde.
Mein Hausarzt erzählte mir von einem Schmerztherapeuten, als er erfuhr, dass man mir in der Reha Tramadol verordnete, aber er selber hielt nicht sehr viel davon, er meinte dann würde man noch mehr mit Medikamenten herum experementieren. Ich selber sehe das jetzt anders und würde gerne so eine Hilfe in Anspruch nehmen und würde mir sofort einen Schmerztherapeuten suchen.
Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll. Auf der einen Seite hat Dr.Hoffmann und Prof.Halm von der Tramadol abgeraten speziell jetzt vor der OP und ich bekam als Alternative Katadolon, welche überhaupt nicht anschlagen. Ich nehme jetzt auf eigene Verantwortung seit einigen Tagen wieder die Tramadol, oftmals sogar schon bis zu vier Tabletten am Tag, damit ich einigermaßen zumindest auf der Arbeit klar komme. Hat hier jemand gute Erfahrungen mit einem Schmerztherapeuten gemacht und wenn ja, seit ihr schmerzfrei geworden? Was macht ein Schmerztherapeut genau? Was soll ich denn jetzt machen. Ich kann nicht mehr

.
LG
Lya
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Di, 01.01.2013 - 21:00
von rejoy
Liebe Lya,
es tut mir sehr leid, dass du so Probleme hast im Moment. Ich kann ja mal versuchen meinen Senf dazu abzugeben

.
dass ich nach der Reha keine KG mehr gemacht habe?
Ich finde das ist schwer zu sagen aus der Ferne, aber ich weiß zumindest von mir, dass ich einige Zeit nach der Reha auch wieder deutlich mehr Schmerzen hatte (bzw. habe

), eben auch weil ich da nicht ganz so konsquent war

. Du könntest ja versuchen, mal mit einer Übung, die damals gut ging wieder anzufangen bzw. mit einer einfacheren. Das ist vor der OP sicher auch kein Fehler, zwecks Muskeln und so. Je besser die vor einer OP sind, desto besser verkraftet man OP´s in der Regel( meine grundsätzliche Erfahrung mit den vielen OP´s die ich schon hatte)
Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll. Auf der einen Seite hat Dr.Hoffmann und Prof.Halm von der Tramadol abgeraten speziell jetzt vor der OP und ich bekam als Alternative Katadolon, welche überhaupt nicht anschlagen.
Da haben die beiden Herren zwar recht, dass es vermutlich besser wäre, wenn du vorher noch nicht die absoluten Hemmer nimmst, damit du dann nach der OP überhaupt noch eine Wirkung der Schmerzmittel hast, die du da so bekommen wirst, weil es da eben auch einen Gewöhnungseffekt gibt. Dieses Problem hatte ich bei meiner letzten Hand-op auch, die Schmerzittel haben gewirkt wie Traubenzucker

.
Auf der anderen Seite, wundert es mich dann nicht, dass Katadolon keine Wirkung hat. das ist zwar schon ein recht starkes Mittel, aber nicht wenn man von Tramadol kommt. So einfach geht das auch nicht. Dann würde ich eher versuchen die Tramadoldosis reduzieren zu können (bzw. erst mal richtig einzustellen

) und eventuell durch andere Präparate zu ergänzen.
Mein Hausarzt erzählte mir von einem Schmerztherapeuten, als er erfuhr, dass man mir in der Reha Tramadol verordnete, aber er selber hielt nicht sehr viel davon, er meinte dann würde man noch mehr mit Medikamenten herum experementieren
Die Aussage deines Hausarztes finde ich ziemlich hirnrissig. Du hast nunmal Schmerzen und ja ok, da muss man zum Teil schon erstmal ein bisschen ausprobieren, aber irgendwann ist man dann ja eingestellt, ähnlich wie ein Diabethiker oder Epileptiker aber das ist alles besser, als eigenhändig zu dosieren und aus der Verzweiflung heraus Tramadol zu nehmen in immer höheren Dosen.
Du brauchst DRINGEND einen fähigen Schmerztherapeuten, wie sollst du das sonst bis März aushalten.
Mein Korsett passt nicht mehr, habe zuviel an Gewicht verloren, aber ich würde es jetzt sehr gerne tragen, wenn es nur helfen würde.
Weiß Rahmouni dass du operiert wirst? Kannst du dort nicht nochmal fragen, ob man dir dein Korsett provisorisch etwas herichten kann, so dass du es zumindest gegen die Schmerzen tragen kannst? Rahmouni macht doch so ziemlich alles irgendwie möglich und wenn er weiß, dass es nur vorübergehend sein soll, kann er da vielleicht auch was machen. Vielleicht kann man es z.B. etwas "ausplostern". Dadurch würde es ja enger werden. Keine Ahnung was da möglich ist, aber ich kann mir schon vorstellen, dass Rahmouni da Möglichkeiten hat.
Sei mal ganz lieb gedrückt
Rejoy
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Di, 01.01.2013 - 21:36
von Força
O Lya, das tut mir voll leid
Ich hab ja seit Korsetttherapiebeginn auch höllische Schmerzen. Sobald ich es auszog fing mein Lendenbereich (Hyperlordose) an zu brennen, da ich aber das Korsett dann wieder anzog ging es noch so in etwa. Als mein Korsett dann nochmal geändert wurde, es aber dennoch irgendwie nich so passte weil ich dann oben in die Krümmung ging und ich es dann seit dem gar nicht mehr tragen kann hatte ich so schlimme Schmerzen wie - eigentlich noch nie. Denn sie sind konstant, seit Wochen.
War das bei dir auch so? Also nachdem du das Korsett weniger bzw nicht mehr getragen hast bzw es nich mehr so passte?
Ich nehme jetzt ein leichtes Opiat, Tilidin. Das ist in Retardform, dh der Wirkstoff wird kontinuierlich abgegeben. Ich hab versucht ganz unten mit der Dosierung anzufangen, und es klappt mit 50 mg meistens, morgens wache ich aber bereits immer mit Schmerzen auf weil es nich mehr wirkt, bin grad dabei dann 3 mal 50 zu nehmen, aber werd vermutlich abends 100 mg nehmen müssen. Die darf man ja alle 8 Stunden nehmen. Ich spüre es dennoch etwas, aber das höllische Pochen und Brennen ist dann weg. Das gute an Tilidin ist ja dass man es auch über viele Monate durchnehmen kann. Zwar ist es Sch****** dass man dann keinen Tropfen Alkohol trinken kann, also nicht mal ein Glas Bier zum Essen, aber es wirkt!! Also was will man mehr.
Nach der OP könnte man da deine Dosis ja stark erhöhen. Vielleicht ist das ja was was bei dir auch gehen würde? Oder ein anderes leichteres Opioid?
Auf jeden Fall musst du schaun möglichst schnell schmerzfrei zu werden. Alles andere geht doch nich. Wir alle wollen doch mehr Lebensqualität bekommen, darum geht es doch bei der ganzen Therapie letzten Endes. Ich hab 2 Monate diese Schmerzen ausgehalten, konnte kaum irgendwas erledigen und fühlte mich immer schwach. Erst als ich es genommen hab wurde mir bewusst wie dämlich es ist solche Schmerzen auszuhalten. Das muss nich sein, man darf sich nich an den Schmerz gewöhnen, dann schlagen die Mittel später auch schlechter an weil sich der Körper an den Schmerz gewöhnt hat. Das hat irgendwas mit Nervüberreizung zu tun.
Ich würd nochmal mim Hausarzt sprechen was der denn
dannempfiehlt, auf jeden Fall muss das Ziel sein dass du besser heute als morgen schmerzfrei wirst. Ich wünsch dir viel Power bei dem ganzen Kampf und der Tortour mit dem Rücken und dass du sehr sehr schnell was findest was dich gut durch den Alltag bringt. Alles Gute!!
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Mi, 02.01.2013 - 14:05
von Saphira
Hallo Lya,
oh weh, das klingt ja echt nicht gut, dass du jetzt so starke Schmerzen hast

. Da brauchst du jetzt dringend was, was dir hilft. Ich kann dir nur raten, schnellstmöglich zu einem Arzt zu gehen und ihm ganz klar zu sagen, dass du es so nicht mehr aushältst. Zur Not gehst du notfallmäßig in ein Krankenhaus. Die sollen dich dann notfalls stationär gut auf Schmerzmittel einstellen. Du kannst auch zu einem ambulanten Schmerztherapeuten gehen, nur haben die teilweise recht lange Wartezeiten und gute Schmerztherapeuten sind rar. Mich hatte Dr. Hoffmann auch mal zu einer Schmerztherapeutin überwiesen. Da hatte ich Glück und bekam innerhalb etwa 1 1/2 Wochen einen Termin. Diese Schmerztherapeutin ist allerdings in Stuttgart, daher weiß ich nicht, ob das dir nicht zu weit wäre. Für mich war das damals allerdings keine Option, da ich zunächst meine ganzen schmerzauslösenden Baustellen in den Griff bekommen muss (und diese jetzt dann langsam mal im Griff habe).
An sich läuft das dort dann so ab, dass du erstmal einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen musst, wo die Schmerzen sind, wie stark diese sind und wie sehr du dich dadurch beeinträchtigt fühlst. Hilfreich wäre für dich auch, jetzt schon Schmerztagebuch zu führen, wo du eben jeden Tag deine Schmerzen, Art, Stärke und Lokalisation dokumentierst. Das kann dir bei solch einem Termin durchaus weiterhelfen, dass sie sehen, wie deine Schmerzen immer so sind. Dann hat man beim Termin ein Gespräch mit dem Arzt und je nachdem, was der dann für einen Eindruck hat, wird versucht, dich auf entsprechende Schmerzmedikamente und evtl. noch zusätzliche Medikamente einzustellen und du müsstest dann nach wenigen Wochen nochmals vorbeikommen und dann wird besprochen, wie es dir mit den Medikamenten ergeht und notfalls umgestellt. Bei mir stand damals nur eben wenige Wochen später bereits eine größere OP an und wir wollten dann abwarten, wie es sich mit den Schmerzen dann weiter entwickelt. Momentan gibt es für mich keinen Anlass für eine Schmerztherapie, aber falls doch wieder, dann wüsste ich, an wen ich mich wenden könnte

.
Vielleicht kannst du dir ja doch noch vor der OP Physiotherapie oder Manuelle Therapie verordnen lassen. Das ist denke ich sowieso förderlich für die bevorstehende OP und vielleicht kann es deine Schmerzen zumindest ein wenig lindern.
Und was deine Medikamente betrifft: Katadolon wirkt bei mir auch nur eingeschränkt. Ich habe auch schon festgestellt, dass eine Kombination aus zwei Medikamenten oftmals besser wirkt als ein Medikament allein. Aber das sollte eben ein Schmerztherapeut einstellen und nicht auf eigene Faust. Und Tramadol (Tramal) ist jetzt eigentlich auch eher ein niedrigpotentes Opiat, ähnlich wie Tilidin/Valoron. Da gibt es also durchaus noch genügend Spielraum in alle Richtungen, auch für die postoperative Schmerzbehandlung (auch wenn die Kliniken die harten Keulen nicht so gerne auspacken).
Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute. Und wie meine Vorredner bereits schrieben, sieh zu, dass du so schnell wie möglich zu einer adäquaten Schmerzbehandlung kommst, denn sonst prägt sich der Schmerz zu sehr ins Gedächtnis ein und dann ist es noch schwerer, diesen wieder loszuwerden, auch wenn die Ursache vielleicht gar nicht mehr vorhanden ist (Chronifizierung).
Grüßle,
Saphira
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Mi, 02.01.2013 - 17:31
von bluecat
Hey Lya,
fühl dich mal
Lya500 hat geschrieben:Es kommt irgendwie alles zusammen und alles auf einen Schlag und ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich noch machen soll
Das ist leider immer so... Man könnte meinen der liebe Gott hatte gerade nichts besseres zu tun
Deine Schmerzen können sicherlich etwas mit der fehlenden KG zu tun haben, muss aber nicht.
Es ist schwer das als Laie beurteilen zu können.
Ich kann nur so viel dazu sagen: Wenn man eh schon viele Baustellen hat und ist dann noch dazu mental belastet durch Sorgen Probleme (bei dir trifft es ja jeden Bereich...) und hat eigentlich gar keine Gelegenheit mehr überhaupt einmal runter zu kommen, dann verbessert das eine Schmerzproblematik sicherlich nicht, sondern trägt einen ganz großen Anteil dazu bei
Deswegen laufen meiner Meinung nach auch so viele Menschen von Arzt zu Arzt, keiner findet etwas aber die Probleme werden immer mehr. Man kommt sich selbst irgendwann total blöd vor und resigniert. Das musste ich erfahren.
Persönlich Erfahrung mit einem Schmerztherapeuten hatte ich noch nicht, nur durch Bekannte.
Meine Meinung ist daher, ein guter Schmerztherapeut sieht immer den ganzen Patienten, nicht nur den Körper.
Was das Korsett betrifft: Mit hat es oft schon geholfen mich einfach in das offene Korsett reizulegen wenn es mir nicht mehr gepasst hat. Ich hatte immer das Problem, dass es zu eng wurde und nicht zu weit...
Ich wünsche dir für deine OP alles erdenklich Gute und vor allem Kraft und viel Geduld für die Zeit danach!
LG
bluecat
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Mi, 02.01.2013 - 22:21
von Lya500
Hallo ihr lieben,
ich danke euch so sehr für eure lieben Tipps und Ratschläge. Bin überwältigt, dass ihr so richtig mit mir mitfühlen könnt. Ihr seid so super und ich habe das Gefühl nicht alleine zu sein.
Ja, mir geht es momentan wirklich grottenschlecht und sogar das Antworten fällt mir gerade etwas schwer, da ich eben wieder mal starke Schmerzen habe, aber ich habe eben schon eine Tramadol eingenommen, denke, es wird gleich ein wenig besser werden.
rejoy hat geschrieben:Ich kann ja mal versuchen meinen Senf dazu abzugeben

.
rejoy, deinen Senf lese ich eigentlich immer ganz gerne, denn da ist ja auch im wahrsten Sinne des Wortes immer was drann. Du kannst sehr gut beraten und auch überzeugen
Ja, ich war erst einmal auch nicht so angetan von der Katadolon bzw. vom absetzen der Tramadol, die ich ja jetzt auf eigene Kappe wieder schlucke, weil ich sonst die Decke hoch gehen würde

. Aber das macht sicherlich einen Sinn, weshalb Dr.Hoffmann diese vor der OP absetzten wollte, nämlich damit sie nach der OP wieder anschlägt. Ich hasse eigentlich Tabletten und habe sie früher immer gemieden, aber im Moment geht es nicht ohne. Ich brauche unbedingt wieder ein KG Rezept, denn ich glaube, die Muskeln haben es bitter nötig. Hr.Rahmouni weiß von der OP noch nichts, aber er weiß, dass ich einen Kombi-Termin hatte. Herr Rahmouni und Herrn Harzer werde ich aber noch informieren. Ab wann kann ich die denn wieder erreichen? Nochmal nach Stuttgart möchte ich jetzt nicht unbedingt fahren, ist einfach zu weit und ich war ja erst dort und ich glaube auch nicht, dass ich diese lange Strecke im Moment aufgrund der Schmerzen fahren bzw. aushalten kann.
Ich habe keine Ahnung in wie weit ein Schmerztherapeut hier was machen kann und frage erst einmal meinen Hausarzt, dieser muss aber erstmal aus seinem Jahreswechsel-Urlaub zurück kommen. So ein Mist, immer wenn man mal einen Arzt braucht, ist keiner da. Möchte auch nicht unbedingt zu einem anderen Arzt gehen, denn wer weiß, was der mir verordnet???.
Ich kann im Moment wirklich nicht mehr, denn irgendwie kommt alles auf einmal und ich weiß nicht mehr, wie ich das alles schaffen soll. Ich denke, dass es nach der OP nur besser werden kann, denn so wie jetzt möchte ich das nicht mehr lange.
bluecat hat geschrieben:Ich kann nur so viel dazu sagen: Wenn man eh schon viele Baustellen hat und ist dann noch dazu mental belastet durch Sorgen Probleme (bei dir trifft es ja jeden Bereich...) und hat eigentlich gar keine Gelegenheit mehr überhaupt einmal runter zu kommen, dann verbessert das eine Schmerzproblematik sicherlich nicht, sondern trägt einen ganz großen Anteil dazu bei

bluecat, ich denke auch, dass es einen großen Teil auch damit zusammenhängt, weil ich auch im allgemeinen gerade so down bin und einfach keine Kraft mehr habe und der Rücken dankt das einem nicht, aber ich denke es sind sicherlich viele Faktoren z.B generell die Krümmung, die fehlende KG, das fehlende Korsett, die milderen Katadolon, die ich ja jetzt nicht mehr nehme und natürlich auch der Beruf. Ich hoffe soooo sehr, dass ich bald wieder ein halbwegs normales Leben führen kann, ohne Schmerzen, dem im Moment sehr krassen Stress und vor allem ohne Ängste. Das wünsche ich mir.
Ich danke nochmal allen die mir hier geantwortet haben und wünsche allen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2013
Ich gebe mir jetzt einfach selber mal als guten Vorsatz fürs neue Jahr ein

und denke, dass ich es mit der OP bald geschafft habe.
LG
Eure Lya
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Do, 03.01.2013 - 01:02
von Dalia
Hallo Lya,
es tut mir so leid, dass du solche Schmerzen hast.
Die ausbleibende KG kann die Schmerzen verstärken. Aber vielleicht spielt dir auch dein Unterbewusstsein einen Streich: Weil es weiß, dass es auf die OP zugeht, nehmen die Schmerzen zu. Zumindest das habe ich bei mir beobachten können (allerdings nicht im Rahmen einer Wirbelsäulen-OP, sondern im Rahmen einer viel kleineren OP, die auch das Ziel hatte, Schmerzen zu beseitigen).
Ein Hausarzt ist kein Spezialist. Er mag die erste Anlaufstelle sein, aber wenn er nicht weiterhilft, wende dich an Spezialisten. Ich würde auch versuchen, einen Schmerztherapeuten aufzusuchen, und dafür ggfs. einen weiteren Weg auf dich nehmen, damit du einen früheren Termin bekommst. In Kliniken hast du bessere Chancen als in Privatpraxen auf einen Termin. Den Schmerztheraeuten informierst du über die bevorstehende OP, damit er die Medikamentation darauf einstellt.
Was du auch noch tun könntest, wäre der Besuch eines homöopathischen Arztes mit schulmedizinischer Ausbildung (z.B. bei Google "Homöopathie + Arzt + dein Wohnort" eingeben), der ist dann nicht auf Chemie pur ausgerichtet und ein guter Homöopath sieht den Menschen auch ganzheitlich.
Die Idee mit dem Schmerztagebuch würde ich auch aufgreifen, es gibt im Internet Vorlagen, wo du Kreuzchen in eine Tabelle machst und kurze Anmerkungen dazu schreiben kannst. Nach 2 bis 3 Wochen siehst du dann vielleicht, was die Schmerzen verstärkt. Bitte auch die schmerzfreien Zeiten notieren bzw. die Zeiten, wo es dir gut ging.
Ich würde durchaus zu Rahmouni fahren und ihn um eine Änderung des Korsetts bitten, das soll er dann so bauen, dass es für dich noch gut tragbar ist.
Eine weitere Möglichkeit wäre, dass du wenigstens einmal wöchentlich in eine KG-Praxis (mit Schroth-Erfahrung) gehst, das ist teilweise intensiver als wenn man sich allein dazu überwinden muss. Schroth-Therapeuten kennen auch noch andere KG außer Schroth.
Vielleicht könnten Massagen auch die Schmerzen lindern? Wo sitzen die Schmerzen genau, hast du sie durchgänig oder nur zeitweise?
Könnten evt. Vorweihnachts- und Weihnachtszeit für deine Schmerzen verantwortlich sein? Diese Zeit geht ja oft mit vermehrter körperlicher Aktivität ein, wie Großeinkäufe, Plätzchenbacken, Weihnachtsdekoration, Kochen usw.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Do, 03.01.2013 - 21:20
von Lya500
Hi Dalia,
zu deinen Fragen, die Schmerzen habe ich im gesamten BWS-Bereich bis runter zum Gesäß. Ich kann wenn überhaupt nur für kurze Zeit sitzen oder auf einem Fleck stehen und bin immer gezwungen möglichst rasch eine andere Position ein zu nehmen. Manchmal fühlt es sich an, als ob der Rücken brennt oder besser gesagt, als ob mehrere Nadeln drinn stecken, die ordentlich zwiebeln. Ich muss dann immer ganz rasch das Sofa aufsuchen und mich hinlegen. Durch die Tramadol Tabletten geht es einigermaßen, obwohl ich immer noch einen kleinen Restschmerz spüre., aber selbst davon muss ich am Tag mehr als zwei Tabletten nehmen, damit ich einigermaßen den Tag überstehe bzw. die Arbeit. Es ist eigentlich schon ein Dauerschmerz, der ohne Tabletten nicht mehr von allein weg geht.
Eine Schmerzeinschätzung wäre eine gute Idee, dass werde ich auf jeden Fall mal machen, falls mich mein Hausarzt doch zu einem Schmerztherapeuten schicken sollte, ist dies mit Sicherheit, wie ja Saphira schon schrieb von Vorteil. Ich denke auch, dass das mit den Tabletten absolut nicht hinhaut, denn von den Tramas brauche ich mehr als zwei Tabletten pro Tag und die Katadolon sind absolut für die Katz und helfen überhaupt nicht. Habe es auch schon mit Wärme, Diclo-Schmerzgel und Kytta-Salbe ausprobiert, aber auch das hat leider nicht zu einer Linderung geführt. Ich glaube, ich muss ganz dringend wieder mit der KG anfangen.
Dalia hat geschrieben:Aber vielleicht spielt dir auch dein Unterbewusstsein einen Streich: Weil es weiß, dass es auf die OP zugeht, nehmen die Schmerzen zu.
Kann natürlich auch ein Grund sein, aber das glaube ich ehrlich gesagt nicht, weil ich mir im Moment über die OP überhaupt keine Gedanken mache, da ich im Moment mit ganz anderen wichtigen Dingen sehr beschäftigt bin, die mir auch keine Ruhe lassen. An die OP denke ich meistens nur, wenn die Tramadol ihre Wirkung verliert und der Schmerz in vollen Zügen zurück kommt, dann würde ich lieber heute als morgen zur OP.
Dalia hat geschrieben:Was du auch noch tun könntest, wäre der Besuch eines homöopathischen Arztes mit schulmedizinischer Ausbildung
Du meinst bestimmt einen Osteopathen oder? Davon habe ich auch schon gehört und gelesen, wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Ich weiß jetzt nicht, was mein Doc vorschlägt, vielleicht verschreibt er mir ja noch ein zusätzliches Schmerzmittel.
Nein, nach Stuttgart möchte ich wirklich nicht

, war doch erst dort. Oh , man, dass ist alles echt zum kotzen. Freue mich aber sehr, dass ihr so gute Tipps für mich habt. Vielen Vielen Dank.
Liebe Grüße
Lya
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Do, 03.01.2013 - 21:29
von Silas
Ich sehe keinen Grund, warum Du nicht weiterhin Tramadol einnehmen solltest.
Ein guter Anästhesist kann seine Behandlung bestens darauf abstimmen.
Tramadol ist bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange, es gibt wesentlich potentere Schmerzmittel.
Es ist wichtig, den Schmerzkreislauf zu durchbrechen und dazu sind Schmerzmittel eine Möglichkeit, die ausgeschöpft werden sollte.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Do, 03.01.2013 - 22:53
von Dalia
Hallo Lya,
das klingt wirklich übel.
Doch, doch, ich meinte schon einen Arzt/Schulmediziner mit homöopathischer Ausbilung, also einen Arzt, der Schulmedizin und Naturheilmittel miteinander kombiniert. Osteopathie habe ich nicht gemeint und würde ICH jetzt lieber nicht explizit empfehlen, aber vielleicht wäre das wirklich einen Versuch wert?
Liebe Lya, du musst wirklich bald aktiv werden, ich hoffe, du recherchierst schon nach möglichen Anlaufstellen.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Do, 03.01.2013 - 23:52
von Kaffeetrinker
Ich glaube in der verfahrenen , wirklich festgesetzen Situation hilft nur noch Schmerztherapie, ich bin ja in einer ähnlichen Situation mit den Schmerzen, ich kann das gut nachvollziehen, und das knapp 17 Jahre schon.
Ich vermute mal stark es müssen mal echte Hämmer her dass man den Kreislauf durchbricht, ich war ja in der Zwischenzeit auch bei Schmerztherapeuten die aber leider lieber ihre Experimente machen wollen als mir mal vernünftiges Schmerzmittel zu geben.
Zum Osteopathen würde ich nur versuchen wenns dich nichts kostet, bei mir hatte sich ja mal einer ausgetobt, ohne Erfolg.Hätte ich dafür zahlen müssen, hätte ich es eh nicht gekonnt da arbeitslos bzw Krankengeldbezug.
und mit deinem Beruf solltest dich echt krank schreiben lassen, ich vermisse meinen Beruf auch aber ich kann ihn nicht mehr ausüben.Und rein von den schmerzen her hat es sich echt gelohnt aufzuhören, dann lieber kleinere Brötchen backen.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Fr, 04.01.2013 - 12:07
von Lya500
Hallo,
ich glaube einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Behandlung beim Osteopathen, da müsste ich mich aber erst mal schlau machen.
Kaffeetrinker, was hilft denn bei dir gegen die Schmerzen bzw. was tust du dagegen oder besser gesagt, welche Tabletten helfen bei dir am besten? Wäre für jeden Tipp sehr dankbar.
Liebe Grüße
Lya
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Fr, 04.01.2013 - 12:36
von Kaffeetrinker
Im Moment nehme ich keine Tabletten mehr.
Im Moment hilft mir nur ein Heizkissen und dieses Teil da:
Das lehne ich zwischen Couch (Wand geht auch) und mit dem anderen Ende gegen meine nervenden schmerzenden harten Stellen, nach 20sec oder so merke ich dass sie weicher werden und der Schmerz lässt für ne Weile nach.
Da in den nächsten 2-3 Wochen eh mein Leben privat auf den Kopf gestellt wird (Umzug, Geschäftsübernahme, Zwillingsgeburt) werde ich dann wohl die nächsten Schmerztherapeuten aufsuchen und testen ob die was taugen, ziehe dann Richtung Hannover da habe ich auch wesentlich mehr Auswahl als hier auf dem Lande.
Dann will ich mal hoffen dass es was wird mit Schmerzfreiheit.
Aber im Moment hilft nur der Halter und Heizkissen und Extremcouching.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Fr, 04.01.2013 - 15:04
von Silas
Ich habe über Jahre das hoch potente Schmerzmittel Oxycodon eingenommen und bin damit gut klargekommen.
Mittlerweile habe ich mehrere Kurse zu Schmerzmanagement und Entspannungstechniken besucht und komme nahezu ohne Schmerzmittel aus.
Ablenkung / Konzentrationslenkung, Entspannung und Aktivität sind heute meine besten Begleiter geworden, um mit den Schmerzen leben zu können.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Fr, 04.01.2013 - 20:45
von Lya500
Hallo Kaffetrinker,
freue mich, dass du ohne Schmerzmittel auskommst, aber mit diesem Teil kann ich absolut nichts anfangen. Kann mir vorstellen, dass das sehr hart am Rücken ist.
Ist das ein Toilettenpapierhalter?
Silas, mit Oxycodon kenne ich mich nicht aus. Es ist auf jeden Fall ein BTM und wirkt garantiert gut bei starken Schmerzen, aber kann man mit Oxycodon überhaupt am Straßenverkehr teilnehmen? Und wie ist das mit dem arbeiten? Ist man da nicht ein wenig beduselt?
Liebe Grüße
Lya
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Fr, 04.01.2013 - 21:00
von Kaffeetrinker
Nunja muss halt zwangsweise ohne auskommen, weil ja meine bisherigen Schmerztherapeuten so pingelig sind und einen lieber auf "geh arbeiten" "Arbeit macht frei" "Wer Spass an der Arbeit hat, hat keine Schmerzen" diesen Trip sind, aber komischerweise ertasten sie immer die Stellen die weh tun , ohne dass ich das vorher gesagt habe wo es wehtut.....
Und Tilidin wirkt nicht bei mir, also muss ich zwangsweise ohne auskommen, was ja zu der Zeit ohne wirklich Arbeit zu haben (kommt aber noch wie weiter oben geschrieben). Mit der kommenden Arbeit komme ich ohne bestimmt nicht mehr hin, aber bis dahin bin ich umgezogen und habe viel mehr Auswahl an Therapeuten.
Das Teil hilft recht gut und ist ein Küchenpapierhalter.
Ich drücke mir damit selber die verhärteten Muskeln weich , dann lässt der Schmerz für ne Weile nach.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Fr, 04.01.2013 - 21:20
von Silas
Ich habe das Oxycodon jahrelang genommen. Es fällt unter das BTM und es ist sicher sinnvoll, vorher andere Schmerzmittel auszuprobieren. Aber wenn die nichts oder zu wenig bringen, sollte man nicht zögern, auch zu stärkeren Mitteln zu greifen. Irgendwann verselbständigt sich sonst der Schmerz und man hat chronische Schmerzen, auch wenn die Ursache bekämpft sein sollte.
Meine Erfahrung war, dass es gar nicht "beduselt" macht, im Gegensatz z.B. zu Tramadol.
Mit dem Medikament bin ich privat und geschäftlich mehrere Hundertausend km gefahren, ohne dabei Einschränkkungen gehabt zu haben.
Ich hatte einen "Bürojob", der hohe Konzentration erfordert hat und wegen des Oxycodons nie Einschränkungen.
Es steht (wie bei fast allen Medikamenten) zwar drin, dass das Arbeiten an Maschinen vermieden werden soll bzw. Gefahren birgt, von meinem Gefühl her hätte ich aber eindeutig gesagt, dass das Oxycodon kein Hinderungsgrund wäre.
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Di, 08.01.2013 - 18:16
von Lya500
Hallo ihr lieben,
gestern war ich nun bei meinem Hausarzt. Das Wartezimmer war überfüllt, aber was will man anderes erwarten, wenn der Doc nach dem Jahreswechselurlaub wieder seine Türen öffnet

.
Ich habe mit ihm die Medikation abgesprochen und ihm von der anstehenden OP erzählt. Er sieht absolut keinen Grund, warum ich die Tramadol wenn ich sie doch gut vertrage nicht mehr einnehmen sollte, jedoch riet er mir dazu nach Möglichkeit nicht mit dem Auto zu fahren. Na toll, wie soll ich dann zur Arbeit kommen? Gegen die Schmerzen bekam ich eine Schmerzspritze, die Einstichstelle merke ich heute noch ( Aua) und soll nun jeden Tag zur Bestrahlung in seine Praxis kommen. Was mich sehr gewundert hat war, dass er mir ohne große Worte ein KG-Rezept in die Hand drückte. War wohl ein Neujahrsgeschenk

.
Liebe Grüße
Queen
Re: Was kann ich denn noch tun?
Verfasst: Mi, 09.01.2013 - 15:13
von Klaus
Lya hat geschrieben:Was mich sehr gewundert hat war, dass er mir ohne große Worte ein KG-Rezept in die Hand drückte. War wohl ein Neujahrsgeschenk

.
Ich würde sagen, er greift bezüglich Budget (Richtgrösse) in die Vollen und muss spätestens zur Jahresmitte bremsen.
Gruß
Klaus